Freitag, 6. Januar 2017

Watership Down Kapitel 44: A Message from El'ahrairah

Es steht schlecht um Hazels Gruppe, sehr schlecht. Sie können zwar eine gute Defensive aufbauen, doch sie wissen, dass sie keine Chance haben und sich irgendwann den Efrafas im offenen Kampf gegenübersehen. So macht sich während der Belagerung bereits Hoffnungslosigkeit breit. Adams umschreibt das Geschehen in dem Eingangszitat mit einer Passage aus dem Werk Crusader Castles von dem englischen Schriftsteller Robin Fedden. Es beschreibt sehr gut die beständige Angst und die Furcht, welche Leute durchstehen, die sich in einer Höhle versteckt haben, aber von außen belagert werden. Die lähmende Angst, dass jede Sekunde der Durchbruch erfolgt.

Zu Beginn des Kapitels sind die Efrafas schon seit einiger Zeit dabei das Gehege auszugraben. Laut Speedwell haben sie an einer Stelle damit aufgehört, was er Hazel so gleich verkündet. Anschließend erfolgt ein langer Abriss darüber wie die Belagerung bisher vonstatten ging. Die Efrafas haben sich im Dämmerlicht sofort zu den Löchern begeben und waren zunächst überrascht und irritiert wieviele es gibt, da sie in Efrafa deutlich weniger gewohnt sind. Woundwort hat ihnen jedoch schnell zu verstehen gegeben, dass es deren eigene Torheit ist soviele Löcher anzulegen, da sie so wesentlich leichter angegriffen werden können, weil längst nicht alle Löcher verteidigt werden.
Auch wegen Kehaar haben die Efrafas Bedenken, doch Woundwort weist daraufhin, dass die Hinterlassenschaften von ihm bereits alt sind. Dennoch haben einige Efrafas Furcht aufgrund der Geschichten, die sich über Kehaar und Bigwig überall in Efrafa herumgesprochen haben und werden bereits beim Schreien eines Kiebitzes nervös.
Die Aufgaben hat Woundwort klar verteilt. Campion bewacht mit seinen Patrouillen den Ort; Vervain und Groundsel graben die Löcher aus. Groundsel gräbt dabei die Löcher an der Böschung aus, Vervain diejenigen in dem Buchenwäldchen. Beiden haben Probleme: Vervain, der sowieso viel besser mit Gefangenen umgehen kann als mit Feinden, findet den offenen Lauf und hofft mit einer schnellen, überraschenden Attacke in die Mitte des Geheges zum Erfolg zu kommen, doch seine beiden Kaninchen treffen auf Buckthorn und Silver und werden dabei fast getötet. Groundsel hingegen gräbt sich besonders schnell in eines der Löcher. Er sieht sich plötzlich Blackavar gegenüber, welcher ihn mit einem Biss an die Kehle festhalten kann. Groundsel kann sich geradeso befreien. So sieht auch Woundwort ein, dass es unmöglich sein wird, das Gehege einzunehmen bei einer Attacke auf die Läufe, welche verteidigt werden. Besser wird es, wenn zahlreiche andere Läufe geöffnet werden und sie alle gleichzeitig angreifen, doch dafür fehlt ihnen der Mut nach allem was sie bisher von Hazels Gruppe gesehen haben. Woundwort muss sich eingestehen nicht darüber nachgedacht zu haben was passiert, wenn sein Überraschungsangriff nicht klappt.
Er ruft Campion zu sich und fragt ihn nach seinem Rat. Dieser schlägt vor, das Gehege einfach auszuhungern. Für die Efrafas ist es warm genug auch für längere Zeit im Offenen zu bleiben. Woundwort ist jedoch sofort dagegen, zum einen weil er sich ein bisschen doch davor fürchtet bei Tagesanbruch könne Kehaar kommen und zum anderen, weil ein blutiger Sieg besser zu seiner Reputation passt. Er hat seine Owsla hierhergebracht, um Blut zu vergießen, eine Belagerung wäre sehr antiklimaktisch. Außerdem will er möglichst schnell nach Efrafa zurückkehren, da er sich wie jeder Feldherr davor fürchtet, was in seinem Reich passiert, während er abwesend ist.
Deshalb beruft er sich auf die Erfahrung mit Nutley Copse und was dort passiert ist, als sie zwar den Großteil des Geheges erobert hatten, aber noch ein kleiner Teil sich in einem gesonderten Bau verborgen hatte. Er fragt Campion wer dieses Unternehmen geleitet hatte. Campion sagt, es wäre Hauptmann Mallow, doch der wäre jetzt tot. Deshalb soll Campion jemanden suchen, der dabei gewesen ist. Er kehrt schon bald mit einer Owsla-Wache, Ragwort, zurück, welcher berichtet Hauptmann Mallow hätte ihnen befohlen vertikal in den Untergrund zu graben. Irgendwann sind sie durchgebrochen und wären inmitten der verborgenen Kaninchen gelandet. Nach einem Kampf hätten sie diese auch besiegt. Woundwort schlägt vor es genau so zu machen und schickt Campion zurück, um weiter Wache zu halten.
Deshalb hörten Hazel und die anderen schon bald das erste Scharren direkt über ihnen in der Honeycomb. Und die Efrafas graben an zwei Punkten. An einer Stelle weiter im Norden, wo die Buchenwurzeln sehr dicht sind und etwas weiter im Süden direkt über dem Zentrum der Honeycomb. Diese zweigt sich an der Stelle ab in zahlreiche weitere Läufe und Baue. In einem liegt Clover mit ihren Jungen. Hazel jedenfalls glaubt zunächst es wäre gut für sie, denn durch das Graben werden ihre Krallen stumpf und sie schon bald erschöpft sein. Er fragt Blackberry nach seinem Rat. Dieser ist jedoch nicht so selbstsicher, das nördliche Ende könne zwar standhalten, im Süden jedoch wären sie wesentlich schneller durch und sobald sie durchgebrochen sind, könnte nichts mehr sie aufhalten. Hazel zittert bei dem Gedanken.
Auch für die anderen ist die Situation äußerst bedrückend und sie sind wie gelähmt vor Angst. Vilthuril hat Angst zurück nach Efrafa zurückgebracht zu werden. Hyzenthlay und Thethuthinnang beruhigen sie. Es wäre trotzdem besser so wie es jetzt ist, als immer noch in Efrafa zu sein. Bigwig jedoch erinnert sich an die Nacht, als er Hyzenthlay von den Downs erzählt hat und weiß welche Angst sie durchmacht. Er selbst scheint die Situation noch am besten zu verkraften, was er gegenüber Hazel verlautbaren lässt. Sobald sie durchbrechen, werden sie einfach in die Baue für das Schlafen gehen und alle Läufe dorthin blockieren. Hazel weiß jedoch, dass so nur das Unvermeidliche hinausgezögert wird. Bigwig jedoch fühlt sich entschlossen den Efrafas dann zu begegnen, wenn sie es versuchen. Ihr erfüllt für den Moment nur die Vorfreude auf einen Kampf und nicht die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage, die Grabgeräusche, er will sein Leben so teuer wie möglich hergeben. Hazel kann ihn dafür nur beneiden und Bigwigs Engagement und Entschlossenheit ist gut, um die Furcht wenigstens ein bisschen zu zerstreuen, welche all die anderen umgibt. Hazel ist also dafür und bittet Bigwig darum, dass er noch andere findet, die ihm bei einem Angriff helfen. Bigwig wendet sich sogleich an Silver und Holly.
Hazel schickt derweil Speedwell zum Nordende, wo die eine Grabung stattfindet. Derweil diskutieren Bigwig und Holly, wie sie die Läufe aus der Honeycomb hinaus in die Schlafbaue am besten zuschütten. Sie entscheiden sich schließlich einen Lauf zu verbreitern und die restlichen zuzuschütten. Da Bigwigs Ansehen durch seine Efrafa-Unternehmung noch weiter gestiegen ist, vergessen die anderen ihre Furcht und beginnen sofort damit sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Genau in dem Moment sind wir bei der Situation zu Beginn des Kapitels angelangt: Speedwell verkündet Hazel, dass sie am Nordende aufgehört haben zu graben. Vermutlich haben sie festgestellt, dass es dort für sie zu schwer sein wird durchzubrechen. Hazel kehrt sofort zu der anderen Stelle zurück, weil sie jetzt dort vermutlich noch stärker graben werden. Er sucht zunächst Buckthorn auf, welcher den einzigen offenen Lauf bewacht, der jetzt als Kehaars Lauf bekannt ist und verkündet ihm die Neuigkeiten. Dieser bestätigt das und redet nach einer kurzen Weile von den Ratten in der Scheune, wo sie auch heil herausgekommen sind. Er findet es schade, dass es jetzt so zu Ende geht, nach allem was sie durchgemacht haben. Hier spricht bereits die Verzweiflung aus Buckthorn, er glaubt an kein gutes Ende mehr. Hazel bleibt jedoch trotzdem standhaft und sagt sie werden es schaffen, auch wenn er selbst die schlimmsten Befürchtungen hat was Buckthorn und sie alle angeht. Er fragt sich, wohin er sie mit all seinen schlauen Plänen und Unternehmungen hingeführt und es wirklich ihr Schicksal ist nach all den Abenteuern letztendlich von General Woundwort getötet zu werden.
Hazel wendet sich ab von Buckthorn und geht weiter zurück. Schließlich findet er Fiver. Der ist nicht am Graben, was Hazel als sehr seltsam erachtet. Er fragt ihn was los ist und Fiver meint er würde versuche zu lauschen, doch er könne nichts hören, irgendetwas sei sehr nah und spürt wie er davongetragen wird. Fiver liegt zitternd am Boden und stöhnt immer wieder, dass ihm kalt sei. Schließlich lässt er ein furchtbares Geräusch los, völlig unnatürlich für ein Kaninchen, welches das ganze Gehege erschreckt. Dann ruft er irgendetwas von dreckigen, kleinen Biestern und das sie gehen sollen (vermutlich sind damit die Ratten gemeint). Bigwig ist darüber gar nicht begeistert und bittet Hazel darum Fiver zu stoppen, denn sonst würden die anderen noch verrückt vor Angst werden. Hazel versucht wieder Fiver zu wecken, doch dieser befindet sich in einer tiefen Benommenheit. Plötzlich hat Hazel ein klares Bild vor Augen. Es ist der Tag an dem sie vor dem Fluss Enborne standen und er hört wie Bigwig verkündet, ein großer Hund läuft frei im Wald herum. Danach ist das Bild auch schon wieder weg und er ist wieder in der Honeycomb.
Jetzt hat er jedoch einen Plan. Irgendwie ist es Fiver gelungen in diese andere Welt abzudriften, von der er schon vorher gesprochen hat und es ist ihm irgendwie gelungen bei Hazel eine wichtige Erinnerung zu wecken, die ihnen helfen könnte. Zumindest verliert Hazel keine Zeit, er befiehlt Bigwig sofort ihm Blackberry und Dandelion zu bringen. Sie sollen zu Kehaars Lauf kommen. Als sie dort sind. Buckthorn ist noch immer dort, doch auch ihn hat Fivers Schrei sichtlich beunruhigt, denn er atmet schwerer. Schon bald sind auch die anderen da und Hazel gibt weitere Anweisungen. Er hat einen Plan wie sie Woundwort für immer loswerden können, Dandelion und Blackberry sollen zusammen mit ihm durch den offenen Lauf nach draußen flitzen und sich nordwärts begeben zu den Feldern. Sie sollen auf keinen Fall anhalten und dann bei dem Eisenbaum (also dem Elektromast) auf ihn warten. Bigwig hat in der Zwischenzeit die Aufgabe auch diesen Lauf zu blockieren, sobald sie raus sind und alle Kaninchen in die Schlafbaue zu bringen. Dort sollen sie sich verbarrikadieren und so lange aushalten und den Efrafas standzuhalten wie es möglich ist. El'ahrairah hat ihm das gezeigt und ich glaube sogar, dass es Fiver in seiner Trance irgendwie gelungen ist mit der Geisterwelt oder dem Kaninchenjenseits Kontakt aufzunehmen und von ihrem großen Vorbild eine Nachricht bekommen hat, wie sie es schaffen können dieser verzweifelte Situation zu überstehen. Das bedeutet, El'ahrairah steht wirklich hinter ihnen und beschützt sie und das wohlgemerkt gegen andere Kaninchen.
Bigwig fragt irritiert wohin Hazel geht und dieser meint nur zu dem Bauernhof, um ein weiteres Seil durchzunagen, zusammen mit dem Hund ein sehr großer Hinweis, was wohl sein Plan sein wird. Er weist noch einmal Dandelion und Blackberry an schnell nach draußen zu rennen und sich auf keinen Fall auf einen Kampf mit einem anderen Kaninchen einzulassen. Sofort stürzt er los zusammen mit Dandelion und Blackberry.

Watership Down Kapitel 43: The Great Patrol

Es kommt wenig überraschend, dass Woundwort diese Demütigung am Fluss nicht auf sich sitzen lassen wollte und so eine der größten, militärische Unternehmungen durchführt, welche es wohl je unter den Kaninchen gegeben hat. Adams verwendet wieder ein Gedicht von Walte de la Mare, um dieses Kapitel einzuleiten. Es ist über Napoleon und beschreibt den Russlandfeldzug. Er motiviert sie dabei mit den Worten, dass er alles ist, die ganze Welt, der Nordhimmel und die gesamte Einöde durch die sie gehen. So ähnlich kommt mir hier auch Woundwort vor, der trotz leichter Opposition an diesem irrsinnigen Unternehmen festhält.

