Freitag, 18. September 2009

2/06 Abandoned (Erik)

War 2x05 schon schwach? Also diese Episode war mindestens noch dreimal schlechter. Diese Claire-Charlie-Locke-Baby Geschichte, das bis jetzt langweiligste dieser Staffel, die Shannon-Flashbacks überflüssig und dieses Walt-Hinterhergerenne mit Geflenne auch nicht gerade ein Geniestreich. Geradeso noch annehmbar die Reise der Tailies, dafür aber schockierend und perfekt der Schluss der Episode.

WALTS ERSCHEINUNG

Das interessanteste an dieser Episode ist die Erscheinung von Walt, die indirekt Shannons Tod bewirkt. Da ich die Theorie habe, dass sich Jacob der lebenden außer Reichweite befindlichen Personen bedient, ist dies wieder eine Jacob-Erscheinung. Das führt zur nächsten Frage: Sollte Shannon getötet werden oder nicht? Walt sagt: "They're coming and they're close". Er will die Losties also auf die Ankunft der Tailies vorbereiten. Schön, dass Jacob einen Teil dieser Worte selbst verwendet, als er im Sterben liegt. Danke @Kai für diese Beobachtung.
Dagegen spricht für mich, dass er kurz vor der entscheidenden Begegnung andeutet, Shannon und Sayid sollen ruhig sein. Trotzdem rennt Shannon wie bei einem Sommerschlussverkauf los und wird getroffen.
Hatte die Walt-Erscheinung allerdings etwas Gegensätzliches im Sinn, so kann ich mir nur vorstellen, dass bei Shannons Nutzlosigkeit, Sayid aus dieser ungewollten Liebschaft befreit wird, damit er dann zu Nadia zurückkehren kann. Es wirkt auch alles so inszeniert, da die Tailies wegen Cindys Verschwinden sehr aufgebracht sind.

OTHERS

Wieder einmal werden diese übermysteriös beschrieben, denn wir werden in Staffel 3 sehen, dass sie nicht so sind. Die Angst und Vorsicht von Ana-Lucia wirkt sehr übertrieben, schon fast lächerlich.
Cindy, denke ich, wird nicht von den Others entführt worden sein, sondern läuft selbst davon. Sie wirkt in den späteren Folgen wie eine richtige Other, bleibt nur die Frage, ob sie eine Spionin war, die sichergehen sollte, dass die Tailies auch wirklich zu den Losties gehen und dann verschwindet. Auch sie ist ein Teil der Kausalitätskette von Shannons Tod, zusammen mit den Whispers, die wir zum ersten Mal seit langem wieder hören.
Schön fand ich noch die ganzen Anspielungen auf die nächste Episode, in der es nur um die Tailies geht.

ANDERE CHARAKTERE

Rose gefällt mir besonders, denn sie merkt wohl als Erste, dass diese Station nicht gut ist und wäscht ihre Wäsche lieber am Strand.
Auch krass, dass sich Sayid, der sich als Kavalier beweisen will, mit Schuld ist an Shannons Tod.
Hier geht der unfassbare schlechte Locke-Claire-Charlie-Aaron-Handlungsstrang los. Ein weiterer Beweis für Lockes Veränderung, warum interessiert er sich auf einmal so intensiv dafür?

BODYCOUNT

In der besten Szene dieser langen Zeit lahmen Episode stirbt völlig unerwartet mit Shannon der zweite Maincharakter und sorgt für den denkbar schlechtesten Start zwischen den beiden Gruppen.

Summe: 25

SPB: Desmond, Locke, Jack, Hurley

FAZIT:
Schon ein starkes Stück, dass die erste kate- und jacklose (ja ich weiß er kommt kurz im Krankenhaus vor) so schwach ist, aber Shannon, Charlie und Ana-Lucia leisten ganze Arbeit. Shannon jedoch sind wir endlich los, und die Geschichte mit den Walt-Erscheinungen war das einzige Interessante, was sie je zu Lost beigetragen hat.


Nachgedanken:
- ich schließe jetzt eine Jacob-Erscheinung für Shining-Walt-Erscheinung 2 aus und behaupte jetzt etwas anderes: Walt wollte nicht, dass Shannon stirbt, sondern sie warnen vor den Tailies 
- Gegensätzliches wollten aber die Whispers, also die Stimmen der Toten, offenbar ihnen bewusst, dass durch Ana-Lucias Paranoia jemand von den Losties sterben musste und obwohl Walt noch versuchte Shannon zu warnen, gelang es ihm nicht, sie zu retten
- und Sayids Liebesgeständnis, welches für gefühlt zehn Sekunden gilt, reicht aus, sodass er Shannon auch in den Sideflashes wiederfinden will? Ich kann das immer noch nicht glauben!

2/05 ...And Found (Erik)

Der langsame Absturz geht weiter. Interessant sind die Flashbacks, und die Suche von Jin und Eko nach Michael, doch der "der Ring ist weg, und mir fällt überhaupt nicht ein, dass er ja bei der vergrabenen Flasche liegen könnte"-Strang von Sun ist total langweilig und überflüssig. Ein Lückenfüller, bei dem nach dem Motto vorgegangen wird, Hauptsache jeder wichtige Charakter am Strand kommt kurz vor und gibt was zum Besten.

LOST AND FOUND

Zum zweiten Mal eine Episode, bei der ein Lost davorgesetzt werden könnte, aber darauf verzichtet wird. Wieder einmal ist es eine Jin-Folge (gut nur eine halbe). Die Anspielung bezieht sich darauf, wie sie sich in den Flashbacks gefunden haben, aber im Moment durch das Floss und die räumliche Trennung der Insel verloren haben. Sie werden sich aber wiederfinden.
Ach ja für diese lächerliche Ringstory gilt das natürlich auch.
Im übrigen ist dies auch ein Thema der 5. Staffel, nur da ist die Trennung noch extremer, da sie sich sogar in der Zeit verloren haben.

JIN UND SUNS FLASHBACKS

Schön zu sehen, dass es bei den Koreanern so etwas wie ein destiny book, wodurch Jin am Ende Sun sogar findet, obwohl der Hinweis mit dem orange irreführend war. Doch ohne diesen Seitenblick wären die beiden wohl einfach aneinander vorbeigerauscht. Gut fand ich auch, dass sie sich eigentlich schon vor dem Hotel hätten treffen können, aber es durch Jins Verbeugungen nie zu einem Blickkontakt kam.
Hier merkt man wieder deutlich, dass Jin große Probleme mit seinen Jobs hatte. Bei diesem wird er ständig von dem arroganten Hotelmanager runtergemacht und kündigt deswegen. Ich glaube der erste Job, der ihn wirklich gefällt, ist als Sicherheitsmann bei Dharma.
Außerdem sehen wir hier zum ersten Mal den Unsympathen Jae Lee. Er hat die Chance Sun zu heiraten, aber macht es nicht wegen einer Frau in Amerika. Dann kommt er wieder zurückgekrochen.

