Montag, 7. September 2009

2/01 Man Of Science, Man Of Faith (Erik)

Staffel 2 gefällt mir von allen Staffeln am wenigsten und dennoch hat sie den besten Auftakt. Ein Alarm weckt einen Mann, der irgendetwas in einen Computer eingibt, wodurch der Alarm verstummt, anschließend fängt er an in einer unterirdischen Behausung einem geregelten Tagesablauf nachzugehen. Erst als wir eine Explosion hören und am Ende einer Reihe komplizierter Spiegel Jack und Locke den Schacht betrachten sehen, merken wir, dass wir endlich das gesehen haben, was sich unter der Luke befindet.
Man merkt gleich, dass es hier düsterer zugeht als in Staffel 1. Die ganze Folge spielt bei Nacht und die Flashbacks nur bei Krankenhauslicht.

MAN OF SCIENCE, MAN OF FAITH

Der Titel ist natürlich eine Anspielung auf Jack, dem man of science, und Locke, dem man of faith. Als Grundlage dient dazu ein Zitat aus dem Staffel 1 Finale. Deren unterschiedliche Aufassungen prallen immer wieder aufeinander. Allerdings sind es nicht nur Locke und Jack, Glaube und Wissenschaft sind beide ein großes Thema der Serie. Wir lernen noch Leute wie Daniel kennen, rätseln über komplizierte physikalische Sachverhalte, aber genauso kommt auch der Glaube nicht zu kurz. Themen wie Erlösung, Wiederauferstehung oder Opferung stehen genauso im Blickpunkt.

SWAN UND DESMOND

Die eigentliche Funktion wird nur angedeutet. Wir hören den Alarm, Desmond den Code eintippen und sehen Jack an einer Betonwand vorbeilaufen, wie dabei sein Schlüssel angezogen wird.
Die Spiegel, ein äußerst raffinierter und komplizierter Mechanismus, dienen wohl dazu, um zu sehen, ob sich Feinde über der Luke befinden. Das Licht dient dann wohl zur Abschreckung von diesen. Zufriedenstellend sind diese Antworten aber nicht, da es einen zweiten Eingang gibt, der diese ganze Luke und diese Spiegel unsinnig erscheinen lässt. Die Quarantäne-Aufschrift dient, denke ich, zur Abschreckung der Insassen, sodass die Swan-Bewohner nicht einfach draußen herumlaufen.
Desmond wirkt sehr seltsam, er weiß zwar schon längst, dass die Krankheit ein Fake ist und dennoch spritzt er sich weiterhin mit dem Zeug. Außerdem wirkt seine draufgängerische Art in den ersten drei Folgen seltsam. Ist aber wohl auf die Belastung zurückzuführen, alle 108 Minuten den Code einzugeben, und in dieser Station zu leben.

JACKS FLASHBACKS

Interessante und gute Flashbacks, denn hier gibt es so einiges an seltsamen Begebenheiten. So fällt Jack als Erstes eine Entscheidung wen er rettet: Shannons Vater oder Sarah. Er entscheidet sich für Sarah und bringt somit sich und Shannon auf den Weg, der sie zur Insel führt.
Die Wunderheilung von Sarah ist sehr interessant. Sie ist ein hoffnungsloser Fall und dennoch kann sie später wieder laufen. Jack verspricht es ihr und kann dieses Versprechen halten, aber erst nachdem er mit Desmond in diesem Stadion gesprochen hat, eine der besten Begegnungen außerhalb der Insel überhaupt. Wir erfahren hier schon, dass Desmond ein Segelboot hat und wohl dadurch auf die Insel gekommen ist, bestätigt wird das erst zwei Folgen später. Er jedenfalls glaube an Jack, da er es selbst nicht tut und wie durch ein Wunder geschieht es tatsächlich direkt danach. Ich schätze aber Desmond war viel mehr nur Katalysator, der wahre Grund dürfte Jacobs Berührung gewesen sein, die aus ihm einen herausragenden Chirurg gemacht hat.
Genial finde ich auch den Twist, er glaubt etwas nicht hingekriegt zu haben, aber es ist so, auf der Insel ist oft das Gegenteil der Fall.
Christian bittet Jack darum auch einmal etwas Hoffnung zu spenden, auch wenn es falsche ist, auf der Insel macht er es dann, er verspricht allen anderen Überlebenden, dass alles gut wird, dabei kann er sich dessen gar nicht so sicher sein.

WALT

Diese Erscheinung kommt wohl ausnahmsweise nicht von Samuel, sondern von Jacob. Ich bin der Meinung Samuel bedient sich der Toten für seine Erscheinungen und Jacob den Lebenden, die gerade außer Reichweite sind. Das er Shannon auswählt liegt wohl an der Tatsache, dass sie ihm durch Vincent sehr nahe steht. Das er rückwärts spricht, liegt denke ich daran, dass er eine Negativversion des echten Walt ist. Er sagt: "Don't push the button. Bad". Ich schätze das soll eine Warnung von Jacob sein, da daraus nur Böses entsteht und Samuels finsterem Plan dient. Tatsächlich werden sich einige Charaktere in dieser Staffel massiv verändern und daran ist auch die Station mit Schuld.

ANDERE CHARAKTERE

Wir erleben Locke das letzte Mal so intelligent und selbstbewusst wie in Staffel 1. Er hat es satt zu warten, widersetzt sich Jack und geht einfach zur Luke, um endlich zu erfahren, was sich darin befindet. Dabei scheint es ihm nicht einmal zu stören, dass seine Hände aufgerissen werden und er schon wieder kurz davor ist, jemanden in den Tod zu schicken. Toll fand ich bei dieser Szene, als Locke Kate herunterlässt. Übrigens auffallend, dass Desmond genau bei 4 vor die Lampe tritt, dann das Licht anschaltet und sie nach unten zieht.
Charlie nervt mal wieder. Es gibt keine Others, er hat wohl schon ganz vergessen, dass er von einem entführt und fast getötet worden wäre.
Hurley war mir auch sehr sympathisch und er tut mir schon fast Leid, dass ihm niemand so richtig die Zahlengeschichte glauben will.

BODYCOUNT

Shannons Vater stirbt bei diesem Autounfall und nicht Sarah, sehr wichtig für den weiteren Verlauf.

Summe: 24

FAZIT:
Ein sehr guter Auftakt in diese Staffel. Die erste Szene ist unglaublich gut gemacht und das Gefühl Teil eines sehr seltsamen Flashbacks außerhalb der Insel zu sein ist gut gelungen. Die ganze Düsternis und das Mysterium um diese Station sorgen dafür, dass auch der Rest der Folge überzeugt.


Nachgedanken:
- den Punkt mit der Walt-Jacob-Verbindung muss ich streichen, vermutlich ist es Shining-Walt selbst, der versucht die Losties vor den Gefahren der Station zu warnen (von der er weiß, seit er Locke berührt hat); Translokation ist somit nur eine weitere seiner besonderen Eigenschaften

1/23, 1/24 und 1/25 Exodus (Erik)

Nun endlich kriegen wir das erste Staffelfinale serviert und das auch noch in drei Teilen. Ich finde es grandios, da es einen perfekten Spannungsbogen hat und uns auch genau an den spannendsten Stellen zurücklässt. Eingeleitet wird alles, wie jedes Staffelfinale, durch eine bekannte Person, die zu den Losties kommt, hier ist es Rousseau.