Wenig überraschend bedeutete für Woundwort die Flucht von Hazels Gruppe mit dem Stechkahn ein großer Verlust an Autorität. Bis zu dem Moment hatte er die Situation unter Kontrolle, selbst als Kehaar seine Offiziere angegriffen hatte. Es war ihm spätestens mit dem Hinterhalt an der Plankenbrücke und der Attacke auf Kehaar gelungen, die Kontrolle wiederzuerlangen. Doch die Flucht der Kaninchen hat schließlich offensichtlich gemacht, dass er versagt hatte.
Die ganze Nacht über hatte er dann überlegt was zu tun ist und sich schließlich am nächsten Tag mit dem Rat unterhalten. Es wäre keine gute Idee mit einer Patrouille Bigwig den Fluss hinab zu folgen. Es hätte eine große Gruppe an Offizieren und Owsla gebraucht, welche in Efrafa fehlen würden und das Risiko eines weiteren Ausbruchs vergrößert hätte. Zudem gäbe es keine Spuren, den man folgen könnte und wenn sie ihn nicht finden könnten, würden sie als noch größere Narren zurückkommen als sie ohnehin schon sind. Und bereits jetzt sehen sie wie Narren aus, denn Vervain erzählt bereits solche Geschichten, nach denen Campion von einem weißen Vogel in den Graben gejagt worden ist und Bigwig Blitze vom Himmel beschwören konnte.
Die vernünftigste Idee hat Snowdrop (war überrascht, dass der wirklich noch lebt); die Sache einfach auf sich beruhen lassen, da sie schon bald vergessen sein wird. Kaninchen haben bekanntermaßen nur ein kurzes Erinnerungsvermögen. Hier tritt ein besonderes Motiv auf, welches besonders in der antiken Geschichtsschreibung auftritt. Es gibt einen weisen Charakter, der den Tyrannen oder Eroberer vor einer gefährlichen Operation abrät. Natürlich hört der Tyrann nicht darauf, so auch Woundwort.
Er hat eine zugegeben brillante Idee, womit wieder sein militärisches Genie unterstrichen wird. Er erinnert sich daran, dass eine Patrouille schon einmal fast auf Bigwig und die anderen Kaninchen getroffen wäre, nämlich Hauptmann Mallow, der dann von einem Fuchs getötet wurde. Er glaubt, sie würden dort wieder entlangkommen. Groundsel jedoch, der damals mit dabei war in der Patrouille, hat berechtigte Einwände: sie könnten sie niemals bekämpfen und müssten noch dazu lange im Freien verharren und Kratzer graben. Woundwort ist damit einverstanden, doch er hat einen anderen Plan. Eine Patrouille soll dort alle zwei Tage bleiben, warten bis Bigwig mit den Weibchen vorbeikommt und ihnen dann zu ihrem Gehege folgen. Sobald sie das herausgefunden haben, wird er dann jedoch großen Aufwand auf sich nehmen, um sie anzugreifen, denn er ist noch immer fest entschlossen, Bigwig persönlich zu töten.
Die erste Patrouille führt Woundwort noch persönlich an zusammen mit Groundsel, der ihm die Stelle zeigen soll. Nach den zwei Tagen werden ihre Hoffnungen jedoch geringer. Dann löst Vervain ihn ab und schließlich Campion. Unter den Efrafa-Offizieren bildet sich bereits eine Art Widerstand. Sie glauben Woundwort wären zu besessen von der Idee, Bigwig und die anderen aufzufinden und wollten vorschlagen, ob er das Unternehmen aufgibt, wenn sie in zwei Tagen keine gute Nachrichten haben. Just in dem Moment kehrt jedoch Campion mit den Nachrichten zurück, das fremde Gehege gefunden zu haben. Es ist zwar weit entfernt, aber da es nicht gesucht werden muss, einfach zu erreichen und nicht besonders groß.
Jegliche Opposition ist damit beendet und Woundwort ist wieder sicherer denn je in seiner Position. Er entscheidet sich für einen Überraschungsangriff auf das Gehege. Um das zu erreichen, lässt er sich zunächst noch Zeit, entscheidet die Expedition dann innerhalb eines Tages durchzuführen und er will persönlich mit Campion die Gegend untersuchen, um die beste Strategie für einen unbemerkten Angriff festzulegen. Durch den Westwind ist der Kart südlich der Cannon Heath Farm der geeignete Ort, um sich zu sammeln. Woundwort entscheidet sich sie nachts anzugreifen, weil sie dann unter der Erde schlafen und völlig überrascht werden von ihnen. Wenn sie ohne Vorwarnung angreifen, könnten sie das Gehege vielleicht sogar ohne Kampf einnehmen, Vervain würde er direkt zurück nach Efrafa schicken und Campion könnte noch bleiben und dann mit den Weibchen und möglichen Gefangenen nachziehen.
Woundwort entscheidet sich dann für eine kleine Truppe, denn sie sollten stark genug für die Reise sein und schnell, möglichst keine elil anziehen und sich nicht zerstreuen. Seine Führerschaft wird natürlich entscheidend sein, jedes Kaninchen soll sich so fühlen, als wäre es von ihm besonders auserwählt (das passt sehr gut auf das Napoleon-Gedicht in der Einleitung). Am Ende sind es 26 (oder 27, Kaninchen rechnen Menge nie in genauen Zahlen, sondern immer mit einer Stelle Abweichung), die Hälfte Owsla, der Rest vielversprechende Jünglinge. Sie werden von Campion und Chervil trainiert in Ausdauer und Kämpfen. Als Gegenleistung bekommen sie dafür keine Wachdienste mehr und silflay zu jeder Zeit.
So starten sie an einem Augustmorgen, doch der Marsch geht nicht ganz ohne Komplikationen ab. Groundsels Gruppe wird von zwei Hermelinen angegriffen, welche jedoch Woundwort in die Flucht schlägt, indem er das ältere angreift und schwer verwundet. Er tadelt Groundsel und meint er solle das nächste Mal auf sich selbst achten, denn "stoats aren't dangerous". Dieser Ausspruch wird in Bezug auf Woundwort noch sehr interessant werden. Er zeigt jedoch wie er elil sieht, sie sind für ihn schon keine Gefahr mehr. Desweiteren muss er drei Verstreute wieder einsammeln, wobei sich einer an einem Stück Glas verletzt. Woundwort kümmert sich um dessen Wunde so gut es geht. Diese Gruppe ist aufgrund des heißen Wetters der Erschöpfung nahe und Woundwort führt sie persönlich an. Sie erreichen schließlich den Kar, als Dandelion gerade seine Geschichte erzählt. Viele sind erschöpft und trotz ihres großen Respekts fühlen sie sich unsicher, weil sie soweit von zuhause weg sind. Bis auf ein paar Goldammern und Mäusen ist der Platz verlassen, und Woundwort kann natürlich nicht wissen, dass es genau diese Tiere sind durch die Hazel von den Efrafas erfährt.
Er ist jedenfalls überrascht, als er von Campion hört, dass Blackavar und Holly ihm begegnet sind. Er tadelt Campion, warum er sie nicht getötet hat, denn jetzt ist der Überraschungsangriff dahin. Campion hat jedoch genau aus dem Grund nicht angegriffen, den auch schon Blackavar und Holly vermutet haben, er hatte keine Befehle dafür. Der Gehorsam gegenüber Woundwort arbeitet hier also wieder gegen ihn, wie schon bei Hauptmann Bugloss, der auf Hollys einfachen Trick hereingefallen ist. Für Woundwort macht es keinen Unterschied, er wird trotzdem angreifen, jetzt werden die Kaninchen von Watership Down nur mit Sicherheit einige Gegenmaßnahmen ergreifen. Er überlegt sich die Situation und vielleicht geben die Rammler sogar die Weibchen auf und fliehen. Jedes dieser Kaninchen müsste sofort verfolgt werden, da seine eigenen Truppen erschöpft sind und die anderen frisch und ausgeruht.
Er wendet sich einem Kaninchen vom Neck Mark zu, welches Thistle heißt und bittet es Campion zu holen und dann zu ihm zu kommen. Woundwort will sehen was in dem Buchenwäldchen passiert und feststellen, ob der Gegner bereits zur Flucht bereit ist. Zusammen mit Thistle und Campion folgt er dem Pfad noch oben und nimmt der Fährte auf. Er ist sich ziemlich schnell sicher, dass die Kaninchen nicht gegangen sind, sondern noch alle da sind.
Genau in dem Moment kommt Hazel zu ihnen. Es ist ein besonderer Moment, denn es ist das einzige Mal, dass sich Woundwort und Hazel treffen und einen Dialog führen. Dieser ist äußerst interessant, denn er markiert den fundamentalen Unterschied zwischen diesen beiden Oberkaninchen. Woundwort fürs erste weiß gar nicht, dass er es mit dem Oberkaninchen von Watership Down zu tun hat. Hazel jedenfalls sucht ihn direkt auf und stellt sich als ein Freund von Bigwig vor und will wissen, warum er hier ist. Woundwort fragt spöttisch, ob er am Flussufer dabei war und Hazel das bejaht, verkündet Woundwort er werde das beenden, was ihm am Flusufer nicht gelungen ist, sie werden alle vernichtet werden. Dagegen hat Hazel berechtigte Einwände, denn es wird für Woundwort schwer werden sie zu vernichten und er verspricht ihm auch weniger Kaninchen mit zurück nach Efrafa zu nehmen, als er dabeihat. Besser wäre es sie kommen zu einer Einigung. Woundwort ist dazu sogar bereit, und verlangt die Auslieferung der Weibchen sowie von Bigwig und Blackavar.
Dieses Angebot kann Hazel natürlich nicht annehmen, weil es den Tod zwei seiner Freunde bedeuten würde und auch das Todesurteil wäre für ihr Gehege, da sie so wieder keine Weibchen hätten. Er schlägt im Gegenzug etwas Besseres vor. Da sie alle Kaninchen sind (schön wie er das am Äußeren beschreibt) wäre es besser zusammenzuarbeiten und zwischen Watership Down und Efrafa eine Reihe freier, unabhängiger Gehege anzulegen. Sie würden beiden profitieren, da Woundwort keine unglücklichen Kaninchen mehr hätte, welche schwer zu kontrollieren sind. Außerdem brauchen sie nicht zu kämpfen, denn Kaninchen haben ohnehin schon genug Feinde, auch ohne unter sich noch welche zu schaffen. Hazels Vorschlag ist absolut vernünftig, vielleicht sogar noch vernünftiger als ein Friedensangebot zwischen zwei menschlichen Kriegsparteien. Menschen haben keine natürliche Feinde, Kaninchen hingegen schon und sie werden noch dazu durch Seuchen und Krankheiten weiter dezimiert, sodass sie heutzutage schon fast die Einstufung gefährdet haben. In der Hinsicht wäre es wirklich das blödeste, wenn sich Kaninchen noch gegenseitig umbringen müssten.
Woundwort überlegt kurz, sieht sogar die Möglichkeiten und verwirft den Vorschlag dann. Adams beschreibt es schön, dass er sich in dem Moment als Führer mit Visionen und Genius hätte beweisen können (als den er sich selbst sieht), doch stattdessen ist er nicht besser als ein listiger Pirat. Genau als die Sonne untergeht, sieht er nur ein Ziel vor Augen, das Blutbad für welches er hierhergekommen ist und soviel Aufwand auf sich genommen hat. Woundwort hat somit seine letzte Chance verpasst. Er verkündet Hazel, er wäre nicht hier, um Unsinn zu reden, denn sie wären nicht in der Position mit ihm zu verhandeln.  Noch im gleichem Atemzug weist er Thistle an zu Hauptmann Vervain zu gehen, der alle nach oben bringen soll.
Campion fragt, ob er Hazel töten soll. Zumindest soviel Anstand hat Woundwort noch, sodass er einen Diplomaten nicht tötet. Wenn sie ihn schon geschickt haben, um sich ihre Bedingungen anzuhören, so soll er sich auch zurückbringen. Entweder werden alle Weibchen sowie Bigwig und Blackavar draußen vor dem Gehege warten oder er wird jedem Rammler die Kehle rausreißen (ach Film, warum musstet ihr das so wörtlich nehmen).
Hazel versucht noch etwas zu erwidern, doch Woundwort ignoriert ihn bereits und es beobachtet auch keiner wie Hazel zurückhoppelt. Somit beginnt die Belagerung von Watership Down.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Watership Down Kapitel 42: News at Sunset

Plötzlich sehen sich die Kaninchen von Watership Down ihrer größten Herausforderung überhaupt gegenüber. Eingeleitet wird das Kapitel mit einem Zitat aus dem Werk Eutyphro von Platon und hat einen der zahlreichen Dialoge des Sokrates zum Inhalt. Dieser will die Unrechtmäßigkeit einer Tat beweisen, welche gegen den Willen der Götter wäre. Das kann er jedoch nur, wenn die entsprechenden Leute auf ihn hören. Etwas Ähnliches hat auch Hazel am Ende des Kapitels vor, als er Woundwort aufsucht.