DIE SUCHE NACH MICHAEL

Die Idee zu den Losties zu gehen, ist auf keinen Fall schlecht von den Tailies. Nur macht ihnen da Michael erst einmal einen Strich durch die Rechnung, als er einfach abhaut und nach Walt sucht, und Jin und Eko beschließen hinterherzugehen. Schön wie sich die beiden, da gegenseitig Respekt erweisen durch die Schläge. Sind eben beides Draufgänger.
Sawyer ist dabei auf seinem "every man for himself"-Trip, braucht aber schon in der nächsten Folge die Hilfe aller, um zu überleben.
Wir sehen bei dieser Wanderung außerdem zum letzten Mal ein Wildschwein, bis in die Mitte von Staffel 3 hinein tauchen die Viecher nicht wieder auf.
Dadurch wird Jin zu Goodwin geführt, der jedoch an einer völlig anderen Stelle liegt, als in "The Other 48 Days", und "The Other Woman." Schon extrem, dass sich nicht einmal Juliet um ein Begräbnis bemühen will und ihn einfach im Dschungel verrotten lässt.
Die geheimnisvolle Begegnung mit den Others ist aber pure Effekthascherei. Wie in der ganzen 2. Staffel wurde daraus viel zu viel gemacht. Es macht in meinen Augen keinen richtigen Sinn, warum sie in zerrissenen Kleidern herumlaufen, um ein paar verängstigte Überlebende zu erschrecken. Lustig fand ich aber, wie Eko in die gleiche Richtung zeigt, in der die Others gelaufen sind, als er sagt wo Michael hingelaufen ist, obwohl er das Gegenteil sagt.
Dieser nervt in den Schlussminuten unfassbar. Ohne Nachzudenken läuft er einfach in den Dschungel und schreit nach Walt. So dämlich ist noch nicht einmal Jack bei seinen Unternehmungen. Sein Wunsch wird aber noch erfüllt, da die Others ihn später entführen.
Wegen seines ganzen Verhaltens wirkt es wie ein Wunder, dass sie es doch noch schaffen, ihn zur Rückkehr zu überreden.

BODYCOUNT

Goodwin zählt noch nicht, da wir ihn schon zwei Folgen später richtig sterben sehen.

Summe: 24

SPB: Desmond, Locke, Jack, Hurley

FAZIT:
Trotz spannender Begegnung mit den Others ist diese Episode schwach, da Suns Suche nach dem Ring nur füllend und teilweise lächerlich wirkt, und Michaels Suche nach Walt unsinnig ist.


Nachgedanken:
- ich vermute stark, dass Ben Juliet erst nach dieser Folge zu Goodwin führt, das würde erklären, weshalb er hier noch nicht begraben ist

2/04 Everybody Hates Hugo (Erik)

Hier beginnt es, der langsame Absturz von Staffel 2. Es geht damit los, dass Hurleys Angst vor den Zahlen scheinbar wie verflogen ist. Er gibt sie selber ein, wodurch die Tatsache, dass er wegen ihnen nach Australien geflogen, auf direktem Wege zu Rousseau marschiert, und das er sogar fast in die Luft gesprengt worden wäre, zur Farce geworden ist. Es passiert hier das, was ich befürchtet hatte, das Tastendrücken wird zur Normalität und uns wohl die ganze Staffel begleiten.

HURLEYS TRAUM

Doch zu Beginn kommt etwas sehr Interessantes. Hurley hat einen Traum von einem englischsprechenden Jin mit einem seiner alten Kumpels von Clucks und das er selbst koreanisch spricht. Besonders toll finde ich hier die Milchpackungen auf denen ein vermisster Walt abgebildet ist. Hurley kann noch gar nicht wissen, dass Walt entführt worden ist. Wieder ein Zeichen, dass die Träume nicht von den Losties selbst kommen.
Jin sagt "everything changes", was für mich wieder auf Hurley = Variable hindeutet. Vielleicht braucht Jacob ihn, damit er einige Dinge ändert, die nicht so hätten laufen sollen. Hurley also die große Hoffnung Jacobs.
Allerdings hat Hurley große Angst vor Veränderungen, wie wir in dieser Folge sehen, es wird also nicht einfach sein für Jacob. Der Job mit der Verteilung der Essensvorräte macht ihm große Angst, sodass er sich gerade die immer ruhige und besonnene Rose zu Hilfe holt. Ausgerechnet von Locke kommt dabei der Satz: "Change is good". Ist das der Jacob-Einfluss der Hurley dazu animieren soll etwas zu ändern?
Er jagt zwar fast den Essensraum hoch, doch Rose hält ihn davon ab und er kriegt es hin, die Vorräte zu verteilen.

SWAN

Noch einmal kurz werden wir in den Mysterien der Swan eingeweiht. Ein deutlicher Hinweis, dass Jugheads Zündmechanismus noch immer da unten einbetoniert ist, ist die Erwähnung Sayids von Tschernobyl. Jedenfalls ist alles so dick, dass es einiges an einer bestimmten Strahlung abhalten soll und da käme radioaktive am ehesten infrage.
Schade, dass sie kein Skelett da unten gefunden haben, wäre eine der tollsten Lost-Szenen überhaupt geworden.

HURLEYS FLASHBACKS

Ist schon traurig mit anzusehen, wie er einen so schönen Tag mit Johnny erlebt, er sogar endlich mit Starla redet, und sich das dann alles durch den Lottogewinn ändern wird. Wie wir wissen brennt Johnny dann mit Starla durch. Toll fand ich auch noch, dass "Your all everybody" ein One-Hit-Wonder ist, und Johnny Driveshaft als Suckshaft bezeichnet.

TAILIES

Ana-Lucia nervt furchtbar. Dieses aggressive Verhalten verstehe ich nicht mal im Ansatz, ich bringe dein Freund um, wenn du nicht rauskommst. Tja der bringt dich noch um, Ana-Lucia. Nur noch 16 Folgen bis zur Erlösung durch Michael.
Wir lernen hier die anderen Tailies kennen und die sind durchaus sympathisch. Schön fand ich Sawyers Satz vor der Arrow, ob sie jetzt hochgebeamt werden. Sowas Ähnliches passiert schließlich mit den Oceanic 4, als sie mit Ajira 316 über die Insel fliegen. Sie werden praktisch sanft auf die Insel abgesetzt.
Am schönsten fand ich als Bernard nach Rose fragt.

