Samstag, 7. Januar 2017

Watership Down Kapitel 46: Bigwig Stands his Ground

Ein sehr intensives Kapitel, denn jetzt beginnt auch für Bigwig der Kampf um Watership Down. Und bereits in der Einleitung bekommen wir einen großen Hinweis wie das Ganze für Woundwort ausgehen wird. Adams zitiert hier den Duke of Wellington, Arthur Wellesley, welcher als britischer Herrführer bei Waterloo gegen Napoleon kämpfte. Bekanntermaßen wurde Woundwort bereits mit Napoleon gleichgesetzt in einem der früheren Kapitel. Die britische Armee steht hier also in gewisser Weise für Bigwig, welcher alles gibt, um Woundwort zu aufhalten.

Groundsel verkündet, dass er so gut wie durch ist mit dem Loch. Wenn sich jetzt jemand nur schwach hineingräbt, wird die ganze Decke einstürzen. Woundwort fragt, was darunter sein wird: ein Bau oder ein Lauf. Groundsel denkt, es wird ein Bau sein, ein ungewöhnlich großer. Als nächstes fragt Woundwort wieviele Kaninchen wohl dort unten sein werden. Groundsel meint, womöglich keine, denn er hat keine Geräusche gehört, doch sie könnten auch absolut still verharren, um dann überraschend anzugreifen. Woundwort äußert sich jedoch verächtlich über die Watership-Down-Kaninchen, denn sie hätten bisher kaum gekämpft und einige ihrer Mitglieder wären in der Nacht geflohen. Wieder kann Woundwort das große Ganze nicht verstehen und gerade sein verächtliches Abtun der geflohenen Kaninchen führt ihn weiter Richtung Untergang. Er denkt jedenfalls, sie werden kaum Probleme mit den Kaninchen hier unten haben.
Groundsel hat jedoch Zweifel und gibt nach einigem Zögern zu, Angst vor dem Kaninchen zu haben. Er fürchtet zwar, dass vor dem General zuzugeben, doch er hält auch Ragwort für ein Kaninchen, welches sich so etwas nicht ausdenkt. Woundwort jedoch ist sehr zuversichtlich, falls dieses Tier auftaucht wird es feststellen, dass auch er ein Tier ist. Hier folgt die nächste Selbstüberschätzung, Woundwort ist der Meinung alles bekämpfen zu können, ohne zu wissen was es ist und an einem für ihn völlig fremden Ort.
Dann kehrt er zurück zur Böschung, wo schon Campion und Vervain auf ihn warten. Er verkündet seinen Plan. Er selbst wird als Erster hineingehen mit nur drei Kaninchen, die ihm folgen sollen. Vervain soll direkt hinter ihm bleiben und noch zwei weitere mitbringen. Groundsel hingegen soll vorerst in dem ausgehobenen Schacht bleiben und warten bis Woundwort ihn ruft. Der Gehorsam gegenüber Woundwort und wie er völlig ruhig verkündet als Erster das Gehege zu betreten erweckt wieder die Kampfgeister bei seinen Offizieren. Sie glauben, sie werden hier ohne großen Kampf triumphieren. In Nutley Copse war es so ähnlich, dort hatte Woundwort drei Kaninchen unter der Erde getötet und danach keinen großen Widerstand mehr gehabt.
Woundwort glaubt selbst, dass sie keine Probleme haben. Sobald einer der blockierten Läufe frei ist, soll Campion die restlichen Kaninchen nach unten bringen. Campion wünscht ihm Glück und Woundwort macht sich daran in die Honeycomb durchzubrechen. Er zögert keine Sekunde, weil das vielleicht wieder die anderen ängstigen könnte. Ihm ist egal was ihn unten erwartet, entweder er kämpft direkt oder er hat die Chance sich umzusehen, so und so läuft es auf einen Kampf hinaus, den er schon herbeisehnt. Für einen kurzen Moment hält der Schacht noch, dann bricht er und Woundwort fällt in das Innere. Sofort springt er nach vorn und hält sich an die nächste Wand, um einem Angriff zu entgehen, doch es folgt keiner. Er befindet sich neben einer leichten Aufschüttung von Erde, welche einen blockierten Lauf markiert.
Im nächsten Moment ist Vervain unten. Das dritte Kaninchen jedoch, Thunder, will nicht so recht hinein, sondern versucht den Schacht wieder zurückzuklettern. Woundwort fragt was los ist und Thunder meint nichts. Er hat jedoch ein totes Kaninchen ausgemacht, welches ihn für einen kurzen Moment irritiert hat. Auch Woundwort entdeckt es jetzt und untersucht es. Er meint, es wäre noch nicht lange tot, es ist zwar kalt, aber noch nicht steif. Trotzdem findet er es komisch, denn Kaninchen sterben normalerweise nicht unter der Erde und fragt Vervain nach seinem Rat. Vervain denkt nichts weiter, es ist ein sehr kleiner Rammler, welcher vermutlich nicht kämpfen wollte und deshalb von den anderen umgebracht wurde. Woundwort glaubt das nicht,denn es ist kein Kratzer an ihm. Sie sollen es jedenfalls ignorieren, denn ein Kaninchen dieser Größe kann eh nichts ausrichten und macht bei dem folgenden Kampf kein Unterschied. Wieder begeht Woundwort einen schwerwiegenden Fehler, denn Fiver ist nicht tot, nur in einer tiefen Trance und hilft den anderen auf eine Weise, die Woundwort jedoch nie vermuten würde.
Woundwort untersucht den Ort genauer, der wesentlich größer ist als die Ratskammer von Efrafa und entscheidet sich sofort, die Größe des Ortes zu seinem Vorteil zu nutzen, da er verlassen ist. Er befiehlt Groundsel noch vier weitere Kaninchen zu holen. Sie finden schon bald auf der Ostseite blockierte Läufe, welche Groundsel freischaufeln soll. Außerdem soll dieser weitere Kaninchen holen, welche die Wurzeln auf der Nordseite untersuchen sollen. Vervain entdeckt schon bald die nur mit loser Erde zugeschütteten Läufe auf der Südseite. Woundwort fragt, ob er an den Stellen Bewegung gehört hätte und als Vervain das bejaht, verlangt er von ihm die Stelle freizukriegen. Zwei Kaninchen sollen das Graben übernehmen und falls Bigwig dort ist, wird er sie angreifen, was genau das ist, was er will. Thunder und Thistle übernehmen diese Aufgabe, während Woundwort hinter ihnen wartet.

Noch vor dem Durchbruch war Bigwig klar, dass die Efrafas schon bald diese nur provisorisch zugeschütteten Läufe im südlichen Teil finden. Sobald es zum Kämpfen kommt, insbesondere mit Woundwort, rechnet sich Bigwig nur wenig Chancen aus, wenn er ihnen direkt gegenübersteht. Es wäre wichtig gerade Woundwort schwer zu verletzten, ehe es zu einem richtigen Kampf kommt. Deshalb befragt er Holly, der jedoch das Problem erkennt. Dieses Gehege wurde nie für die Defensive gebaut. In Sandleford gab es dafür zumindest den Lockeren Lauf (Slack Run), welcher dafür da war unter den Feind zu gelangen und an einer Stelle aufzutauchen, wo er es nicht erwartet.
Das bringt Bigwig auf die entscheidende Idee. Er wird sich ein Stück weit in den Untergrund eingraben, direkt hinter einer der blockierten Öffnungen und dann wird Holly ihn mit Erde bedecken. Mit viel Glück wird das nicht auffallen, weil hier eh alles durcheinander ist. Holly ist nur besorgt, ob die Efrafa auch die richtige Stelle werden. Deshalb verlangt Bigwig von ihm, sich dorthin zu stellen und Geräusche zu machen. Derweil befiehlt er Silver alle anderen aus der Honeycomb herauszuholen und in die Schlafbaue zu bringen. Pipkin will Fiver nicht zurücklassen, der noch immer völlig betäubt am Boden liegt, doch Bigwig muss ihm leider verkünden, dass sie Fiver zurücklassen müssen, was eine große Schande ist. Pipkin will bei ihm bleiben (die Loyalität des Kleinen ist wirklich bemerkenswert), doch Holly hält ihn davon ab. Sie brauchen jeden, den sie haben können und können froh sein, wenn Fiver der einzige von ihnen ist, der diese Nacht sterben wird. Bigwig jedenfalls lag bereits unter der dünnen Schicht Erde, ehe Woundwort durchgebrochen ist.

Thunder öffnet den zugeschütteten Lauf und Woundwort nimmt sofort mehrere Kaninchen in dem Lauf dahinter wahr. Er hofft, dass sie jetzt nach vorne kommen und ihn attackieren, doch nichts passiert. Woundwort macht sich für einen Kampf bereit und wir erfahren, dass er völlig anders kämpft als andere Tiere und Menschen. Er kalkuliert und berechnet nichts aufgrund der Anzahl seiner Truppen, sondern kennt nur zwei Arten von Kämpfern: diejenigen, die kämpfen wollen und diejenigen, die kämpfen müssen. Oftmals schon hat er größere Gruppen von Kaninchen nur durch seine Kampffähigkeiten beeindruckt und er ist schließlich Anführer eines großen Geheges. So denkt er nicht daran, dass viel zu wenige Kaninchen von hier unten sind und zunächst alle Läufe öffnen zu lassen und mit all seinen Truppen anzugreifen. Er will direkt angreifen, weil er spürt, dass diejenigen in diesem Lauf Angst vor ihm haben.
Zuvor gibt er jedoch noch Groundsel die Anweisungen, dass Campion alle seine Kaninchen nach unten bringen soll, sobald er die Läufe freigegraben hat. Mit Vervain als Deckung geht er dann in den Lauf hinein. Er bemerkt schnell zwei Rammler vor ihm, die sich jedoch vor ihm zurückziehen. Plötzlich jedoch bewegt sich unter ihm die Erde und ein Kaninchen beißt ihn in den Vorderlauf, genau dort, wo es sich mit dem Körper verbindet. Woundwort ist zunächst unfähig sich zurückzuziehen, schafft es aber dann dennoch auszuholen und seinen Angreifer zu verletzen. Dann richtet sich das andere Kaninchen in seiner Mulde auf und wirft Woundwort zurück. Ehe Woundwort wieder attackieren kann, hat es sich bereits aus der Angriffsreichweite begeben. Woundwort bemerkt, dass der Muskel in seinem Vorderlauf beschädigt ist und er somit nicht sein volles Gewicht auf diesen verlagern kann. Vervain fragt, ob alles in Ordnung ist, Woundwort reagiert darauf sehr gereizt, was zeigt, dass längst nicht alles in Ordnung ist.
Bigwig verkündet ihm, dass er ihn hoffentlich beeindruckt hat, wie er einst versprochen hat. Woundwort antwortet darauf nur, dass er versprochen hat ihn zu töten und diesmal kann ihm kein weißer Vogel helfen. Bigwig hofft, Woundwort wird wieder direkt angreifen, doch dieser hat seine Strategie schnell geändert und nähert sich dieses Mal vorsichtiger. Dabei bemerkt jedoch Bigwig, dass Woundworts Vorderlauf verletzt ist. Er benutzt seine Klauen um Woundwort an einem anderen Lauf zu verletzen, doch ehe er sich zurückziehen kann, beißt Woundwort ihm ins Ohr. Woundwort merkt, dass er durch sein Gewicht die Oberhand gewinnt und versucht Bigwig in die empfindliche hinten im Genick zu beißen, doch ehe er das schafft, gibt sein verletzter Vorderlauf nach und er fällt zur Seite. Bigwig schlägt zweimal in sein Gesicht und schafft es beinahe noch ein drittes Mal, ehe er sich zurückziehen kann. Beide Feinde stehen sich blutend gegenüber, während so langsam die ersten Sonnenstrahlen durch die Decke der Honeycomb scheinen.

Watership Down Kapitel 45: Nuthanger Farm Again

Die Spannung steigt und Hazel trägt seinen enormen Anteil dazu bei die Efrafas zu besiegen. Dafür verwendet Adams wieder ein Zitat aus dem Shakespeare Stück Julius Caesar, dieses Mal beschreibt es den Beginn der Schlacht und das jetzt die Kriegshunde freigelassen werden soll. Hier ist es nur ein einziger, doch es darf gespannt sein, welchen Schaden dieser anrichten kann.

Fivers Schrei hat nicht nur seine eigene Gruppe verunsichert, sondern auch die Efrafas. Thistle und Ragwort haben nämlich den offenen Lauf verlassen, weil sie besser lauschen wollten und werden von Woundwort dafür zurechtgewiesen wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückzukehren. Thistle jedoch schwört, dass da unten ein Tier ist, welches kein Kaninchen ist, worauf Woundwort nur fragt, ob er es gerochen hat. Thistle verneint das und er hätte auch keine Hinterlassenschaften wahrgenommen sowie Spuren, doch er ist sich ziemlich sicher, dass da unten ein Tier ist.
Auch andere Gräber haben ihre Posten verlassen und lauschen auf die Geräusche. Unruhe macht sich unter ihnen breit und ihnen kommen alle Erinnerungen mit den Watership-Down-Kaninchen wieder hoch. Immer ist bei deren Begegnung etwa Seltsames passiert. Sie hätten einen Fuchs gehabt, der Hauptmann Mallow getötet hat; einen weißen Vogel, der sich in einen Blitz verwandeln konnte und ein Tier welches sie den Fluss heruntergetragen hat. Das reicht für einen sogar, um leise vorzuschlagen nach Hause zu gehen. Darüber ist Woundwort jedoch sehr erzürnt und fragt ihn offen, ob er nach Hause will, er hätte die Erlaubnis. Dieses Kaninchen rührt sich nicht. Schließlich fragt er, ob noch andere gehen wollen. Es wäre jedoch keine Offiziere dabei, die sie auf dem langen Weg beschützen können, denn diese müssen alle graben, so auch er. So fordert er Groundsel und Vervain wieder auf das geplante Loch für den Durchbruch zu erweitern. Thistle soll derweil Hauptmann Campion holen.
Dieser berichtet von den drei Kaninchen, welche geflohen sind und sich in nördliche Richtung begeben haben. Er wäre ihnen gefolgt, doch Thistles Botschaft hätte ihn abgehalten. Woundwort ist es jedoch egal, dann sind es drei weniger, die sie bekämpfen müssen. Ragwort verkündet im gleichen Moment, der offene Lauf wäre jetzt auch blockiert. Das nutzt Woundwort direkt, damit er jetzt bei dem Graben mithelfen kann, um eine Wurzel zu entfernen. Sie kommen einem Durchbruch immer näher, auch wenn sie noch immer graben als das erste Sonnenlicht zu sehen ist.