Nachdem Dandelion seine Geschichte beendet hat, löst er Acorn bei der Wache ab; Hazel möchte nach Boxwood und Speedwell schauen und wie diese mit dem Graben zurechtkommmen. Ehe er jedoch in das Loch gehen kann, trifft er wieder die Maus, welche er vor langer Zeit gerettet hat. Diese fängt in der Heckensprache über alles und jeden zu reden. Wie das Wetter ist, dass ausreichend Futter da ist und macht auch eine Bemerkung darüber, dass Hazels Gruppe lange Zeit abwesend war. Sie freut sich, dass die Kaninchen das Gras kurz halten, weshalb Bigwig nachfragt, warum sie das interessieren würde. Die Maus meint in ihrem fast unverständlichen Kauderwelsch, es wäre vorteilhaft für das Vorankommen und erwähnt eher beiläufig dabei, dass jetzt neue Kaninchen da sind und es jetzt bezüglich des Grases noch besser wird.
Bigwig bemerkt gar nicht, was diese Nachricht bedeutet, weil er alles für Unsinn hält was die Maus redet und will das Thema schon auf die neugeborenen Jungen von Clover lenken. Zum Glück hört Hazel jedoch genauer zu und fragt die Maus, was das mit dem neuen Gehege und den neuen Kaninchen bedeutet. Irritiert fragt die Maus, ob er es nicht weiß und ob diese neuen Kaninchen nicht seine Freunde sind. Drängend und wissbegierig fragt er die Maus, was das zu bedeuten hat. Sie fühlt sich daraufhin eingeschüchtert und beginnt deshalb genau das zu erzählen, was sie glaubt was Hazel hören will. Plötzlich meint sie es gebe keine Kaninchen und diejenigen die hier sind würden ausreichen, weil sie ihre Freunde sind.
Hazel ist kurz am Überlegen und noch immer hält Bigwig für Blödsinn, was die Maus erzählt und will Hazel ablenken. Dieser gibt sich jedoch nicht zufrieden und bittet die Maus höflich darum ihnen als Freund zu erzählen, was er von neuen Kaninchen wüsste. Die Maus beginnt damit, er (ja ist eine männliche Maus) hätte es von einem Bruder gehört, der von einer Goldammer gesagt bekommen hätte, es wären zahlreiche neue Kaninchen in dem kleinen Kar auf der Morgenseite. Doch vermutlich ist das alles Unsinn und wenn er Unsinn redet, hält Hazel ihn vielleicht nicht mehr für einen Freund. Hazel jedoch beruhigt ihn wieder und will von der Maus wissen wo die Kaninchen sein sollen. Wieder spricht sie von dem Kar auf der Ostseite von Watership Down. Hier zahlt sich also auch Hazels scheinbar sinnlose Tat aus, eine Maus vor einem Turmfalken zu retten, denn jetzt hat die Maus sie, wenn auch unbeabsichtigt, vor den Efrafas gewarnt.
Hazel fragt Bigwig nach seinem Rat, doch der hält noch immer für Unsinn was die Maus redet, da sie alles Mögliche erzählen und es fünfmal am Tag ändern würden. Wir haben hier wieder Bigwigs Geringschätzung gegenüber schwächeren Kreaturen, die womöglich Watership Downs Untergang gebracht hätte, wenn er in einer Führungsposition gewesen wäre. Hazel jedoch will die Sache untersuchen und bittet Blackavar und Holly darum die Sache zu untersuchen. Holly ist jedenfalls guter Dinge und denkt das diese Kaninchen sich ihnen anschließen werden und sie deswegen besser hergeholt werden.
Sie sind kaum weg, da kommt Speedwell heraus und verkündet freudig, dass Clover ihren Nachwuchs bekommen hat. Drei Rammler und drei Weibchen. Hazel tadelt Speedwell sarkastisch die Nachricht nicht noch lauter herumzuposaunen, denn die Jungen und die Mutter brauchen Ruhe. Bigwig versteht die Aufregung nicht, denn keiner erinnert sich doch gerne an seine Zeit als Junges, denn da war man noch klein, nackt, taub und blind. Hazel meint jedoch, die anderen Weibchen könnten neugierig werden, weil sie bezüglich Nachwuchs ohnehin schon aufgeregt sind. Sie sollten Clover jedoch lieber nicht weiter stören, nicht das sie noch ihren Nachwuchs auffrisst. Hier zeigt sich wie sehr gut recherchiert das Buch ist, denn das ist ein Verhalten, welches gestresste Kaninchenmütter tatsächlich an den Tag legen. Ein sehr beunruhigendes und verstörendes Verhalten, welches in einer verniedlichten Kindergeschichte mit Sicherheit totgeschwiegen worden wäre.
Bigwig jedoch freut sich, dass sie endlich ein normales Leben führen können, auch wenn er noch immer manchmal träumt er wäre in Efrafa. Jedoch hat er von dort gelernt, dass es wichtig ist ein Kaninchengehege verborgen zu halten. Er würde es jedoch anders angehen als die Efrafas und stattdessen den meisten erlauben das Gehege zu verlassen, wenn sie groß genug sind. Hazel ermahnt jedoch ihn, dass er nicht gehen soll, sonst würde er ihn von Kehaar zurückzerren lassen. Er braucht ihn, um eine vernünftige Owsla aufzubauen. Bigwig ist von der Idee sehr angetan und schlägt einen Überfall auf eine nahegelegene Farm vor. Gerade jetzt, da das Getreide auf den Felder geschnitten ist, würde sich was Gutes finden lassen. Er fragt Hazel, ob er und Fiver dabei wären. Jetzt wäre die Zeit günstig, da der Mensch später die Felder verbrennen wird. Hazel jedoch will warten bis Holly und Blackavar zurück sind.
Diese kommen jedoch just in dem Moment zurück und das sehr schnell, ohne auf Deckung zu achten. Hazel bemerkt schnell, dass etwas nicht stimmt. Sie werden auch nicht langsamer als die die Löcher erreichen und Holly fängt sofort an zu Stampfen, was natürlich alle in Alarmbereitschaft versetzt. Sofort fliehen sie nach unten. Hazel will wissen, was los ist und kommt auf Holly zu. Dieser befiehlt völlig außer Atem, die Löcher zuzuschütten und jeden unter die Erde zu bringen. Hazel fragt was mit ihm los ist, ob es die Menschen sind. Holly meint jedoch, es sind Efrafas. Zunächst fragt Hazel, ob es Flüchtlinge sind, doch das ist nicht der Fall. Holly und Blackavar sind auf Hauptmann Campion gestoßen und konnten eine wesentlich größere Anzahl an Kaninchen ausmachen, ehe sie zurückgerannt sind. Woundwort ist vermutlich auch dort. Campion ist ihnen wahrscheinlich nur nicht gefolgt, weil er keine anderen Befehle hatte, sonst wäre es mit ihnen wohl aus gewesen.
Blackavar kommt wieder hervor und verkündet, sie müssten das Gehege sofort verlassen und wären wahrscheinlich weit weg, ehe die Efrafas kommen. Hazel jedoch will das nicht. Sie haben das Gehege selbst errichtet und viel dafür durchgemacht. Er will sein Zuhause nicht verlassen. Auch Bigwig ist dafür und wenn er schon sterben muss, so wird er wenigstens noch ein, zwei Kaninchen von den Efrafas mitnehmen. Hazel nimmt auch Hollys Idee auf, die Löcher zuzuschütten. Die Efrafas müssten sie ausgraben und das könnten sie unmöglich bewerkstelligen ohne elil dabei anzulocken, wenn sie so lange im Offenen sind. Vorher müssten sie aufgeben. Blackavar weist jedoch daraufhin, dass die Efrafas niemals aufgeben, er weiß das von seiner Mutter, die bei der Zerstörung von Nutley Copse dabei war. Es wäre das Beste zu gehen. Hazel sagt, er könne gehen, doch er bleibt. Noch dazu wird es unmöglich für Weibchen wie Clover sein weitzukommen, die Jungen hat und Hyzenthlay, welche auch Jungen in sich trägt. Strawberry will auch bleiben, denn er denkt El'ahrairah wird sie alle vor Woundwort beschützen. Und auch wenn er es nicht machen wird, er will trotzdem niemals zurück nach Efrafa gehen.
Sofort beginnen sie mit den Verteidigungsmaßnahmen und schütten die Löcher zu. Aufgrund der Trockenheit und Hitze ist das schwieriger als geplant. Blackberry hat die Idee sämtliche Läufe zu blockieren, welche in die Honeycomb führen. Nur Kehaars Lauf, welcher in den Wald führt wird offen gelassen. Hazel nutzt die Tatsache, dass Woundwort nichts davon weiß, dass Kehaar weg ist und gräbt einiges an Guano sogar wieder aus, um den Anschein zu erwecken, Kehaar wäre noch da.
Nach getaner Arbeit blickt Hazel traurig in den immer dunkel werdenden Himmel. Sein Gemütszustand ist sehr traurig und er fühlt sich hoffnungslos. Auch wenn er sehr entschlossen gegenüber seiner Untertanen gesprochen hat (was in der Situation auch sehr wichtig war), so weiß er dennoch, dass sie keine wirkliche Chance haben. Die Efrafas sind mit Sicherheit sehr erfahren im Ausgraben eines Kaninchengeheges und elil wird sie kaum vertreiben können. Die meisten von ihnen jagen nur um zu töten und würden höchstens ein oder zwei Kaninchen sich schnappen (und mit Wieseln und Hermelinen werden die Efrafas auch persönlich fertig). Hazel weiß jedoch, dass solche Verluste den Efrafas nichts ausmachen. Würde Woundwort getötet werden hätten sie vielleicht eine Chance, doch so lange er da bleibt, würden die Efrafas bis zum bitteren Ende durchhalten. Nichts könnte sie retten, außer eine unerwartete Katastrophe, welche die Efrafas trifft.
Hazel sieht schließlich doch noch einen Ausweg, mit Woundwort zu verhandeln und mit ihm zu einer Einigung zu kommen. Egal, was in Nutley Copse war, es muss möglich sein Woundwort zur Vernunft zu bringen. Die Efrafas können nicht gegen Kaninchen wie Bigwig, Silver und Holly kämpfen ohne selbst Verluste zu erleiden. Hazel hofft also, dass es noch nicht zu spät ist, um Woundwort von einem neuen Plan zu überzeugen, welcher für beide Gehege das beste wäre. Er weiß auch, dass er alleine gehen muss.
Er sucht Bigwig und verkündet ihm seinen Plan. Solange wie er weg ist, soll Bigwig das Oberkaninchen sein. Bigwig versucht ihn aufzuhalten, doch Hazel meint es würde nicht lange dauern und er will nur wissen was Woundwort will. So hoppelt er hinkend über die Böschung in Richtung des Kars, wobei er nach Efrafa-Patrouillen Ausschau hält.

Watership Down Kapitel 41: The Story of Rowsby Woof and the Fairy Wogdog

Hier folgt die letzte El'ahrairah-Geschichte im Buch und sie ist noch einmal mit der ganzen Brillanz und Schläue geschrieben, welche El'ahrairah bisher ausgemacht hat. Ausgerechnet hier verwendet Adams einen Psalm. Dieser spricht davon, dass Gott verwegene Übeltäter bestrafen soll, welche das Volk Israel bedrohen. Sie sollen daran zu erkennen sein, dass sie wie Hunde grinsen und jeden Abend in den Städten herumlaufen. Der Herr soll sie bestrafen. Ich verstehe nicht ganz was Adams' Intention hier ist. Vielleicht bezieht sich der Psalm auf Rowsby Woof, welcher auch ein ziemlich übles Wesen ist und hier praktisch mit Spott und Hohn überhäuft wird. Schwierig zu sagen.

Für die Kaninchen von Watership Down sind es zunächst positive Tage. Es sind die Hundstage und die Kaninchen können es sich erlauben den größten Teil des Tages faul in der Sonne zu liegen. Ihrem Gehege geht es besser als je zuvor. Die Weibchen dürfen endlich graben, was sie mit großer Freude erfüllt. Gerade Hyzenthlay und Thethuthinnang gestehen gegenüber Hazel ein wieviel Unzufriedenheit und Unglücklichkeit in Efrafa ausgelöst wurde, weil ihnen nicht erlaubt wurde zu graben. Das dürfte doch jetzt langsam jegliche Negativdarstellung der weiblichen Kaninchen endgültig wiederlegen, denn ganz offensichtlich gefällt den Weibchen das Graben und es ist ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens und Ausdruck ihrer Freiheit. Dazu werden Clover und Haystack wohl die ersten Jungen bekommen und können von sich behaupten die Baue für ihre Jungen selbst ausgehoben zu haben.
Blackavar und Holly werden gute Freunde und führen einige Patrouillen durch, wobei sie ihre Erfahrungen hinsichtlich Fährtenlesen und Erkunden austauschen. So können sie Silver zu einem kleinem Unternehmen überreden und plündern in einem Gemüsegarten nahe Kingsclere. Besonders stechen dabei Blackavars Fähigkeiten hervor Dinge zu bemerken und sofort Entscheidungen zu treffen aus dem Nichts, sodass es fast so wirkt als könne er sich unsichtbar machen. Aufgrund der Verstümmelung seiner Ohren ist sein Gehör jedoch auf Lebenszeit eingeschränkt.
Auch zwischen den Rammlern läuft alles halbwegs gut. Obwohl es sechzehn von ihnen gibt und nur zehn Weibchen kommt es nur vereinzelt zu Auseinandersetzungen und die sind nie ernsterer Natur, weil sich jeder darauf besinnt, was sie durchgemacht haben, um jetzt hier zu sein. Bluebell meint zudem, jeder, der unzufrieden ist, kann ja zurück nach Efrafa gehen, was natürlich keiner will.
Die Situation ist so perfekt, sodass Hazel in seiner Position als Oberkaninchen sich fast überflüssig vorkommt. Dann jedoch konfrontiert Holly ihn mit einem Problem, welches er noch nicht bedacht hat, den Winter. Jedoch ist die sommerliche Idylle kaum der Ort und die Zeit um an den Winter zu denken. Hazel hat jedoch sofort einige Ideen. So könnten sie noch tiefer graben und zudem einige Löcher blockieren. Und auch wenn es schwer ist im Winter an Gras zu kommen, so könnten sie es immer noch wagen zusammen mit Holly einen Gemüsegarten zu überfallen. Hazel jedenfalls würde sich damit zufrieden fühlen unter der Erde zu schlafen, Bob-Stones zu spielen und Geschichten zu hören.
Das ist für Fiver der günstige Anlass von Dandelion eine weitere Geschichte zu hören. Zunächst erfahren wir, dass es Bigwigs Flucht aus Efrafa schon in den Kanon geschafft hat, denn Fiver schlägt diese als erste vor. Dandelion hat sie "Woundwort Dismayed" genannt, doch er behält es Bigwig vor diese zu erzählen. Deshalb will Dandelion lieber ein Geschichte mit der Winter-Thematik erzählen, eine, die er bisher nur gehört und noch nie selbst erzählt hat: die Geschichte von Rowsby Wood und dem Fairy Wogdog.