ANDERE CHARAKTERE

Charlie nervt zwar furchtbar in dieser Folge, doch er sagt die besten Sätze: "You've become one of them. " ... "Them - the man... management. I thought we were friends. You've changed, man."
Wie immer bleibt es seltsam, woher Rose weiß, dass Bernard noch am Leben ist? Ob sie es vielleicht von einem zeitreisenden Bernard erfahren hat oder sogar *schauder* aus einer alternativen Zeitlinie?
Sun vergräbt am Ende die Flasche, und man sieht dabei wie ihr Ring abfällt. Schon unfassbar, dass sie uns die ganze nächste Folge damit nerven, wo denn dieser Ring ist, und Sun es nicht einfallen will.

BODYCOUNT

Eine Hurley-Folge in der mal keiner stirbt. Auch das kanns geben bei Lost.

Summe: 24

SEEN PUSHING BUTTONERS (SPB)

Um noch einen kleinen Nebenspaß zu haben, zähle ich alle bekannten Personen auf, die wir die Taste haben drücken sehen:

Desmond, Locke, Jack, Hurley

FAZIT:
Die Folge ist guter Lost-Durchschnitt. Es passiert zwar nicht allzuviel, doch Hurleys Verhalten finde ich interessant, und das Rose wieder dabei ist, und endlich Bernard in der Serie zu sehen ist. Diese Folge deutet jedoch an, wie schlecht die nächsten Folgen sein werden.


Nachgedanken:
- die Folge "Everybody Loves Hugo" spielt zwar direkt auf diese hier an, aber es gibt unfassbarerweise keine wirklich interessanten Parallelen
- die Idee mit dem zeitreisenden Bernard habe ich bereits schon eher geäußert, ich würde aber fast meinen es ist Roses Intuition, die Walts Hellsichtigkeit schon sehr nahe kommt
- Hurley ändert zwar selbst in Staffel 6 kaum etwas, doch als Jacob-Nachfolger ist er dazu prädestiniert die Abläufe auf der Insel komplett zu ändern

2/03 Orientation (Erik)

Diese Folge ließ mich auf eine sehr gute Staffel hoffen, Hoffnungen, die die nächsten Folgen zerstören. Nach dieser Folge ist der einzige Lichtblick dieser Staffel "The Other 48 Days", ehe erst bei "One Of Them" wieder der rote Faden gefunden wird.

ORIENTATION

Der Film bezieht sich zwar auf die Swan, doch hier wird uns Dharma allgemein vorgestellt und nebenbei noch die Tailies, das andere zentrale Thema dieser Staffel. Staffel 2 fängt hier also erst richtig an, da die beiden vorherigen Folgen nur den Cliffhanger aus dem Staffel 1 Finale aufgelöst haben.

LOCKES VERÄNDERUNG

Hier wird es langsam deutlich, Locke ist nicht mehr der erleuchtete Oberguru aus Staffel 1, der alles über die anderen weiß und immer kluge Entscheidungen trifft. Im Laufe dieser Episode sackt er zunehmend ab. Als Desmond am Durchdrehen ist wegen dem angeschossenen Computer, bleibt er noch sehr ruhig. Auch den Swan-Film schaut er sich noch an, als ob er im Kino wäre, doch als dann zuerst Desmond und anschließend Jack verschwinden, geht es los. Er sagt zu Jack, das alles war nicht vorgesehen. Daraufhin fand ich Jacks Antwort herrlich, der meinte, was denn nun genau vorgesehen war. Danach ist er unfähig irgendetwas zu bewirken und wird zum flennenden Wut-Locke.
Mit einem Restglauben schafft er es aber noch Jack vom Drücken der Taste zu überzeugen, übrigens das einzige Mal, dass wir das sehen.

DESMOND

Ich fand es immer seltsam, dass sich Desmond hier nicht an den Fail-Safe-Key erinnert, den er erst vor zwei Tagen oder so in das Buch gelegt haben muss. Vielleicht ist er aber tatsächlich noch der Feigling, der lieber vor dieser für ihn aussichtslosen Situation wegrennt, anstatt etwas zu unternehmen.
Interessant auch, dass sich die Kelvin-Geschichte gar nicht so abgespielt hat. Offenbar spult er schnell etwas runter, da er sich noch immer für Kelvins Tod verantwortlich fühlt.
Schön, dass er noch einmal mit Jack redet, ehe er endgültig im Dschungel verschwindet. Unfassbar, dass sie einen so genialen Charakter für fast die ganze restliche Staffel rausnehmen.

DHARMA

Mittlerweile wissen wir viel mehr über diese geheimnisvolle Organisation und das enttäuscht schon, wenn wir da dieses tolle Einführungsvideo sehen. Die Funktion der Station wird genannt und es taucht gleich ein Fehler auf. Der Incident geschah noch vor dem Bau der Station. Und jetzt zu Pierres Arm. Alle sagen der wäre amputiert, deshalb benutzt er nur eine Hand beim Namaste-Gruß. Was ist, wenn dieses Video kurz nach dem Incident aufgenommen worden war und Pierres Hand noch immer so sehr schmerzte, dass er sie kaum verwenden konnte. Das er den Arm verloren hat, habe ich auch nie gesehen.
Ansonsten ist es seltsam, dass wir gerade in diesem Film eine Vorstellung von Dharma sehen, in der wir auch das einzige Mal die deGroots zu Gesicht bekommen. Mit seinem schwarzen Bart und den schwarzen Haaren sieht Gerald deGroot Samuel schon sehr ähnlich, ein Hinweis?
Mehr und minder alle Betätigungsfelder von Dharma haben wir schon zu Gesicht, Elektromagnetismus hier in der Swan, Zoologie in der Hydra-Station mit den Eisbären, Psychologie mit dem Experiment in der Pearl, Meteorologie vermute ich mal die Tempest und Parapsychologie hat wohl was mit Walt und Room 23 zu tun.
Ich habe übrigens immer noch Hoffnung, dass Alvar Hanso, der so geheimnisvoll hinter dem Fenster steht, noch eine Rolle spielen wird.
Zur Swan, so wenig macht das Sinn mit den Schichten, da Radzinsky wohl von Anfang an dabei war, sodass immer nur eine Person wechselt. Interessant auch, dass Hurley und Sayid mit die ersten sind, die die Station betreten. Bekanntermaßen wollten sie am wenigsten da hin. Hurley ist hier auch kurz vorm Durchdrehen, als er die Zahlen wiedererkennt.

LOCKES FLASHBACKS

Der ganze Flashback dreht sich darum, was Locke auch auf der Insel zum Verhängnis wird. Er kann von bestimmten Dingen nicht ablassen. Hier glaubt er immer noch sein Vater würde Interesse an ihm zeigen und wieder was mit ihm unternehmen. Die Szene, als er zu Locke sagt, er wäre nicht erwünscht ist unglaublich fies und erhöht die Abneigung gegenüber Anthony Cooper um ein Vielfaches. Locke steigert sich so sehr hinein, dass er sogar die Beziehung zu einer wunderbaren Frau gefährdet. In Lockdown sehen wir, dass dies tatsächlich passiert.