EXODUS

Ein biblischer Name für dieses erste Finale. Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass alle Losties ihre derzeitige Heimat, das Strandcamp verlassen. Jack, Kate, Hurley, Locke und Arzt ziehen mit Rousseau zur Black Rock, um das Dynamit zu holen. Michael, Walt, Jin und Sawyer fahren mit dem Floß los, um gerettet zu werden. Die restlichen Überlebenden werden zu den Höhlen gebracht, wo sie sicherer sind vor den Others als am Strand.
Für zwei Charaktere ist dies eine Reise ohne Wiederkehr, Walt und Arzt.

ROUSSEAU

Wir hören das erste Mal den Namen Montand und das er im Dunklen Territorium seinen Arm verloren hat. Erst in Staffel 5 sehen wir,wie das passiert, eine Szene auf der ein Großteil der Lostfans lange gewartet haben. Ansonsten treten wieder kleinere Unlogikkeiten auf. Rousseau behauptet, die Rauchsäule erst gesehen zu haben, als sie schon eine Woche mit Alex zusammen war und da kamen sie auch, um sie zu holen. Wir sehen, dass die Rauchsäule bereits zu sehen war, als sie noch schwanger war. Allerdings kann es sein, dass sie das erzählt, um den Losties Angst zu machen, Bekanntermaßen war das alles inszeniert, damit sie Claires Baby gegen Alex eintauschen konnte. Dank Maternity Leave wissen wir auch warum sie so handelt. Doch sie scheitert mit diesem Plan, weil die Others nicht Aaron wollen, sondern Walt. Einer der überraschendsten Wendungen von ganz Lost.
Seltsam ist übrigens, wen sie anschaut, als sie "Run (Charlie), hide (Michael), or die (Jack)" sagt. Wenn man das großzügig interpretiert heißt das Michael versucht sich mit dem Floß vor den Others zu verstecken, Charlie durch Rennen (er rennt später bei der Suche nach Danielle) und vielleicht ist das der Hinweis, dass Jack doch noch in der Serie sterben wird.
Schön übrigens, dass hier bereits das mit den Kratzern angedeutet wird, was sich erst in Maternity Leave aufklärt.
Für einen ganz kurzen Moment hatte ich das Gefühl Danielle schaut Jin genauer an, aber das sie ihn wiedererkannt hat, habe ich nicht gesehen.

DAS FLOSS

Die große Hoffnung auf Rettung und sie wird am Ende einfach in die Luft gesprengt. Jedenfalls sorgt dieses Floss für die erste größere Trennung zweier Gruppen. Der Begriff Rafties wird in Staffel 2 geprägt, sie sind es, die mit den Tailies zusammentreffen.
Walts Entführung kommt sehr überraschend, genau wie der plötzliche Umschwung in der Szene, als Mr. Friendly meint sie kämen um den Jungen zu holen. Das ist das einzige Mal, dass wir Zwillinge zu sehen bekommen, die aber keine große Rolle in Lost spielen werden. Ich denke diese Entführung ist ein Teil von Samuels Plan, da er Walt braucht, um bestimmte Losties einen Grund zu geben, sich von Michael zu den Others führen zu lassen. Der Zweck des ganzen ist die Operation von Ben. Schön, wie hier die ersten Fäden gezogen werden.
Jedenfalls sehen wir hier auch deutlich wie sich Jin und Sawyer geändert haben. Sawyer versucht zu helfen, indem er die Waffe zieht und Jin springt sofort hinterher, als er angeschossen wird. Schön auch, wie durch diese Waffe, die Jack Sawyer gibt, bereits Shannons Tod eingeleitet wird.

BLACK ROCK

In einem großen anderen Teil des Finales geht es darum zur Black Rock zu gehen, um sich das Dynamit zu holen, damit sie endlich die Luke aufsprengen können. Wie es soweit im Dschungel gelandet ist war schon immer seltsam, Arzts Tsunami-Theorie scheint am besten zu passen. Das sie nicht einfach durch das Moven der Insel dorthin kommt, sehen wir im Auftakt des Staffel 5 Finales.
Seltsam ist auch, welche Strecke sie gefahren ist, denn von Mozambique nach England fährt man bestimmt nicht durch den Pazifik. Jacob hat also ganze Arbeit geleistet, und das Schiff extrem weit von seinem Kurs gebracht. Es verschwand auch angeblich und nur das Logbuch tauchte wieder auf, welches dann auch noch von Widmore ersteigert wird.
Eine weitere kuriose Begebenheit ist die Tatsache, dass dort Dynamit gebunkert wird, eine Erfindung, die gerade erst auf dem Markt gewesen sein dürfte. Das erklärt aber auch warum es so instabil ist, Arzt in der Hand, und beim Aufprall in Smokeys Loch explodiert.
Es könnte sein, dass Richard mit an Bord der Black Rock war und das seine Crew die Urothers waren. Nur so eine Idee, da Samuel mit Jacob über die Art redet, wie die Menschen auf der Insel agieren, könnte es die Einleitung zum nächsten Akt sein, indem als Erstes die Others kommen.

SMOKEY

Seine Auftritte verwirren mich massiv in diesem Finale, denn sie machen in Bezug auf Samuels Plan zunächst wenig Sinn. Der erste Auftritt lässt sich noch leicht erklären. Arzt hatte sich von der Gruppe entfernt und da er draufgehen muss bei der Dynamit-Sache musste er wieder zur Gruppe zurückgebracht werden. Deswegen verschwindet Smokey auch gleich wieder.
Der zweite Auftritt ist da schon seltsamer, denn im Gegensatz zu der ersten Begegnung mit Locke, rennt dieser dieses Mal panisch davon und Smokey wird aggressiv. Er zieht Locke zu einem Loch, genau wie damals Montand. Nur mit vereinten Kräften können Jack und Kate verhindern, dass er vollständig hineingezogen wird. Was wollte Smokey bzw. Samuel bewirken?
Ich denke er wollte Lockes Glauben an die Insel erneuern, da er zunehmend brüchig wird, was wir in der nächsten Staffel immer wieder sehen. Da erleben wir einen total verzweifelten Locke, der sich nichtmal gegen Jack durchsetzen kann und dauernd am Flennen ist. Vielleicht wollte er Locke auch nur noch einmal testen, ob er wirklich die geeignete Person für seinen Plan ist.
Mit Sicherheit hat Samuel danach seinen Plan teilweise geändert, denn ab Staffel 2 läuft wieder alles für ihn.

DESTINY AND FATE

Es gibt hier eine Menge tolle destiny und fate Diskussionen. Sun redet davon, ob es ihr Schicksal ist, hier zu sein, ja Sun so ist es. Claire meint, das Schicksal existiere nicht, sie wird diese Meinung noch bald ändern.
Und dann ist da noch die beste Locke-Jack Unterhaltung der ganzen Staffel. Jack ist total aufgebracht wegen Lockes Verhalten bei dem Loch und sie führen ein interessantes Gespräch, welches mit den Worten endet: "each one of us was brought here for a reason". Zumindest die wichtigen Personen sind alle in irgendeiner Weise von Jacob berührt und so hierher geführt worden. Locke selbst ist durch Abbadon auf die richtige Spur gebracht worden.
Jin wiederum sieht in der Insel eine Bestrafung für sein früheres Leben, dabei ist es eher die Chance für einen Neuanfang, wie sich später herausstellt.
Desweiteren gibt es eine tolle Anspielung, dass das alles nur ein großes Spiel zwischen Jacob und Samuel ist, als Locke auf Jacks Frage antwortet mit "Absolutely".