Hazel, Dandelion und Blackberry treffen sich derweil auf dem abgeernteten Feld wieder, welches kaum Deckung bietet. Er hat seinen Plan erläutert und führt sie weiter unter dem Mast hindurch in Richtung Nuthanger Farm. Dandelion hält das Ganze für eine große Aufgabe, doch er sieht auch ein, dass es die einzige Chance ist das Gehege zu retten.
Sie gehen also weiter, scheuchen einige Wachteln auf und kommen schließlich zum Straßenrand. Hier soll Blackberry bleiben und warten. Er soll sich bedeckt halten und nicht zu früh losbrechen. Von ihnen allen behält er den kühlsten Kopf und das soll er nutzen, um zum Gehege zurückzukehren, wo er sich sofort in Kehaars Lauf begeben soll. Blackberry zeigt sich nur besorgt, weil es bis zum Elektromast keine Deckung. Hazel meint, wenn es zu schlimm kommt, soll er immer wieder aus der Hecke hervorbrechen.
Er bleibt zurück, während Dandelion und Hazel über die Straße gehen und dem Feldweg nach oben zu dem Bauernhof folgen. Sie stellen fest, dass frische Wurzeln in den Hütten sind und entscheiden sich für einen Überfall, sobald diese ganze Sache mit Efrafa überstanden ist. Schließlich erreichen sie auf direktem Weg die Nuthanger Farm, welche immer noch ruhig unter den Ulmen steht. Ein gelbes Blatt deutet hier bereits den kommenden Herbst an und es ist an der Stelle die Frage, ob es der Anfang vom Ende für die Watership-Down-Kaninchen oder für Woundwort ist.
Sie sind jedenfalls rechtzeitig da, denn der Hund schläft immer noch und ist auch noch immer mit einem Seil gesichert, welches an der Hütte befestigt ist. Hazels Plan sieht natürlich so aus, den Hund loszureißen, und durch Dandelion und Blackberry inmitten der Efrafas zu führen. Dandelions Aufgabe ist es jetzt, sich gegenüber der Hundehütte hinzulegen und genau auf den Hund zu achten, während Hazel das Seil durchnagen wird. Sobald es fällt, soll er die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich ziehen und schnurstracks zu Blackberry rennen. Natürlich ist Dandelion dafür das geeignetste Kaninchen, denn er ist der schnellste von ihnen. Zur Not soll er auch die Hecken als Deckung nehmen, doch Dandelion soll aufpassen, denn mit dem Seil könnte sich der Hund darin verheddern. Dandelion ist beeindruckt und meint, wenn sie sich wiedertreffen hätte sie die beste Geschichte überhaupt zu erzählen, eine Aufgabe die gerne auch wieder Dandelion übernehmen kann, wie Hazel meint.
Es ist hier natürlich das äußerste Mittel zu dem sie greifen und es zeigt wie unnatürlich Woundwort für ein Kaninchen ist. Hazel muss sich mit Nuthanger Farm nicht nur seinen Ängsten stellen, also dem Ort, wo er fast gestorben wäre, nein sie brauchen elil, um Kaninchen loszuwerden. Und dass es ein Hund ist, der ihnen indirekt helfen soll, ist umso paradoxer, da die Kaninchen von Hunden nicht viel halten. Jetzt ist er jedoch der einziger der elil, der ihnen wirklich effektiv helfen kann, da Hunde Kaninchen oft nur aus dem Jagdtrieb heraus verfolgen und töten.
Hazel geht vorsichtig zu der Hundehütte und hat Glück, dass ein Strohballen ihm den Weg auf das Dach erleichtert. Er ist extrem verängstigt, denn alle seine Instinkte sagen es ihm, dass er rennen soll. Man kann es ihm kaum verübeln, denn er ist als Kaninchen gezwungen sich in unmittelbare Nähe von elil zu begeben, wo doch jedes Kaninchen dort sofort wegrennen würde. Er hofft, dass die Farmgerüche noch seinen eigenen Geruch vor dem Hund verbergen. Dann fängt er an das Seil zu durchnagen, welches ihm einfacher fällt als bei dem Seil, welches an dem Stechkahn befestigt war. Der Vorteil ist, dass dieses Seil hier nicht so nass und schlüpfrig ist. Als er ungefähr die Hälfte durchgenagt hat, spürt er wie der Hund sich unter ihm bewegt. Er streckt sich kurz, gähnt und schläft dann weiter. Hazel kann jetzt auch egal sein, ob der Hund ihn hört, denn nur Dandelion ist jetzt wichtig. Hauptsache der Hund kann sich losreißen, sobald er Hazel bemerkt.
In dem Moment blickt er zu Dandelion und ist erschrocken, als er sieht wie sich die getigerte Katze vorsichtig an ihn anschleicht. Dandelion nimmt sie nicht wahr, weil er nur auf den Hund fixiert ist. Hazel stampft zweimal laut auf das Dach auf und Dandelion reagiert sofort. Er springt weg. Im nächsten Moment landet die Katze genau dort, wo er gewesen ist. Bei diesem Lärm erwacht der Hund endgültig, bellt kurz und springt aus der Hundehütte hervor. Das Seil kann ihn nur kurz halten, dann reißt es an der Stelle, wo Hazel es durchgenagt hat und der Hund rennt Dandelion hinterher. Vorher jedoch fällt noch die Hundehütte um. Hazel landet unsanft auf seinem verletzten Hinterlauf, kann sich jedoch weiter bewegen und überlegt, ob er irgendwie den Graben außerhalb des Bauernhofs erreicht.
In dem Moment springt ihn jedoch die Katze an und hält ihn am Boden. Spöttisch fragt sie: "Can you run?", hissed the cat. "I think not." Und mit diesem fiesen Cliffhanger werden wir jetzt zurückgelassen, während sich das Geschehen wieder auf Watership Down richtet.

Freitag, 6. Januar 2017

Watership Down Kapitel 44: A Message from El'ahrairah

Es steht schlecht um Hazels Gruppe, sehr schlecht. Sie können zwar eine gute Defensive aufbauen, doch sie wissen, dass sie keine Chance haben und sich irgendwann den Efrafas im offenen Kampf gegenübersehen. So macht sich während der Belagerung bereits Hoffnungslosigkeit breit. Adams umschreibt das Geschehen in dem Eingangszitat mit einer Passage aus dem Werk Crusader Castles von dem englischen Schriftsteller Robin Fedden. Es beschreibt sehr gut die beständige Angst und die Furcht, welche Leute durchstehen, die sich in einer Höhle versteckt haben, aber von außen belagert werden. Die lähmende Angst, dass jede Sekunde der Durchbruch erfolgt.

Zu Beginn des Kapitels sind die Efrafas schon seit einiger Zeit dabei das Gehege auszugraben. Laut Speedwell haben sie an einer Stelle damit aufgehört, was er Hazel so gleich verkündet. Anschließend erfolgt ein langer Abriss darüber wie die Belagerung bisher vonstatten ging. Die Efrafas haben sich im Dämmerlicht sofort zu den Löchern begeben und waren zunächst überrascht und irritiert wieviele es gibt, da sie in Efrafa deutlich weniger gewohnt sind. Woundwort hat ihnen jedoch schnell zu verstehen gegeben, dass es deren eigene Torheit ist soviele Löcher anzulegen, da sie so wesentlich leichter angegriffen werden können, weil längst nicht alle Löcher verteidigt werden.
Auch wegen Kehaar haben die Efrafas Bedenken, doch Woundwort weist daraufhin, dass die Hinterlassenschaften von ihm bereits alt sind. Dennoch haben einige Efrafas Furcht aufgrund der Geschichten, die sich über Kehaar und Bigwig überall in Efrafa herumgesprochen haben und werden bereits beim Schreien eines Kiebitzes nervös.
Die Aufgaben hat Woundwort klar verteilt. Campion bewacht mit seinen Patrouillen den Ort; Vervain und Groundsel graben die Löcher aus. Groundsel gräbt dabei die Löcher an der Böschung aus, Vervain diejenigen in dem Buchenwäldchen. Beiden haben Probleme: Vervain, der sowieso viel besser mit Gefangenen umgehen kann als mit Feinden, findet den offenen Lauf und hofft mit einer schnellen, überraschenden Attacke in die Mitte des Geheges zum Erfolg zu kommen, doch seine beiden Kaninchen treffen auf Buckthorn und Silver und werden dabei fast getötet. Groundsel hingegen gräbt sich besonders schnell in eines der Löcher. Er sieht sich plötzlich Blackavar gegenüber, welcher ihn mit einem Biss an die Kehle festhalten kann. Groundsel kann sich geradeso befreien. So sieht auch Woundwort ein, dass es unmöglich sein wird, das Gehege einzunehmen bei einer Attacke auf die Läufe, welche verteidigt werden. Besser wird es, wenn zahlreiche andere Läufe geöffnet werden und sie alle gleichzeitig angreifen, doch dafür fehlt ihnen der Mut nach allem was sie bisher von Hazels Gruppe gesehen haben. Woundwort muss sich eingestehen nicht darüber nachgedacht zu haben was passiert, wenn sein Überraschungsangriff nicht klappt.
Er ruft Campion zu sich und fragt ihn nach seinem Rat. Dieser schlägt vor, das Gehege einfach auszuhungern. Für die Efrafas ist es warm genug auch für längere Zeit im Offenen zu bleiben. Woundwort ist jedoch sofort dagegen, zum einen weil er sich ein bisschen doch davor fürchtet bei Tagesanbruch könne Kehaar kommen und zum anderen, weil ein blutiger Sieg besser zu seiner Reputation passt. Er hat seine Owsla hierhergebracht, um Blut zu vergießen, eine Belagerung wäre sehr antiklimaktisch. Außerdem will er möglichst schnell nach Efrafa zurückkehren, da er sich wie jeder Feldherr davor fürchtet, was in seinem Reich passiert, während er abwesend ist.
Deshalb beruft er sich auf die Erfahrung mit Nutley Copse und was dort passiert ist, als sie zwar den Großteil des Geheges erobert hatten, aber noch ein kleiner Teil sich in einem gesonderten Bau verborgen hatte. Er fragt Campion wer dieses Unternehmen geleitet hatte. Campion sagt, es wäre Hauptmann Mallow, doch der wäre jetzt tot. Deshalb soll Campion jemanden suchen, der dabei gewesen ist. Er kehrt schon bald mit einer Owsla-Wache, Ragwort, zurück, welcher berichtet Hauptmann Mallow hätte ihnen befohlen vertikal in den Untergrund zu graben. Irgendwann sind sie durchgebrochen und wären inmitten der verborgenen Kaninchen gelandet. Nach einem Kampf hätten sie diese auch besiegt. Woundwort schlägt vor es genau so zu machen und schickt Campion zurück, um weiter Wache zu halten.
Deshalb hörten Hazel und die anderen schon bald das erste Scharren direkt über ihnen in der Honeycomb. Und die Efrafas graben an zwei Punkten. An einer Stelle weiter im Norden, wo die Buchenwurzeln sehr dicht sind und etwas weiter im Süden direkt über dem Zentrum der Honeycomb. Diese zweigt sich an der Stelle ab in zahlreiche weitere Läufe und Baue. In einem liegt Clover mit ihren Jungen. Hazel jedenfalls glaubt zunächst es wäre gut für sie, denn durch das Graben werden ihre Krallen stumpf und sie schon bald erschöpft sein. Er fragt Blackberry nach seinem Rat. Dieser ist jedoch nicht so selbstsicher, das nördliche Ende könne zwar standhalten, im Süden jedoch wären sie wesentlich schneller durch und sobald sie durchgebrochen sind, könnte nichts mehr sie aufhalten. Hazel zittert bei dem Gedanken.
Auch für die anderen ist die Situation äußerst bedrückend und sie sind wie gelähmt vor Angst. Vilthuril hat Angst zurück nach Efrafa zurückgebracht zu werden. Hyzenthlay und Thethuthinnang beruhigen sie. Es wäre trotzdem besser so wie es jetzt ist, als immer noch in Efrafa zu sein. Bigwig jedoch erinnert sich an die Nacht, als er Hyzenthlay von den Downs erzählt hat und weiß welche Angst sie durchmacht. Er selbst scheint die Situation noch am besten zu verkraften, was er gegenüber Hazel verlautbaren lässt. Sobald sie durchbrechen, werden sie einfach in die Baue für das Schlafen gehen und alle Läufe dorthin blockieren. Hazel weiß jedoch, dass so nur das Unvermeidliche hinausgezögert wird. Bigwig jedoch fühlt sich entschlossen den Efrafas dann zu begegnen, wenn sie es versuchen. Ihr erfüllt für den Moment nur die Vorfreude auf einen Kampf und nicht die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage, die Grabgeräusche, er will sein Leben so teuer wie möglich hergeben. Hazel kann ihn dafür nur beneiden und Bigwigs Engagement und Entschlossenheit ist gut, um die Furcht wenigstens ein bisschen zu zerstreuen, welche all die anderen umgibt. Hazel ist also dafür und bittet Bigwig darum, dass er noch andere findet, die ihm bei einem Angriff helfen. Bigwig wendet sich sogleich an Silver und Holly.
Hazel schickt derweil Speedwell zum Nordende, wo die eine Grabung stattfindet. Derweil diskutieren Bigwig und Holly, wie sie die Läufe aus der Honeycomb hinaus in die Schlafbaue am besten zuschütten. Sie entscheiden sich schließlich einen Lauf zu verbreitern und die restlichen zuzuschütten. Da Bigwigs Ansehen durch seine Efrafa-Unternehmung noch weiter gestiegen ist, vergessen die anderen ihre Furcht und beginnen sofort damit sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Genau in dem Moment sind wir bei der Situation zu Beginn des Kapitels angelangt: Speedwell verkündet Hazel, dass sie am Nordende aufgehört haben zu graben. Vermutlich haben sie festgestellt, dass es dort für sie zu schwer sein wird durchzubrechen. Hazel kehrt sofort zu der anderen Stelle zurück, weil sie jetzt dort vermutlich noch stärker graben werden. Er sucht zunächst Buckthorn auf, welcher den einzigen offenen Lauf bewacht, der jetzt als Kehaars Lauf bekannt ist und verkündet ihm die Neuigkeiten. Dieser bestätigt das und redet nach einer kurzen Weile von den Ratten in der Scheune, wo sie auch heil herausgekommen sind. Er findet es schade, dass es jetzt so zu Ende geht, nach allem was sie durchgemacht haben. Hier spricht bereits die Verzweiflung aus Buckthorn, er glaubt an kein gutes Ende mehr. Hazel bleibt jedoch trotzdem standhaft und sagt sie werden es schaffen, auch wenn er selbst die schlimmsten Befürchtungen hat was Buckthorn und sie alle angeht. Er fragt sich, wohin er sie mit all seinen schlauen Plänen und Unternehmungen hingeführt und es wirklich ihr Schicksal ist nach all den Abenteuern letztendlich von General Woundwort getötet zu werden.
Hazel wendet sich ab von Buckthorn und geht weiter zurück. Schließlich findet er Fiver. Der ist nicht am Graben, was Hazel als sehr seltsam erachtet. Er fragt ihn was los ist und Fiver meint er würde versuche zu lauschen, doch er könne nichts hören, irgendetwas sei sehr nah und spürt wie er davongetragen wird. Fiver liegt zitternd am Boden und stöhnt immer wieder, dass ihm kalt sei. Schließlich lässt er ein furchtbares Geräusch los, völlig unnatürlich für ein Kaninchen, welches das ganze Gehege erschreckt. Dann ruft er irgendetwas von dreckigen, kleinen Biestern und das sie gehen sollen (vermutlich sind damit die Ratten gemeint). Bigwig ist darüber gar nicht begeistert und bittet Hazel darum Fiver zu stoppen, denn sonst würden die anderen noch verrückt vor Angst werden. Hazel versucht wieder Fiver zu wecken, doch dieser befindet sich in einer tiefen Benommenheit. Plötzlich hat Hazel ein klares Bild vor Augen. Es ist der Tag an dem sie vor dem Fluss Enborne standen und er hört wie Bigwig verkündet, ein großer Hund läuft frei im Wald herum. Danach ist das Bild auch schon wieder weg und er ist wieder in der Honeycomb.
Jetzt hat er jedoch einen Plan. Irgendwie ist es Fiver gelungen in diese andere Welt abzudriften, von der er schon vorher gesprochen hat und es ist ihm irgendwie gelungen bei Hazel eine wichtige Erinnerung zu wecken, die ihnen helfen könnte. Zumindest verliert Hazel keine Zeit, er befiehlt Bigwig sofort ihm Blackberry und Dandelion zu bringen. Sie sollen zu Kehaars Lauf kommen. Als sie dort sind. Buckthorn ist noch immer dort, doch auch ihn hat Fivers Schrei sichtlich beunruhigt, denn er atmet schwerer. Schon bald sind auch die anderen da und Hazel gibt weitere Anweisungen. Er hat einen Plan wie sie Woundwort für immer loswerden können, Dandelion und Blackberry sollen zusammen mit ihm durch den offenen Lauf nach draußen flitzen und sich nordwärts begeben zu den Feldern. Sie sollen auf keinen Fall anhalten und dann bei dem Eisenbaum (also dem Elektromast) auf ihn warten. Bigwig hat in der Zwischenzeit die Aufgabe auch diesen Lauf zu blockieren, sobald sie raus sind und alle Kaninchen in die Schlafbaue zu bringen. Dort sollen sie sich verbarrikadieren und so lange aushalten und den Efrafas standzuhalten wie es möglich ist. El'ahrairah hat ihm das gezeigt und ich glaube sogar, dass es Fiver in seiner Trance irgendwie gelungen ist mit der Geisterwelt oder dem Kaninchenjenseits Kontakt aufzunehmen und von ihrem großen Vorbild eine Nachricht bekommen hat, wie sie es schaffen können dieser verzweifelte Situation zu überstehen. Das bedeutet, El'ahrairah steht wirklich hinter ihnen und beschützt sie und das wohlgemerkt gegen andere Kaninchen.
Bigwig fragt irritiert wohin Hazel geht und dieser meint nur zu dem Bauernhof, um ein weiteres Seil durchzunagen, zusammen mit dem Hund ein sehr großer Hinweis, was wohl sein Plan sein wird. Er weist noch einmal Dandelion und Blackberry an schnell nach draußen zu rennen und sich auf keinen Fall auf einen Kampf mit einem anderen Kaninchen einzulassen. Sofort stürzt er los zusammen mit Dandelion und Blackberry.