ANDERE CHARAKTERE

Der Anfang des Tailie-Stranges und wir lernen gleich Ana-Lucia kennen. Rambolina nervt schon hier absolut mit ihrer draufgängerischen Art. Glücklicherweise bringt sich Michelle Rodriguez durch ihr Verhalten selbst aus der Serie.

BODYCOUNT

Wieder einmal niemand der stirbt.

Summe: 24

FAZIT:
Eine grandiose Folge Lost, die endlich etwas Aufklärung in Richtung Swan betreibt und auch Dharma einführt. Allerdings ist das auch so ziemlich alles, was wir über die Swan erfahren werden, einer der Gründe warum mir diese Staffel, und besonders das Staffelfinale, nicht gefällt.
Leider war dies eine der letzten grandiosen Folgen dieser Staffel, denn es folgt erst einmal eine lange Flaute, die nur durch "The Other 48 Days" kurz durchbrochen wird.


Nachgedanken:
- meine Idee dazu, wie Dharma von der Insel erfahren hat: offenbar wollte Alvar Hanso, der bekanntermaßen ein Nachfahre von Magnus Hanso ist, die Insel finden, um die letzte Grabstätte seines Groß- oder Urgroßvaters ausfindig zu machen; er steckt deshalb eine Menge Geld in ein Team von aufstrebenden Wissenschaftlern (die deGroots), die im Gegenzug die Insel für ihre Experimente nutzen können

2/02 Adrift (Erik)

Nicht ganz so gut wie der Auftakt, die Sache mit dem Floss ist zwar auch spannend, wird aber getrübt durch den doch etwas unpassenden Sawyer-Michael Streit. Dagegen fand ich es toll, dass die Erkundung der Swan noch einmal aus dem Blickwinkel von Locke und Kate erfolgt.

SWAN UND DESMOND

Lockes Blick ist genial, als er endlich den Ort betritt, den er so lange versucht hat zu erreichen. Auch schön die respektvolle Geste, dass er sich die Schuhe auszieht, als er in den Wohnbereich tritt. Desmond dagegen ist mir doch eine Spur zu sehr verwirrt. Er benimmt sich wie sein Vorvorgänger Radzinsky, fuchtelt dauernd mit der Waffe rum und sperrt Kate dann auch noch ein. Jetzt hat er doch endlich die Chance die Station zu verlassen und zu verschwinden. Der muss doch dem Locke nur noch erklären, was er zu machen hat, ohne das dieser jetzt unbedingt wissen muss was Schneemänner zueinander sagen. Dies wird auch bei dem folgenden Gespräch deutlich, er braucht ewig bis er seinen Namen nennt. Außer Kelvin und Daniel hat er ihn auch sonst seit drei Jahren niemandem genannt. Schön seinen Blick zu sehen, als Locke die Anzahl der Tage seit dem Absturz nennt. Er scheint sich also kurz daran zu erinnern das an diesem Tag etwas war, kann aber noch keinen Zusammenhang darstellen. Im übrigen scheint die Tatsache, dass keiner der Losties krank geworden ist, ihn endgültig davon zu überzeugen, dass die Krankheit nur ein Vorwand war, ihn in der Station zu halten. Seltsamerweise nimmt er trotzdem Impfstoff mit, als er nächste Folge flieht. Vielleicht ist er aber auch nur süchtig geworden nach dem Zeug.
Das Geräusch, dass er hört, als Locke die Tasten eingibt ist wohl Kate, die durch den Luftschacht klettert.
Schade, dass der Warnschuss auf den Luftschacht, wo sich Kate versteckt danebengeht. Wieder eine verpasste Gelegenheit diesen nervigen Charakter endlich loszuwerden.


AUF HOHER SEE

So gut das mit der Swan ist, die Szenen auf dem zerstörten Floß kommen da nicht heran. Hier fängt dieses nervige WAAAAALT-Geschreie an, und ich finde es auch nicht gut, dass Sawyer und Michael sich erstmal gegenseitig beschuldigen, obwohl es in einer solchen Situation erst einmal besser wäre zusammenzuarbeiten. Dafür gibt es gute Kommentare von Sawyer mit dem Nassspritzen und ob Michael ein Pflaster hat.
Außerdem habe ich nie verstanden, warum sich Jin von den beiden entfernt und zum Strand schwimmt.
Das Dharma-Logo an der Flosse des Haies, eigentlich nur für die Autoren gedacht, ist der erste Hinweis auf die Hydra-Station.
Auch toll, wie genau ein Schuss aus der Waffe übrig bleibt, der Schuss der Shannon tötet.
Und Sawyer bezeichnet die Insel als ihr Zuhause, tatsächlich wird er noch die nächsten drei Jahre dort wohnen.

MICHAELS FLASHBACKS

Es ist eine interessante Parallele, was noch zwischen Michael und Walt passiert. Michael kämpft mit aller Macht darum, seinen Sohn zu bekommen, das gleiche wie auf der Insel. Er macht alles dafür und scheitert, genau wie später.
Ein interessantes Detail war das Modellschiff in dem Anwaltsbüro, es ähnelt sehr der Black Rock und dem Flaschenschiff an dem Richard tüftelt, als Locke zurückkommt. Hängt diese Anwaltsfirma vielleicht irgendwie mit drin?

ANDERE CHARAKTERE

Eine kurze Szene, die einen grauenhaften Handlungsstrang einführt, als Claire Charlies Marienstatue findet.
Außerdem sehen wir am Ende ganz kurz zum ersten Mal die Tailies.

BODYCOUNT

Hier passiert nichts, obwohl ich nicht dagegen gehabt hätte, wenn der Schuss Kate getroffen hätte.

Summe: 24

FAZIT:
Eine gute Folge, die uns darüber aufklärt, was aus den Rafties geworden ist und die Swan-Erkundung erweitert. Leider schwächen die Streitszenen auf dem Floss das ganze sehr stark ab.


Nachgedanken:
- ich kann es zwar nicht wirklich beweisen, bin mir aber sicher, dass das Anwaltsbüro nicht mit involviert ist

Montag, 7. September 2009

2/01 Man Of Science, Man Of Faith (Erik)

Staffel 2 gefällt mir von allen Staffeln am wenigsten und dennoch hat sie den besten Auftakt. Ein Alarm weckt einen Mann, der irgendetwas in einen Computer eingibt, wodurch der Alarm verstummt, anschließend fängt er an in einer unterirdischen Behausung einem geregelten Tagesablauf nachzugehen. Erst als wir eine Explosion hören und am Ende einer Reihe komplizierter Spiegel Jack und Locke den Schacht betrachten sehen, merken wir, dass wir endlich das gesehen haben, was sich unter der Luke befindet.
Man merkt gleich, dass es hier düsterer zugeht als in Staffel 1. Die ganze Folge spielt bei Nacht und die Flashbacks nur bei Krankenhauslicht.