FLUGHAFEN FLASHBACKS

In diesen höchst eigenartigen Flashbacks, in der noch einmal alle Charaktere kurz vor dem Flug gezeigt werden, merken wir, dass alle noch ihre alten Charaktereigenschaften haben, sich aber mittlerweile geändert haben.
Michael und Walt vertragen sich wieder, und er will ihn auch behalten. Ironischerweise wächst er dann doch bei seiner Großmutter auf.
Charlie ist immer noch drogensüchtig, dummerweise nur führt ihn Sayid direkt an dem Flugzeug mit den Marienstatuen vorbei. Glückwunsch Sayid, du hast den schlechtesten Handlungsstrang der nächsten Staffel eingeleitet. Charlie nervt übrigens gewaltig, besonders als er einfach Sayid eine runterhaut, der nichts dafür kann.
Interessant, dass Jack auf Ana-Lucia trifft und sie fast die Plätze tauschen. Man stelle sich mal Jack als Tailie vor.
Hurley, der fast den Flug verpasst durch kuriose Umstände, ist für mich ein Zeichen, dass jemand nicht wollte, dass er an Bord kommt. Das führt mich zur Theorie Hurley= Variable. Die entscheidende Figur von Jacob, die alles ändern kann. Ach ja und wir hören den Hurleybird. Dieser ist aber meine Meinung nach nur ein Gag der Autoren, der keine besondere Erklärung braucht. Auch schön, dass er richtig damit liegt, was sich unter Luke befindet. Hoffnung, wie Locke es sagt, ist dort ganz bestimmt nicht.
Wir erfahren auch endlich, wie Sawyer an Bord des Flugzeuges kam, inclusive seines ganzen Namens. Auch schön, dass er über Jack mit der Begegnung seines Vaters spricht. Wohl das einzige Mal, dass eine solche Begegnung auch angesprochen wird. Jedenfalls sorgt es für einen positiven Abschied zwischen Sawyer und Jack.
Seltsam, warum will sich Kate so unbedingt von Sawyer verabschieden, der sie noch einen Tag vorher vor allen bloßgestellt hat?

BODYCOUNT

Man stelle sich das mal vor im ganzen Finale stirbt nur einer, Redshirt Arzt mit einer Menge schwarzem Humor.

Summe: 23

FAZIT:

Grandioses Ende einer genialen Auftaktstaffel. Der Zuschauer wird nicht gelangweilt und es läuft die ganze Zeit auf zwei wahnsinnige Cliffhanger zu, die die Geduld des Lost-Fans auf die Probe stellen. Es wirkt schon sehr seltsam, dass zumindest der "Hol das Baby von der verrückten Französin zurück"-Strang noch aufgelöst wird, in jedem anderen Finale wäre das nicht der Fall gewesen.


GESAMTFAZIT STAFFEL 1 (Achtung Mini-Spoiler!):

Diese Staffel hat eine besondere Atmosphäre, die auch nach mehrmaligen Ansehen noch immer genial wirkt. Die Charaktere und deren Handlungen stehen im Mittelpunkt und nicht so sehr die Mystik. Diese Themen werden bestenfalls angeschnitten mit den Others, der Black Rock und der Luke. Das Camp gefällt mir sehr und auch die Tatsache, dass sie alle nur überleben und gerettet werden wollen. Nervige Charaktere wirken eher belustigend und werden nicht wie später zu einer Belastung der Serie. Füllfolgen und überflüssige Flashbacks gibt es zwar bereits, aber ein roter Faden ist durchgehend zu erkennen. Sollte Staffel 6, wie von den Autoren angekündigt werden, so sein wie Staffel 1 und ohne veränderte Zeitlinie, dann kommt Lost mit Sicherheit zu einem zufriedenstellenden Ende.

Weiter gehts mit der meiner Meinung nach schlechtesten Staffel.




Nachgedanken:
- Arzt hatte mit der Black Rock tatsächlich Recht (auch wenn das wie eine große Enttäuschung war)
- auch das Richard mit der Black Rock kam stimmt so weit, aber nicht, dass die restlichen Überlebenden die Urothers waren
- Zwillinge spielen doch eine Rolle, denn Jacob und Samuel sind (zwei komplett sich nicht ähnelnde) Zwillingsbrüder
- Jack stirbt mit der letzten Sekunde der Serie
- und eine halbgare Erklärung für den Hurley-Bird gibt es unfassbarerweise tatsächlich im Epilog

1/22 Born To Run (Erik)

Ich habe beim erneuten Sehen unterschätzt wie schlecht diese Folge ist. Mit Abstand die schlechteste Vorfinalsfolge. Kate schafft es hier, dass mein Ansehen bei ihr noch weiter sinkt.

KATE

Unfassbar wie egoistisch diese Frau doch ist. Sie überredet eine verzweifelte Ehefrau. ihren Eheman zu vergiften und tut dann so, als wäre es in ihrem eigenen Interesse. Dann schleimt sie sich noch bei Michael ein,und der fällt auch noch auf sie rein, nur damit sie nicht ins Gefängnis muss. Das ist einfach nur schlecht, schlecht und nochmals schlecht.
Die Steigerung kommt aber in den Flashbacks, sie nutzt einen alten Freund aus, um noch einmal mit ihrer sterbenskranken Mutter zu reden, die mit ihr nichts mehr zu tun haben will. Dann bringt sie ihn auch noch bei ihrer Flucht um. Außerdem, wie kann man nur 20 Jahre an einer Jugendliebe hängen? Hilfe ist das peinlich, Kate.
Außerdem ist mir hier ein gigantischer Fehler aufgefallen, wenn Diane im San Sebastian-Krankenhaus liegt, und auch Jack dort arbeitet (wie wir hören), dann ist es seltsam, dass Kate und Tom zwischendurch in Iowa sind. Niemand kann mir erzählen, dass Tom einen Arbeitsweg über das halbe Land hat. Vielleicht ist es aber auch ein Krankenhaus in Iowa und das mit Dr. Shephard ist nur eine falsche Fährte. Auch dieser Name ist nicht einmalig.
Ein kleines Detail ist mir dann doch aufgefallen, diese Zeitkapsel ist die Box, die sie nach ihrem Ladendiebstahl von Jacob bekommt. Ich glaube damit ist alles über die Wichtigkeit dieses Charakters gesagt.
Der einzige, der mir da gefallen hat, war Sawyer, als er sie vor allen bloßstellt und sie gestehen muss, dass sie auf der Flucht ist. Das beste an dieser lahmen Folge.

DIE LUKE

Schön wie der Jack-Locke Konflikt weitergeht, als die beiden sich darüber unterhalten, warum Locke nichts von der Luke gesagt hat. Hier wird Jacks Anführerstatus das erste Mal zurecht in Frage gestellt, seit wann ist ihm jemand Rechenschaft schuldig? Er selbst hatte Geheimnisse vor den anderen, wie den Waffenkoffer. Toll, dass Locke das anspricht.
Da beide aber die Luke öffnen wollen, arbeiten sie zusammen, endlich sind die Weichen dafür gestellt, dass dieses Ding geöffnet werden kann.
Sayid will sie vergraben, da er glaubt nichts Gutes steckt darunter, damit hat er natürlich Recht. Trotzdem ist er eine der ersten Personen, der die Swan-Station betritt.
Interessant auch Walts "Don't open it". Ich sehe das als Warnung von Jacob, der sie davon abhalten will, weil es Samuels Plan dient und daraus nur Böses entsteht. Wie wir sehen hat er damit Recht.
Andererseits scheint auch Samuel, Walt beeinflussen zu können, denn Walt überzeugt Michael endgültig davon, dass sie losfahren müssen. Wie wir wissen endet das in Walts Entführung, die ein Teil von Samuels Plan ist.