Diese spielt nach dem Erlebnis von El'ahrairah mit dem Schwarzen Kaninchen von Inlé, denn El'ahrairahs neue Schnurrharre werden erwähnt, welche voller Frost sind. Es ist ein harter Winter, sowohl für die Kaninchen als auch für alle anderen Tiere. Die Kaninchen können nur schales Gras essen. Deshalb schlägt Rabscuttle vor, wieder einmal eine riskante Unternehmung zu wagen. In einem Dorf nahe ihres Geheges gibt es einen großen Garten voller Gemüse. Dieser ist der größte der Gegend und wird von einem Mann betrieben, welcher das Gemüse regelmäßig erntet und wegfährt. Umgeben ist der Garten von einem Drahtzaun und der Mann hat ein Gewehr mit dem er häufig Vögel erschießt und aufhäng, die in den Garten gelangen. Dazu wird der Garten von einem schlimmen Hund bewacht, Rowsby Woof. So gesehen ist die Unternehmung ein großes Risiko für El'ahrairah.
Der Hund ist vermutlich ein Puli, da er an jeder Stelle Fell hat, sogar um die Augen und ist das bösartigste, widerwärtigste, verachtenswerteste Vieh, welches jemals einem Menschen gehört hat. Keinem einzigen Tier gönnt er auch nur ein Gemüsestück, obwohl er kein Gemüse frisst. Er hält nicht nur andere Menschen fern, sondern tötet kleinere Tiere, welche dem Gemüse zu nahe kommen. Sobald sich jemand auch nur nähert, fängt er zu Bellen an, sodass schon viele Kaninchen allein deswegen gewarnt wurden und entkamen. Außerdem rühmt er sich damit der größte Rattenfänger allerzeiten zu sein und auch sein Herrchen hat damit schon angeben, sodass Rowsby Woof sehr selbstzufrieden geworden ist. Am liebsten frisst er rohes Fleisch, weshalb er einfach zu riechen ist. Dennoch ist der Gemüsegarten ein gefährlicher Ort.
An der Stelle haben wir ein schönes Beispiel wie die Kaninchen Hunde einschätzen. Sie sind als Raubtiere besonders verachtenswert, weil sie sich so sehr an den Menschen gewöhnt haben. In gewisser Weise bilden sie keine große Gefahr, da sie einfach wahrzunehmen sind, doch da sie meistens die Gemüsegarten bewachen sind sie ein Ärgernis. Auch der Rest der Geschichte zeigt wie verächtlich und geringschätzig die Kaninchen die Hunde halten.
So kommen auch El'ahrairah und Rabscuttle zum Garten, wo sie bereits den Mann und Rowsby Woof sehen. Natürlich hat der Mann wieder eine Zigarette, wodurch er automatisch zu den "bösen" Menschen gehört, also diejenigen, die eine Gefahr für die Kaninchen sind, doch das verwundert bei dieser Geschichte kaum. Sie beobachten jedenfalls, wie er das Gemüse in das Haus bringt. Rabscuttle fragt was er da macht und El'ahrairah erklärt ihm, er würden den Frost aus dem Gemüse entfernen. Das erfüllt mit Rabscuttle mit sehnsüchtigem Verlangen nach dem Gemüse, denn er würde gerne wieder frisches Gemüse essen.
Anschließend wagen sie einen Versuch, weil der Mann und Rowsby Woof am anderen Ende des Gartens sind. Doch Rowsby Woof nimmt sie sofort wahr und jagt sie sofort davon. El'ahrairah ist darüber wütend und schwört noch vor Ende des Winters den Kohl im Haus zu fressen und Rowsby Woof dabei wie einen Idioten aussehen zu lassen. Rabscuttle ist davon nicht wirklich begeistert, den nach allem was sie durchgemacht haben, wäre es doch unsinnig für einen Kohlkopf sein Leben wegzuwerfen. Doch El'ahrairah will wie immer auf seinen Moment warten.
Am nächsten Tag findet Rabscuttle zufällig eine Verpackung, welche von einem Auto fällt. Er ist jedoch enttäuscht darin nur Fleisch vorzufinden und nichts Pflanzliches. Als El'ahrairah davon erfährt, bittet er Rabscuttle ihn dorthin zurückzuführen und sie vergraben das Fleisch zunächst. Rabscuttle will wissen, was es bringen wird, doch El'ahrairah weiß es noch nicht, er wird sich jedoch etwas überlegen lassen.
Auf dem Rückweg finden sie ein Radkappe, welche sich von einem Auto getrennt hat und beißen ein Stück ab. Das furchtbar riechende Ding bearbeitet El'ahrairah die ganze Nacht und formt es zu einer großen Hundeschnauze. Sie kehren wieder zurück zu dem Gemüsegarten, wobei El'ahrairah die selbst gebastelte Hundeschnauze in jedes noch so übelriechende Zeug auf dem Weg tunkt. Hazel erspart uns dabei genauere Details. Sie graben das Fleisch wieder aus und Rabscuttle bringt es mühsam zu dem Gemüsegarten. Dort bemerken sie zunächst, dass der Mann nicht zuhause ist. Im Vorgarten gehen sie zu einem Zaun, welcher den hinteren Teil abtrennt. Dort sehen sie auch Rowsby Woof. Direkt neben dem Zaun ist die Küchentür und daneben ein kleines Loch, welches der Mann dazu verwendet, Wasser nach draußen zu schütten. Dieses ist mit einem kleinen Tuch abgedichtet.
El'ahrairah fängt kurz darauf an in einer tiefen Stimme Rowsby Woof zu rufen und gibt sich als ein Bote der Königin Dripslobber (Was soviel bedeutet wie Speichelgeiferer) aus, welche weit im Osten ihren Palast hat. Beschrieben wird es als ein Ort, wo überall Aas liegt und Dung und die Abwässer offen sind. Hier wird wieder die negative Sichtweise der Kaninchen auf Hunde deutlich, denn sie stellen sich Hunde als Wesen vor, welche die übelsten Gerüche auf der Welt als das Paradies sehen. Rowsby Woof jedenfalls wird neugierig und kommt näher. El'ahrairah verkündet ihm, sein Ruf als Rattenfänger hätte sich herumgesprochen. und er bittet Rowsby Woof näher zum Zaun zu kommen. Dort steckt El'ahrairah die präparierte Gumminase durch die Öffnung und er verkündet er sei der Fairy Wogdog. Rowsby Woof riecht an der übel riechenden Nase ist jedoch hin und weg von dem Geruch, denn es ist verweste Katze und sogar Kamel. Wieder verbindet Rowsby Woof also üble Gerüche mit etwas Besonderem und sogar Aristokratischem. Interessant, dass hier ein Kamel erwähnt wird. Nur durch Zoos und Zirkus können Kaninchen von Kamelen wissen und natürlich weiß keiner der hier Anwesenden was es ist, doch irgendwie ist es in die Folklore gelangt.
El'ahrairah verkündet Rowsby Woof, Königin Dripslobber hätte ihn auserwählt, ihn persönlich zu treffen, doch zuerst muss er sich als würdig erweisen. Der Fairy Wogdog hätte ihm Fleisch mitgebracht, welches sich am anderen Ende des Gemüsegartens befindet. Er soll essen, währenddessen bewacht der Fairy Wogdog das Haus. Für Rowsby Woof ist ein Test in Sachen Vertrauen. Rowsby Woof zögert, weil sein Herrchen ihm befohlen hat das Haus zu bewachen und sofort verkündet El'ahrairah weiterzuziehen in das nächste Dorf, wo es auch einen Hund gibt. Rowsby Woof bittet ihn jedoch sofort darum, ihn nicht zu verlassen und er wird ihm vertrauen. Als er geht, um das Fleisch zu essen. Rabscuttle fragt, ob sie jetzt in das Haus gehen, doch El'ahrairah hält das für ein falsches Spiel und meint sie würden wirklich das Haus bewachen.
Als Rowsby Woof zurückkehrt, verkündet El'ahrairah er würde jetzt zu der Königin zurückgehen und ihr sagen, dass sich Rowsby Woof als vertrauenswürdig erwiesen hat. Sie wird selbst nach ihm senden, um ihn zu ehren. Deshalb soll er nächste Nacht an den Kreuzwegen warten, denn dort wird sie entlangkommen, wenn sie das Wolffestival des Nordens besucht. Rowsby Woof ist schon ganz aufgeregt und er freut sich besonders auf die Aussicht sich vor ihr im Dreck zu winden und zu erniedrigen. Er wird sich für sie komplett zum Sklaven machen und als wahrer Hund erweisen. Hier schwingt eine deutliche Kritik der Kaninchen an dem unterwürfigen Verhalten der Hunde gegenüber dem Menschen mit. Die Kaninchen bringen so erneut ihre Verachtung den Hunden gegenüber zum Ausdruck, denn sie glauben deren größte Leistung ist es, sich zu einem willfährigen Diener zu machen und im Staub zu kriechen.
Am nächsten Abend kommen Rabscuttle und El'ahrairah wieder zurück. Als Fairy Wogdog verkündet El'ahrairah, dass die Königin jetzt auf dem Weg ist. Sie hat auch zwei Begleiter Postwiddle und Sniffbottom. Ich glaube ich muss die Namen nicht übersetzen, sie sprechen für sich und zeigen ein weiteres Mal wie wenig die Kaninchen von den Hunden halten. Rowsby Woof soll gehen, doch es könnte dauern bis die Königin kommt und er solle geduldig sein. Er verkündet wieder, das werde er tun und ihr Bettler sein, ihr Idiot. Das drückt gut aus wie Hunde in den Augen der Kaninchen ihre Ziele erreichen, durch Kriecherei und Unterwürfigkeit.
Als Rowsby Woof weg ist gehen El'ahrairah und Rabscuttle sofort durch die Öffnung neben der Hintertür in das Haus. Sie finden in der Küche ziemlich schnell das Gemüse und den Kohl und fressen sofort los. An der Kreuzung jedoch kommt nach einiger Zeit das Herrchen von Rowsby Woof entlang und ist überrascht seinen Hund hier vorzufinden. Er fragt verblüfft, was er hier zu suchen hat und entscheidet nach einiger Zeit, dass sich sein Hund so sehr gefreut hat, sodass er auf ihn zugekommen ist, um ihn willkommen zu heißen. Zusammen gehen sie nach Hause, doch Rowsby Woof will nicht. Sein Herrchen muss deshalb eine Leine verwenden und nimmt ihn mit nach Hause.
Rabscuttle und El'ahrairah bemerken die Ankunft der beiden gerade noch rechtzeitig und können sich hinter einigen Körben verstecken. In seiner Verwirrung nimmt Rowsby Woof auch nicht den Kaninchengeruch wahr. Der Mann jedoch versperrt ihren einzigen Fluchtweg und bringt das Tuch wieder an.
Schließlich geht der Mann ins Bett, lässt jedoch Rowsby Woof im Haus, weil es zu kalt ist. Dieser will noch immer die Königin treffen und kratzt an der Tür und winselt, dann jedoch schläft er ein. El'ahrairah muss wieder zu einer List greifen und gibt sich erneut als Fairy Wodog aus. Rowsby Woof erzählt ihm, was an der Kreuzung passiert ist und das er die Königin nicht getroffen hat. Das wäre jedoch nicht so schlimm, denn die Königin ist gar nicht gekommen, weil sie schreckliche Neuigkeiten vernommen hat. Er selbst ist hier zu seinem eigenen Risiko und nur, weil er sein Freund ist. El'ahrairah warnt Rowsby Woof vor einer tödlichen Seuche, welche dessen Herrchen befallen wird. 
Einer der zahlreichen bösen Geister aus dem Osten hat sich aufgemacht, um sie heimzusuchen und zwar der schlimmste von allen, der Rattengeist von Sumatra. Ich denke das ist eine sehr bildhafte Umschreibung der Pest, welche auch aus dem Orient eingeschleppt wurde durch Ratten und auch für Hunde gefährlich war. Dieser Rattengeist jedenfalls will ihre edle Königin bekämpfen und benutzt dazu Gift, Seuche und List. Er sendet seinen Rattengobline aus, welche die Krankheit tragen. Er konnte die Königin warnen und blieb hier, um ihn zu warnen, denn die Seuche wird zwar nicht ihn umbringen, aber sein Herrchen. 
Rowsby Woof will umgehend wissen wie er die Seuche besiegen kann. Dafür gibt es einen Zauberspruch. Rowsby Woof muss viermal um das Haus rennen und laut bellen, sodass die Krankheit nicht wirken kann. Das geht jedoch nicht, wenn er eingesperrt ist. Rowsby Woof schreitet sofort zur Tat und bellt so laut er kann. Fluchend wacht der Mann auf und schaut erst durch das Fenster nach Dieben, anschließend nimmt er sein Gewehr und öffnet die Tür. Rowsby Woof springt sofort heraus und rennt um das Haus. Der Mann folgt ihm. Schnell verlassen El'ahrairah und Rabscuttle das Haus und sie bleiben nur kurz im Feld stehen, um zu beobachten wie der Mann Rowsby Woof hinterherrent und ihm befiehlt stehenzubleiben. El'ahrairah verkündet spöttisch er wäre so nobel gewesen sein Herrchen zu retten und hätte sie damit alle gerettet. Anschließend kehren sie zu ihren Bauen zurück.
Im Gegensatz zu König Darzin realisiert Rowsby Woof nie, dass er von El'ahrairah hereingelegt worden ist. Dennoch vergisst er nie die Nacht, wo er auf die Königin gewartet hat. Zwar stellte sich das als Enttäuschung heraus, doch er ist damit zufrieden sein Herrchen vor dem bösen Rattengeist gerettet zu haben. 

Montag, 2. Januar 2017

Watership Down Kapitel 40: The Way Back

Dieses dürfte eines meiner Lieblingskapitel sein, weil Blackavar so prominent in den Vordergrund gerückt wird. In gewisser Weise wird wieder einmal das Vertrauen von Hazel und Bigwig in jemand anderen auf die Probe gestellt und dieses Mal sorgt ihr Vertrauensdefizit für Verluste. Dazu passt das Zitat von Walter de la Mare aus seinem Werk Madame Hickory, welche auch eine Warnung von außen für Hirngespinste hält und nicht bemerkt, dass tatsächlich ein Wolf vor ihrer Türe steht.

Das Kapitel beginnt mit dem Tod von Thrayonlosa, dem Weibchen, welches sich bei der Brücke verletzt hatte. Sie ist von Thethuthinnang in der Nacht weggegangen, weil sie wohl gemerkt hat, dass sie sterben wird. Somit haben wir hier den ersten Verlust eines Kaninchens unter der Führung von Hazel zu beklagen. Es ist schon eine beachtliche Leistung, dass Hazel bisher jedes Kaninchen aus seiner Gruppe zusammenhalten und beschützen konnte. Ich frage mich wieviele Leser, die durch unüberdachte Kritiken wie "ein Film, wo die Kaninchen reihenweise niedergemetzelt werden" überrascht sind, dass im Buch bisher keiner aus Hazels Gruppe gestorben ist. Thrayonlosa wäre jetzt die erste, doch es wäre auch ein Stück zu unrealistisch, wenn diese verrückte Flucht aus Efrafa und dann mit dem Boot komplett ohne Opfer geblieben wäre. Es sind am Ende immer noch Kaninchen, Geschöpfe, die sich sovielen Gefahren tagtäglich gegenübersehen und der Ton des Buches ist doch ernster und düsterer als eine normale Kindergeschichte, wo alle Kaninchen überlebt hätten.
Thethuthinnang ist untröstlich, denn sie hat Thrayonlosa ausgewählt, weil sie stark und gescheit gewesen ist. Die Nachricht wirkt auch auf alle anderen deprimierend. Zwar hatten sie unglaubliches Glück aus Efrafa zu entkommen, und ohne Bigwig und Silver und ganz besonders ohne Kehaar hätten sie es niemals geschafft. Jetzt jedoch ist Bigwig verwundet und Kehaar wird sie bald verlassen. Sie können sich hier auch nicht ausruhen, denn der Ort ist ungastlich für Kaninchen, da er wie schon die anderen Gebiete am Fluss viel zu nass ist. Noch dazu sind sie sehr nach an einer viel befahrenen Straße und die Geräusche machen die Kaninchen nervös.
Auch Blackberry ist der Meinung, als Hazel ihn um Rat fragt, so schnell wie möglich weiterzuziehen, denn die Menschen werden mit Sicherheit auch bald das Boot bemerken. Hazel schaut sich um nach einer Stelle von der sie aus am besten weitergehen können und trifft auf Kehaar, welcher nach einigen Schnecken sucht. Es ist Zeit Abschied zu nehmen, denn Kehaar hat seine Aufgabe getan. Hazel bedankt sich bei ihm und meint, ohne ihn hätte sie das nie geschafft, da er Bigwig letzte Nacht gerettet hat. Kehaar ist noch immer überrascht, dass Woundwort gegen ihn kämpfen wollte. Anschließend warnt er sie auch, dass bald die Menschen kommen werden und fragt was sie jetzt machen. Hazel meint, sie würden zurückgehen zu ihrem Gehege. Kehaar verkündet, er fliegt zum Großen Wasser. Doch es soll für sie kein Lebewohl sein, denn Kehaar verkündet er würde im Winter wieder da sein, wenn es zu ungemütlich auf dem Großen Wasser ist. Bigwig hofft, dass er es nicht vergessen wird und so plötzlich zu ihnen kommt, wie er die Efrafas überrascht hat. Kehaar verspricht spaßig, dass er alle Mütter und Kinder erschrecken wird und die kleinen Bigwigs. Anschließend erhebt er sich in die Lüfte, dreht eine kleine Runde und fliegt mit lautem Kreischen davon. Bigwig hat ein paar tolle Abschlussworte über ihn: "'Oh fly away, bird so white', said Bigwig. "You know, he made me I could fly too. That Big Water! I wish I could see it.'"
Als Hazel sich genauer umschaut bemerkt er das erste Mal einen kleinen Garten und einen Mann, der sie beobachtet. Sofort flüchten sie ins Unterholz. Bigwig vermutet dieser hat sie beobachtet, weil er befürchtet die Kaninchen würden über seinen Garten herfallen und Hazel glaubt, das würde auch passieren, wenn sie noch länger hierbleiben und die Anderen auf dumme Gedanken kommen. Sie brechen sofort auf. Ob dieser Mann jedoch wirklich finstere Gedanken bezüglich der Kaninchen hatte mag ich zu bezweifeln, denn dieser hat keine Zigarette im Mund. Vermutlich hat dieser sich eher gewundert, was eine Möwe mit einer Schar Kaninchen zu schaffen hat.