MAN OF SCIENCE, MAN OF FAITH

Der Titel ist natürlich eine Anspielung auf Jack, dem man of science, und Locke, dem man of faith. Als Grundlage dient dazu ein Zitat aus dem Staffel 1 Finale. Deren unterschiedliche Aufassungen prallen immer wieder aufeinander. Allerdings sind es nicht nur Locke und Jack, Glaube und Wissenschaft sind beide ein großes Thema der Serie. Wir lernen noch Leute wie Daniel kennen, rätseln über komplizierte physikalische Sachverhalte, aber genauso kommt auch der Glaube nicht zu kurz. Themen wie Erlösung, Wiederauferstehung oder Opferung stehen genauso im Blickpunkt.

SWAN UND DESMOND

Die eigentliche Funktion wird nur angedeutet. Wir hören den Alarm, Desmond den Code eintippen und sehen Jack an einer Betonwand vorbeilaufen, wie dabei sein Schlüssel angezogen wird.
Die Spiegel, ein äußerst raffinierter und komplizierter Mechanismus, dienen wohl dazu, um zu sehen, ob sich Feinde über der Luke befinden. Das Licht dient dann wohl zur Abschreckung von diesen. Zufriedenstellend sind diese Antworten aber nicht, da es einen zweiten Eingang gibt, der diese ganze Luke und diese Spiegel unsinnig erscheinen lässt. Die Quarantäne-Aufschrift dient, denke ich, zur Abschreckung der Insassen, sodass die Swan-Bewohner nicht einfach draußen herumlaufen.
Desmond wirkt sehr seltsam, er weiß zwar schon längst, dass die Krankheit ein Fake ist und dennoch spritzt er sich weiterhin mit dem Zeug. Außerdem wirkt seine draufgängerische Art in den ersten drei Folgen seltsam. Ist aber wohl auf die Belastung zurückzuführen, alle 108 Minuten den Code einzugeben, und in dieser Station zu leben.

JACKS FLASHBACKS

Interessante und gute Flashbacks, denn hier gibt es so einiges an seltsamen Begebenheiten. So fällt Jack als Erstes eine Entscheidung wen er rettet: Shannons Vater oder Sarah. Er entscheidet sich für Sarah und bringt somit sich und Shannon auf den Weg, der sie zur Insel führt.
Die Wunderheilung von Sarah ist sehr interessant. Sie ist ein hoffnungsloser Fall und dennoch kann sie später wieder laufen. Jack verspricht es ihr und kann dieses Versprechen halten, aber erst nachdem er mit Desmond in diesem Stadion gesprochen hat, eine der besten Begegnungen außerhalb der Insel überhaupt. Wir erfahren hier schon, dass Desmond ein Segelboot hat und wohl dadurch auf die Insel gekommen ist, bestätigt wird das erst zwei Folgen später. Er jedenfalls glaube an Jack, da er es selbst nicht tut und wie durch ein Wunder geschieht es tatsächlich direkt danach. Ich schätze aber Desmond war viel mehr nur Katalysator, der wahre Grund dürfte Jacobs Berührung gewesen sein, die aus ihm einen herausragenden Chirurg gemacht hat.
Genial finde ich auch den Twist, er glaubt etwas nicht hingekriegt zu haben, aber es ist so, auf der Insel ist oft das Gegenteil der Fall.
Christian bittet Jack darum auch einmal etwas Hoffnung zu spenden, auch wenn es falsche ist, auf der Insel macht er es dann, er verspricht allen anderen Überlebenden, dass alles gut wird, dabei kann er sich dessen gar nicht so sicher sein.

WALT

Diese Erscheinung kommt wohl ausnahmsweise nicht von Samuel, sondern von Jacob. Ich bin der Meinung Samuel bedient sich der Toten für seine Erscheinungen und Jacob den Lebenden, die gerade außer Reichweite sind. Das er Shannon auswählt liegt wohl an der Tatsache, dass sie ihm durch Vincent sehr nahe steht. Das er rückwärts spricht, liegt denke ich daran, dass er eine Negativversion des echten Walt ist. Er sagt: "Don't push the button. Bad". Ich schätze das soll eine Warnung von Jacob sein, da daraus nur Böses entsteht und Samuels finsterem Plan dient. Tatsächlich werden sich einige Charaktere in dieser Staffel massiv verändern und daran ist auch die Station mit Schuld.

ANDERE CHARAKTERE

Wir erleben Locke das letzte Mal so intelligent und selbstbewusst wie in Staffel 1. Er hat es satt zu warten, widersetzt sich Jack und geht einfach zur Luke, um endlich zu erfahren, was sich darin befindet. Dabei scheint es ihm nicht einmal zu stören, dass seine Hände aufgerissen werden und er schon wieder kurz davor ist, jemanden in den Tod zu schicken. Toll fand ich bei dieser Szene, als Locke Kate herunterlässt. Übrigens auffallend, dass Desmond genau bei 4 vor die Lampe tritt, dann das Licht anschaltet und sie nach unten zieht.
Charlie nervt mal wieder. Es gibt keine Others, er hat wohl schon ganz vergessen, dass er von einem entführt und fast getötet worden wäre.
Hurley war mir auch sehr sympathisch und er tut mir schon fast Leid, dass ihm niemand so richtig die Zahlengeschichte glauben will.

BODYCOUNT

Shannons Vater stirbt bei diesem Autounfall und nicht Sarah, sehr wichtig für den weiteren Verlauf.

Summe: 24

FAZIT:
Ein sehr guter Auftakt in diese Staffel. Die erste Szene ist unglaublich gut gemacht und das Gefühl Teil eines sehr seltsamen Flashbacks außerhalb der Insel zu sein ist gut gelungen. Die ganze Düsternis und das Mysterium um diese Station sorgen dafür, dass auch der Rest der Folge überzeugt.


Nachgedanken:
- den Punkt mit der Walt-Jacob-Verbindung muss ich streichen, vermutlich ist es Shining-Walt selbst, der versucht die Losties vor den Gefahren der Station zu warnen (von der er weiß, seit er Locke berührt hat); Translokation ist somit nur eine weitere seiner besonderen Eigenschaften

1/23, 1/24 und 1/25 Exodus (Erik)

Nun endlich kriegen wir das erste Staffelfinale serviert und das auch noch in drei Teilen. Ich finde es grandios, da es einen perfekten Spannungsbogen hat und uns auch genau an den spannendsten Stellen zurücklässt. Eingeleitet wird alles, wie jedes Staffelfinale, durch eine bekannte Person, die zu den Losties kommt, hier ist es Rousseau.