ANDERE CHARAKTERE

Ein neuer, genialer Redshirt wird eingeführt, Arzt. Ich finde es toll, wie er hier den Geographielehrer heraushängen lässt, obwohl er lügt, wie wir in einer Mobisode sehen.
Sawyer sagt, es gäbe nichts mehr, für was es sich lohnt, auf der Insel zu bleiben. Er wird aber noch drei Jahre dort bleiben und viel erleben, was ihn verändert.

BODYCOUNT

Der arme Tom muss aufgrund von Kates egoistischem Verhalten sterben.

Summe: 22

FAZIT:
Die schlechteste Vorfinals- und Staffel 1 Folge. Kates egoistisches Verhalten auf der Insel und in den Flashbacks geht einem nur unglaublich auf die Nerven und spätestens nach dieser Episode kann man nichts anderes als diesen Charakter zu hassen. Das einzig gute war hier Locke und die Einführung von Arzt.


Nachgedanken:
- mittlerweile bin ich der Meinung, Walts kryptische Warnung an Locke kam weder von Jacob noch von Samuel, sondern war nur ein weiterer Aspekt von "Shining-Walt"; das Schlechte was er gesehen hat, lässt sich einfach erklären: in dieser Station wird sein Vater zum Mörder, nur um ihn zu retten
- langsam glaube ich Kates "Spezialfähigkeit", die sie durch Jacob bekam, ist, dass sämtliche Leute ihr vertrauen und Zuneigung für sie empfinden, egal was sie angestellt hat, anders kann ich mir das nicht erklären, warum die Losties Kate ertragen und ihr vertrauen

1/21 The Greater Good (Erik)

Lost geht auf das Finale zu, doch ehe es soweit ist, müssen sich die Fans mit zwei lahmen Folgen herumschlagen, dies ist die erste. Das Potential wurde ganz klar verschenkt. Boone ist tot, Locke ist verschwunden, dann taucht er plötzlich wieder auf, um jetzt doch die Wahrheit zu erzählen. Ein Sayid-Flashback wirkt völlig überflüssig an dieser Stelle, die erste Shannon-Folge hätte viel besser gepasst.

THE GREATER GOOD

Hier ist es bezogen auf Sayid, der durch die Ausnutzung von Essam endlich Nadia finden kann. Er redet Essam ein, er tue dies für ein "greater good", um seine Frau zu rächen. In Lost fiel dieser Begriff bereits durch Christian. In der ganzen Serie ist es wohl Samuels Plan Jacob zu töten, denn so ziemlich alles dient dazu.

LOCKE

Er entfremdet sich langsam von der Gruppe. Bei der Beerdigung steht er allein, den anderen Überlebenden, in seinem von Boones Blut getränkten T-Shirt, gegenüber. Walt schaut ihn düster an und Shannon beschließt sogar, ihn umzubringen. Es stellt sich heraus, dass er es war, der Sayids Plan, den Sender des Notsignals zu orten, zunichte gemacht hat. Dabei denke ich, hat er im Sinne von Samuel und nicht, wie er es sagt, im Sinne der Gruppe gehandelt, denn am Funkturm ist nichts Böses und das noch nicht alle Losties gerettet werden sollen, ist Samuel nur Recht.
Und obwohl jemand dafür gestorben ist, ist er immer noch nicht bereit, den anderen von der Luke zu erzählen. Erst als Sayid darauf beharrt, führt er ihn hin.
Außerdem beginnt hier der Jack-Locke Konflikt, auch wenn Jack für die erste Konfrontation noch zu schwach ist. Doch das er ihn angeschossen liegenlässt, ohne zu helfen, ist ein deutliches Zeichen, dass da viel Hass bei Jack ist.

SAYIDS FLASHBACKS

Wir erfahren hier, wie er nach Australien gekommen ist. Vom CIA geschnappt, wird er dazu benutzt, um einen Terroranschlag zu verhindern. Deshalb kam bei vielen Lost-Fans die Idee, das CIA steckt hinter dem Absturz, aber um das sofort zu widerlegen, baute man die Szene mit ein, in der Sayid darum bittet einen späteren Flug zu bekommen. Da das CIA bis heute nicht mehr oft vorkam, denke ich, dass dem auch so ist. Das Fernbleiben dieser großen Einrichtungen aus dem Großteil der Serie war schon immer ein Riesenpluspunkt von Lost.
Wir sehen hier die Terroristen Half-Life spielen. Vom gleichen Hersteller ist auch das soviel geächtete Counter Strike, also schon eine kleine Ironie, was sie hier spielen.
In diesem Spiel geht es jedenfalls darum, dass durch einen Unfall mit anomaler Materie (ein erster Hint zu Lost) ein Portal zu einem anderen Planeten geöffnet wird, und das durch unkontrolliertes Teleportieren immer wieder Aliens auf die Erde gelangen. Als Gordon Freeman muss man nun aus dem Black Mesa Komplex fliehen, der Ort an dem diese Katastrophe geschah, und einen Weg finden das alles zu stoppen. Ein weiterer Lost-Bezug ist, dass das Militär, das eigentlich zur Rettung kommen soll, alle Wissenschaftler tötet, um den Vorfall zu vertuschen. In Lost ist es der Söldnertrupp. Wie das in solchen Spielen ist, schafft man das, und kommt auf den Planeten, wo man den großen Oberboss tötet. Doch statt eines normalen Spielendes, wird man von einer seltsamen Person im Regierungsanzug einfach aus dem Spiel genommen und in Stasis versetzt. Ich hoffe Lost endet nicht auf ähnlich mysteriöse Art und Weise.

Schön finde ich noch ein paar Sätze die Sayid zum Schluss sagt. Wir haben wieder einen Zeitreisebezug: "Time won't make a difference". Genauso sieht es nämlich aus.
Und den Satz: "There's always a choice". Das trifft auf alle Charaktere zu, besonders musste ich aber an Ben denken, der im Staffel 5 Finale die Wahl hat, Jacob zu töten oder nicht. Genauso ist es auch bei Locke zu sehen, ob er nun seinen Vater treffen will oder nicht.

ANDERE CHARAKTERE

Entweder ist Kate einfach nur die schlechteste Wächterin die es gibt oder Shannon trägt einen Tarnumhang, als sie Jacks Schlüssel klaut. Dann kapier ich nicht, wie sie herausgefunden hat, wo Jacks Koffer liegt. Genauso ist es seltsam, fast unlogisch, dass aus der verwöhnten Göre plötzlich eine eiskalte Killerin wird, die Locke fast umbringt.
Diese Charlie-Claire-Aaron-Geschichte fängt an, einer der grausamsten Handlungsstränge in Staffel 2.
Und toll zu sehen, was aus Jacks Entschluss geworden ist, Locke zu finden. Er ist völlig entkräftet im Kreis gelaufen und von Kate gefunden worden.

BODYCOUNT

Mit Essam haben wir wiedermal einen Selbstmörder. Ansonsten sterben außer den Zombie-Professoren im Half-Life-Spiel niemand.