Es ist ein harter Rückweg für sie mit dem angeschlagenen Bigwig und auch Hazel macht sein Hinterlauf noch immer zu schaffen. Außerdem sind die Efrafa-Weibchen das Leben als hlessil nicht gewohnt. Das ist jetzt die Stunde von Blackavar, denn er beweist seine Nützlichkeit immer wieder aufs Neue, sodass Hazel ihm bald genauso sehr vertraut wie seinen alten Freunden.
Sowieso steckt in Blackavar mehr als der gedemütigte und misshandelte Gefangene den Bigwig aus Mitleid aus Efrafa mitgenommen hat. Er ist durchaus fähig und besser als gewöhnliche Kaninchen. Seine Geschichte ist auch interessant, denn er ist der Sohn eines Efrafa-Hauptmanns und einer Gefangenen aus Nutley Copse (also dem Gehege, welches Woundwort mit den Efrafas angegriffen hatte). Sein Vater wurde bei einer Weiten Patrouille getötet und es war immer Blackavars Wunsch in seine Fußstapfen zu treten, doch er hat durch seine Mutter auch eine gewisse Abneigung gegenüber Efrafa mitbekommen. Das äußerte sich darin, nicht sein volles Können in den Dienst von Efrafa zu stellen. So wurde er von Hauptmann Mallow zwar als Kandidat für die Owsla vorgeschlagen, doch seinem Mut und seiner Ausdauer stand seine Distanziertheit gegenüber, weshalb der Rat sich für Avens entschied als Junioroffizier für Chervil  (der damals anscheinend noch das Right Flank Mark leitete, ansonsten handelt es sich hier um einen Fehler) zu dienen und nicht für Blackavar. Blackavar war sich sicher, dass er aufgrund seiner Abstammung nicht aufgenommen wurde, was vermutlich auch stimmt. Somit ist also bewiesen, dass es auch eine Art Rassismus in Efrafa gegeben hat. Und das ist zwar Wunschdenken, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Bigwigs Flucht niemals geklappt hätte, wenn Blackavar in der Owsla gewesen wäre, denn er hätte sich vermutlich nicht so leicht täuschen lassen wie Avens.
Blackavar war es dann auch, der die unzufriedenen Weibchen dazu geraten hat vor den Rat zu treten. Hätte der Rat ihnen erlaubt zu gehen, hätten sie später gefragt, ob Blackavar mit ihnen hätte mitgehen dürfen. Doch da es nie dazukam, entschied Blackavar zu fliehen. Zuerst hatte er auch die Idee die Weibchen mitzunehmen, doch ihm fehlten dafür die Nerven aufgrund der Belastung durch die Gefahren und geheimen Verschwörungen und so unternahm er einen eigenen Fluchtversuch, der schiefging. Die Bestrafung hat seinen lebhaften Geist fast zum Erlöschen gebracht und so war er das Häufchen Elend auf welches Bigwig getroffen ist. Erst dessen Nachricht hat seine Lebensgeister wieder erwecken lassen und somit war er bereit für einen weiteren Fluchtversuch.
In der jetzigen Situation kann er seine Erfahrung als gut ausgebildeter Efrafa zum Einsatz bringen. Er hört zwar auf alles was ihm gesagt wird, doch er äußert immer wieder Ideen und Vorschläge wie sie alle zusammenbleiben können und hält nach Gefahren ausschauen. Hazel nimmt diese meistens an, doch Blackavar schaut eher zu Bigwig auf dessen Rettung er verdankt. Bigwig jedoch ist auch dafür das, dass sich Blackavar in seinem aufopferungsvollen Eifer nicht überschätzt.

Eines Abends erreichen sie einen kleinen Hain, wo sich die Mehrheit dafür entscheidet kleine Kratzer anzulegen und ein paar Tage zu bleiben, um sich zu erholen. Fiver jedoch ist sich unsicher, denn er spürt eine Gefahr, kann sie jedoch nicht genau beschreiben. Für Hazel müsste das eigentlich Grund genug sein weiterzuziehen, doch er überzeugt eher Fiver zu bleiben, denn sie würden die anderen womöglich kaum zum Weiterziehen bewegen zu können. Der Grund ist einfach. Die meisten der Weibchen sind bereit für die Begattung und deshalb wollen die Rammler kurz in ihrer gewohnten Umgebung verweilen. Fiver gibt sich mit dieser Erklärung zufrieden - er selbst hat sich in ein Weibchen mit dem Namen Vilthuril verguckt - denn irgendwo müssen Kaninchen Kaninchen bleiben.
Blackavar jedoch hat auch einige Einwände dagegen als er von einer Erkundung zusammen mit Dandelion zurückkommt. Das hier wäre Fuchsgebiet. Darüber ist Bigwig aufgebracht - aufgrund seiner Schulter befindet er sich noch immer in einem mürrischen Zustand - und hält Blackavars Vorschlag für Wichtigtuerei auf Kosten anderer. Sie würden einen anderen Ort erreichen, wo es bestimmt sicherer wäre, und somit könnte Blackavar behaupten sie vor einer Gefahr gerettet zu haben, die vermutlich gar nicht existiert hat. Bigwigs eigene Unzufriedenheit über das die Art der Efrafas kommt hierbei durch und er hält Blackavars gute Künste im Fährtenlesen für einen Bluff. Bigwig fragt ihn also scharf, warum das hier mehr Fuchsgebiet sein soll als anderswo. Blackavar antwortet leider auf die schlechtmöglichste Art und meint er wisse es nicht genau, sondern hätte nur einen starken Eindruck gehabt. Bigwig vergisst sich völlig und fragt, ob er hraka des Fuchses gesehen hat oder dessen Geruch aufgenommen hat oder ob es ihn kleine, grüne Mäuse unter einem Pilz vorgesungen hätten. 
In dem Moment hat Bigwig völlig vergessen, dass das letzte Mal als er auf jemanden mit einem ähnlichen Rat nicht gehört hat, fast von einer Schlinge getötet worden wäre. Blackavar fühlt sich verletzt, denn Bigwig ist der letzte, den er vor dem Kopf stoßen will. Er meint nur, er hätte kein hraka gesehen oder einen Geruch wahrgenommen, doch hier hätte er mit den Patrouillen öfters Füchse gesehen. Bigwig unterbricht ihn jedoch und fragt Dandelion, ob der einen Fuchsgeruch wahrgenommen hätte. Dandelion verneint das, hebt jedoch auch noch einmal Blackavars Künste im Fährtenlesen hervor, wovon er wesentlich mehr versteht als er und sagt, Blackavar hätte ihn etwas gefragt. Bigwig unterbricht jedoch jetzt auch Dandelion und meint so könnten sie nicht weitermachen. Er weist Blackavar daraufhin, dass sie im Sommer bereits alles mögliche Gelände durchquert hätten und dabei nicht ein Kaninchen verloren haben. Blackavar jedoch findet nur die Idee mit den Kratzern schlecht, denn neugegrabene Kratzer können leicht gefunden werden und Graben ist außerdem noch in weiter Entfernung zu hören. Jetzt schreitet Hazel ein und stellt sich auf die Seite von Blackavar. Bigwig solle ihn nicht weiter tyrannisieren. Hazel entscheidet sich jetzt dafür, Blackavars Rat zwar anzunehmen, doch sie alle sind so erschöpft und die Gefahren sind so groß auf ihrem Rückweg, sodass Hazel sich dafür entscheidet, dass sie alle hierbleiben.
So bleiben sie hier und nach einer Nacht unter der Erde geht es auch den meisten besser. Es gibt die ersten Paarungen, Hazels Hinterlauf geht es besser und auch Bigwig kommt langsam wieder zu sich. Am nächsten Morgen kommt Bluebell zu Hazel und meint er könne Kaninchen im Wind riechen. Er denkt es ist Holly und sagt ein lustiges Gedicht auf, welches Hazel vervollständigt:
"A rabbit's sneeze on the morning breeze sets homesick hearts aglow -" "Sitting with his romp in a chicory clomp and longing for a nice plump doe."
Bluebell meint jedoch das stimme gar nicht, denn Holly hätte zwei Weibchen da oben. Hazel jedoch ist noch immer skeptisch, denn es sind Stallkaninchen und diese werden sich ihnen womöglich nie vollständig anpassen können. Clover wäre immer noch viel zu ängstlich. Anders sieht es mit den Efrafa-Weibchen aus, die zwar ihr Leben lang bewacht wurden, doch jetzt da sie in Freiheit leben sich schnell anpassen. Hazel und Bluebell beobachten zwei von ihnen. Plötzlich springt jedoch ein Fuchs aus dem Gebüsch und schnappt sich eines der Weibchen. Sofort werden alle anderen alarmiert und suchen Deckung. Zufällig landet Blackavar bei Hazel, doch anstatt einem "Ich habe es euch gesagt" bedauert er nur das arme Weibchen und meint das läge daran, weil sie in Efrafa nie mit wirklichen Gefahren zu tun hätten, sodass ihre Instinkte nicht so stark ausgeprägt sind. Es war ein Fehler mit dem Wind so nahe bei dem Gebüsch zu silflayen.
Blackavar meint jedoch auch sie hätten Glück im Unglück, wenn nicht gerade zwei Füchse hier sind, denn jetzt hat der Fuchs etwas zu Fressen und sie hätten Zeit genug von hier zu verschwinden. Es ist ein sehr kalter Gedanke und er fühlt sich durchaus abstoßend an, doch hier wird wieder deutlich, dass Kaninchen mit anderen Problemen zu kämpfen haben als wir Menschen. Denn der Tod eines Kaninchen sichert das Leben der ganzen Gruppe, da Füchse nie töten, wenn sie nicht auf der Jagd sind.
Sie brechen sofort danach auf und erst nach einer dreiviertel Meile haben sie das Gefühl halbwegs in Sicherheit zu sein. Bigwig versucht Blackavar klarzumachen, dass er Recht hatte, doch der reagiert sehr sonderbar. Zunächst fragt er was es ist und als Bigwig ihm sagt, er hätte den Fuchs vorhergesehen, meint Blackavar nur, es wäre Pech und wie hätten sie es wissen können. Bigwig ist sichtlich verblüfft, doch Hyzenthlay kann ihm erklären was los ist. Dies ist ein Teil der Behandlung in Efrafa, denn jeder Ratschlag, der nicht angenommen wurde ist sofort vom jeweiligen Kaninchen und auch allen anderen zu vergessen. Als Hazel entschieden hat zu bleiben, hat Blackavar somit niemals den Rat mit dem Fuchs gegeben und diesen auch sofort wieder vergessen. Kaninchen sind in der Hinsicht anscheinend wesentlich besser dran als die Menschen. Das kann ich mir gut vorstellen, weil es sie vor schwerwiegenden Traumata, welchen sie aufgrund beständiger Gefahren ausgesetzt sind, beschützt. Efrafa hat das ganze wahrscheinlich sogar noch verfeinert und Blackavar hat Efrafa noch nicht überwunden. Verblüfft fragt Bigwig, ob Hyzenthlay so ähnlich denkt, weil sie auch eine Efrafa ist. Doch sie hat nur eine Antwort darauf, sie wäre ein Weibchen. Das kann alles bedeuten: der Rat von Weibchen wird nie angenommen in Efrafa oder auch, dass Weibchen ein besseres und sensibleres Gedächtnis haben als die Rammler.
Jedoch hat das Nichtbeachten von Blackavars Rat und auch dem von Fiver ihnen wieder ein Kaninchen gekostet. Thrayonlosa war noch ein Unfall, doch dieses Weibchen ging verloren, weil Hazel und Bigwig kein Vertrauen in einen Ex-Efrafa setzen wollten.