EXODUS

Ein biblischer Name für dieses erste Finale. Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass alle Losties ihre derzeitige Heimat, das Strandcamp verlassen. Jack, Kate, Hurley, Locke und Arzt ziehen mit Rousseau zur Black Rock, um das Dynamit zu holen. Michael, Walt, Jin und Sawyer fahren mit dem Floß los, um gerettet zu werden. Die restlichen Überlebenden werden zu den Höhlen gebracht, wo sie sicherer sind vor den Others als am Strand.
Für zwei Charaktere ist dies eine Reise ohne Wiederkehr, Walt und Arzt.

ROUSSEAU

Wir hören das erste Mal den Namen Montand und das er im Dunklen Territorium seinen Arm verloren hat. Erst in Staffel 5 sehen wir,wie das passiert, eine Szene auf der ein Großteil der Lostfans lange gewartet haben. Ansonsten treten wieder kleinere Unlogikkeiten auf. Rousseau behauptet, die Rauchsäule erst gesehen zu haben, als sie schon eine Woche mit Alex zusammen war und da kamen sie auch, um sie zu holen. Wir sehen, dass die Rauchsäule bereits zu sehen war, als sie noch schwanger war. Allerdings kann es sein, dass sie das erzählt, um den Losties Angst zu machen, Bekanntermaßen war das alles inszeniert, damit sie Claires Baby gegen Alex eintauschen konnte. Dank Maternity Leave wissen wir auch warum sie so handelt. Doch sie scheitert mit diesem Plan, weil die Others nicht Aaron wollen, sondern Walt. Einer der überraschendsten Wendungen von ganz Lost.
Seltsam ist übrigens, wen sie anschaut, als sie "Run (Charlie), hide (Michael), or die (Jack)" sagt. Wenn man das großzügig interpretiert heißt das Michael versucht sich mit dem Floß vor den Others zu verstecken, Charlie durch Rennen (er rennt später bei der Suche nach Danielle) und vielleicht ist das der Hinweis, dass Jack doch noch in der Serie sterben wird.
Schön übrigens, dass hier bereits das mit den Kratzern angedeutet wird, was sich erst in Maternity Leave aufklärt.
Für einen ganz kurzen Moment hatte ich das Gefühl Danielle schaut Jin genauer an, aber das sie ihn wiedererkannt hat, habe ich nicht gesehen.

DAS FLOSS

Die große Hoffnung auf Rettung und sie wird am Ende einfach in die Luft gesprengt. Jedenfalls sorgt dieses Floss für die erste größere Trennung zweier Gruppen. Der Begriff Rafties wird in Staffel 2 geprägt, sie sind es, die mit den Tailies zusammentreffen.
Walts Entführung kommt sehr überraschend, genau wie der plötzliche Umschwung in der Szene, als Mr. Friendly meint sie kämen um den Jungen zu holen. Das ist das einzige Mal, dass wir Zwillinge zu sehen bekommen, die aber keine große Rolle in Lost spielen werden. Ich denke diese Entführung ist ein Teil von Samuels Plan, da er Walt braucht, um bestimmte Losties einen Grund zu geben, sich von Michael zu den Others führen zu lassen. Der Zweck des ganzen ist die Operation von Ben. Schön, wie hier die ersten Fäden gezogen werden.
Jedenfalls sehen wir hier auch deutlich wie sich Jin und Sawyer geändert haben. Sawyer versucht zu helfen, indem er die Waffe zieht und Jin springt sofort hinterher, als er angeschossen wird. Schön auch, wie durch diese Waffe, die Jack Sawyer gibt, bereits Shannons Tod eingeleitet wird.

BLACK ROCK

In einem großen anderen Teil des Finales geht es darum zur Black Rock zu gehen, um sich das Dynamit zu holen, damit sie endlich die Luke aufsprengen können. Wie es soweit im Dschungel gelandet ist war schon immer seltsam, Arzts Tsunami-Theorie scheint am besten zu passen. Das sie nicht einfach durch das Moven der Insel dorthin kommt, sehen wir im Auftakt des Staffel 5 Finales.
Seltsam ist auch, welche Strecke sie gefahren ist, denn von Mozambique nach England fährt man bestimmt nicht durch den Pazifik. Jacob hat also ganze Arbeit geleistet, und das Schiff extrem weit von seinem Kurs gebracht. Es verschwand auch angeblich und nur das Logbuch tauchte wieder auf, welches dann auch noch von Widmore ersteigert wird.
Eine weitere kuriose Begebenheit ist die Tatsache, dass dort Dynamit gebunkert wird, eine Erfindung, die gerade erst auf dem Markt gewesen sein dürfte. Das erklärt aber auch warum es so instabil ist, Arzt in der Hand, und beim Aufprall in Smokeys Loch explodiert.
Es könnte sein, dass Richard mit an Bord der Black Rock war und das seine Crew die Urothers waren. Nur so eine Idee, da Samuel mit Jacob über die Art redet, wie die Menschen auf der Insel agieren, könnte es die Einleitung zum nächsten Akt sein, indem als Erstes die Others kommen.

SMOKEY

Seine Auftritte verwirren mich massiv in diesem Finale, denn sie machen in Bezug auf Samuels Plan zunächst wenig Sinn. Der erste Auftritt lässt sich noch leicht erklären. Arzt hatte sich von der Gruppe entfernt und da er draufgehen muss bei der Dynamit-Sache musste er wieder zur Gruppe zurückgebracht werden. Deswegen verschwindet Smokey auch gleich wieder.
Der zweite Auftritt ist da schon seltsamer, denn im Gegensatz zu der ersten Begegnung mit Locke, rennt dieser dieses Mal panisch davon und Smokey wird aggressiv. Er zieht Locke zu einem Loch, genau wie damals Montand. Nur mit vereinten Kräften können Jack und Kate verhindern, dass er vollständig hineingezogen wird. Was wollte Smokey bzw. Samuel bewirken?
Ich denke er wollte Lockes Glauben an die Insel erneuern, da er zunehmend brüchig wird, was wir in der nächsten Staffel immer wieder sehen. Da erleben wir einen total verzweifelten Locke, der sich nichtmal gegen Jack durchsetzen kann und dauernd am Flennen ist. Vielleicht wollte er Locke auch nur noch einmal testen, ob er wirklich die geeignete Person für seinen Plan ist.
Mit Sicherheit hat Samuel danach seinen Plan teilweise geändert, denn ab Staffel 2 läuft wieder alles für ihn.