Watership Down Kapitel 43: The Great Patrol

Es kommt wenig überraschend, dass Woundwort diese Demütigung am Fluss nicht auf sich sitzen lassen wollte und so eine der größten, militärische Unternehmungen durchführt, welche es wohl je unter den Kaninchen gegeben hat. Adams verwendet wieder ein Gedicht von Walte de la Mare, um dieses Kapitel einzuleiten. Es ist über Napoleon und beschreibt den Russlandfeldzug. Er motiviert sie dabei mit den Worten, dass er alles ist, die ganze Welt, der Nordhimmel und die gesamte Einöde durch die sie gehen. So ähnlich kommt mir hier auch Woundwort vor, der trotz leichter Opposition an diesem irrsinnigen Unternehmen festhält.

Wenig überraschend bedeutete für Woundwort die Flucht von Hazels Gruppe mit dem Stechkahn ein großer Verlust an Autorität. Bis zu dem Moment hatte er die Situation unter Kontrolle, selbst als Kehaar seine Offiziere angegriffen hatte. Es war ihm spätestens mit dem Hinterhalt an der Plankenbrücke und der Attacke auf Kehaar gelungen, die Kontrolle wiederzuerlangen. Doch die Flucht der Kaninchen hat schließlich offensichtlich gemacht, dass er versagt hatte.
Die ganze Nacht über hatte er dann überlegt was zu tun ist und sich schließlich am nächsten Tag mit dem Rat unterhalten. Es wäre keine gute Idee mit einer Patrouille Bigwig den Fluss hinab zu folgen. Es hätte eine große Gruppe an Offizieren und Owsla gebraucht, welche in Efrafa fehlen würden und das Risiko eines weiteren Ausbruchs vergrößert hätte. Zudem gäbe es keine Spuren, den man folgen könnte und wenn sie ihn nicht finden könnten, würden sie als noch größere Narren zurückkommen als sie ohnehin schon sind. Und bereits jetzt sehen sie wie Narren aus, denn Vervain erzählt bereits solche Geschichten, nach denen Campion von einem weißen Vogel in den Graben gejagt worden ist und Bigwig Blitze vom Himmel beschwören konnte.
Die vernünftigste Idee hat Snowdrop (war überrascht, dass der wirklich noch lebt); die Sache einfach auf sich beruhen lassen, da sie schon bald vergessen sein wird. Kaninchen haben bekanntermaßen nur ein kurzes Erinnerungsvermögen. Hier tritt ein besonderes Motiv auf, welches besonders in der antiken Geschichtsschreibung auftritt. Es gibt einen weisen Charakter, der den Tyrannen oder Eroberer vor einer gefährlichen Operation abrät. Natürlich hört der Tyrann nicht darauf, so auch Woundwort.
Er hat eine zugegeben brillante Idee, womit wieder sein militärisches Genie unterstrichen wird. Er erinnert sich daran, dass eine Patrouille schon einmal fast auf Bigwig und die anderen Kaninchen getroffen wäre, nämlich Hauptmann Mallow, der dann von einem Fuchs getötet wurde. Er glaubt, sie würden dort wieder entlangkommen. Groundsel jedoch, der damals mit dabei war in der Patrouille, hat berechtigte Einwände: sie könnten sie niemals bekämpfen und müssten noch dazu lange im Freien verharren und Kratzer graben. Woundwort ist damit einverstanden, doch er hat einen anderen Plan. Eine Patrouille soll dort alle zwei Tage bleiben, warten bis Bigwig mit den Weibchen vorbeikommt und ihnen dann zu ihrem Gehege folgen. Sobald sie das herausgefunden haben, wird er dann jedoch großen Aufwand auf sich nehmen, um sie anzugreifen, denn er ist noch immer fest entschlossen, Bigwig persönlich zu töten.
Die erste Patrouille führt Woundwort noch persönlich an zusammen mit Groundsel, der ihm die Stelle zeigen soll. Nach den zwei Tagen werden ihre Hoffnungen jedoch geringer. Dann löst Vervain ihn ab und schließlich Campion. Unter den Efrafa-Offizieren bildet sich bereits eine Art Widerstand. Sie glauben Woundwort wären zu besessen von der Idee, Bigwig und die anderen aufzufinden und wollten vorschlagen, ob er das Unternehmen aufgibt, wenn sie in zwei Tagen keine gute Nachrichten haben. Just in dem Moment kehrt jedoch Campion mit den Nachrichten zurück, das fremde Gehege gefunden zu haben. Es ist zwar weit entfernt, aber da es nicht gesucht werden muss, einfach zu erreichen und nicht besonders groß.
Jegliche Opposition ist damit beendet und Woundwort ist wieder sicherer denn je in seiner Position. Er entscheidet sich für einen Überraschungsangriff auf das Gehege. Um das zu erreichen, lässt er sich zunächst noch Zeit, entscheidet die Expedition dann innerhalb eines Tages durchzuführen und er will persönlich mit Campion die Gegend untersuchen, um die beste Strategie für einen unbemerkten Angriff festzulegen. Durch den Westwind ist der Kart südlich der Cannon Heath Farm der geeignete Ort, um sich zu sammeln. Woundwort entscheidet sich sie nachts anzugreifen, weil sie dann unter der Erde schlafen und völlig überrascht werden von ihnen. Wenn sie ohne Vorwarnung angreifen, könnten sie das Gehege vielleicht sogar ohne Kampf einnehmen, Vervain würde er direkt zurück nach Efrafa schicken und Campion könnte noch bleiben und dann mit den Weibchen und möglichen Gefangenen nachziehen.
Woundwort entscheidet sich dann für eine kleine Truppe, denn sie sollten stark genug für die Reise sein und schnell, möglichst keine elil anziehen und sich nicht zerstreuen. Seine Führerschaft wird natürlich entscheidend sein, jedes Kaninchen soll sich so fühlen, als wäre es von ihm besonders auserwählt (das passt sehr gut auf das Napoleon-Gedicht in der Einleitung). Am Ende sind es 26 (oder 27, Kaninchen rechnen Menge nie in genauen Zahlen, sondern immer mit einer Stelle Abweichung), die Hälfte Owsla, der Rest vielversprechende Jünglinge. Sie werden von Campion und Chervil trainiert in Ausdauer und Kämpfen. Als Gegenleistung bekommen sie dafür keine Wachdienste mehr und silflay zu jeder Zeit.
So starten sie an einem Augustmorgen, doch der Marsch geht nicht ganz ohne Komplikationen ab. Groundsels Gruppe wird von zwei Hermelinen angegriffen, welche jedoch Woundwort in die Flucht schlägt, indem er das ältere angreift und schwer verwundet. Er tadelt Groundsel und meint er solle das nächste Mal auf sich selbst achten, denn "stoats aren't dangerous". Dieser Ausspruch wird in Bezug auf Woundwort noch sehr interessant werden. Er zeigt jedoch wie er elil sieht, sie sind für ihn schon keine Gefahr mehr. Desweiteren muss er drei Verstreute wieder einsammeln, wobei sich einer an einem Stück Glas verletzt. Woundwort kümmert sich um dessen Wunde so gut es geht. Diese Gruppe ist aufgrund des heißen Wetters der Erschöpfung nahe und Woundwort führt sie persönlich an. Sie erreichen schließlich den Kar, als Dandelion gerade seine Geschichte erzählt. Viele sind erschöpft und trotz ihres großen Respekts fühlen sie sich unsicher, weil sie soweit von zuhause weg sind. Bis auf ein paar Goldammern und Mäusen ist der Platz verlassen, und Woundwort kann natürlich nicht wissen, dass es genau diese Tiere sind durch die Hazel von den Efrafas erfährt.
Er ist jedenfalls überrascht, als er von Campion hört, dass Blackavar und Holly ihm begegnet sind. Er tadelt Campion, warum er sie nicht getötet hat, denn jetzt ist der Überraschungsangriff dahin. Campion hat jedoch genau aus dem Grund nicht angegriffen, den auch schon Blackavar und Holly vermutet haben, er hatte keine Befehle dafür. Der Gehorsam gegenüber Woundwort arbeitet hier also wieder gegen ihn, wie schon bei Hauptmann Bugloss, der auf Hollys einfachen Trick hereingefallen ist. Für Woundwort macht es keinen Unterschied, er wird trotzdem angreifen, jetzt werden die Kaninchen von Watership Down nur mit Sicherheit einige Gegenmaßnahmen ergreifen. Er überlegt sich die Situation und vielleicht geben die Rammler sogar die Weibchen auf und fliehen. Jedes dieser Kaninchen müsste sofort verfolgt werden, da seine eigenen Truppen erschöpft sind und die anderen frisch und ausgeruht.
Er wendet sich einem Kaninchen vom Neck Mark zu, welches Thistle heißt und bittet es Campion zu holen und dann zu ihm zu kommen. Woundwort will sehen was in dem Buchenwäldchen passiert und feststellen, ob der Gegner bereits zur Flucht bereit ist. Zusammen mit Thistle und Campion folgt er dem Pfad noch oben und nimmt der Fährte auf. Er ist sich ziemlich schnell sicher, dass die Kaninchen nicht gegangen sind, sondern noch alle da sind.
Genau in dem Moment kommt Hazel zu ihnen. Es ist ein besonderer Moment, denn es ist das einzige Mal, dass sich Woundwort und Hazel treffen und einen Dialog führen. Dieser ist äußerst interessant, denn er markiert den fundamentalen Unterschied zwischen diesen beiden Oberkaninchen. Woundwort fürs erste weiß gar nicht, dass er es mit dem Oberkaninchen von Watership Down zu tun hat. Hazel jedenfalls sucht ihn direkt auf und stellt sich als ein Freund von Bigwig vor und will wissen, warum er hier ist. Woundwort fragt spöttisch, ob er am Flussufer dabei war und Hazel das bejaht, verkündet Woundwort er werde das beenden, was ihm am Flusufer nicht gelungen ist, sie werden alle vernichtet werden. Dagegen hat Hazel berechtigte Einwände, denn es wird für Woundwort schwer werden sie zu vernichten und er verspricht ihm auch weniger Kaninchen mit zurück nach Efrafa zu nehmen, als er dabeihat. Besser wäre es sie kommen zu einer Einigung. Woundwort ist dazu sogar bereit, und verlangt die Auslieferung der Weibchen sowie von Bigwig und Blackavar.
Dieses Angebot kann Hazel natürlich nicht annehmen, weil es den Tod zwei seiner Freunde bedeuten würde und auch das Todesurteil wäre für ihr Gehege, da sie so wieder keine Weibchen hätten. Er schlägt im Gegenzug etwas Besseres vor. Da sie alle Kaninchen sind (schön wie er das am Äußeren beschreibt) wäre es besser zusammenzuarbeiten und zwischen Watership Down und Efrafa eine Reihe freier, unabhängiger Gehege anzulegen. Sie würden beiden profitieren, da Woundwort keine unglücklichen Kaninchen mehr hätte, welche schwer zu kontrollieren sind. Außerdem brauchen sie nicht zu kämpfen, denn Kaninchen haben ohnehin schon genug Feinde, auch ohne unter sich noch welche zu schaffen. Hazels Vorschlag ist absolut vernünftig, vielleicht sogar noch vernünftiger als ein Friedensangebot zwischen zwei menschlichen Kriegsparteien. Menschen haben keine natürliche Feinde, Kaninchen hingegen schon und sie werden noch dazu durch Seuchen und Krankheiten weiter dezimiert, sodass sie heutzutage schon fast die Einstufung gefährdet haben. In der Hinsicht wäre es wirklich das blödeste, wenn sich Kaninchen noch gegenseitig umbringen müssten.
Woundwort überlegt kurz, sieht sogar die Möglichkeiten und verwirft den Vorschlag dann. Adams beschreibt es schön, dass er sich in dem Moment als Führer mit Visionen und Genius hätte beweisen können (als den er sich selbst sieht), doch stattdessen ist er nicht besser als ein listiger Pirat. Genau als die Sonne untergeht, sieht er nur ein Ziel vor Augen, das Blutbad für welches er hierhergekommen ist und soviel Aufwand auf sich genommen hat. Woundwort hat somit seine letzte Chance verpasst. Er verkündet Hazel, er wäre nicht hier, um Unsinn zu reden, denn sie wären nicht in der Position mit ihm zu verhandeln.  Noch im gleichem Atemzug weist er Thistle an zu Hauptmann Vervain zu gehen, der alle nach oben bringen soll.
Campion fragt, ob er Hazel töten soll. Zumindest soviel Anstand hat Woundwort noch, sodass er einen Diplomaten nicht tötet. Wenn sie ihn schon geschickt haben, um sich ihre Bedingungen anzuhören, so soll er sich auch zurückbringen. Entweder werden alle Weibchen sowie Bigwig und Blackavar draußen vor dem Gehege warten oder er wird jedem Rammler die Kehle rausreißen (ach Film, warum musstet ihr das so wörtlich nehmen).
Hazel versucht noch etwas zu erwidern, doch Woundwort ignoriert ihn bereits und es beobachtet auch keiner wie Hazel zurückhoppelt. Somit beginnt die Belagerung von Watership Down.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Watership Down Kapitel 42: News at Sunset