Sie erreichen schließlich wie der Caesar's Belt und kommen auch an dem Punkt vorbei, wo Dandelion ihnen die Geschichte von El'ahrairah und dem Schwarzen Kaninchen vorgelesen hat. Bigwig ist wegen des verlorenen Weibchens noch immer aufgebracht, er denkt es wäre der gleiche Fuchs. Hazel versucht ihn zu beruhigen, denn die anderen Weibchen denken noch immer er wäre El'ahrairah, weil er sie aus Efrafa herausgebracht hätte und auch Hazel kommt zu dem Resultat, dass es unmöglich gewesen wäre ohne Verluste zurückzukehren. Bis jetzt hätten sie auch nur zwei Weibchen verloren. Für den Moment sollten sie jedoch weitergehen, dann können sie die Honeycomb noch heute erreichen, Bigwig solle den Fuchs einfach vergessen.
Plötzlich werden sie jedoch von vier Kaninchen überrascht, die vor ihnen auftauchen und Hazel fragt wer sie sind. Auch Blackavar ist nahe bei ihnen und er hält ein Weibchen von der Flucht ab, als dieses die Kaninchen sieht. Bigwig soll es Hazel sagen auf Vorschlag des Fremden. Hazel kann erkennen, dass es Efrafas sind, weil sie markiert sind, und fragt ob es Woundwort wäre. Blackavar korrigiert ihn, es wäre Hauptmann Campion. Hazel redet mit Campion und sagt, er wisse nicht, ob sie ihm schaden wollen, doch es wäre besser seine Patrouille würde sie in Ruhe lassen, denn sie sind fertig mit Efrafa. Campion sieht das jedoch überhaupt nicht so, und er fordert Hazel auf ihm das Weibchen zu überlassen sowie alle anderen.
In dem Moment kommen Silver und Acorn herbei zusammen mit Thethuthinnang. Auf einen Befehl von Silver hin, schickt er Thethuthinnang fort und stellt sich zu Hazel. Er verkündet, die natürlich erfundene, Nachricht er hätte den weißen Vogel informiert. Der Bluff verfehlt nicht seine Wirkung und die Efrafa-Kaninchen schauen ängstlich in den Himmel. Hazel meint es wäre Unsinn was Campion sagt, denn sie wären bereits jetzt in der Überzahl und es würden noch mehr von ihnen kommen.
Campion bemerkt es und das er zum ersten Mal in seinem Leben unüberlegt und hektisch gehandelt hat. Als er nur Bigwig und Hazel gesehen hat sowie dahinter Blackavar und das Weibchen so hat er gedacht sie wären allein und hat sich ihnen entgegenstellt, damit er dem Rat etwas vorweisen kann. Ausgerechnet hier kommt ihm das Efrafa-Training in die Quere, denn diese sind es gewohnt sich geschlossen im offenen Gelände zu bewegen und nicht so verstreut wie jetzt Hazels Gruppe. Seine Hoffnung war es gewesen Bigwig, den er besonders verachtet und Blackavar anzugreifen, vielleicht sogar zu töten und das Weibchen mit zurückzunehmen. Er hat sich für die offene Konfrontation entschieden, in der Hoffnung die Rammler würden sich ergeben, sodass es leichter wäre sie zurückzubringen. Doch jetzt da immer mehr Kaninchen kommen ist sein Plan zunichte gemacht hat. Hier bemerke ich auch wieder, dass Campion noch eines der sympathischeren Kaninchen von Efrafa ist. Ihm ist ein Hinterhalt zu feige und er würde die Rammler lieber lebend als tot zurückbringen. Bei einem Chervil sähe das vermutlich ganz anders aus.
Campion droht ihm, dass noch mehr Kaninchen kommen. Die Weibchen sollen zu ihm, sonst werden alle hier getötet. Hazel lässt sich darauf ein und sagt zu Campion er solle die anderen bringen. Campion bleibt jedoch ruhigstehen, auch als immer weitere aus Hazels Gruppe zu ihnen kommen. Hazel droht ihm sich lieber nicht einzumischen, sondern zu bleiben wo er ist. Derweil weist er Blackberry und Silver an, die Weibchen wegzuführen.
Blackavar jedoch hat einen sehr drastischen Rat, sie sollen die Patrouille angreifen und töten, sie dürfen auf keinen Fall dem General Meldung erstatten. Wieder gibt Blackavar einen sehr vernünftigen Rat, doch Hazel ist nach einigem Zögern dagegen. Bei einem Kampf würden sie vermutlich selbst Kaninchen verlieren und durch Verletzungen Aufmerksamkeit auf sich ziehen bis sie nach Watership Down zurückgekehrt sind. Noch dazu verspürt auch Hazel einen leichten Respekt für Campion. Er verkündet, er würde sie alleinlassen und fordert schließlich Campions Patrouille auf zu verschwinden. 
Den Rest des Rückweges schaffen sie ohne Probleme und als Hazel wieder Blackavar vorausschickt, verkündet dieser in einem kleinen Buchenwäldchen zwei Kaninchen gesehen zu haben. Zusammen mit Dandelion erklimmen sie den Hügel und es sind tatsächlich Buckthorn und Strawberry. Sie haben sofort viele Fragen an sie, wo die anderen sind und ob sie Weibchen herausbekommen haben. Hazel verkündet alles wäre in Ordnung, sie hätten Weibchen bekommen und der Rest von ihnen wird bald da sein. Er stellt ihnen Blackavar vor. Strawberry sagt, sie hätten jeden Abend hier nach ihnen Auschau gehalten. Er hat außerdem gute Neuigkeiten: Clover ist trächtig. Das freut Hazel und er sagt, sie selbst hätten viele Abenteuer erlebt, die sie unbedingt erzählen müssen. Bei Sonnenuntergang sind die restlichen zwanzig Kaninchen alle wieder zurück in der Honeycomb und Bigwig und Hazel erzählen von ihren Abenteuern.
Es zeigt sich jedoch einmal mehr, dass Blackavar Recht hatte und Hazel auf ihn hätte hören sollen, als dieser meinte die Patrouille zu töten. Campion ist ihnen bis Watership Down gefolgt und als er sich sicher war, dass dort ihr Gehege ist, kehrt er wieder um. Aufgrund seiner Erfahrung hat er keine Probleme nachts einen sicheren Unterschlupf im freien Gelände zu finden, er ist in der Hinsicht ein Meister. Schon am nächsten Tag wird er dem Rat darüber informieren, wo sich das Gehege der Kaninchen befindet, welchen General Woundwort und seine Owsla eine so große Schmach zufügen konnten. Obwohl sie zurück sind, ist Hazels Gruppe noch lange nicht in Frieden und Sicherheit. Hätte er auf Blackavar gehört, so hätten sie wahrscheinlich noch ein Weibchen mehr mitgebracht und noch etwas länger Ruhe gehabt vor den Efrafas. Hiermit beginnt der letzte, große Handlungsstrang von Watership Down.

Watership Down Kapitel 39: The Bridges

Es muss schon ein sehr komischer Anblick für irgendjemanden gewesen sein. In einem Sturm ein fortgerissenen Stechkahn mit knapp zwanzig Kaninchen darauf zu sehen. Die Absurdität dieser Szene beschreibt das amerikanische Volkslied, welches Adams hier eingangs zitiert, doch ganz gut. In gewisser Weise trifft das auch auf die Kaninchen zu, inklusive das mit nach Hause nehmen der Mädchen.

Wir erfahren durch den Wissenschaftler, dass Blackberrys Plan nur funktionieren konnte, weil der Test ein begradigter Fluss ist, ohne störende Sandbänke und einer an fast jeder Stelle gleichbleibenden Strömung. Für den Kaninchen ist es natürlich dennoch jenseits aller Vorstellungskraft was da gerade passiert und wie soll es auch anders sein. Die Efrafa-Weibchen haben noch nicht einmal einen Fluss gesehen und keiner der anderen wusste was ein Boot ist. So begreifen sie auch nicht die riesige Gefahr in der sie schweben, denn steuerlos auf einem Fluss zu treiben ist selbst für Menschen sehr gefährlich, sicherlich nicht auf so einem kleinem, aber die Kaninchen wissen natürlich weder etwas übers Steuern noch ist dieser kleine Fluss für sie ungefährlich.
Trotzdem herrscht eine Art Erleichterung, zum einen wegen der Unkenntnis, zum anderen Woundwort entkommen zu sein, was dessen furchteinflößendes Auftreten noch einmal unterstreicht. Es ist jedoch alles andere als gemütlich auf dem Boot. Es regnet noch immer und im Kielraum hat sich bereits Wasser angesammelt, wovon sich die Kaninchen fernhalten, da sie nicht noch nässer werden wollen als ohnehin schon. 
Bigwig ist vor Erschöpfung zusammengebrochen und ist kurz davor einzuschlafen. Er gibt gegenüber Hazel zu, so eine Aktion nie wieder durchführen zu können und meint es wäre ein Chance von Eins zu Tausend gewesen es aus Efrafa geschafft zu haben. Für Hazel ist es sicher, dass es eine Geschichte sein wird, die noch ihre Kinder und Kindeskinder hören werden. Bigwig ist somit bereits jetzt zu einer Legende geworden, dessen Tat über sein Leben hinaus den Kaninchen bekannt bleiben wird.
Hazel erkundigt sich auch nach seiner Schulterwunde und will wissen, wer es getan hat. Als Hazel den Begriff Owslafa nicht versteht, vergleicht er Bartsia mit Hufsa. Das ist durchaus passend, ist doch Hufsa eine negative Gestalt in der Kaninchen-Folklore und auch als obrigkeithörendes, verräterisches und kriecherisches Kaninchen bekannt, genau wie Bartsia. Bigwig glaubt, dass er sterben wird, denn er sagt "I think he'll stop running." Das bezieht sich natürlich zum einen auf den Hinterlauf, den er Bartsia gebrochen hat, zum anderen ist es eine andere Umschreibung der Kaninchen für den Tod. Bigwig fragt anschließend was jetzt passieren wird, da sie die Weibchen haben. Hazel weiß keinen Rat, er muss sich wieder auf die cleveren Kaninchen verlassen und außerdem würde er gern wissen wo Kehaar ist.
Dandelion reagiert sofort bei Hazels Erwähnung der cleveren Kaninchen und holt Blackberry und Fiver herbei. Er fragt Blackberry nach seiner Meinung der ist sich sicher, sie werden gegen eine der Flussbänke getrieben und können das Boot wieder verlassen und suchen dann im Unterholz nach Schutz. Für den Moment könne es aber nicht schaden so weit wie möglich von den Efrafas entfernt zu gelangen. Hyzenthlay weist sie daraufhin - noch immer in dem untergebenen Ton von Efrafa, - dass Kehaar kommt. Er jedenfalls warnt sie vor der näherkommenden Brücke. Es ist die gleiche, welche sie vor einigen Tagen überquert haben und erst jetzt wiedererkennen. Kehaar ist sich jedenfalls nicht sicher, ob sie mit dem Boot unter der Brücke durchgelangen. Sie ist so konstruiert, sodass nur wenig Platz ist zwischen der Wasseroberfläche und einem Untergerüst.
Hazel erkennt sofort die Gefahr und befiehlt allen sofort im unteren Teil des Bootes Schutz zu suchen. Nicht alle schaffen es. Acorn wird von dem Gerüst erwischt und in den unteren Teil des Bootes geworfen, übersteht das Ganze aber unverletzt. Nicht so viel Glück hat eines der Efrafa-Weibchen, welche eine schwere Verletzung am Rücken davonträgt. Acorn jedenfalls schämt sich dafür und meint zu Hazel, er müsse dafür nach Efrafa. Auch wenn Acorn bisher kaum charakterisiert wird, so sagt es schon viel über ihn aus. Er schämt sich offenbar dafür nicht so clever und schnell zu sein wie seine Gefährten und noch etwas wird deutlich: Efrafa wird zu einem Synonym für einen Ort, wo ein Kaninchen landet, wenn es etwas Schlimmes getan hat.
Verzweifelt fragt Hazel Kehaar wie sie wieder an die Flussbank kommen, denn sie können so nicht bleiben. Kehaar sagt, sie könnten das Boot nicht stoppen, doch es käme eine zweite Brücke, die sie stoppen wird. So bleibt den Kaninchen nichts anderes übrig als sich von der Strömung forttreiben zu lassen, obwohl sie aufgrund dem was Acorn und dem Weibchen zugestoßen ist, verängstigt sind. So kommen sie bald in eine Gegend, wo Hazel eine gute Stelle ausmacht zum Anladen, eine frisch gemähte, grasige Stelle, doch die Strömung treibt sie weiter. Schließlich erreichen sie die zweite Brücke. Sie ist einem mit Durchlässen, welche den Wasserlauf kontrollieren und zum Ernten von Flussgras genutzt wird. Dort kommen sie auch zwischen zwei nicht rausragenden Pfeilern an einem der Durchlässe zum Stehen. Innerhalb von fünfzehn Minuten haben sie jetzt eine Strecke von einer halben Meile zurückgelegt.
Hier sind die Kaninchen jedoch jetzt gefangen, denn beide Ufer sind zu weit weg, um dahin zu springen. Verzweifelt fragt Hazel Blackberry, wie es jetzt weitergeht, denn immerhin war es seine Idee gewesen. Der jedoch weiß auch nicht mehr weiter. Sie müssten wohl schwimmen. Silver spricht sich entschieden dagegen aus, denn obwohl es nicht weit aus, würden sie von der Strömung mitgerissen werden ehe sie steilen Flussbänke erreichen. Hazel versucht durch die Durchlässe zu schauen, doch sie sind zu eng und lassen zu wenig Licht durch, um zu erkennen was sich dahinter befindet. Auch für Hazel sieht die Lage hoffnungslos aus.
Da kommt Kehaar und fragt sie, warum sie das Boot nicht verlassen. Hazel fragt ihn, wie sie es machen sollen. Der fühlt sich wieder einmal von den Kaninchen veräppelt und meint sie müssten schwimmen. Hazel erklärt ihnen jedoch die Zwangslage, dass sie nicht schwimmen können und auch nicht wissen was auf der anderen Seite ist. Kehaar meint jedoch es wäre gut dort und sie könnten das Risiko eingehen. Hazel weiß jedoch nicht, ob er Kehaar trauen soll, denn er sieht die Gefahr dieses Flusses nicht aus Kaninchensicht, sondern im Vergleich mit dem Großen Wasser. Vermutlich könne er sich auch gar nicht in ihre Lage hineinversetzen. Denn obwohl sie ihn gerettet haben, hält Kehaar sie doch noch oft genug für ängstliche, hilflose, heimatgebundene Kreaturen und wird deshalb ungeduldig. Es wäre kein positives Zeichen, wenn einer von ihnen springt und in der Strömung untergeht. Hazel fühlt sich einmal mehr verloren und schaut sich nach seinen Freunden um.
Kehaar hat schließlich genug und zeigt es ihnen. Er schwimmt selbst durch den Durchlass und ist nach nur einem kurzen Moment wieder auf dem Brückenpfeiler. Laut Blackberry beweist das gar nichts, denn Kehaar hätte auch am Boden laufen oder die kleine Strecke fliegen können. Hazel ist der Verzweiflung nahe, besonders als er den erschöpften Bigwig sieht, welcher bisher keinerlei Anstalten gemacht hat ihn bei einem solchen risikoreichen Schritt zu unterstützten. Hier wird wieder schön unterstrichen wie sehr die beiden voneinander abhängig sind, um die Gruppe zu führen. Beide können nicht ohne einander.
So erweist sich in dieser verzweifelten Situation jemand völlig Unerwartetes als der Held. Fiver will als Erster das Risiko eingehen, weil er glaubt es wäre sicher. Für die verängstigten Kaninchen - besonders für Hazel - hätte es keine bessere Aufmunterung gebraucht, denn sie vertrauen Fiver, wenn er sagt, es wäre sicher und zudem bestärkt es sie selbst, wenn es eines der schwächsten Kaninchen ihrer Gruppe schaffen würde. Bevor Fiver jedoch ins Wasser springen kann, hören und nehmen sie Menschen auf der Brücke wahr. Kehaar handelt instinktiv und fliegt weg, doch das können die Kaninchen, obwohl sie auch versucht sind Deckung zu suchen. Alle sind verängstigt und wohl in dem Zustand, den die Kaninchen als tharn kennen. Hazel erinnert sich zurück an die Situation als er angeschossen wurde und fragt sich wieder, warum sie ihn nicht finden. Doch sie haben alles Glück der Welt auf Menschen gestoßen zu sein, die mit dem Tunnelblick eines Smartphone-Benutzers durch die Welt gehen, denn sie gehen einfach weiter ohne den Stechkahn zu bemerken. Es gehört meiner Meinung nach schon eine große Menge dazu, seine Umgebung so zu vergessen, sodass man einen losgerissenen Stechkahn voller Kaninchen nicht bemerkt. Dass es böse Menschen sind, zeigen zweifelsohne die Zigaretten, welche als ein Mahnmal der Schlechtigkeit der Menschen immer wieder auftauchen.
Hazel hat endgültig genug und will das Risiko eingehen. Er ruft Bluebell zu sich und meint, er könne doch kommen, immerhin will er ein Wasserkaninchen sein. Es ist jedoch nicht Bluebell, der zu Hazel kommt, sondern Pipkin. Wieder einmal wunderbar wie dessen Loyalität und Vertrauen zu Hazel sich darin äußert, ein gefährliches Risiko einzugehen. Beide springen in den Fluss und schwimmen durch den Durchlass. Sie erreichen die andere Seite und Hazel ist überrascht relativ sanft in einem Haufen Schlamm zu landen. Der ganze Fluss bildet auf der anderen Seite eine Art Sumpf, wo das Flussgras gesammelt wird. Auf der anderen Flussseite wurde zu dem Zweck eine Art Kompost angelegt von dem ein unangenehmer, fauliger Geruch ausgeht. Hazel freut sich über Kehaar und ärgert sich, ihm nicht schon eher vertraut zu haben. Hier zeigt sich also auch, dass Kehaar durchaus viel am Wohlbefinden der Kaninchen liegt und er sie nicht leichtsinnigen Risiken ausgesetzt hätte. Hazel hat jedoch erst eine Gefahr durch die Menschen gebraucht, um schließlich auch zu der Erkenntnis zu gelangen, dass er auch Kehaar voll und ganz vertrauen kann.
Nur kurze Zeit später kommt ein weiteres Kaninchen durch die Öffnung hindurch. Es ist Blackavar. Hazel ist verwundert und fragt warum er dieses Risiko eingegangen ist. Blackavar dachte es wäre ein Befehl gewesen und hätte dementsprechend gehandelt. Hier merken wir wieviel Efrafa noch in ihm steckt, doch ich finde es auch bewundernswert, dass er dieses Risiko eingegangen ist ohne Furcht. Zudem zeigt es auch wie schnell Hazel bei anderen Kaninchen Loyalität erzeugen kann, wobei es bei den Efrafas natürlich leichter geht. Er jedenfalls fragt Blackavar, ob noch andere bereit gewesen wären hineinzuspringen. Blackavars Ansicht nach sind die meisten anderen noch zu nervös. Hazel will schnell handeln, denn sie könnten alle tharn werden, der Mensch könnte zurückkommen oder irgendwas anderes passieren. Zu seiner Überraschung meint Blackavar das wäre ganz einfach. Sie müssten nur zur anderen Seite und könnten es ihnen sagen. Hier zeigt sich, dass Blackavar über eine ähnliche Auffassungsgabe und Verständnis verfügt wie Blackberry, denn er hat sofort die Funktionsweise einer Brücke verstanden. Sein Potential wurde in Efrafa total verschwendet, doch hier kann er es unter Beweis stellen. Hazel ist deshalb verblüfft, weil er einen gedemütigten Efrafa-Gefangen erwartet hat, einer der noch nicht einmal in der Owsla war; und jetzt wirkt dieses Kaninchen im Angesicht einer bedrückenden Situation absolut sicher, obwohl er selbst sagt, erschöpft zu sein.
Zusammen mit Blackavar gehen sie zur anderen Seite, wo sie schon bald das Boot finden. Er fordert dort Silver und Fiver aus alle nacheinander ins Wasser zu führen. Speedwell und Dandelion springen sofort als sie Hazel sehen, seine Präsenz ist Beweis genug, dass es sicher ist. Als jedoch Fiver springt, hält ihn Silver zurück. Er erklärt ihm, wenn alle Rammler jetzt springen, würden sie die Weibchen nie dazu bringen in den Fluss zu springen. Blackavar erklärt Hazel, sie würden auf Bigwig hören. Dieser schläft noch immer, sodass Silver ihn wecken muss und erklärt was los ist. Bigwig fordert dann Hyzenthlay auf, dass sie nacheinander in den Fluss springen sollen. Es dauert jedoch lange bis alle Kaninchen von Bord sind. Einige sind so erschöpft, sodass sie ängstlich und zusammengekauert auf dem Boot bleiben. Insgesamt sind es zehn Weibchen, die sie mitgenommen haben. Bigwig bittet in den meisten Fällen einen der Rammler auf zuerst hineinzuspringen, sodass er die Weibchen auf die andere Seite führen kann. Das verletzte Weibchen, Thrayonlosa, ist so schlimm dran, sodass sie eine Eskorte durch Blackberry und Thethuthinnang erhält.
Hazel und Blackavar kehren schließlich zu dem Becken auf der anderen Seite zurück, doch es dauert noch bis Mitternacht ehe Bigwig mit Silver und Fiver zu ihnen kommen. Bigwig ist besonders schlecht dran, er schwimmt bäuchlings auf der Oberfläche und fällt erschöpft in den Sumpf. Er lässt sich jedoch nicht helfen, sondern reagiert nur schnippisch auf Hazel, dass er jetzt schlafen werde und Hazel ihn nicht davon abhalten kann. Zu Blackavar meint Hazel, so würden sie miteinander umgehen und daran wird er sich schon gewöhnen. Jetzt jedoch sollten sie noch einem trockenen Platz Ausschau halten, wo sie schlafen können. Schon bald haben sie eine Stelle gefunden und schlafen erst einmal.
Insgesamt geht das Abenteuer mit dem Boot somit glimpflich für Hazel und seine Gruppe zu Ende. Sie entkommen den Efrafas und schaffen es irgendwie das Boot zum Stehen zu bekommen und heil von Bord zu gelangen. Es war jedoch eines ihrer größten Risiken und gefährlichsten Abenteuer bei dem selbst Hazel fast die Kontrolle entglitten wäre. Hier hätten sie es wohl ohne Kehaar nicht geschafft. Jedoch und das werden wir bald feststellen, ohne Verluste wird dieses Abenteuer nicht bleiben. 