Summe: 21

FAZIT:
Ganz klar Potential verschenkt, eine Sayid Folge, an einer Stelle an der eine Shannon-Folge oder gar keine Centric hätte sein müssen. Eine plötzlich sehr veränderte Shannon, deren Verhalten nicht einmal mit dem Tod ihres Bruders zu erklären ist. Noch dazu ein Locke, der einfach wiederauftaucht. Eine unterdurchschnittliche Folge.


Nachgedanken:
- "greater good" deutet an wie Sayid stirbt, denn er opfert sich auch indem er eine Bombe mitnimmt und dabei draufgeht

1/20 Do No Harm (Erik)

Eine Menge Dramatik prägt diese Folge, mit Boone stirbt der erste Maincharakter und nebenbei wird Aaron geboren.

DO NO HARM

Dies ist ein Vorsatz nachdem Ärzte handeln sollten. Jack wird aber immer wieder dagegen verstoßen, denn mit seinen Entscheidungen schadet er eher anderen, als dass er ihnen hilft. Der Höhepunkt ist dann die Aktion mit der Wasserstoffbombe, die wohl alle Menschen auf der Insel töten wird.

BOONES TOD

Eines der zentralen Themen dieser Folge ist das Ableben des ersten Maincharakters, und auch wenn es nur der nervige und trottelig wirkende Boone ist, so erreicht es ein Level an das höchstens noch Charlie rankommt.
Hier merkt man deutlich Jacks Wahn, jeden retten zu wollen. Anfangs wirkt alles noch sehr professionell mit dem Bein und dem Luftröhren-Schnitt, aber schließlich steigert er sich zu sehr hinein. Er pumpt etwa ein Liter seines eigenen Blutes in Boone, ehe er merkt, dass es aufgrund des Kompartmentsyndroms in seinem Bein nichts bringt. Erst danach kommt er auf die Idee das Bein zu amputieren.
Hier sagt Boone einen sehr interessanten Satz, der uns schon jetzt den Grund des Flugzeugabsturzes nennt, obwohl wir es nicht verstehen, da er das falsche Flugzeug meint: " It fell -- the plane. It's because of the hatch".
Es sind dabei sogar Parallelen zu Locke zu sehen, auch diesem wird ein gebrochenes Bein gerichtet und dabei ein Stock in den Mund gelegt, damit er durch die Schmerzen nicht die Zähne zusammenbeißt. Ähnlichkeiten auch bei Sawyer, als er angeblich einen Herzschrittmacher bekommt.
Am Ende schafft es Boone selbst Jack davon abzubringen ihm das Bein zu amputieren und stirbt, während gleichzeitig Aaron geboren wird.
Das alles facht den Jack-Locke Konflikt an, auch wenn Jack wenig schlau sofort auf eigene Faust in den Dschungel loszieht.

JACKS FLASHBACKS

Wir lernen hier das erste Mal etwas über Jacks Ehe kennen. Leider wird dieser Handlungsstrang in den zukünftigen Jack-Folgen viel zu sehr in die Länge gezogen. Jedenfalls taucht hier das Thema "let it go" auf, etwas womit Jack große Probleme hat, auch in den späteren Folgen. Bei seiner Ehe fällt das deutlich auf, auch bei seinem Drang andere Menschen zu retten. Bei Boone schafft er geradeso noch die Wende.
Dann kommt noch die Redewendung "fix it" vor, etwas das Jack immer wieder probiert, aber immer wieder daran scheitert, wie es auch sein Vater zu ihm gesagt hat.

ANDERE CHARAKTERE

Die Zeitreisenden stoßen an diesem Tag erstmals in die Zeit der Losties, leider sehen wir Sawyer nicht im Gebüsch hocken. So eine weite Vorausplanung hatten die Autoren dann also doch nicht.
Ironisch, dass Shannon mit Sayid über Boone rede, und sie mit ihm auskommen müssen. Sie ahnt noch gar nicht, dass Boone gerade im Sterben liegt.
Und Jin ist ein Superhörer. Kate und Claire sind sonst wie weit entfernt und dennoch hört er sie schreien, während er am Floß baut. Er ist mir in dieser Folge sehr sympathisch.

BODYCOUNT

Nach 20 Folgen stirbt mit Boone der erste Maincharakter, damals noch etwas Besonderes, ist es mittlerweile fast nur noch Bestandteil von schockierenden Szenen.

Summe: 20

FAZIT:
Für mich die beste Folge der 1.Staffel, schon unglaublich, da es eine Jack-Folge ist. Der Kontrast zwischen Leben und Tod, Boone stirbt und Aaron wird geboren, und diese Dramatik die da herum entsteht machen aus dieser Folge etwas ganze Besonderes. Der beginnende Jack-Locke Konflikt ist ein perfektes Ende.


Nachgedanken:
- durch Staffel 6 hat diese Folge sogar noch an Tiefe gewonnen, denn das "Let Go" ist ein zentrales Element der Side-Flashes
- da wir nie wirklich erfahren was Boone noch zu Shannon sagen wollte, wäre es im Hinblick auf Staffel 6 durchaus anzunehmen, dass er Shannon zu der Beziehung mit Sayid geraten hätte

1/19 Deus Ex Machina (Erik)

Eine Top-Folge von Lost, die unglaublich spannend und mysteriös ist. Locke-Folgen sind sowieso immer was Besonderes, diese erst Recht, da wir die grausame Vergangenheit dieses Charakters kennenlernen.

DESMONDS RETTUNG TEIL 2

Wurde in Hearts and Minds durch die Veränderung von Boone der erste Schritt getan, so legt hier Samuel den entscheidenden nächsten Schritt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Traum von Samuel kam. Locke kann von dem Flugzeug nichts wissen und trotzdem sieht er es abstürzen, ironischerweise sieht er durch die Zeitreisen tatsächlich den echten Absturz. Boone erzählt von seiner Nanny Theresa und ist blutüberströmt zu sehen. So wird klar, dass Samuel ein Opfer verlangt und Locke weiß auch, wie er Boone dazubringen kann. Desweiteren ist es viel zu auffällig, dass er ausgerechnet hier seine Fähigkeit zum Laufen verliert, bis Boone tatsächlich abstürzt. Wenn man bedenkt, dass Jacob ihn vor dem Tod gerettet hat, als er ihn nach seinem Sturz erweckt hat, wäre es möglich, dass Samuel es war, der ihn wieder laufen lassen konnte, um ihn an die Insel glauben zu lassen. So wäre es doch ein Leichtes für ihn, dies wieder zurückzunehmen.
Das Flugzeug hat auch noch eine andere Bedeutung, da es mit dem anderen Man of Faith auf dieser Insel zusammenhängt und noch für was anderes gebraucht wird. Hier dient es aber nur dazu, Boone zu opfern, Locke zur Verzweiflung zu treiben (das einzige Mal in einer ganzen Staffel übrigens), um so durch das Hämmern auf die Luke Desmond davor zu bewahren, sich zu erschießen. Es ist klar, dass er verzweifelt ist, da der Traum ihm eigentlich suggeriert hat, dass er durch das Flugzeug die Luke öffnen kann.
Boone ist komplett davon überzeugt, als Locke ihm die Geschichte mit Theresa erzählt und unternimmt diese lebensmüde Klettertour. Noch dazu kommt, dass ausgerechnet an diesem Tag die Tailies das Funkgerät verwenden und Boone den einen entscheidenden Augenblick länger in dem Flieger bleibt. Schön, dass zwar Sam Anderson noch nicht gecastet worden war, aber wenigstens eine Männerstimme verwendet wird, im Gegensatz zum deutschen Ton.