DESTINY AND FATE

Es gibt hier eine Menge tolle destiny und fate Diskussionen. Sun redet davon, ob es ihr Schicksal ist, hier zu sein, ja Sun so ist es. Claire meint, das Schicksal existiere nicht, sie wird diese Meinung noch bald ändern.
Und dann ist da noch die beste Locke-Jack Unterhaltung der ganzen Staffel. Jack ist total aufgebracht wegen Lockes Verhalten bei dem Loch und sie führen ein interessantes Gespräch, welches mit den Worten endet: "each one of us was brought here for a reason". Zumindest die wichtigen Personen sind alle in irgendeiner Weise von Jacob berührt und so hierher geführt worden. Locke selbst ist durch Abbadon auf die richtige Spur gebracht worden.
Jin wiederum sieht in der Insel eine Bestrafung für sein früheres Leben, dabei ist es eher die Chance für einen Neuanfang, wie sich später herausstellt.
Desweiteren gibt es eine tolle Anspielung, dass das alles nur ein großes Spiel zwischen Jacob und Samuel ist, als Locke auf Jacks Frage antwortet mit "Absolutely".

FLUGHAFEN FLASHBACKS

In diesen höchst eigenartigen Flashbacks, in der noch einmal alle Charaktere kurz vor dem Flug gezeigt werden, merken wir, dass alle noch ihre alten Charaktereigenschaften haben, sich aber mittlerweile geändert haben.
Michael und Walt vertragen sich wieder, und er will ihn auch behalten. Ironischerweise wächst er dann doch bei seiner Großmutter auf.
Charlie ist immer noch drogensüchtig, dummerweise nur führt ihn Sayid direkt an dem Flugzeug mit den Marienstatuen vorbei. Glückwunsch Sayid, du hast den schlechtesten Handlungsstrang der nächsten Staffel eingeleitet. Charlie nervt übrigens gewaltig, besonders als er einfach Sayid eine runterhaut, der nichts dafür kann.
Interessant, dass Jack auf Ana-Lucia trifft und sie fast die Plätze tauschen. Man stelle sich mal Jack als Tailie vor.
Hurley, der fast den Flug verpasst durch kuriose Umstände, ist für mich ein Zeichen, dass jemand nicht wollte, dass er an Bord kommt. Das führt mich zur Theorie Hurley= Variable. Die entscheidende Figur von Jacob, die alles ändern kann. Ach ja und wir hören den Hurleybird. Dieser ist aber meine Meinung nach nur ein Gag der Autoren, der keine besondere Erklärung braucht. Auch schön, dass er richtig damit liegt, was sich unter Luke befindet. Hoffnung, wie Locke es sagt, ist dort ganz bestimmt nicht.
Wir erfahren auch endlich, wie Sawyer an Bord des Flugzeuges kam, inclusive seines ganzen Namens. Auch schön, dass er über Jack mit der Begegnung seines Vaters spricht. Wohl das einzige Mal, dass eine solche Begegnung auch angesprochen wird. Jedenfalls sorgt es für einen positiven Abschied zwischen Sawyer und Jack.
Seltsam, warum will sich Kate so unbedingt von Sawyer verabschieden, der sie noch einen Tag vorher vor allen bloßgestellt hat?

BODYCOUNT

Man stelle sich das mal vor im ganzen Finale stirbt nur einer, Redshirt Arzt mit einer Menge schwarzem Humor.

Summe: 23

FAZIT:

Grandioses Ende einer genialen Auftaktstaffel. Der Zuschauer wird nicht gelangweilt und es läuft die ganze Zeit auf zwei wahnsinnige Cliffhanger zu, die die Geduld des Lost-Fans auf die Probe stellen. Es wirkt schon sehr seltsam, dass zumindest der "Hol das Baby von der verrückten Französin zurück"-Strang noch aufgelöst wird, in jedem anderen Finale wäre das nicht der Fall gewesen.


GESAMTFAZIT STAFFEL 1 (Achtung Mini-Spoiler!):

Diese Staffel hat eine besondere Atmosphäre, die auch nach mehrmaligen Ansehen noch immer genial wirkt. Die Charaktere und deren Handlungen stehen im Mittelpunkt und nicht so sehr die Mystik. Diese Themen werden bestenfalls angeschnitten mit den Others, der Black Rock und der Luke. Das Camp gefällt mir sehr und auch die Tatsache, dass sie alle nur überleben und gerettet werden wollen. Nervige Charaktere wirken eher belustigend und werden nicht wie später zu einer Belastung der Serie. Füllfolgen und überflüssige Flashbacks gibt es zwar bereits, aber ein roter Faden ist durchgehend zu erkennen. Sollte Staffel 6, wie von den Autoren angekündigt werden, so sein wie Staffel 1 und ohne veränderte Zeitlinie, dann kommt Lost mit Sicherheit zu einem zufriedenstellenden Ende.

Weiter gehts mit der meiner Meinung nach schlechtesten Staffel.




Nachgedanken:
- Arzt hatte mit der Black Rock tatsächlich Recht (auch wenn das wie eine große Enttäuschung war)
- auch das Richard mit der Black Rock kam stimmt so weit, aber nicht, dass die restlichen Überlebenden die Urothers waren
- Zwillinge spielen doch eine Rolle, denn Jacob und Samuel sind (zwei komplett sich nicht ähnelnde) Zwillingsbrüder
- Jack stirbt mit der letzten Sekunde der Serie
- und eine halbgare Erklärung für den Hurley-Bird gibt es unfassbarerweise tatsächlich im Epilog

1/22 Born To Run (Erik)

Ich habe beim erneuten Sehen unterschätzt wie schlecht diese Folge ist. Mit Abstand die schlechteste Vorfinalsfolge. Kate schafft es hier, dass mein Ansehen bei ihr noch weiter sinkt.

KATE

Unfassbar wie egoistisch diese Frau doch ist. Sie überredet eine verzweifelte Ehefrau. ihren Eheman zu vergiften und tut dann so, als wäre es in ihrem eigenen Interesse. Dann schleimt sie sich noch bei Michael ein,und der fällt auch noch auf sie rein, nur damit sie nicht ins Gefängnis muss. Das ist einfach nur schlecht, schlecht und nochmals schlecht.
Die Steigerung kommt aber in den Flashbacks, sie nutzt einen alten Freund aus, um noch einmal mit ihrer sterbenskranken Mutter zu reden, die mit ihr nichts mehr zu tun haben will. Dann bringt sie ihn auch noch bei ihrer Flucht um. Außerdem, wie kann man nur 20 Jahre an einer Jugendliebe hängen? Hilfe ist das peinlich, Kate.
Außerdem ist mir hier ein gigantischer Fehler aufgefallen, wenn Diane im San Sebastian-Krankenhaus liegt, und auch Jack dort arbeitet (wie wir hören), dann ist es seltsam, dass Kate und Tom zwischendurch in Iowa sind. Niemand kann mir erzählen, dass Tom einen Arbeitsweg über das halbe Land hat. Vielleicht ist es aber auch ein Krankenhaus in Iowa und das mit Dr. Shephard ist nur eine falsche Fährte. Auch dieser Name ist nicht einmalig.
Ein kleines Detail ist mir dann doch aufgefallen, diese Zeitkapsel ist die Box, die sie nach ihrem Ladendiebstahl von Jacob bekommt. Ich glaube damit ist alles über die Wichtigkeit dieses Charakters gesagt.
Der einzige, der mir da gefallen hat, war Sawyer, als er sie vor allen bloßstellt und sie gestehen muss, dass sie auf der Flucht ist. Das beste an dieser lahmen Folge.