Samstag, 31. Dezember 2016

Watership Down Kapitel 38: The Thunder Breaks

In dem Kapitel beweist Richard Adams, dass er auch spannungsgeladene Momente beherrscht. Die Flucht aus Efrafa verbunden mit dem Sturm ist eine weitere erinnerungswürdige Szene aus Watership Down. Perfekt eingeleitet wird sie mit einem Zitat von Cassius aus dem Shakespeare-Stück Julius Caesar. Cassius sagt das vor der letzten Schlacht zwischen ihm und Brutus und ihren Gegner Marc Anton und Octavian. Auch wenn das hier noch nicht die letzte Schlacht ist, so passt der Sturm perfekt auf die Szenerie.

Zu Beginn ist es noch später Nachmittag und der Sturm hat sich schon soweit aufgebaut, sodass es einen normalen Sonnenuntergang nicht geben wird. Hazel und die anderen sind sich unsicher, was in Efrafa mit Bigwig passieren wird. Er fragt Kehaar, ob Bigwig ihm wirklich gesagt hat, er (Kehaar) solle die Wachen angreifen und in der Verwirrung würde Bigwig mit den Weibchen fliehen. Das hätte er laut Kehaar so gesagt, doch am heutigen Morgen hätte er auch gesagt, Kehaar solle erst bei Sonnenuntergang wiederkommen. Hazel geht davon aus, dass das noch immer Bigwigs Plan ist und fragt Silver nach dessen Meinung. Dieser denkt die Efrafas werden wohl kaum etwas ändern, auch bei dem Sturm nicht und ist verwundert warum Hazel nicht schon jetzt zu der Brücke geht. Das hat jedoch seine Gründe, weil die Efrafas beständig patrouillieren und falls sie Hazels Gruppe finden würde womöglich ihr ganzer Plan sofort auffliegen.
Blackberry hat wie immer die besten Ideen. Sie müssten die Eisenbahnbrücke im gleichen Moment erreichen wie Bigwig. Jetzt wäre es besser zurück zum Boot zu gehen und zu warten. Kehaar könnte ihnen sofort Bescheid sagen, sobald er die Wachen angegriffen hat. Hazel hält das für eine gute Idee, jedoch müssten sie dann sofort losstürzen. Das hingegen hält Fiver in Anbetracht von Hazels Hinterlauf für keine gute Idee. Es wäre besser, wenn er zurückbleibt und das Seil halbdurchnagt, während Silver das Kämpfen koordiniert. Hazel ist natürlich erstmal dagegen, denn er will nicht, dass sich jemand verletzt oder stirbt, während er nicht da ist. Jedoch springt auch Blackberry Fiver bei und überzeugt ihn auch von der Wichtigkeit der Aufgabe, das Seil zu durchtrennen. Und am besten wäre jemand der das richtige Gefühl hat, wann das Seil zu reißen droht. Zusammen schaffen sie es Hazel zu überzeugen. Es ist hier wieder schön zu sehen wie die beiden mit ihrem Rat das einzig vernünftige vorschlagen und Hazel auch auf sie hört, wenn auch nur widerwillig.
Hazel ist jedoch immer noch fest entschlossen Bigwig in Efrafa zu finden, wenn er heute Nacht nicht kommt. Derweil wird die Lage immer düsterer, denn in einem seltsam hellem Licht ballt sich der Sturm zusammen. Bluebell lockert das ganze mit einem Witz auf: Es wäre die seltsamste Nacht in der er nach einem Weibchen Ausschau gehalten hätte. Silver beruhigt sie und mahnt sie an nicht in Panik zu geraten, sobald es anfängt schwer zu regnen und zu blitzen, denn sonst werden sie Watership Down nie wieder sehen. Silver selbst ist skeptisch, ob das Ganze gut ausgehen wird.

In Efrafa gibt es jedoch für Bigwig auch Probleme. Er erfährt von Hyzenthlay, dass Nelthilta verhaftet und vor den Rat gebracht wurde. Für Bigwig gibt es nur eine Möglichkeit: den Ausbruch jetzt durchzuführen. Er bittet Hyzenthlay sofort Thethuthinnang zu holen und die anderen Weibchen. Hyzenthlay ist kaum weg da kommt auch schon Chervil. Er erklärt praktisch die gleiche Sachlage noch einmal. Natürlich wurde Nelthilta verhaftet, weil er es dem Chef der Ratspolizei Vervain gemeldet hat, was sie am Morgen zu ihm gesagt hat. Vervain ist im übrigen das Kaninchen, welches um einiges schlimmer ist als Chervil, doch das werden wir noch sehen.
Jedenfalls hat Bigwig jetzt zusammen mit Avens das Kommando. Sie sollen an allen Löchern und Eingängen doppelte Wachen aufstellen und die Markierung absichern. Silflay fällt für heute Abend aus. Bigwig fragt, ob er es Avens schon gesagt hat, doch Chervil hat es nicht, weil Avens nicht anwesend war in seinem Bau. Desweiteren soll Bigwig jemanden schicken, der Bartsia davon unterrichtet, dass Blackavar heute Abend nicht gebraucht wird. Laut Chervil gibt es Anzeichen für einen großen Ausbruch und auch wenn sie Nelthilta so still wie möglich verhaftet hätten, so wüsste die Markierung dennoch Bescheid. Dann verabschiedet er sich, fragt aber noch, ob Bigwig die nötige Stärke hat, wenn es brenzlig wird. Es ist schon unglaublich wie Chervil absolut nicht bemerkt, dass Bigwig hinter dem Ganzen steckt und das obwohl es dafür genügend Anzeichen gegeben hat. Er ist also nicht nur ein furchtbarer Tyrann, sondern auch nicht gerade helle.
Bigwig eröffnet das natürlich die Gelegenheit für den Ausbruch. Er handelt sofort gegen Chervils Anweisungen und befiehlt Marjoram alles vorzubereiten, da das silflay heute eher ist aufgrund des Sturms. Marjoram glaubt ihm und er schickt ihn sofort los, um Blackavar zu holen. Bei der Rückkehr in seinen Bau findet Bigwig bereits Hyzenthlay, Thethuthinnang und die anderen Weibchen vor. Sie sind zwar verängstig, doch Bigwig sagt ihnen, es ist nicht die Zeit, um tharn zu werden. Sobald Blackavar oben ist, wird Marjoram hinter ihm herkommen. Kurz darauf werden sie Kampfgeräusche hören, denn Bigwig greift die Owslafa-Wachen an. Sie müssen um jeden Preis Marjoram ablenken und dann sofort hinterherkommen, wenn sie die Kampfgeräusche hören.
Kurz darauf kommt auch schon Blackavar und seine Eskorte. Bigwig schließt sich ihnen an und redet mit Bartsia. Er meint, er hätte einen Fehler gemacht und sie umsonst herausgeholt, denn silflay fällt für heute aus, er solle sich selbst überzeugen warum. Als Bartsia aus dem Loch schaut, ist er irritiert, denn es schaut zwar stürmisch aus, doch er ist nicht der Ansicht, dass deswegen silflay ausfallen sollte. Noch bevor er zu Ende reden kann ruft Bigwig "Now Blackavar" und der Ausbruch kann beginnen.
Bigwig stürzt sich sofort auf Bartsia, welcher Bigwig in die Schulter beißt. Dieser kann sich jedoch aufgrund seines Gewichts und seiner Stärke befreien und bricht Bartsia einen Hinterlauf. Blackavar kämpft derweil mit der anderen Wache, welche Bigwig schließlich auch ausschaltet. Die Weibchen sind auch schon da und alle fliehen zusammen in das Feld. Bartsia ist verschwunden, doch Bigwig kann noch einen Blick auf Avens erhaschen, der aus dem anderen Loch herausschaut und ruft ihn zu, Chervil wolle ihn sprechen, dann ist er weg.
Genau in dem Moment bricht auch der Sturm los vom Westen her, wo sich eine imposante Wolkensilhouette aufgebaut hat. Dann fängt es an zu regnen. Jedoch macht Bigwig der Sturm nichts aus, denn er fühlt sich selbst wie ein Sturm. Er läuft schnurstracks auf die Brücke zu und hält Ausschau nach den Weibchen. Sie haben sich etwas verstreut, was nicht gut ist, falls eine Patrouille vorbeikommt. Hier wird endlich die Nützlichkeit von Blackavar ersichtlich, denn er weist ihn an die Weibchen durch eine Hecke vorbeizuführen und diesem gelingt das auch. Es wurde jedoch bereits Alarm geschlagen, dass es Flüchtlinge gibt und Bigwig ist sich unsicher, ob Hazel an der Brücke auf sie warten wird und ob Kehaar auch anwesend ist.

Im Bau der Ratspolizei wird derweil Nelthilta verhört. Woundwort weiß bereits recht viel, doch sie soll trotzdem alles erzählen, was sie weiß. Dabei muss er Vervain stoppen weiter auf sie einzuschlagen, weil sie sonst nicht reden könnte. Hier haben wir eine ersten Beweis dafür: ein noch größeres Mistvieh als Chervil, Vervain, der seine Machtposition als Chef der Owslafa noch mehr zu genießen scheint als Chervil.
Nelthilta erzählt jedenfalls von dem großen Vogel, welcher die Wachen angreifen wird und das sie in der darauffolgenden Verwirrung fliehen werden. Woundwort ist zurecht verwundert und fragt was für ein Vogel es sein wird. Nelthilta weiß es auch nicht, nur, dass es Bigwig ihnen gesagt hat, dass ein Vogel für sie kämpfen wird. Er fragt sofort scharf bei Chervil nach, was er von einem Vogel weiß. Dieser wird plötzlich ganz kleinlaut und meint, er hätte die Sache gemeldet. Dann jedoch ist Konfusion außerhalb des Baus und im nächsten Moment ist Avens da. Er berichtet von der Flucht Bigwigs und Blackavars mit einigen Weibchen und das er dabei Bartsia den Hinterlauf gebrochen hat. Woundwort ist darüber natürlich sehr erbost und verspricht Bigwig zu erblinden, wenn er ihn erwischt. Er ruft sofort zur Verfolgung auf, woran alle Anwesenden beteiligt sind. Sie sind schon bald auf dem Weg und dank Bigwigs blutender Schulter, finden sie schnell die Spur.