Plötzlich sehen sich die Kaninchen von Watership Down ihrer größten Herausforderung überhaupt gegenüber. Eingeleitet wird das Kapitel mit einem Zitat aus dem Werk Eutyphro von Platon und hat einen der zahlreichen Dialoge des Sokrates zum Inhalt. Dieser will die Unrechtmäßigkeit einer Tat beweisen, welche gegen den Willen der Götter wäre. Das kann er jedoch nur, wenn die entsprechenden Leute auf ihn hören. Etwas Ähnliches hat auch Hazel am Ende des Kapitels vor, als er Woundwort aufsucht.

Nachdem Dandelion seine Geschichte beendet hat, löst er Acorn bei der Wache ab; Hazel möchte nach Boxwood und Speedwell schauen und wie diese mit dem Graben zurechtkommmen. Ehe er jedoch in das Loch gehen kann, trifft er wieder die Maus, welche er vor langer Zeit gerettet hat. Diese fängt in der Heckensprache über alles und jeden zu reden. Wie das Wetter ist, dass ausreichend Futter da ist und macht auch eine Bemerkung darüber, dass Hazels Gruppe lange Zeit abwesend war. Sie freut sich, dass die Kaninchen das Gras kurz halten, weshalb Bigwig nachfragt, warum sie das interessieren würde. Die Maus meint in ihrem fast unverständlichen Kauderwelsch, es wäre vorteilhaft für das Vorankommen und erwähnt eher beiläufig dabei, dass jetzt neue Kaninchen da sind und es jetzt bezüglich des Grases noch besser wird.
Bigwig bemerkt gar nicht, was diese Nachricht bedeutet, weil er alles für Unsinn hält was die Maus redet und will das Thema schon auf die neugeborenen Jungen von Clover lenken. Zum Glück hört Hazel jedoch genauer zu und fragt die Maus, was das mit dem neuen Gehege und den neuen Kaninchen bedeutet. Irritiert fragt die Maus, ob er es nicht weiß und ob diese neuen Kaninchen nicht seine Freunde sind. Drängend und wissbegierig fragt er die Maus, was das zu bedeuten hat. Sie fühlt sich daraufhin eingeschüchtert und beginnt deshalb genau das zu erzählen, was sie glaubt was Hazel hören will. Plötzlich meint sie es gebe keine Kaninchen und diejenigen die hier sind würden ausreichen, weil sie ihre Freunde sind.
Hazel ist kurz am Überlegen und noch immer hält Bigwig für Blödsinn, was die Maus erzählt und will Hazel ablenken. Dieser gibt sich jedoch nicht zufrieden und bittet die Maus höflich darum ihnen als Freund zu erzählen, was er von neuen Kaninchen wüsste. Die Maus beginnt damit, er (ja ist eine männliche Maus) hätte es von einem Bruder gehört, der von einer Goldammer gesagt bekommen hätte, es wären zahlreiche neue Kaninchen in dem kleinen Kar auf der Morgenseite. Doch vermutlich ist das alles Unsinn und wenn er Unsinn redet, hält Hazel ihn vielleicht nicht mehr für einen Freund. Hazel jedoch beruhigt ihn wieder und will von der Maus wissen wo die Kaninchen sein sollen. Wieder spricht sie von dem Kar auf der Ostseite von Watership Down. Hier zahlt sich also auch Hazels scheinbar sinnlose Tat aus, eine Maus vor einem Turmfalken zu retten, denn jetzt hat die Maus sie, wenn auch unbeabsichtigt, vor den Efrafas gewarnt.
Hazel fragt Bigwig nach seinem Rat, doch der hält noch immer für Unsinn was die Maus redet, da sie alles Mögliche erzählen und es fünfmal am Tag ändern würden. Wir haben hier wieder Bigwigs Geringschätzung gegenüber schwächeren Kreaturen, die womöglich Watership Downs Untergang gebracht hätte, wenn er in einer Führungsposition gewesen wäre. Hazel jedoch will die Sache untersuchen und bittet Blackavar und Holly darum die Sache zu untersuchen. Holly ist jedenfalls guter Dinge und denkt das diese Kaninchen sich ihnen anschließen werden und sie deswegen besser hergeholt werden.
Sie sind kaum weg, da kommt Speedwell heraus und verkündet freudig, dass Clover ihren Nachwuchs bekommen hat. Drei Rammler und drei Weibchen. Hazel tadelt Speedwell sarkastisch die Nachricht nicht noch lauter herumzuposaunen, denn die Jungen und die Mutter brauchen Ruhe. Bigwig versteht die Aufregung nicht, denn keiner erinnert sich doch gerne an seine Zeit als Junges, denn da war man noch klein, nackt, taub und blind. Hazel meint jedoch, die anderen Weibchen könnten neugierig werden, weil sie bezüglich Nachwuchs ohnehin schon aufgeregt sind. Sie sollten Clover jedoch lieber nicht weiter stören, nicht das sie noch ihren Nachwuchs auffrisst. Hier zeigt sich wie sehr gut recherchiert das Buch ist, denn das ist ein Verhalten, welches gestresste Kaninchenmütter tatsächlich an den Tag legen. Ein sehr beunruhigendes und verstörendes Verhalten, welches in einer verniedlichten Kindergeschichte mit Sicherheit totgeschwiegen worden wäre.
Bigwig jedoch freut sich, dass sie endlich ein normales Leben führen können, auch wenn er noch immer manchmal träumt er wäre in Efrafa. Jedoch hat er von dort gelernt, dass es wichtig ist ein Kaninchengehege verborgen zu halten. Er würde es jedoch anders angehen als die Efrafas und stattdessen den meisten erlauben das Gehege zu verlassen, wenn sie groß genug sind. Hazel ermahnt jedoch ihn, dass er nicht gehen soll, sonst würde er ihn von Kehaar zurückzerren lassen. Er braucht ihn, um eine vernünftige Owsla aufzubauen. Bigwig ist von der Idee sehr angetan und schlägt einen Überfall auf eine nahegelegene Farm vor. Gerade jetzt, da das Getreide auf den Felder geschnitten ist, würde sich was Gutes finden lassen. Er fragt Hazel, ob er und Fiver dabei wären. Jetzt wäre die Zeit günstig, da der Mensch später die Felder verbrennen wird. Hazel jedoch will warten bis Holly und Blackavar zurück sind.
Diese kommen jedoch just in dem Moment zurück und das sehr schnell, ohne auf Deckung zu achten. Hazel bemerkt schnell, dass etwas nicht stimmt. Sie werden auch nicht langsamer als die die Löcher erreichen und Holly fängt sofort an zu Stampfen, was natürlich alle in Alarmbereitschaft versetzt. Sofort fliehen sie nach unten. Hazel will wissen, was los ist und kommt auf Holly zu. Dieser befiehlt völlig außer Atem, die Löcher zuzuschütten und jeden unter die Erde zu bringen. Hazel fragt was mit ihm los ist, ob es die Menschen sind. Holly meint jedoch, es sind Efrafas. Zunächst fragt Hazel, ob es Flüchtlinge sind, doch das ist nicht der Fall. Holly und Blackavar sind auf Hauptmann Campion gestoßen und konnten eine wesentlich größere Anzahl an Kaninchen ausmachen, ehe sie zurückgerannt sind. Woundwort ist vermutlich auch dort. Campion ist ihnen wahrscheinlich nur nicht gefolgt, weil er keine anderen Befehle hatte, sonst wäre es mit ihnen wohl aus gewesen.
Blackavar kommt wieder hervor und verkündet, sie müssten das Gehege sofort verlassen und wären wahrscheinlich weit weg, ehe die Efrafas kommen. Hazel jedoch will das nicht. Sie haben das Gehege selbst errichtet und viel dafür durchgemacht. Er will sein Zuhause nicht verlassen. Auch Bigwig ist dafür und wenn er schon sterben muss, so wird er wenigstens noch ein, zwei Kaninchen von den Efrafas mitnehmen. Hazel nimmt auch Hollys Idee auf, die Löcher zuzuschütten. Die Efrafas müssten sie ausgraben und das könnten sie unmöglich bewerkstelligen ohne elil dabei anzulocken, wenn sie so lange im Offenen sind. Vorher müssten sie aufgeben. Blackavar weist jedoch daraufhin, dass die Efrafas niemals aufgeben, er weiß das von seiner Mutter, die bei der Zerstörung von Nutley Copse dabei war. Es wäre das Beste zu gehen. Hazel sagt, er könne gehen, doch er bleibt. Noch dazu wird es unmöglich für Weibchen wie Clover sein weitzukommen, die Jungen hat und Hyzenthlay, welche auch Jungen in sich trägt. Strawberry will auch bleiben, denn er denkt El'ahrairah wird sie alle vor Woundwort beschützen. Und auch wenn er es nicht machen wird, er will trotzdem niemals zurück nach Efrafa gehen.
Sofort beginnen sie mit den Verteidigungsmaßnahmen und schütten die Löcher zu. Aufgrund der Trockenheit und Hitze ist das schwieriger als geplant. Blackberry hat die Idee sämtliche Läufe zu blockieren, welche in die Honeycomb führen. Nur Kehaars Lauf, welcher in den Wald führt wird offen gelassen. Hazel nutzt die Tatsache, dass Woundwort nichts davon weiß, dass Kehaar weg ist und gräbt einiges an Guano sogar wieder aus, um den Anschein zu erwecken, Kehaar wäre noch da.
Nach getaner Arbeit blickt Hazel traurig in den immer dunkel werdenden Himmel. Sein Gemütszustand ist sehr traurig und er fühlt sich hoffnungslos. Auch wenn er sehr entschlossen gegenüber seiner Untertanen gesprochen hat (was in der Situation auch sehr wichtig war), so weiß er dennoch, dass sie keine wirkliche Chance haben. Die Efrafas sind mit Sicherheit sehr erfahren im Ausgraben eines Kaninchengeheges und elil wird sie kaum vertreiben können. Die meisten von ihnen jagen nur um zu töten und würden höchstens ein oder zwei Kaninchen sich schnappen (und mit Wieseln und Hermelinen werden die Efrafas auch persönlich fertig). Hazel weiß jedoch, dass solche Verluste den Efrafas nichts ausmachen. Würde Woundwort getötet werden hätten sie vielleicht eine Chance, doch so lange er da bleibt, würden die Efrafas bis zum bitteren Ende durchhalten. Nichts könnte sie retten, außer eine unerwartete Katastrophe, welche die Efrafas trifft.
Hazel sieht schließlich doch noch einen Ausweg, mit Woundwort zu verhandeln und mit ihm zu einer Einigung zu kommen. Egal, was in Nutley Copse war, es muss möglich sein Woundwort zur Vernunft zu bringen. Die Efrafas können nicht gegen Kaninchen wie Bigwig, Silver und Holly kämpfen ohne selbst Verluste zu erleiden. Hazel hofft also, dass es noch nicht zu spät ist, um Woundwort von einem neuen Plan zu überzeugen, welcher für beide Gehege das beste wäre. Er weiß auch, dass er alleine gehen muss.
Er sucht Bigwig und verkündet ihm seinen Plan. Solange wie er weg ist, soll Bigwig das Oberkaninchen sein. Bigwig versucht ihn aufzuhalten, doch Hazel meint es würde nicht lange dauern und er will nur wissen was Woundwort will. So hoppelt er hinkend über die Böschung in Richtung des Kars, wobei er nach Efrafa-Patrouillen Ausschau hält.