LOCKES FLASHBACKS

Höchst interessant, was wir da zu sehen bekommen. Zunächst erklärt er dem Jungen das Spiel mit der Mäusefalle. Deren Kompliziertheit und Komplexität erinnert an Samuels Plan, die letztendlich auch bei Locke zuschlägt.
Dann lernen wir seine sehr seltsame Mutter kennen, deren einziger Zweck es ist Locke auf die Spur seines Vaters zu bringen, damit er eine Niere kommt. Schön wie sie sagt, dass er Teil von etwas Großem ist, das ist er nämlich schon vor seiner Geburt. Auch wird hier schon der Werdegang der Figur Locke angedeutet, ihm wird eingeredet er wäre etwas Besonderes und auserwählt, dabei wird er am Ende nur betrogen, damit sich eine andere Person einen Vorteil durch ihn verschaffen kann. Das gleiche passiert ihm auch auf der Insel. Schon hier ist also klar, Locke ist nur eine Marionette.
Schließlich lernen wir die widerlichste Lost-Figur überhaupt kennen, Anthony Cooper. Er behandelt Locke eine zeit lang wie einen Sohn, bis dieser bereit ist ihm seine Niere zu geben, und lässt ihn dann fallen. Allerdings sind diese Ereignisse entscheidend dafür, dass er auf die Insel kommt, denn nur dass er trotz allem noch immer an seinem Vater hängt, bringt ihn auf die Insel. Bereits hier wird er durch den Schuss von Ben vor dem Tod bewahrt, da die fehlende Niere ihn rettet. Schlussendlich hat Anthony Cooper ihn doch gerettet, genial wie das alles zusammenpasst.
Zur Inselhandlung gibt es auch eine schöne Parallele, er nennt Boone kurz "son", dann sagt das Anthony Cooper in seinem Flashback zu ihm. Locke sieht sich in dem Moment wohl wie sein Vater, da er auch vorhat jemanden mächtig zu verarschen.
Eine einzige Szene stört mich an diesem Flashback. Locke wird angefahren, fällt auf den Hinterkopf und steht auf, wie als wäre nichts passiert. Auch der Fahrer kümmert sich nicht weiter darum. Eine billige Effekthascherei, die uns für einen Moment glauben lassen soll, so endet er im Rollstuhl.

ANDERE CHARAKTERE

Der erste Maincharakter steht zwar kurz vor dem Tod, im Gegensatz dazu haben alle anderen ihren Spaß. Sawyer ist weitsichtig und muss eine Brille tragen. Das genialste ist dabei dieses Patientengespräch mit der Fragerei, Jack weiß schon nach dem Ansehen der Pupillen, dass Sawyer weitsichtig ist und fragt ihn dennoch ziemlich peinliche Fragen. Genauso gut die Reaktionen der anderen Abgestürzten auf seine Brille.
Und wir sehen hier bereits Yemi und Goldie, die ein Teil von Ekos Vergangenheit sind. Der Absturz muss aber schon einige Jahre her sein, wenn man sich den Zustand der Leichen ansieht. Wie sie nun genau von Nigeria dahingekommen sind, ist immer noch ein Rätsel, aber vermutlich sind sie zufällig in die movende Insel hineingeflogen.

BODYCOUNT

Der erste Maincharakter steht kurz davor und wir sehen zwei vergammelte Leichen im Dschungel. Yemi und Goldie kommen schon jetzt dazu, ehe wir wissen wer das überhaupt ist.

Summe: 19

FAZIT:
Diese Folge beinhaltet alles, weshalb ich Lost so liebe. Spannung, Mystik, Dramatik und Komik. Es ist unglaublich fies mit anzusehen, wie Locke in seiner Vergangenheit von seinem Vater ausgenommen wird, das relativiert sich aber, als wir sehen, dass er das gleiche mit Boone vorhat.
Eine Top-Folge, an die man sich immer erinnern wird, wenn man an Staffel 1 zurückdenkt.


Nachgedanken:
- "See you on the other side, son." Irgendwie stimmt das sogar in Staffel 6, beide treffen sich wirklich in den Side-Flashes wieder, wenn auch Cooper in einem völlig anderen Zustand ist
- ich bin noch immer der Meinung, der Locke-Traum kam von Samuel und auch die Heilung Lockes
- da neben den Nigerianer auch Römer und Ägypter, sprich Völker, die meilenweit von der Insel entfernt leben, irgendwie dorthin kommen, ist es sehr wahrscheinlich, dass die movende Insel zum Teil heftiger durch den Raum springt als angenommen

1/18 Numbers (Erik)

Die Zahlen werden eingeführt und die Vergangenheit des bisher harmlosesten und nettesten Lost-Charakter erweist sich als wahrlich schauderhaft.

4 8 15 16 23 42

Es sind Zahlen, die überall in der Show auftauchen und Lost-Fans fingen nach dieser Episode an überall danach zu suchen, wo sie denn auftauchen. Da das andere schon sehr ausführlich getan haben, verzichte ich darauf und werde es auch in Zukunft. So beschäftige ich mich lieber mit der scheinbaren Macht der Zahlen und der Tatsache, dass sie verflucht sind. Wir wissen nun endlich, dass sie nichts weiter als eine billige Seriennummer für die Swan-Station sind und über den Funkturm in den Pazifik gesendet wurden. Doch dadurch verändern sie das Leben von einigen Menschen radikal und eher zum Schlechten als zum Guten. Deshalb bleibt die Frage, ob die Zahlen verflucht sind. Sam Toomey benutzt sie bei einem Bohnenfass und bekommt dadurch viel Geld. Ich frage mich wie er sie eingesetzt hat, da 108 (die Summe) zu wenig erscheint und 74188800 (das Produkt) zuviel. Jedenfalls fängt danach eine lange Pechsträhne an, seltsamerweise nicht für ihn, sondern für seine Mitmenschen. Er beendet das ganze mit einem Selbstmord, der mit demjenigen, der auch sein ganzes Leben mit den Zahlen zu tun hat, Radzinsky, beängstigende Ähnlichkeit hat.
Der andere, der die Zahlen hört, endet in einer Anstalt, wo er sie pausenlos vor sich hinspricht und sie so Hurley hören lässt. Könnte es sein, dass alles was passiert ist, nur gelenkt worden ist, damit Hurley von den Zahlen weiß, sie anwendet und so nach Australien und letztendlich in den Flieger kommt? Wäre anzunehmen, da ich der Meinung bin Hurley ist noch unglaublich wichtig. Übrigens es ist nicht so, dass seine Pechsträhne abreißt, sie geht weiter, betrifft aber seltsamerweise nie ihn selbst.
Auch Rousseaus Team wird durch die Zahlen hergelockt und auch sie verliert alles was sie hat.

HURLEYS FLASHBACKS

Neben den ganzer Sache mit den Zahlen tauchen hier ein paar nette, zum Teil lustige, Verbindungen auf. Wir sehen, dass das Lottogirl Sawyers One-Night-Stand aus Outlaws ist. Tricia Tanaka ist bereits zu sehen. Und außerdem kauft er Lockes Papierfabrik auf.
Seltsam bleibt nur, dass niemand Hurley als Lottogewinner wiedererkennt. So eine Figur müsste sich doch eigentlich einprägen. In Italien hat der Riesengewinn Schlagzeilen gemacht und hier in der Serie eigentlich auch. Lost sorgt wohl dafür, dass es bei den Zahlen 4 8 15 16 23 42 wohl bei einem 6er die meisten Gewinner und den niedrigsten Gewinn allerzeiten geben wird.
Desweiteren lernen wir die sehr unheimliche Martha Toomey kennen, die Frau macht einem richtig Angst.