Bigwig stellt derweil auf der anderen Seite der Brücke fest, dass Kehaar nicht da ist, weshalb er langsam etwas unsicher und nervös wird. Er fragt sich, ob Kehaar seine Nachricht nicht verstanden hat oder vielleicht sogar Hazels Gruppe etwas Schlimmes zugestoßen ist. Das würde ihr Ende bedeuten, denn er und die Weibchen würden orientierungslos über die Felder laufen bis die Patrouillen sie finden. Doch da ist Bigwig dagegen, er würde sie zumindest über die Brücke führen und sich im Waldland dort verstecken, wo sie vielleicht die Efrafas abhängen können. Vielleicht würde der Regen sie entmutigen, doch das glaubt er auch nicht. Die Weibchen, welche noch unter der Brücke warten sind alle verwirrt, denn es wurde ihnen ein großer, weißer Vogel versprochen, welcher für sie kämpft. Noch dazu hätte es einen geheimen Trick geben sollen, mit dessen Hilfe sie fliehen können, doch all das ist nicht passiert.
Deshalb reagiert Bigwig sofort und fordert sie auf weiterzurennen. Er findet eine Traktorfurche, welche hügelabwärts direkt zu der Wiese am Fluss führt. Es wird jedoch immer schlammiger, was für Kaninchen besonders unangenehm ist und außerdem bemerkt Bigwig ein weiteres Kaninchen neben sich. Campion hat sich mit einer Patrouille angeschlichen und fragt wohin er will und was er vorhat. Bigwig hat mit Campion gerechnet und war auch bereit gewesen ihn zu töten, jedoch fühlt er jetzt so etwas wie Mitleid - nämlich, dass er ein solches mutiges, selbstbeherrschtes Kaninchen, dem der Sturm gar nichts auszumachen scheint und der sich mit nur vier weiteren Kaninchen einer großen Schar an Flüchtlingen entgegenstellt als Feind haben muss. Am liebsten würde er Campion auch mitnehmen aus Efrafa. Er fordert ihn auf, sie in Ruhe zu lassen und weist Blackavar wieder an die Weibchen zusammenzuhalten. Campion macht ihm jedoch klar, dass er keine Chance hat. Eine weitere Patrouille wird bald hier sein und Campion wird ihn nicht aus den Augen lassen. Allein seine Schulterwunde wird Bigwigs Ende sein. Bigwig droht ihm jedoch und Blackavar bittet darum gegen Campion kämpfen zu dürfen. Dieses Mal wird er nicht unterliegen. Bigwig verbietet es jedoch, denn Campion ist nur dazu da sie aufzuhalten, sie sollen weiterrennen.
Thethunthinnang hat jedoch bittere Neuigkeiten für sie, der General kommt höchstpersönlich und es versetzt auch Bigwig einen Schrecken als er sieht wie General Woundwort durch die Eisenbahnbrücke mit einigen anderen Kaninchen auf sie zukommt. Bigwig entdeckt unter ihnen Chervil, Groundsel, Avens und ein brutal aussehendes Kaninchen welches nur Vervain sein kann. Bigwig überlegt allein zu fliehen, denn dann würden sie ihn vielleicht laufenlassen, doch das ist für ihn kein Option. Blackavar jedenfalls ist schon bereit für einen letzten verzweifelten Kampf, den sie höchstwahrscheinlich verlieren werden, vielleicht können sie sogar ein oder zwei töten. Jedenfalls toll zu sehen, dass Blackavar nicht wieder zurück nach Efrafa will, sondern dieses Mal sein Leben geben will, um für seine Freiheit zu kämpfen (ich frage mich gerade, ob dieser Ausspruch Vorlage war für eine unrühmliche Szene im Film). Bigwig hält ihn jedoch zurück und stellt sich Woundwort gegenüber.
Dieser ist außer sich, beschimpft Bigwig und ist besonders wütend, weil er ein Mitglied der Owslafa verletzt hat. Noch dazu will er ihn an Ort und Stelle töten. Bigwig hat jedoch nur diese epischen Worte ihm zu entgegnen: "You crack-brained slavedriver. I'd like to see you try." Für Woundwort kein Problem. Vervain und Campion sollen ihn bekämpfen, der Rest die Weibchen zusammenrufen. Woundwort selbst will sich um Blackavar kümmern (und ist das ein weiterer Grund für jene schreckliche Szene im Film?). Bigwig jedoch verflucht Woundwort, er wäre kein Kaninchen und Frith würde das sehen, er hätte es verdient zerschlagen zu werden genau wie seine Owsla. Tatsächlich blitzt und donnert es in dem Moment und ein Wolkenbruch gießt sich auf sie nieder, sodass alles innerhalb von Sekunden in einem seltsamen Neben gehüllt ist. Blackavar sieht es als Bigwigs Sturm und redet ihn auch als Thlayli-rah an. Wieder eine Szene, die später noch sehr wichtig sein wird. Bigwig will jedoch von ihm, dass er Hyzenthlay und die anderen wegbringt. Kurz darauf taucht Woundwort vor ihm auf und sagt nur, dass er ihn selbst töten wird. Woundworts Schneidezähne erinnern Bigwig an die einer Ratte und er weiß auch, dass Woundwort aufgrund seiner Größe und seines Gewichts einen riesigen Vorteil hat. Die einzige Chance besteht darin auf Abstand zu gehen und sein Klauen einzusetzen.
Zuvor jedoch taucht endlich Kehaar auf und attackiert Woundwort und seine Owsla. Blackavar wehrt derweil Campion ab (sehr mutig). Kurz darauf taucht Silver mit einigen anderen Kaninchen auf. Bigwig fragt, wo Hazel ist und als Silver ihm antwortet, er sei unten bei dem Boot, weist Bigwig ihn nur an alle Weibchen mitzunehmen. Es herrscht heillose Verwirrung und die Weibchen haben sich wieder über das ganze Feld verteilt. Zusammen mit Silver versucht er die anderen, die noch mit sind - Acorn, Speedwell, Pipkin, Dandelion und Hawkbit - dazu zu bringen die Weibchen einzusammeln. Silver gibt ihnen den Befehl sie zu Blackberry zu bringen. Es existiert nämlich eine Kette aus drei Kaninchen - Blackberry --> Bluebell --> Fiver, die warten, um die anderen zum Fluss zu geleiten. 
Die Efrafas haben sich jedoch während des Kampfes in einen Graben geflüchtet, wo Kehaar sie nicht erreichen kann und nehmen die Verfolgung wieder auf. Bigwig erreicht derweil Blackberry, welcher erfreut ist, dass er es geschafft hat, doch laut Bigwig ist es noch lange nicht vorbei. Tatsächlich ist es so, denn Kehaar überbringt ihnen die unerfreuliche Nachricht wonach die Efrafas sich nicht zerstreut haben, sondern sie wieder aus sicherer Deckung heraus verfolgen. Bigwig ist sich sicher, dass sie nie aufgeben werden und hält Acorn davon zurück dem Graben zu nahezukommen. Silver befiehlt derweil allen als Nächste zu Bluebell zu rennen.
Dieser hat sich in einer Hecke am Rande des Feldes versteckt und ist bereit zu flüchten. Er verkündet er hätte eine Gruppe Fremder gesehen, die aus dem Graben gekommen sind und sich jetzt in der Wiese befinden. Einer davon war Woundwort, das größte Kaninchen welches Bluebell je gesehen hat. Für Silver kein Grund zu verweilen und sie rennen weiter. Nur dank Kehaar schaffen sie es überhaupt zur Flussbank, denn sie haben aufgrund des Sturms jegliche Orientierung verloren, doch Kehaar weist ihnen immer den Weg, wenn es gerade hell genug ist zum einen verirrten Weibchen und die Richtung zum Fluss. Bigwig weist Kehaar an nach den Efrafas Ausschau zu halten. Er wundert sich, warum sie nicht angreifen, so aufgelöst wie sie alle sind. Nach kurzer Zeit verkündet Kehaar, alle Efrafas wären bei der Brücke und verstecken sich im Unterholz. Kehaar wollte Woundwort attackieren, doch der hat sich zur Wehr gesetzt. Für diese Aktion muss selbst Bigwig Woundwort Respekt zollen.
Sie treffen schließlich auf Fiver, der nahe bei dem Boot auf sie wartet. Einige Weibchen hätten sie schon auf das Boot gebracht, doch viele wollen nicht, denn sie vertrauen nur Bigwig. Das Boot und der Wasserspiegel sind jedenfalls noch immer so wie vor drei Tagen als er die Gruppe verlassen hat. Hazel sitzt dort und hat das Seil bereits halb durchgenagt. Nur Hyzenthlay ist auf dem Boot, der Rest sitzt verstreut am Ufer. Bigwig fordert Thethuthinnang auf, dass das jetzt der Zaubertrick wäre und sie sollen alle auf das Boot springen. In dem Moment jedoch bricht Campion aus dem Gebüsch hervor und von der anderen Seite kommen Vervain, Chervil und Groundsel. Ein verirrtes Weibchen will vor ihnen fliehen und trifft dabei auf den General, welcher ihr einen Hieb ins Gesicht versetzt, woraufhin sie auch auf das Boot springt.
Bigwig stellt jetzt fest wie kühl, gelassen und rational Woundwort trotz der überraschenden Attacke von Kehaar gehandelt hat. Er hat seine Offiziere zusammengehalten, einen Plan ausgeheckt und es geschafft schneller als sie den Fluss zu erreichen. Natürlich wusste er von der Plankenbrücke, den einzigen Ort wo sie alle übersetzen können. Und als er sofort gemerkt hat, dass die Flüchtlinge nicht zu der Brücke wollen, hat er Campion ein Stück Fluss abwärts geschickt. Campion hat es sofort umgesetzt und jetzt können die Efrafas gegen sie kämpfen. Kehaar kann nicht überall sein und das Gebüsch bietet ausreichend Deckung vor ihm. Im Kampf sind sie zwar numerisch unterlegen, aber sie sind ausgebildete Efrafa-Offiziere und die anderen größtenteils verängstigte, erschöpfte Kaninchen. Tatsächlich ist die Lage in dem Moment für Hazels Gruppe scheinbar hoffnungslos. Trotz all ihrer Bemühungen scheinen sie versagt zu haben. Bigwig begreift auch langsam, warum Woundworts Offiziere ihm folgen. Er verhält sich einfach nicht wie ein Kaninchen, Flucht ist das letzte an was er denkt. Hätte Bigwig das vor drei Tagen gewusst, so wäre er wohl kaum nach Efrafa gegangen.
Zumindest hat Woundworts Präsenz dafür gesorgt, dass mittlerweile alle Weibchen auf dem Boot sind. Die letzten, die auf das Boot springen sind Fiver und Blackberry denen Woundwort folgt. Bigwig stellt sich ihm schließlich am Flussufer entgegen. Derweil stellt Blackberry fest, dass Dandelion nicht da ist. Hazel muss die schwere Entscheidung treffen ihn zurückzulassen, denn in Sekunden werden die Efrafas auf sie losstürzen. Bigwig jedoch will sie solange zurückhalten bis Dandelion kommt. Und hier erleben wir einen interessanten Wandel. Bisher war Hazel stets derjenige, der niemanden zurücklassen wollte und Bigwig derjenige, dem die Schwächeren zwar nicht egal waren, der jedoch in Notsituationen viel lieber ein schwächeres Kaninchen zurückgelassen hätte. Efrafa hat jedoch Bigwig verändert und ihn empathischer gemacht. Zunächst wäre da die Sache mit Blackavar, den er unbedingt befreien wollte und jetzt will er Dandelion um keinen Preis zurücklassen, weil er weiß was diesem in Efrafa erwartet. Hazel ist natürlich nicht kaltherzig geworden, aber auch er gerät in Furcht im Angesicht von Woundwort und seiner Owsla, die trotz Kehaar und dem Sturm sie jetzt eingekreist haben. Dafür ist er sogar bereit einen seiner Gefährten zu opfern, wenn auch schweren Herzens.
Woundwort sagt derweil zu Bigwig, er hätte ihm vertraut und so wie er ihm vertraut hätte, kann er sich jetzt darauf verlassen entweder im Fluss zu ertrinken oder zerfetzt zu werden. In dem Moment entdeckt Bigwig Dandelion, während Woundwort Groundsel und Vervain anweist zusammen mit ihm anzugreifen. Der Vogel wäre nicht zu beachten, er ist nicht gefährlich. Bigwig nutzt die Gelegenheit für eine letzte Ablenkung und ruft, dass Kehaar hier wäre. Woundwort ist kurz überrascht und springt zurück. Dandelion nutzt die Gelegenheit, um blitzschnell auf das Boot zu springen, auch Bigwig folgt ihm und Hazel beißt in dem Moment das Seil durch. Es schwimmt zur Mitte des Flusses, dreht sich und bewegt sich dort weiter fort. Woundwort kann nur ungläubig hinterherschauen. Bigwig erinnert dieser Blick an den des Turmfalken, welcher die Maus verfehlt hat.
Dieser letzte Vergleich zeigt deutlich was Woundwort für die Kaninchen eigentlich ist. Er ist mehr elil als Kaninchen. Und jetzt bewahrheitet sich auch Fivers Traum aus Kapitel 2, wo er Hazel davon berichtet hatte, dass er gesehen hat wie er und Hazel zusammen mit anderen Rammlern und Weibchen einen Fluss hinuntergeschwommen sind - damals war es jedoch die Anschlagtafel gewesen. Das erklärt sich womöglich damit, dass das Boot und auch die Anschlagtafel von Menschenhand gemacht sind. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, die Anschlagtafel hat den Tod von Sandleford Warren symbolisiert, das Boot hingegen ist eine Hoffnung für Watership Down und das ausgerechnet vor anderen Kaninchen. Es wird also mit dieser skurrilen Szene - Kaninchen auf einem Boot - auch die Fremdartigkeit Efrafas noch einmal unterstrichen. Hazels Gruppe benötigt quasi die Hilfe der "Menschen", um vor einem Kaninchen zu entkommen, welches eher zu elil geworden ist und die Wege El'ahrairahs völlig vergessen hat. Hiermit endet auch der dritte Abschnitt, mit einem großen Erfolg, welches nur erreicht wurde durch die Zusammenarbeit eines jeden einzelnen, wobei Bigwig dennoch den Löwenanteil geleistet hat. Es ist jedoch noch nicht vorbei, denn vermutlich kann sich jeder Leser denken, dass Woundwort diese Schmach unmöglich auf sich sitzen lassen wird.