Watership Down Kapitel 41: The Story of Rowsby Woof and the Fairy Wogdog

Hier folgt die letzte El'ahrairah-Geschichte im Buch und sie ist noch einmal mit der ganzen Brillanz und Schläue geschrieben, welche El'ahrairah bisher ausgemacht hat. Ausgerechnet hier verwendet Adams einen Psalm. Dieser spricht davon, dass Gott verwegene Übeltäter bestrafen soll, welche das Volk Israel bedrohen. Sie sollen daran zu erkennen sein, dass sie wie Hunde grinsen und jeden Abend in den Städten herumlaufen. Der Herr soll sie bestrafen. Ich verstehe nicht ganz was Adams' Intention hier ist. Vielleicht bezieht sich der Psalm auf Rowsby Woof, welcher auch ein ziemlich übles Wesen ist und hier praktisch mit Spott und Hohn überhäuft wird. Schwierig zu sagen.

Für die Kaninchen von Watership Down sind es zunächst positive Tage. Es sind die Hundstage und die Kaninchen können es sich erlauben den größten Teil des Tages faul in der Sonne zu liegen. Ihrem Gehege geht es besser als je zuvor. Die Weibchen dürfen endlich graben, was sie mit großer Freude erfüllt. Gerade Hyzenthlay und Thethuthinnang gestehen gegenüber Hazel ein wieviel Unzufriedenheit und Unglücklichkeit in Efrafa ausgelöst wurde, weil ihnen nicht erlaubt wurde zu graben. Das dürfte doch jetzt langsam jegliche Negativdarstellung der weiblichen Kaninchen endgültig wiederlegen, denn ganz offensichtlich gefällt den Weibchen das Graben und es ist ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens und Ausdruck ihrer Freiheit. Dazu werden Clover und Haystack wohl die ersten Jungen bekommen und können von sich behaupten die Baue für ihre Jungen selbst ausgehoben zu haben.
Blackavar und Holly werden gute Freunde und führen einige Patrouillen durch, wobei sie ihre Erfahrungen hinsichtlich Fährtenlesen und Erkunden austauschen. So können sie Silver zu einem kleinem Unternehmen überreden und plündern in einem Gemüsegarten nahe Kingsclere. Besonders stechen dabei Blackavars Fähigkeiten hervor Dinge zu bemerken und sofort Entscheidungen zu treffen aus dem Nichts, sodass es fast so wirkt als könne er sich unsichtbar machen. Aufgrund der Verstümmelung seiner Ohren ist sein Gehör jedoch auf Lebenszeit eingeschränkt.
Auch zwischen den Rammlern läuft alles halbwegs gut. Obwohl es sechzehn von ihnen gibt und nur zehn Weibchen kommt es nur vereinzelt zu Auseinandersetzungen und die sind nie ernsterer Natur, weil sich jeder darauf besinnt, was sie durchgemacht haben, um jetzt hier zu sein. Bluebell meint zudem, jeder, der unzufrieden ist, kann ja zurück nach Efrafa gehen, was natürlich keiner will.
Die Situation ist so perfekt, sodass Hazel in seiner Position als Oberkaninchen sich fast überflüssig vorkommt. Dann jedoch konfrontiert Holly ihn mit einem Problem, welches er noch nicht bedacht hat, den Winter. Jedoch ist die sommerliche Idylle kaum der Ort und die Zeit um an den Winter zu denken. Hazel hat jedoch sofort einige Ideen. So könnten sie noch tiefer graben und zudem einige Löcher blockieren. Und auch wenn es schwer ist im Winter an Gras zu kommen, so könnten sie es immer noch wagen zusammen mit Holly einen Gemüsegarten zu überfallen. Hazel jedenfalls würde sich damit zufrieden fühlen unter der Erde zu schlafen, Bob-Stones zu spielen und Geschichten zu hören.
Das ist für Fiver der günstige Anlass von Dandelion eine weitere Geschichte zu hören. Zunächst erfahren wir, dass es Bigwigs Flucht aus Efrafa schon in den Kanon geschafft hat, denn Fiver schlägt diese als erste vor. Dandelion hat sie "Woundwort Dismayed" genannt, doch er behält es Bigwig vor diese zu erzählen. Deshalb will Dandelion lieber ein Geschichte mit der Winter-Thematik erzählen, eine, die er bisher nur gehört und noch nie selbst erzählt hat: die Geschichte von Rowsby Wood und dem Fairy Wogdog.

Diese spielt nach dem Erlebnis von El'ahrairah mit dem Schwarzen Kaninchen von Inlé, denn El'ahrairahs neue Schnurrharre werden erwähnt, welche voller Frost sind. Es ist ein harter Winter, sowohl für die Kaninchen als auch für alle anderen Tiere. Die Kaninchen können nur schales Gras essen. Deshalb schlägt Rabscuttle vor, wieder einmal eine riskante Unternehmung zu wagen. In einem Dorf nahe ihres Geheges gibt es einen großen Garten voller Gemüse. Dieser ist der größte der Gegend und wird von einem Mann betrieben, welcher das Gemüse regelmäßig erntet und wegfährt. Umgeben ist der Garten von einem Drahtzaun und der Mann hat ein Gewehr mit dem er häufig Vögel erschießt und aufhäng, die in den Garten gelangen. Dazu wird der Garten von einem schlimmen Hund bewacht, Rowsby Woof. So gesehen ist die Unternehmung ein großes Risiko für El'ahrairah.
Der Hund ist vermutlich ein Puli, da er an jeder Stelle Fell hat, sogar um die Augen und ist das bösartigste, widerwärtigste, verachtenswerteste Vieh, welches jemals einem Menschen gehört hat. Keinem einzigen Tier gönnt er auch nur ein Gemüsestück, obwohl er kein Gemüse frisst. Er hält nicht nur andere Menschen fern, sondern tötet kleinere Tiere, welche dem Gemüse zu nahe kommen. Sobald sich jemand auch nur nähert, fängt er zu Bellen an, sodass schon viele Kaninchen allein deswegen gewarnt wurden und entkamen. Außerdem rühmt er sich damit der größte Rattenfänger allerzeiten zu sein und auch sein Herrchen hat damit schon angeben, sodass Rowsby Woof sehr selbstzufrieden geworden ist. Am liebsten frisst er rohes Fleisch, weshalb er einfach zu riechen ist. Dennoch ist der Gemüsegarten ein gefährlicher Ort.
An der Stelle haben wir ein schönes Beispiel wie die Kaninchen Hunde einschätzen. Sie sind als Raubtiere besonders verachtenswert, weil sie sich so sehr an den Menschen gewöhnt haben. In gewisser Weise bilden sie keine große Gefahr, da sie einfach wahrzunehmen sind, doch da sie meistens die Gemüsegarten bewachen sind sie ein Ärgernis. Auch der Rest der Geschichte zeigt wie verächtlich und geringschätzig die Kaninchen die Hunde halten.
So kommen auch El'ahrairah und Rabscuttle zum Garten, wo sie bereits den Mann und Rowsby Woof sehen. Natürlich hat der Mann wieder eine Zigarette, wodurch er automatisch zu den "bösen" Menschen gehört, also diejenigen, die eine Gefahr für die Kaninchen sind, doch das verwundert bei dieser Geschichte kaum. Sie beobachten jedenfalls, wie er das Gemüse in das Haus bringt. Rabscuttle fragt was er da macht und El'ahrairah erklärt ihm, er würden den Frost aus dem Gemüse entfernen. Das erfüllt mit Rabscuttle mit sehnsüchtigem Verlangen nach dem Gemüse, denn er würde gerne wieder frisches Gemüse essen.
Anschließend wagen sie einen Versuch, weil der Mann und Rowsby Woof am anderen Ende des Gartens sind. Doch Rowsby Woof nimmt sie sofort wahr und jagt sie sofort davon. El'ahrairah ist darüber wütend und schwört noch vor Ende des Winters den Kohl im Haus zu fressen und Rowsby Woof dabei wie einen Idioten aussehen zu lassen. Rabscuttle ist davon nicht wirklich begeistert, den nach allem was sie durchgemacht haben, wäre es doch unsinnig für einen Kohlkopf sein Leben wegzuwerfen. Doch El'ahrairah will wie immer auf seinen Moment warten.
Am nächsten Tag findet Rabscuttle zufällig eine Verpackung, welche von einem Auto fällt. Er ist jedoch enttäuscht darin nur Fleisch vorzufinden und nichts Pflanzliches. Als El'ahrairah davon erfährt, bittet er Rabscuttle ihn dorthin zurückzuführen und sie vergraben das Fleisch zunächst. Rabscuttle will wissen, was es bringen wird, doch El'ahrairah weiß es noch nicht, er wird sich jedoch etwas überlegen lassen.
Auf dem Rückweg finden sie ein Radkappe, welche sich von einem Auto getrennt hat und beißen ein Stück ab. Das furchtbar riechende Ding bearbeitet El'ahrairah die ganze Nacht und formt es zu einer großen Hundeschnauze. Sie kehren wieder zurück zu dem Gemüsegarten, wobei El'ahrairah die selbst gebastelte Hundeschnauze in jedes noch so übelriechende Zeug auf dem Weg tunkt. Hazel erspart uns dabei genauere Details. Sie graben das Fleisch wieder aus und Rabscuttle bringt es mühsam zu dem Gemüsegarten. Dort bemerken sie zunächst, dass der Mann nicht zuhause ist. Im Vorgarten gehen sie zu einem Zaun, welcher den hinteren Teil abtrennt. Dort sehen sie auch Rowsby Woof. Direkt neben dem Zaun ist die Küchentür und daneben ein kleines Loch, welches der Mann dazu verwendet, Wasser nach draußen zu schütten. Dieses ist mit einem kleinen Tuch abgedichtet.
El'ahrairah fängt kurz darauf an in einer tiefen Stimme Rowsby Woof zu rufen und gibt sich als ein Bote der Königin Dripslobber (Was soviel bedeutet wie Speichelgeiferer) aus, welche weit im Osten ihren Palast hat. Beschrieben wird es als ein Ort, wo überall Aas liegt und Dung und die Abwässer offen sind. Hier wird wieder die negative Sichtweise der Kaninchen auf Hunde deutlich, denn sie stellen sich Hunde als Wesen vor, welche die übelsten Gerüche auf der Welt als das Paradies sehen. Rowsby Woof jedenfalls wird neugierig und kommt näher. El'ahrairah verkündet ihm, sein Ruf als Rattenfänger hätte sich herumgesprochen. und er bittet Rowsby Woof näher zum Zaun zu kommen. Dort steckt El'ahrairah die präparierte Gumminase durch die Öffnung und er verkündet er sei der Fairy Wogdog. Rowsby Woof riecht an der übel riechenden Nase ist jedoch hin und weg von dem Geruch, denn es ist verweste Katze und sogar Kamel. Wieder verbindet Rowsby Woof also üble Gerüche mit etwas Besonderem und sogar Aristokratischem. Interessant, dass hier ein Kamel erwähnt wird. Nur durch Zoos und Zirkus können Kaninchen von Kamelen wissen und natürlich weiß keiner der hier Anwesenden was es ist, doch irgendwie ist es in die Folklore gelangt.
El'ahrairah verkündet Rowsby Woof, Königin Dripslobber hätte ihn auserwählt, ihn persönlich zu treffen, doch zuerst muss er sich als würdig erweisen. Der Fairy Wogdog hätte ihm Fleisch mitgebracht, welches sich am anderen Ende des Gemüsegartens befindet. Er soll essen, währenddessen bewacht der Fairy Wogdog das Haus. Für Rowsby Woof ist ein Test in Sachen Vertrauen. Rowsby Woof zögert, weil sein Herrchen ihm befohlen hat das Haus zu bewachen und sofort verkündet El'ahrairah weiterzuziehen in das nächste Dorf, wo es auch einen Hund gibt. Rowsby Woof bittet ihn jedoch sofort darum, ihn nicht zu verlassen und er wird ihm vertrauen. Als er geht, um das Fleisch zu essen. Rabscuttle fragt, ob sie jetzt in das Haus gehen, doch El'ahrairah hält das für ein falsches Spiel und meint sie würden wirklich das Haus bewachen.
Als Rowsby Woof zurückkehrt, verkündet El'ahrairah er würde jetzt zu der Königin zurückgehen und ihr sagen, dass sich Rowsby Woof als vertrauenswürdig erwiesen hat. Sie wird selbst nach ihm senden, um ihn zu ehren. Deshalb soll er nächste Nacht an den Kreuzwegen warten, denn dort wird sie entlangkommen, wenn sie das Wolffestival des Nordens besucht. Rowsby Woof ist schon ganz aufgeregt und er freut sich besonders auf die Aussicht sich vor ihr im Dreck zu winden und zu erniedrigen. Er wird sich für sie komplett zum Sklaven machen und als wahrer Hund erweisen. Hier schwingt eine deutliche Kritik der Kaninchen an dem unterwürfigen Verhalten der Hunde gegenüber dem Menschen mit. Die Kaninchen bringen so erneut ihre Verachtung den Hunden gegenüber zum Ausdruck, denn sie glauben deren größte Leistung ist es, sich zu einem willfährigen Diener zu machen und im Staub zu kriechen.
Am nächsten Abend kommen Rabscuttle und El'ahrairah wieder zurück. Als Fairy Wogdog verkündet El'ahrairah, dass die Königin jetzt auf dem Weg ist. Sie hat auch zwei Begleiter Postwiddle und Sniffbottom. Ich glaube ich muss die Namen nicht übersetzen, sie sprechen für sich und zeigen ein weiteres Mal wie wenig die Kaninchen von den Hunden halten. Rowsby Woof soll gehen, doch es könnte dauern bis die Königin kommt und er solle geduldig sein. Er verkündet wieder, das werde er tun und ihr Bettler sein, ihr Idiot. Das drückt gut aus wie Hunde in den Augen der Kaninchen ihre Ziele erreichen, durch Kriecherei und Unterwürfigkeit.
Als Rowsby Woof weg ist gehen El'ahrairah und Rabscuttle sofort durch die Öffnung neben der Hintertür in das Haus. Sie finden in der Küche ziemlich schnell das Gemüse und den Kohl und fressen sofort los. An der Kreuzung jedoch kommt nach einiger Zeit das Herrchen von Rowsby Woof entlang und ist überrascht seinen Hund hier vorzufinden. Er fragt verblüfft, was er hier zu suchen hat und entscheidet nach einiger Zeit, dass sich sein Hund so sehr gefreut hat, sodass er auf ihn zugekommen ist, um ihn willkommen zu heißen. Zusammen gehen sie nach Hause, doch Rowsby Woof will nicht. Sein Herrchen muss deshalb eine Leine verwenden und nimmt ihn mit nach Hause.
Rabscuttle und El'ahrairah bemerken die Ankunft der beiden gerade noch rechtzeitig und können sich hinter einigen Körben verstecken. In seiner Verwirrung nimmt Rowsby Woof auch nicht den Kaninchengeruch wahr. Der Mann jedoch versperrt ihren einzigen Fluchtweg und bringt das Tuch wieder an.
Schließlich geht der Mann ins Bett, lässt jedoch Rowsby Woof im Haus, weil es zu kalt ist. Dieser will noch immer die Königin treffen und kratzt an der Tür und winselt, dann jedoch schläft er ein. El'ahrairah muss wieder zu einer List greifen und gibt sich erneut als Fairy Wodog aus. Rowsby Woof erzählt ihm, was an der Kreuzung passiert ist und das er die Königin nicht getroffen hat. Das wäre jedoch nicht so schlimm, denn die Königin ist gar nicht gekommen, weil sie schreckliche Neuigkeiten vernommen hat. Er selbst ist hier zu seinem eigenen Risiko und nur, weil er sein Freund ist. El'ahrairah warnt Rowsby Woof vor einer tödlichen Seuche, welche dessen Herrchen befallen wird. 
Einer der zahlreichen bösen Geister aus dem Osten hat sich aufgemacht, um sie heimzusuchen und zwar der schlimmste von allen, der Rattengeist von Sumatra. Ich denke das ist eine sehr bildhafte Umschreibung der Pest, welche auch aus dem Orient eingeschleppt wurde durch Ratten und auch für Hunde gefährlich war. Dieser Rattengeist jedenfalls will ihre edle Königin bekämpfen und benutzt dazu Gift, Seuche und List. Er sendet seinen Rattengobline aus, welche die Krankheit tragen. Er konnte die Königin warnen und blieb hier, um ihn zu warnen, denn die Seuche wird zwar nicht ihn umbringen, aber sein Herrchen. 
Rowsby Woof will umgehend wissen wie er die Seuche besiegen kann. Dafür gibt es einen Zauberspruch. Rowsby Woof muss viermal um das Haus rennen und laut bellen, sodass die Krankheit nicht wirken kann. Das geht jedoch nicht, wenn er eingesperrt ist. Rowsby Woof schreitet sofort zur Tat und bellt so laut er kann. Fluchend wacht der Mann auf und schaut erst durch das Fenster nach Dieben, anschließend nimmt er sein Gewehr und öffnet die Tür. Rowsby Woof springt sofort heraus und rennt um das Haus. Der Mann folgt ihm. Schnell verlassen El'ahrairah und Rabscuttle das Haus und sie bleiben nur kurz im Feld stehen, um zu beobachten wie der Mann Rowsby Woof hinterherrent und ihm befiehlt stehenzubleiben. El'ahrairah verkündet spöttisch er wäre so nobel gewesen sein Herrchen zu retten und hätte sie damit alle gerettet. Anschließend kehren sie zu ihren Bauen zurück.
Im Gegensatz zu König Darzin realisiert Rowsby Woof nie, dass er von El'ahrairah hereingelegt worden ist. Dennoch vergisst er nie die Nacht, wo er auf die Königin gewartet hat. Zwar stellte sich das als Enttäuschung heraus, doch er ist damit zufrieden sein Herrchen vor dem bösen Rattengeist gerettet zu haben. 