BOXES

Unglaublich oft taucht hier das Thema boxes auf. "Everybody need boxes" sagt Hurleys Buchhalter. "You open the box", meint Lennart kurz vor seinem Anfall, woraus im Deutschen Büchse wird, was damit ein Hinweis auf die Büchse der Pandora ist. Vielleicht ist diese tatsächlich durch Hurleys Zahlenverwenden geöffnet worden, wenn wir sehen was alles dadurch ausgelöst worden ist.

BRÜCKEN

Das ist die einzige Brücke, die wir auf der Insel zu sehen bekommen und sie geht gleich kaputt. Seltsamerweise spielen Brücken in Lost überhaupt keine Rolle, außer diejenige von der Jack in "Through The Looking Glass" springen will.

ROUSSEAU

Durchgedreht ist die Frau definitiv, vermint ihr Lager, sodass es durch eine Falle explodiert. Ihre Geschichte ist interessant in Hinblick auf Staffel 5, offenbar war ihr Team noch eine zeitlang ganz normal, so zwei Monate, ehe da eine deutliche Veränderung herausstellte. Und das sie es schafft das Signal zu verändern, ist für mich ein weiterer Hinweis, dass Dharma zu diesem Zeitpunkt schon längst gepurgt war.

ANDERE CHARAKTERE

"I'm good at putting bits and pieces together". Eine sehr seltsame Andeutung von Locke, denn wir haben nie gesehen, dass ihm das so richtig gelingt. Jemand anderem aber schon, nämlich die Person, die Locke bei einem Riesenplan involviert hatte. Irgendwie kommt mir Claire schon etwas dämlich vor, dass sie so lange braucht, bis sie weiß was Locke da eigentlich baut.
Sayid ist auch nicht mehr ganz auf der Höhe oder warum bekommt er nicht mit, dass Hurley eine seiner Karten klaut.
Ach ja und warum musste eine "Kate muss unbedingt nochmal dabeisein"-Szene mit reingenommen werden.
Und schön fand ich noch Hurleys "She says hi", erinnerte mich an Ana-Lucias "Libby says hi."

BODYCOUNT

Durch Hurleys Pechsträhne sterben eine Menge Personen, hier sehen wir wie sein Großvater Tito einem Herzinfarkt erliegt, wir hören wie der Pfarrer auf seiner Beerdigung von einem Blitz getroffen wird und sehen dann noch jemanden vom Hochhaus stürzen.
Und Sam Toomey bringt sich selbst um.

Summe: 17

FAZIT:
Unheimlich und mysteriös. Die Symbolik der Zahlen wird gut eingeführt, unser bisheriges Bild über Hurley gerät ins Wanken. Außerdem noch die grandiose Abschlussszene mit den Zahlen auf der Luke. Eine sehr gute Folge.


Nachgedanken:
- das Hurley sehr wichtig war für die Insel, wird spätestens im Serienfinale endgültig klar
- offenbar war die Insel 1988 kurz für die Außenwelt sichtbar (sei es durch ein fehlgeschlagenes Dharma-Experiment oder etwas Anderem), sodass sowohl Sam und Leonard als auch Rousseaus Team die Zahlen vernehmen konnten

1/17 ...In Translation (Erik)

Viel Action und ein gewaltiges Konfliktpotential prägen diese Folge. Endlich erfahren wir mehr über Jin und merken wie übel ihm doch eigentlich mitgespielt wurde.

LOST IN TRANSLATION

Ich habe mal frecherweise das Lost hier davor gesetzt, von den Autoren bewusst weggelassen, wegen dem Namen der Serie. Dies ist eigentlich ein bekannter Film, aber hier ist es eine eindeutige Anspielung auf Jins Sprachbarriere.

JIN FLASHBACKS

Erst jetzt wird deutlich, was dieser Mann alles durchmachen musste und was für einen undankbaren Job er für seinen Stiefvater zu erledigen hatte. Er macht das alles für Sun, die ganze Arbeit und verliert sie am Ende fast. Auf der Insel aber passiert das vorübergehend. Warum aus der Tatsache, dass seine Frau Englisch gelernt hat, eine so große Sache gemacht wird, werde ich zwar nie verstehen, aber das gab Jin wohl den Rest. Schön auch, dass wir hier seinen sympathischen Vater kennenlernen, der ihn genau den richtigen Ratschlag gibt, diesen letzten Auftrag für Paik zu erledigen und dann ein neues Leben anzufangen. Die Chance dazu hat er, obwohl der Auftrag nur zur Hälfte erfüllt wurde. Außerdem spricht sein Vater von einer besseren Welt als Jin sie sieht.
Bisher ist aber ein gutes Ende zwischen Sun und Jin noch nicht zu erkennen.
Auf der Insel fand ich es aber sehr seltsam, dass Jin sich so verdächtig macht und nach der Hilfe beim Löschen gleich zu den Höhlen verschwindet. Könnte aber auch damit zusammenhängen, dass er sich noch immer nicht zur Gruppe dazuzählt. Weiterhin bleibt komisch, dass ausgerechnet Sawyer, der keine Spuren lesen kann, ihn findet.

LOCKE

Ein weiterer glänzender Auftritt von ihm. Sein Blick bei dem brennenden Floss spricht Bände, offenbar als hätte er längst geahnt, dass so etwas passieren musste. Desweiteren sagt er zu Shannon einen der besten seiner Sätze: "Everyone gets a new life on this island". Bei Shannon kennen wir das Resultat, sie wird schon bald erschossen.
Seine Rede über die Others und die völlig überzogenen Beschuldigungen der Losties untereinander sind aber das Highlight dieser Episode und bringen alle anderen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Und dann weiß er noch, dass es Walt war, der das Floß angezündet hat. Walt begründet das damit, dass es ihm hier gefällt und er nicht schon wieder wegwill. Ironischerweise ist er einer der ersten Charaktere, die die Insel verlassen. Später gibt sich Locke auch nicht die Mühe, Walt zur Rückkehr zu überreden. Wer weiß, bei ihm hätte es vielleicht geklappt.

ANDERE CHARAKTERE

Die anderen sind ganz schön am Durchdrehen, wobei Michael da hervorsticht. Seit wann darf sich ein Außenstehender in einen Streit zwischen Eheleuten einmischen? Dann darf er Jin niederschlagen, obwohl er keinen Beweis hat, dass er es getan hat und Sayid und Jack erlauben das auch noch. Das erinnert schon etwas an die dämlichen Dharma-Leute, die über Sayids Tod abstimmen.

BODYCOUNT

Niemand stirbt weiter.

Summe: 13

FAZIT:
Trotz einiger charakterlicher Schwächen von manchen Losties eine gute, actionreiche Episode, die uns einen der großen unbekannten Charaktere dieser Show besser kennenlernen lässt.


Nachgedanken:
- dieser betrifft nicht direkt die Folge, aber eine kleine Hoffnung, die ich habe: ich hoffe, dass Jins Vater irgendwie dazu kommen wird, Ji Yeon aufzuziehen; vielleicht sind die Paiks irgendwann genervt davon nochmal ein Kind großzuziehen und machen Jins Vater ausfindig (Sun hat es auch geschafft); es wäre für die Sun-Jin-Geschichte ein besseres Ende, denn wenn Ji Yeon schon ohne ihre Eltern aufwachsen muss, dann doch bitte bei diesem lieben Vater und nicht Suns Mafioso-Familie

1/16 Outlaws (Erik)

Eine Lückenfüller-Folge, die aber wenigstens lustig ist und den einzigen interessanten Sawyer-Flashback enthält.

WILDSCHWEIN UND WHISPERS

Ich schätze schon hier wird aufgelöst was die Whispers in Wirklichkeit sind, die Stimmen der Toten. Warum sonst sollte Sawyer Ducketts Stimme hören? Das sie nicht immer zu hören sind, spricht eher dafür, dass sie nur in bestimmten Situationen gehört werden wollen.
Dieses Wildschwein könnte ein Versuch sein, Sawyer für seine fälschliche Ermordung büßen zu lassen, indem er es verschont, obwohl es ihm eine Menge Scherereien bereitet. Seltsam aber, dass sich in einem seiner Träume sein Vater in dieses Wildschwein verwandelt. Offenbar auch ein Teil der Gewissheit, dass sein Vater auch Schuld hat. Er war es ja der seine Frau und sich selbst erschossen hat. Sawyer jagt mit diesem Wildschwein also alle Geister seiner Vergangenheit.

SAWYER FLASHBACKS

Die besten überhaupt, wir sehen nicht nur die Schockerszene mit dem Mord an seiner Mutter und dem Selbstmord seines Vaters, sondern auch ein interessantes Gespräch mit Jacks Vater. Wir merken hier wiedermal deutlich, dass dieser nur ein charakterlich schwacher, stark alkoholabhängiger Versager ist. Deswegen habe ich mich auch dagegen sträubt, dass er wiederauferstanden ist und plötzlich ein so wichtiger Teil der Insel ist.
Jedenfalls bringt er sowohl Sawyer, als auch Jack auf Kurs in Richtung Insel. Sawyer, den er dazu bringt Duckett zu töten, was eine Ereigniskette auslöst, die sein Verbannen seitens der australischen Regierung zur Folge hat und Jack, weil er zu schwach ist an das Telefon zu gehen. Christian könnte zumindest von den höheren Mächten beeinflusst worden sein.
Auch fand ich es schön zu sehen, dass Sawyer zwar ein guter Betrüger ist, aber kein Mörder sein will. Seltsam aber, was er dann auf der Insel zum Teil abzieht.
Auch schön, dass die Red Sox noch im gleichen Jahr tatsächlich die World Series gewinnen.

ANDERE CHARAKTERE

Weder Kate, noch Jack nerven und obwohl um das nervige Love-Triangle geht, stört mich noch nicht mal das "Hast du schonmal"-Spiel.
Wir erfahren von Locke, dass er bei Pflegeeltern aufgewachsen ist. Desweiteren spricht er einen interessanten Fakt an mit der Körperübernahme einer fremden Seele. Ein Hinweis auf sein eigenes Schicksal. Und ob Ginny die Göre ist, die sein Spielbrett umgestoßen hat?
Ethan wird begraben und Hurley kommt dabei auf die "Friedhof der Kuscheltiere"-Theorie, dass die Leichen wiederauferstehen. Damit nimmt er die von den Autoren nie ganz ernstgemeinte Zombiestaffel voraus.
Und nach 16 Folgen wissen wir nun endlich die Namen aller Hauptcharaktere

BODYCOUNT

Frank Duckett wird fälschlicherweise erschossen.

Summe: 13

FAZIT:
Nach der ganzen Action der Vorgängerfolge ist dies eine ruhige, die eher lückenfüllend wirkt. Für die Haupthandlung geht es lediglich darum eine Waffe zurückzugeben. Allerdings gefallen mir die Sawyer Flashbacks und die Atmosphäre.


Nachgedanken:
- um die Idee mit Duckett in den Whispers weiter auszuführen: ich denke es war notwendig, dass Sawyer mit dem Wildschwein konfrontiert wird und es verschont, da er so den Mord an Duckett bereut und daraus schlussfolgernd in die Sideflashes kommen kann

1/15 Homecoming (Erik)

Eine grandiose, actionreiche Inselhandlung erwartet uns durch Claires Rückkehr und Ethans Drohungen. Leider wird das Ganze extrem getrübt durch den langweiligsten Flashback bis zu diesem Zeitpunkt. Diese Folge hätte keinen Centric benötigt, erst recht keinen Charlie-Centric.

CLAIRES GEDÄCHTNISVERLUST

Lange habe ich gedacht Claires Gedächtnisverlust kommt durch die ganzen Medikamente und Drogen zustande, die ihr die Others in der Krankenstation geben. Nach Staffel 5 könnte es aber möglich sein, dass sie zu dem Ort gebracht worden ist an dem schon einmal jemand sein Gedächtnis verloren hat, nämlich dem Tempel. Immerhin scheint sie auch durch das Verschieben der Insel nicht mitzuflashen, was bisher nur mit Personen geschehen ist, die vorher den Tempel besucht haben. Verbinden würde ich damit noch, dass sie von der Black Rock geträumt hat.

ETHAN

Wir sehen hier eigentlich zwei Ethans. Der erste schafft es durch ein Geschoss mit einem gezielten Wurf Jin auszuschalten und drückt Charlie mit einer Hand an einen Baum hoch. Außerdem schafft er es alle Barrieren am Strand zu umgehen und Scott zu töten. Dabei kann man aber die Idee U-Boot hineinwerfen.
Der zweite Ethan sieht nicht die offensichtliche Falle, kann eine Schwangere nicht einholen und versagt im Kampf der Chirurgen gegen Jack. Dann wird er auch noch von einem Junkie abgeknallt. Außerdem darf man doch berechtigt fragen, warum er statt Kate Redshirt Scott tötet.
Trotz allem behalten die Others hier eine gewisse Mystik, die in Staffel 2 überspitzt wird.
Ethan wird zusätzlich noch als "bad guy" bezeichnet, der Beginn der gute Menschen-böse Menschen Diskussion bei Lost.

CHARLIE FLASHBACKS

Die sind so unfassbar langweilig und schlecht, das mir nur ein was Kleines aufgefallen ist. Hier wird bereits Latein gesprochen. Allerdings ist Carpe diem, original von Horaz, schon Alltagssprache.

ANDERE CHARAKTERE

Boone ist zum Wacheschieben zu blöd und schläft dabei ein.
Kate nervt ungemein mit ihrem "Bitte, bitte lieber Jack, ich will auch was zu tun haben und auch den bösen Mann jagen".
Jin sieht sich auch nach 30 Tagen noch nicht als Teil der Gruppe, bezeichnet die anderen als "others".
Und ein Redshirt darf sterben, allerdings ist sicher, dass in jeder anderen Staffel, anstatt Scott, bei so einer eindeutigen Ankündigung ein wichtiger Charakter gestorben wäre.

BODYCOUNT

Scott wird so ziemlich jeder Knochen gebrochen und Ethan mit vier Kugeln durchlöchert. Wir kriegen ganz schön was zu sehen.

Summe: 12

FAZIT:
Eine spannende, actionreiche Folge, die den geheimnisvollen Ethan wieder in die Serie zurückbringt und ihn gleichzeitig rausnimmt. Leider bremsen Charlies-Schnarchflashbacks die Spannung extrem.


Nachgedanken:
- da keine Claire-Flashbacks in Staffel 6 erklären, was während ihrer Abwesenheit mit ihr passiert ist, könnte sie durchaus im Tempel gewesen sein, denn sie ist definitiv nicht mit durch die Zeit geflasht