Montag, 2. Januar 2017

Watership Down Kapitel 40: The Way Back

Dieses dürfte eines meiner Lieblingskapitel sein, weil Blackavar so prominent in den Vordergrund gerückt wird. In gewisser Weise wird wieder einmal das Vertrauen von Hazel und Bigwig in jemand anderen auf die Probe gestellt und dieses Mal sorgt ihr Vertrauensdefizit für Verluste. Dazu passt das Zitat von Walter de la Mare aus seinem Werk Madame Hickory, welche auch eine Warnung von außen für Hirngespinste hält und nicht bemerkt, dass tatsächlich ein Wolf vor ihrer Türe steht.

Das Kapitel beginnt mit dem Tod von Thrayonlosa, dem Weibchen, welches sich bei der Brücke verletzt hatte. Sie ist von Thethuthinnang in der Nacht weggegangen, weil sie wohl gemerkt hat, dass sie sterben wird. Somit haben wir hier den ersten Verlust eines Kaninchens unter der Führung von Hazel zu beklagen. Es ist schon eine beachtliche Leistung, dass Hazel bisher jedes Kaninchen aus seiner Gruppe zusammenhalten und beschützen konnte. Ich frage mich wieviele Leser, die durch unüberdachte Kritiken wie "ein Film, wo die Kaninchen reihenweise niedergemetzelt werden" überrascht sind, dass im Buch bisher keiner aus Hazels Gruppe gestorben ist. Thrayonlosa wäre jetzt die erste, doch es wäre auch ein Stück zu unrealistisch, wenn diese verrückte Flucht aus Efrafa und dann mit dem Boot komplett ohne Opfer geblieben wäre. Es sind am Ende immer noch Kaninchen, Geschöpfe, die sich sovielen Gefahren tagtäglich gegenübersehen und der Ton des Buches ist doch ernster und düsterer als eine normale Kindergeschichte, wo alle Kaninchen überlebt hätten.
Thethuthinnang ist untröstlich, denn sie hat Thrayonlosa ausgewählt, weil sie stark und gescheit gewesen ist. Die Nachricht wirkt auch auf alle anderen deprimierend. Zwar hatten sie unglaubliches Glück aus Efrafa zu entkommen, und ohne Bigwig und Silver und ganz besonders ohne Kehaar hätten sie es niemals geschafft. Jetzt jedoch ist Bigwig verwundet und Kehaar wird sie bald verlassen. Sie können sich hier auch nicht ausruhen, denn der Ort ist ungastlich für Kaninchen, da er wie schon die anderen Gebiete am Fluss viel zu nass ist. Noch dazu sind sie sehr nach an einer viel befahrenen Straße und die Geräusche machen die Kaninchen nervös.
Auch Blackberry ist der Meinung, als Hazel ihn um Rat fragt, so schnell wie möglich weiterzuziehen, denn die Menschen werden mit Sicherheit auch bald das Boot bemerken. Hazel schaut sich um nach einer Stelle von der sie aus am besten weitergehen können und trifft auf Kehaar, welcher nach einigen Schnecken sucht. Es ist Zeit Abschied zu nehmen, denn Kehaar hat seine Aufgabe getan. Hazel bedankt sich bei ihm und meint, ohne ihn hätte sie das nie geschafft, da er Bigwig letzte Nacht gerettet hat. Kehaar ist noch immer überrascht, dass Woundwort gegen ihn kämpfen wollte. Anschließend warnt er sie auch, dass bald die Menschen kommen werden und fragt was sie jetzt machen. Hazel meint, sie würden zurückgehen zu ihrem Gehege. Kehaar verkündet, er fliegt zum Großen Wasser. Doch es soll für sie kein Lebewohl sein, denn Kehaar verkündet er würde im Winter wieder da sein, wenn es zu ungemütlich auf dem Großen Wasser ist. Bigwig hofft, dass er es nicht vergessen wird und so plötzlich zu ihnen kommt, wie er die Efrafas überrascht hat. Kehaar verspricht spaßig, dass er alle Mütter und Kinder erschrecken wird und die kleinen Bigwigs. Anschließend erhebt er sich in die Lüfte, dreht eine kleine Runde und fliegt mit lautem Kreischen davon. Bigwig hat ein paar tolle Abschlussworte über ihn: "'Oh fly away, bird so white', said Bigwig. "You know, he made me I could fly too. That Big Water! I wish I could see it.'"
Als Hazel sich genauer umschaut bemerkt er das erste Mal einen kleinen Garten und einen Mann, der sie beobachtet. Sofort flüchten sie ins Unterholz. Bigwig vermutet dieser hat sie beobachtet, weil er befürchtet die Kaninchen würden über seinen Garten herfallen und Hazel glaubt, das würde auch passieren, wenn sie noch länger hierbleiben und die Anderen auf dumme Gedanken kommen. Sie brechen sofort auf. Ob dieser Mann jedoch wirklich finstere Gedanken bezüglich der Kaninchen hatte mag ich zu bezweifeln, denn dieser hat keine Zigarette im Mund. Vermutlich hat dieser sich eher gewundert, was eine Möwe mit einer Schar Kaninchen zu schaffen hat.

Es ist ein harter Rückweg für sie mit dem angeschlagenen Bigwig und auch Hazel macht sein Hinterlauf noch immer zu schaffen. Außerdem sind die Efrafa-Weibchen das Leben als hlessil nicht gewohnt. Das ist jetzt die Stunde von Blackavar, denn er beweist seine Nützlichkeit immer wieder aufs Neue, sodass Hazel ihm bald genauso sehr vertraut wie seinen alten Freunden.
Sowieso steckt in Blackavar mehr als der gedemütigte und misshandelte Gefangene den Bigwig aus Mitleid aus Efrafa mitgenommen hat. Er ist durchaus fähig und besser als gewöhnliche Kaninchen. Seine Geschichte ist auch interessant, denn er ist der Sohn eines Efrafa-Hauptmanns und einer Gefangenen aus Nutley Copse (also dem Gehege, welches Woundwort mit den Efrafas angegriffen hatte). Sein Vater wurde bei einer Weiten Patrouille getötet und es war immer Blackavars Wunsch in seine Fußstapfen zu treten, doch er hat durch seine Mutter auch eine gewisse Abneigung gegenüber Efrafa mitbekommen. Das äußerte sich darin, nicht sein volles Können in den Dienst von Efrafa zu stellen. So wurde er von Hauptmann Mallow zwar als Kandidat für die Owsla vorgeschlagen, doch seinem Mut und seiner Ausdauer stand seine Distanziertheit gegenüber, weshalb der Rat sich für Avens entschied als Junioroffizier für Chervil  (der damals anscheinend noch das Right Flank Mark leitete, ansonsten handelt es sich hier um einen Fehler) zu dienen und nicht für Blackavar. Blackavar war sich sicher, dass er aufgrund seiner Abstammung nicht aufgenommen wurde, was vermutlich auch stimmt. Somit ist also bewiesen, dass es auch eine Art Rassismus in Efrafa gegeben hat. Und das ist zwar Wunschdenken, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Bigwigs Flucht niemals geklappt hätte, wenn Blackavar in der Owsla gewesen wäre, denn er hätte sich vermutlich nicht so leicht täuschen lassen wie Avens.
Blackavar war es dann auch, der die unzufriedenen Weibchen dazu geraten hat vor den Rat zu treten. Hätte der Rat ihnen erlaubt zu gehen, hätten sie später gefragt, ob Blackavar mit ihnen hätte mitgehen dürfen. Doch da es nie dazukam, entschied Blackavar zu fliehen. Zuerst hatte er auch die Idee die Weibchen mitzunehmen, doch ihm fehlten dafür die Nerven aufgrund der Belastung durch die Gefahren und geheimen Verschwörungen und so unternahm er einen eigenen Fluchtversuch, der schiefging. Die Bestrafung hat seinen lebhaften Geist fast zum Erlöschen gebracht und so war er das Häufchen Elend auf welches Bigwig getroffen ist. Erst dessen Nachricht hat seine Lebensgeister wieder erwecken lassen und somit war er bereit für einen weiteren Fluchtversuch.
In der jetzigen Situation kann er seine Erfahrung als gut ausgebildeter Efrafa zum Einsatz bringen. Er hört zwar auf alles was ihm gesagt wird, doch er äußert immer wieder Ideen und Vorschläge wie sie alle zusammenbleiben können und hält nach Gefahren ausschauen. Hazel nimmt diese meistens an, doch Blackavar schaut eher zu Bigwig auf dessen Rettung er verdankt. Bigwig jedoch ist auch dafür das, dass sich Blackavar in seinem aufopferungsvollen Eifer nicht überschätzt.

Eines Abends erreichen sie einen kleinen Hain, wo sich die Mehrheit dafür entscheidet kleine Kratzer anzulegen und ein paar Tage zu bleiben, um sich zu erholen. Fiver jedoch ist sich unsicher, denn er spürt eine Gefahr, kann sie jedoch nicht genau beschreiben. Für Hazel müsste das eigentlich Grund genug sein weiterzuziehen, doch er überzeugt eher Fiver zu bleiben, denn sie würden die anderen womöglich kaum zum Weiterziehen bewegen zu können. Der Grund ist einfach. Die meisten der Weibchen sind bereit für die Begattung und deshalb wollen die Rammler kurz in ihrer gewohnten Umgebung verweilen. Fiver gibt sich mit dieser Erklärung zufrieden - er selbst hat sich in ein Weibchen mit dem Namen Vilthuril verguckt - denn irgendwo müssen Kaninchen Kaninchen bleiben.
Blackavar jedoch hat auch einige Einwände dagegen als er von einer Erkundung zusammen mit Dandelion zurückkommt. Das hier wäre Fuchsgebiet. Darüber ist Bigwig aufgebracht - aufgrund seiner Schulter befindet er sich noch immer in einem mürrischen Zustand - und hält Blackavars Vorschlag für Wichtigtuerei auf Kosten anderer. Sie würden einen anderen Ort erreichen, wo es bestimmt sicherer wäre, und somit könnte Blackavar behaupten sie vor einer Gefahr gerettet zu haben, die vermutlich gar nicht existiert hat. Bigwigs eigene Unzufriedenheit über das die Art der Efrafas kommt hierbei durch und er hält Blackavars gute Künste im Fährtenlesen für einen Bluff. Bigwig fragt ihn also scharf, warum das hier mehr Fuchsgebiet sein soll als anderswo. Blackavar antwortet leider auf die schlechtmöglichste Art und meint er wisse es nicht genau, sondern hätte nur einen starken Eindruck gehabt. Bigwig vergisst sich völlig und fragt, ob er hraka des Fuchses gesehen hat oder dessen Geruch aufgenommen hat oder ob es ihn kleine, grüne Mäuse unter einem Pilz vorgesungen hätten. 
In dem Moment hat Bigwig völlig vergessen, dass das letzte Mal als er auf jemanden mit einem ähnlichen Rat nicht gehört hat, fast von einer Schlinge getötet worden wäre. Blackavar fühlt sich verletzt, denn Bigwig ist der letzte, den er vor dem Kopf stoßen will. Er meint nur, er hätte kein hraka gesehen oder einen Geruch wahrgenommen, doch hier hätte er mit den Patrouillen öfters Füchse gesehen. Bigwig unterbricht ihn jedoch und fragt Dandelion, ob der einen Fuchsgeruch wahrgenommen hätte. Dandelion verneint das, hebt jedoch auch noch einmal Blackavars Künste im Fährtenlesen hervor, wovon er wesentlich mehr versteht als er und sagt, Blackavar hätte ihn etwas gefragt. Bigwig unterbricht jedoch jetzt auch Dandelion und meint so könnten sie nicht weitermachen. Er weist Blackavar daraufhin, dass sie im Sommer bereits alles mögliche Gelände durchquert hätten und dabei nicht ein Kaninchen verloren haben. Blackavar jedoch findet nur die Idee mit den Kratzern schlecht, denn neugegrabene Kratzer können leicht gefunden werden und Graben ist außerdem noch in weiter Entfernung zu hören. Jetzt schreitet Hazel ein und stellt sich auf die Seite von Blackavar. Bigwig solle ihn nicht weiter tyrannisieren. Hazel entscheidet sich jetzt dafür, Blackavars Rat zwar anzunehmen, doch sie alle sind so erschöpft und die Gefahren sind so groß auf ihrem Rückweg, sodass Hazel sich dafür entscheidet, dass sie alle hierbleiben.
So bleiben sie hier und nach einer Nacht unter der Erde geht es auch den meisten besser. Es gibt die ersten Paarungen, Hazels Hinterlauf geht es besser und auch Bigwig kommt langsam wieder zu sich. Am nächsten Morgen kommt Bluebell zu Hazel und meint er könne Kaninchen im Wind riechen. Er denkt es ist Holly und sagt ein lustiges Gedicht auf, welches Hazel vervollständigt:
"A rabbit's sneeze on the morning breeze sets homesick hearts aglow -" "Sitting with his romp in a chicory clomp and longing for a nice plump doe."
Bluebell meint jedoch das stimme gar nicht, denn Holly hätte zwei Weibchen da oben. Hazel jedoch ist noch immer skeptisch, denn es sind Stallkaninchen und diese werden sich ihnen womöglich nie vollständig anpassen können. Clover wäre immer noch viel zu ängstlich. Anders sieht es mit den Efrafa-Weibchen aus, die zwar ihr Leben lang bewacht wurden, doch jetzt da sie in Freiheit leben sich schnell anpassen. Hazel und Bluebell beobachten zwei von ihnen. Plötzlich springt jedoch ein Fuchs aus dem Gebüsch und schnappt sich eines der Weibchen. Sofort werden alle anderen alarmiert und suchen Deckung. Zufällig landet Blackavar bei Hazel, doch anstatt einem "Ich habe es euch gesagt" bedauert er nur das arme Weibchen und meint das läge daran, weil sie in Efrafa nie mit wirklichen Gefahren zu tun hätten, sodass ihre Instinkte nicht so stark ausgeprägt sind. Es war ein Fehler mit dem Wind so nahe bei dem Gebüsch zu silflayen.
Blackavar meint jedoch auch sie hätten Glück im Unglück, wenn nicht gerade zwei Füchse hier sind, denn jetzt hat der Fuchs etwas zu Fressen und sie hätten Zeit genug von hier zu verschwinden. Es ist ein sehr kalter Gedanke und er fühlt sich durchaus abstoßend an, doch hier wird wieder deutlich, dass Kaninchen mit anderen Problemen zu kämpfen haben als wir Menschen. Denn der Tod eines Kaninchen sichert das Leben der ganzen Gruppe, da Füchse nie töten, wenn sie nicht auf der Jagd sind.
Sie brechen sofort danach auf und erst nach einer dreiviertel Meile haben sie das Gefühl halbwegs in Sicherheit zu sein. Bigwig versucht Blackavar klarzumachen, dass er Recht hatte, doch der reagiert sehr sonderbar. Zunächst fragt er was es ist und als Bigwig ihm sagt, er hätte den Fuchs vorhergesehen, meint Blackavar nur, es wäre Pech und wie hätten sie es wissen können. Bigwig ist sichtlich verblüfft, doch Hyzenthlay kann ihm erklären was los ist. Dies ist ein Teil der Behandlung in Efrafa, denn jeder Ratschlag, der nicht angenommen wurde ist sofort vom jeweiligen Kaninchen und auch allen anderen zu vergessen. Als Hazel entschieden hat zu bleiben, hat Blackavar somit niemals den Rat mit dem Fuchs gegeben und diesen auch sofort wieder vergessen. Kaninchen sind in der Hinsicht anscheinend wesentlich besser dran als die Menschen. Das kann ich mir gut vorstellen, weil es sie vor schwerwiegenden Traumata, welchen sie aufgrund beständiger Gefahren ausgesetzt sind, beschützt. Efrafa hat das ganze wahrscheinlich sogar noch verfeinert und Blackavar hat Efrafa noch nicht überwunden. Verblüfft fragt Bigwig, ob Hyzenthlay so ähnlich denkt, weil sie auch eine Efrafa ist. Doch sie hat nur eine Antwort darauf, sie wäre ein Weibchen. Das kann alles bedeuten: der Rat von Weibchen wird nie angenommen in Efrafa oder auch, dass Weibchen ein besseres und sensibleres Gedächtnis haben als die Rammler.
Jedoch hat das Nichtbeachten von Blackavars Rat und auch dem von Fiver ihnen wieder ein Kaninchen gekostet. Thrayonlosa war noch ein Unfall, doch dieses Weibchen ging verloren, weil Hazel und Bigwig kein Vertrauen in einen Ex-Efrafa setzen wollten.

Sie erreichen schließlich wie der Caesar's Belt und kommen auch an dem Punkt vorbei, wo Dandelion ihnen die Geschichte von El'ahrairah und dem Schwarzen Kaninchen vorgelesen hat. Bigwig ist wegen des verlorenen Weibchens noch immer aufgebracht, er denkt es wäre der gleiche Fuchs. Hazel versucht ihn zu beruhigen, denn die anderen Weibchen denken noch immer er wäre El'ahrairah, weil er sie aus Efrafa herausgebracht hätte und auch Hazel kommt zu dem Resultat, dass es unmöglich gewesen wäre ohne Verluste zurückzukehren. Bis jetzt hätten sie auch nur zwei Weibchen verloren. Für den Moment sollten sie jedoch weitergehen, dann können sie die Honeycomb noch heute erreichen, Bigwig solle den Fuchs einfach vergessen.
Plötzlich werden sie jedoch von vier Kaninchen überrascht, die vor ihnen auftauchen und Hazel fragt wer sie sind. Auch Blackavar ist nahe bei ihnen und er hält ein Weibchen von der Flucht ab, als dieses die Kaninchen sieht. Bigwig soll es Hazel sagen auf Vorschlag des Fremden. Hazel kann erkennen, dass es Efrafas sind, weil sie markiert sind, und fragt ob es Woundwort wäre. Blackavar korrigiert ihn, es wäre Hauptmann Campion. Hazel redet mit Campion und sagt, er wisse nicht, ob sie ihm schaden wollen, doch es wäre besser seine Patrouille würde sie in Ruhe lassen, denn sie sind fertig mit Efrafa. Campion sieht das jedoch überhaupt nicht so, und er fordert Hazel auf ihm das Weibchen zu überlassen sowie alle anderen.
In dem Moment kommen Silver und Acorn herbei zusammen mit Thethuthinnang. Auf einen Befehl von Silver hin, schickt er Thethuthinnang fort und stellt sich zu Hazel. Er verkündet, die natürlich erfundene, Nachricht er hätte den weißen Vogel informiert. Der Bluff verfehlt nicht seine Wirkung und die Efrafa-Kaninchen schauen ängstlich in den Himmel. Hazel meint es wäre Unsinn was Campion sagt, denn sie wären bereits jetzt in der Überzahl und es würden noch mehr von ihnen kommen.
Campion bemerkt es und das er zum ersten Mal in seinem Leben unüberlegt und hektisch gehandelt hat. Als er nur Bigwig und Hazel gesehen hat sowie dahinter Blackavar und das Weibchen so hat er gedacht sie wären allein und hat sich ihnen entgegenstellt, damit er dem Rat etwas vorweisen kann. Ausgerechnet hier kommt ihm das Efrafa-Training in die Quere, denn diese sind es gewohnt sich geschlossen im offenen Gelände zu bewegen und nicht so verstreut wie jetzt Hazels Gruppe. Seine Hoffnung war es gewesen Bigwig, den er besonders verachtet und Blackavar anzugreifen, vielleicht sogar zu töten und das Weibchen mit zurückzunehmen. Er hat sich für die offene Konfrontation entschieden, in der Hoffnung die Rammler würden sich ergeben, sodass es leichter wäre sie zurückzubringen. Doch jetzt da immer mehr Kaninchen kommen ist sein Plan zunichte gemacht hat. Hier bemerke ich auch wieder, dass Campion noch eines der sympathischeren Kaninchen von Efrafa ist. Ihm ist ein Hinterhalt zu feige und er würde die Rammler lieber lebend als tot zurückbringen. Bei einem Chervil sähe das vermutlich ganz anders aus.
Campion droht ihm, dass noch mehr Kaninchen kommen. Die Weibchen sollen zu ihm, sonst werden alle hier getötet. Hazel lässt sich darauf ein und sagt zu Campion er solle die anderen bringen. Campion bleibt jedoch ruhigstehen, auch als immer weitere aus Hazels Gruppe zu ihnen kommen. Hazel droht ihm sich lieber nicht einzumischen, sondern zu bleiben wo er ist. Derweil weist er Blackberry und Silver an, die Weibchen wegzuführen.
Blackavar jedoch hat einen sehr drastischen Rat, sie sollen die Patrouille angreifen und töten, sie dürfen auf keinen Fall dem General Meldung erstatten. Wieder gibt Blackavar einen sehr vernünftigen Rat, doch Hazel ist nach einigem Zögern dagegen. Bei einem Kampf würden sie vermutlich selbst Kaninchen verlieren und durch Verletzungen Aufmerksamkeit auf sich ziehen bis sie nach Watership Down zurückgekehrt sind. Noch dazu verspürt auch Hazel einen leichten Respekt für Campion. Er verkündet, er würde sie alleinlassen und fordert schließlich Campions Patrouille auf zu verschwinden. 
Den Rest des Rückweges schaffen sie ohne Probleme und als Hazel wieder Blackavar vorausschickt, verkündet dieser in einem kleinen Buchenwäldchen zwei Kaninchen gesehen zu haben. Zusammen mit Dandelion erklimmen sie den Hügel und es sind tatsächlich Buckthorn und Strawberry. Sie haben sofort viele Fragen an sie, wo die anderen sind und ob sie Weibchen herausbekommen haben. Hazel verkündet alles wäre in Ordnung, sie hätten Weibchen bekommen und der Rest von ihnen wird bald da sein. Er stellt ihnen Blackavar vor. Strawberry sagt, sie hätten jeden Abend hier nach ihnen Auschau gehalten. Er hat außerdem gute Neuigkeiten: Clover ist trächtig. Das freut Hazel und er sagt, sie selbst hätten viele Abenteuer erlebt, die sie unbedingt erzählen müssen. Bei Sonnenuntergang sind die restlichen zwanzig Kaninchen alle wieder zurück in der Honeycomb und Bigwig und Hazel erzählen von ihren Abenteuern.
Es zeigt sich jedoch einmal mehr, dass Blackavar Recht hatte und Hazel auf ihn hätte hören sollen, als dieser meinte die Patrouille zu töten. Campion ist ihnen bis Watership Down gefolgt und als er sich sicher war, dass dort ihr Gehege ist, kehrt er wieder um. Aufgrund seiner Erfahrung hat er keine Probleme nachts einen sicheren Unterschlupf im freien Gelände zu finden, er ist in der Hinsicht ein Meister. Schon am nächsten Tag wird er dem Rat darüber informieren, wo sich das Gehege der Kaninchen befindet, welchen General Woundwort und seine Owsla eine so große Schmach zufügen konnten. Obwohl sie zurück sind, ist Hazels Gruppe noch lange nicht in Frieden und Sicherheit. Hätte er auf Blackavar gehört, so hätten sie wahrscheinlich noch ein Weibchen mehr mitgebracht und noch etwas länger Ruhe gehabt vor den Efrafas. Hiermit beginnt der letzte, große Handlungsstrang von Watership Down.

Watership Down Kapitel 39: The Bridges

Es muss schon ein sehr komischer Anblick für irgendjemanden gewesen sein. In einem Sturm ein fortgerissenen Stechkahn mit knapp zwanzig Kaninchen darauf zu sehen. Die Absurdität dieser Szene beschreibt das amerikanische Volkslied, welches Adams hier eingangs zitiert, doch ganz gut. In gewisser Weise trifft das auch auf die Kaninchen zu, inklusive das mit nach Hause nehmen der Mädchen.

Wir erfahren durch den Wissenschaftler, dass Blackberrys Plan nur funktionieren konnte, weil der Test ein begradigter Fluss ist, ohne störende Sandbänke und einer an fast jeder Stelle gleichbleibenden Strömung. Für den Kaninchen ist es natürlich dennoch jenseits aller Vorstellungskraft was da gerade passiert und wie soll es auch anders sein. Die Efrafa-Weibchen haben noch nicht einmal einen Fluss gesehen und keiner der anderen wusste was ein Boot ist. So begreifen sie auch nicht die riesige Gefahr in der sie schweben, denn steuerlos auf einem Fluss zu treiben ist selbst für Menschen sehr gefährlich, sicherlich nicht auf so einem kleinem, aber die Kaninchen wissen natürlich weder etwas übers Steuern noch ist dieser kleine Fluss für sie ungefährlich.
Trotzdem herrscht eine Art Erleichterung, zum einen wegen der Unkenntnis, zum anderen Woundwort entkommen zu sein, was dessen furchteinflößendes Auftreten noch einmal unterstreicht. Es ist jedoch alles andere als gemütlich auf dem Boot. Es regnet noch immer und im Kielraum hat sich bereits Wasser angesammelt, wovon sich die Kaninchen fernhalten, da sie nicht noch nässer werden wollen als ohnehin schon. 
Bigwig ist vor Erschöpfung zusammengebrochen und ist kurz davor einzuschlafen. Er gibt gegenüber Hazel zu, so eine Aktion nie wieder durchführen zu können und meint es wäre ein Chance von Eins zu Tausend gewesen es aus Efrafa geschafft zu haben. Für Hazel ist es sicher, dass es eine Geschichte sein wird, die noch ihre Kinder und Kindeskinder hören werden. Bigwig ist somit bereits jetzt zu einer Legende geworden, dessen Tat über sein Leben hinaus den Kaninchen bekannt bleiben wird.
Hazel erkundigt sich auch nach seiner Schulterwunde und will wissen, wer es getan hat. Als Hazel den Begriff Owslafa nicht versteht, vergleicht er Bartsia mit Hufsa. Das ist durchaus passend, ist doch Hufsa eine negative Gestalt in der Kaninchen-Folklore und auch als obrigkeithörendes, verräterisches und kriecherisches Kaninchen bekannt, genau wie Bartsia. Bigwig glaubt, dass er sterben wird, denn er sagt "I think he'll stop running." Das bezieht sich natürlich zum einen auf den Hinterlauf, den er Bartsia gebrochen hat, zum anderen ist es eine andere Umschreibung der Kaninchen für den Tod. Bigwig fragt anschließend was jetzt passieren wird, da sie die Weibchen haben. Hazel weiß keinen Rat, er muss sich wieder auf die cleveren Kaninchen verlassen und außerdem würde er gern wissen wo Kehaar ist.
Dandelion reagiert sofort bei Hazels Erwähnung der cleveren Kaninchen und holt Blackberry und Fiver herbei. Er fragt Blackberry nach seiner Meinung der ist sich sicher, sie werden gegen eine der Flussbänke getrieben und können das Boot wieder verlassen und suchen dann im Unterholz nach Schutz. Für den Moment könne es aber nicht schaden so weit wie möglich von den Efrafas entfernt zu gelangen. Hyzenthlay weist sie daraufhin - noch immer in dem untergebenen Ton von Efrafa, - dass Kehaar kommt. Er jedenfalls warnt sie vor der näherkommenden Brücke. Es ist die gleiche, welche sie vor einigen Tagen überquert haben und erst jetzt wiedererkennen. Kehaar ist sich jedenfalls nicht sicher, ob sie mit dem Boot unter der Brücke durchgelangen. Sie ist so konstruiert, sodass nur wenig Platz ist zwischen der Wasseroberfläche und einem Untergerüst.
Hazel erkennt sofort die Gefahr und befiehlt allen sofort im unteren Teil des Bootes Schutz zu suchen. Nicht alle schaffen es. Acorn wird von dem Gerüst erwischt und in den unteren Teil des Bootes geworfen, übersteht das Ganze aber unverletzt. Nicht so viel Glück hat eines der Efrafa-Weibchen, welche eine schwere Verletzung am Rücken davonträgt. Acorn jedenfalls schämt sich dafür und meint zu Hazel, er müsse dafür nach Efrafa. Auch wenn Acorn bisher kaum charakterisiert wird, so sagt es schon viel über ihn aus. Er schämt sich offenbar dafür nicht so clever und schnell zu sein wie seine Gefährten und noch etwas wird deutlich: Efrafa wird zu einem Synonym für einen Ort, wo ein Kaninchen landet, wenn es etwas Schlimmes getan hat.
Verzweifelt fragt Hazel Kehaar wie sie wieder an die Flussbank kommen, denn sie können so nicht bleiben. Kehaar sagt, sie könnten das Boot nicht stoppen, doch es käme eine zweite Brücke, die sie stoppen wird. So bleibt den Kaninchen nichts anderes übrig als sich von der Strömung forttreiben zu lassen, obwohl sie aufgrund dem was Acorn und dem Weibchen zugestoßen ist, verängstigt sind. So kommen sie bald in eine Gegend, wo Hazel eine gute Stelle ausmacht zum Anladen, eine frisch gemähte, grasige Stelle, doch die Strömung treibt sie weiter. Schließlich erreichen sie die zweite Brücke. Sie ist einem mit Durchlässen, welche den Wasserlauf kontrollieren und zum Ernten von Flussgras genutzt wird. Dort kommen sie auch zwischen zwei nicht rausragenden Pfeilern an einem der Durchlässe zum Stehen. Innerhalb von fünfzehn Minuten haben sie jetzt eine Strecke von einer halben Meile zurückgelegt.
Hier sind die Kaninchen jedoch jetzt gefangen, denn beide Ufer sind zu weit weg, um dahin zu springen. Verzweifelt fragt Hazel Blackberry, wie es jetzt weitergeht, denn immerhin war es seine Idee gewesen. Der jedoch weiß auch nicht mehr weiter. Sie müssten wohl schwimmen. Silver spricht sich entschieden dagegen aus, denn obwohl es nicht weit aus, würden sie von der Strömung mitgerissen werden ehe sie steilen Flussbänke erreichen. Hazel versucht durch die Durchlässe zu schauen, doch sie sind zu eng und lassen zu wenig Licht durch, um zu erkennen was sich dahinter befindet. Auch für Hazel sieht die Lage hoffnungslos aus.
Da kommt Kehaar und fragt sie, warum sie das Boot nicht verlassen. Hazel fragt ihn, wie sie es machen sollen. Der fühlt sich wieder einmal von den Kaninchen veräppelt und meint sie müssten schwimmen. Hazel erklärt ihnen jedoch die Zwangslage, dass sie nicht schwimmen können und auch nicht wissen was auf der anderen Seite ist. Kehaar meint jedoch es wäre gut dort und sie könnten das Risiko eingehen. Hazel weiß jedoch nicht, ob er Kehaar trauen soll, denn er sieht die Gefahr dieses Flusses nicht aus Kaninchensicht, sondern im Vergleich mit dem Großen Wasser. Vermutlich könne er sich auch gar nicht in ihre Lage hineinversetzen. Denn obwohl sie ihn gerettet haben, hält Kehaar sie doch noch oft genug für ängstliche, hilflose, heimatgebundene Kreaturen und wird deshalb ungeduldig. Es wäre kein positives Zeichen, wenn einer von ihnen springt und in der Strömung untergeht. Hazel fühlt sich einmal mehr verloren und schaut sich nach seinen Freunden um.
Kehaar hat schließlich genug und zeigt es ihnen. Er schwimmt selbst durch den Durchlass und ist nach nur einem kurzen Moment wieder auf dem Brückenpfeiler. Laut Blackberry beweist das gar nichts, denn Kehaar hätte auch am Boden laufen oder die kleine Strecke fliegen können. Hazel ist der Verzweiflung nahe, besonders als er den erschöpften Bigwig sieht, welcher bisher keinerlei Anstalten gemacht hat ihn bei einem solchen risikoreichen Schritt zu unterstützten. Hier wird wieder schön unterstrichen wie sehr die beiden voneinander abhängig sind, um die Gruppe zu führen. Beide können nicht ohne einander.
So erweist sich in dieser verzweifelten Situation jemand völlig Unerwartetes als der Held. Fiver will als Erster das Risiko eingehen, weil er glaubt es wäre sicher. Für die verängstigten Kaninchen - besonders für Hazel - hätte es keine bessere Aufmunterung gebraucht, denn sie vertrauen Fiver, wenn er sagt, es wäre sicher und zudem bestärkt es sie selbst, wenn es eines der schwächsten Kaninchen ihrer Gruppe schaffen würde. Bevor Fiver jedoch ins Wasser springen kann, hören und nehmen sie Menschen auf der Brücke wahr. Kehaar handelt instinktiv und fliegt weg, doch das können die Kaninchen, obwohl sie auch versucht sind Deckung zu suchen. Alle sind verängstigt und wohl in dem Zustand, den die Kaninchen als tharn kennen. Hazel erinnert sich zurück an die Situation als er angeschossen wurde und fragt sich wieder, warum sie ihn nicht finden. Doch sie haben alles Glück der Welt auf Menschen gestoßen zu sein, die mit dem Tunnelblick eines Smartphone-Benutzers durch die Welt gehen, denn sie gehen einfach weiter ohne den Stechkahn zu bemerken. Es gehört meiner Meinung nach schon eine große Menge dazu, seine Umgebung so zu vergessen, sodass man einen losgerissenen Stechkahn voller Kaninchen nicht bemerkt. Dass es böse Menschen sind, zeigen zweifelsohne die Zigaretten, welche als ein Mahnmal der Schlechtigkeit der Menschen immer wieder auftauchen.
Hazel hat endgültig genug und will das Risiko eingehen. Er ruft Bluebell zu sich und meint, er könne doch kommen, immerhin will er ein Wasserkaninchen sein. Es ist jedoch nicht Bluebell, der zu Hazel kommt, sondern Pipkin. Wieder einmal wunderbar wie dessen Loyalität und Vertrauen zu Hazel sich darin äußert, ein gefährliches Risiko einzugehen. Beide springen in den Fluss und schwimmen durch den Durchlass. Sie erreichen die andere Seite und Hazel ist überrascht relativ sanft in einem Haufen Schlamm zu landen. Der ganze Fluss bildet auf der anderen Seite eine Art Sumpf, wo das Flussgras gesammelt wird. Auf der anderen Flussseite wurde zu dem Zweck eine Art Kompost angelegt von dem ein unangenehmer, fauliger Geruch ausgeht. Hazel freut sich über Kehaar und ärgert sich, ihm nicht schon eher vertraut zu haben. Hier zeigt sich also auch, dass Kehaar durchaus viel am Wohlbefinden der Kaninchen liegt und er sie nicht leichtsinnigen Risiken ausgesetzt hätte. Hazel hat jedoch erst eine Gefahr durch die Menschen gebraucht, um schließlich auch zu der Erkenntnis zu gelangen, dass er auch Kehaar voll und ganz vertrauen kann.
Nur kurze Zeit später kommt ein weiteres Kaninchen durch die Öffnung hindurch. Es ist Blackavar. Hazel ist verwundert und fragt warum er dieses Risiko eingegangen ist. Blackavar dachte es wäre ein Befehl gewesen und hätte dementsprechend gehandelt. Hier merken wir wieviel Efrafa noch in ihm steckt, doch ich finde es auch bewundernswert, dass er dieses Risiko eingegangen ist ohne Furcht. Zudem zeigt es auch wie schnell Hazel bei anderen Kaninchen Loyalität erzeugen kann, wobei es bei den Efrafas natürlich leichter geht. Er jedenfalls fragt Blackavar, ob noch andere bereit gewesen wären hineinzuspringen. Blackavars Ansicht nach sind die meisten anderen noch zu nervös. Hazel will schnell handeln, denn sie könnten alle tharn werden, der Mensch könnte zurückkommen oder irgendwas anderes passieren. Zu seiner Überraschung meint Blackavar das wäre ganz einfach. Sie müssten nur zur anderen Seite und könnten es ihnen sagen. Hier zeigt sich, dass Blackavar über eine ähnliche Auffassungsgabe und Verständnis verfügt wie Blackberry, denn er hat sofort die Funktionsweise einer Brücke verstanden. Sein Potential wurde in Efrafa total verschwendet, doch hier kann er es unter Beweis stellen. Hazel ist deshalb verblüfft, weil er einen gedemütigten Efrafa-Gefangen erwartet hat, einer der noch nicht einmal in der Owsla war; und jetzt wirkt dieses Kaninchen im Angesicht einer bedrückenden Situation absolut sicher, obwohl er selbst sagt, erschöpft zu sein.
Zusammen mit Blackavar gehen sie zur anderen Seite, wo sie schon bald das Boot finden. Er fordert dort Silver und Fiver aus alle nacheinander ins Wasser zu führen. Speedwell und Dandelion springen sofort als sie Hazel sehen, seine Präsenz ist Beweis genug, dass es sicher ist. Als jedoch Fiver springt, hält ihn Silver zurück. Er erklärt ihm, wenn alle Rammler jetzt springen, würden sie die Weibchen nie dazu bringen in den Fluss zu springen. Blackavar erklärt Hazel, sie würden auf Bigwig hören. Dieser schläft noch immer, sodass Silver ihn wecken muss und erklärt was los ist. Bigwig fordert dann Hyzenthlay auf, dass sie nacheinander in den Fluss springen sollen. Es dauert jedoch lange bis alle Kaninchen von Bord sind. Einige sind so erschöpft, sodass sie ängstlich und zusammengekauert auf dem Boot bleiben. Insgesamt sind es zehn Weibchen, die sie mitgenommen haben. Bigwig bittet in den meisten Fällen einen der Rammler auf zuerst hineinzuspringen, sodass er die Weibchen auf die andere Seite führen kann. Das verletzte Weibchen, Thrayonlosa, ist so schlimm dran, sodass sie eine Eskorte durch Blackberry und Thethuthinnang erhält.
Hazel und Blackavar kehren schließlich zu dem Becken auf der anderen Seite zurück, doch es dauert noch bis Mitternacht ehe Bigwig mit Silver und Fiver zu ihnen kommen. Bigwig ist besonders schlecht dran, er schwimmt bäuchlings auf der Oberfläche und fällt erschöpft in den Sumpf. Er lässt sich jedoch nicht helfen, sondern reagiert nur schnippisch auf Hazel, dass er jetzt schlafen werde und Hazel ihn nicht davon abhalten kann. Zu Blackavar meint Hazel, so würden sie miteinander umgehen und daran wird er sich schon gewöhnen. Jetzt jedoch sollten sie noch einem trockenen Platz Ausschau halten, wo sie schlafen können. Schon bald haben sie eine Stelle gefunden und schlafen erst einmal.
Insgesamt geht das Abenteuer mit dem Boot somit glimpflich für Hazel und seine Gruppe zu Ende. Sie entkommen den Efrafas und schaffen es irgendwie das Boot zum Stehen zu bekommen und heil von Bord zu gelangen. Es war jedoch eines ihrer größten Risiken und gefährlichsten Abenteuer bei dem selbst Hazel fast die Kontrolle entglitten wäre. Hier hätten sie es wohl ohne Kehaar nicht geschafft. Jedoch und das werden wir bald feststellen, ohne Verluste wird dieses Abenteuer nicht bleiben.