DIE LUKE

Schön wie der Jack-Locke Konflikt weitergeht, als die beiden sich darüber unterhalten, warum Locke nichts von der Luke gesagt hat. Hier wird Jacks Anführerstatus das erste Mal zurecht in Frage gestellt, seit wann ist ihm jemand Rechenschaft schuldig? Er selbst hatte Geheimnisse vor den anderen, wie den Waffenkoffer. Toll, dass Locke das anspricht.
Da beide aber die Luke öffnen wollen, arbeiten sie zusammen, endlich sind die Weichen dafür gestellt, dass dieses Ding geöffnet werden kann.
Sayid will sie vergraben, da er glaubt nichts Gutes steckt darunter, damit hat er natürlich Recht. Trotzdem ist er eine der ersten Personen, der die Swan-Station betritt.
Interessant auch Walts "Don't open it". Ich sehe das als Warnung von Jacob, der sie davon abhalten will, weil es Samuels Plan dient und daraus nur Böses entsteht. Wie wir sehen hat er damit Recht.
Andererseits scheint auch Samuel, Walt beeinflussen zu können, denn Walt überzeugt Michael endgültig davon, dass sie losfahren müssen. Wie wir wissen endet das in Walts Entführung, die ein Teil von Samuels Plan ist.

ANDERE CHARAKTERE

Ein neuer, genialer Redshirt wird eingeführt, Arzt. Ich finde es toll, wie er hier den Geographielehrer heraushängen lässt, obwohl er lügt, wie wir in einer Mobisode sehen.
Sawyer sagt, es gäbe nichts mehr, für was es sich lohnt, auf der Insel zu bleiben. Er wird aber noch drei Jahre dort bleiben und viel erleben, was ihn verändert.

BODYCOUNT

Der arme Tom muss aufgrund von Kates egoistischem Verhalten sterben.

Summe: 22

FAZIT:
Die schlechteste Vorfinals- und Staffel 1 Folge. Kates egoistisches Verhalten auf der Insel und in den Flashbacks geht einem nur unglaublich auf die Nerven und spätestens nach dieser Episode kann man nichts anderes als diesen Charakter zu hassen. Das einzig gute war hier Locke und die Einführung von Arzt.


Nachgedanken:
- mittlerweile bin ich der Meinung, Walts kryptische Warnung an Locke kam weder von Jacob noch von Samuel, sondern war nur ein weiterer Aspekt von "Shining-Walt"; das Schlechte was er gesehen hat, lässt sich einfach erklären: in dieser Station wird sein Vater zum Mörder, nur um ihn zu retten
- langsam glaube ich Kates "Spezialfähigkeit", die sie durch Jacob bekam, ist, dass sämtliche Leute ihr vertrauen und Zuneigung für sie empfinden, egal was sie angestellt hat, anders kann ich mir das nicht erklären, warum die Losties Kate ertragen und ihr vertrauen

1/21 The Greater Good (Erik)

Lost geht auf das Finale zu, doch ehe es soweit ist, müssen sich die Fans mit zwei lahmen Folgen herumschlagen, dies ist die erste. Das Potential wurde ganz klar verschenkt. Boone ist tot, Locke ist verschwunden, dann taucht er plötzlich wieder auf, um jetzt doch die Wahrheit zu erzählen. Ein Sayid-Flashback wirkt völlig überflüssig an dieser Stelle, die erste Shannon-Folge hätte viel besser gepasst.

THE GREATER GOOD

Hier ist es bezogen auf Sayid, der durch die Ausnutzung von Essam endlich Nadia finden kann. Er redet Essam ein, er tue dies für ein "greater good", um seine Frau zu rächen. In Lost fiel dieser Begriff bereits durch Christian. In der ganzen Serie ist es wohl Samuels Plan Jacob zu töten, denn so ziemlich alles dient dazu.

LOCKE

Er entfremdet sich langsam von der Gruppe. Bei der Beerdigung steht er allein, den anderen Überlebenden, in seinem von Boones Blut getränkten T-Shirt, gegenüber. Walt schaut ihn düster an und Shannon beschließt sogar, ihn umzubringen. Es stellt sich heraus, dass er es war, der Sayids Plan, den Sender des Notsignals zu orten, zunichte gemacht hat. Dabei denke ich, hat er im Sinne von Samuel und nicht, wie er es sagt, im Sinne der Gruppe gehandelt, denn am Funkturm ist nichts Böses und das noch nicht alle Losties gerettet werden sollen, ist Samuel nur Recht.
Und obwohl jemand dafür gestorben ist, ist er immer noch nicht bereit, den anderen von der Luke zu erzählen. Erst als Sayid darauf beharrt, führt er ihn hin.
Außerdem beginnt hier der Jack-Locke Konflikt, auch wenn Jack für die erste Konfrontation noch zu schwach ist. Doch das er ihn angeschossen liegenlässt, ohne zu helfen, ist ein deutliches Zeichen, dass da viel Hass bei Jack ist.

SAYIDS FLASHBACKS

Wir erfahren hier, wie er nach Australien gekommen ist. Vom CIA geschnappt, wird er dazu benutzt, um einen Terroranschlag zu verhindern. Deshalb kam bei vielen Lost-Fans die Idee, das CIA steckt hinter dem Absturz, aber um das sofort zu widerlegen, baute man die Szene mit ein, in der Sayid darum bittet einen späteren Flug zu bekommen. Da das CIA bis heute nicht mehr oft vorkam, denke ich, dass dem auch so ist. Das Fernbleiben dieser großen Einrichtungen aus dem Großteil der Serie war schon immer ein Riesenpluspunkt von Lost.
Wir sehen hier die Terroristen Half-Life spielen. Vom gleichen Hersteller ist auch das soviel geächtete Counter Strike, also schon eine kleine Ironie, was sie hier spielen.
In diesem Spiel geht es jedenfalls darum, dass durch einen Unfall mit anomaler Materie (ein erster Hint zu Lost) ein Portal zu einem anderen Planeten geöffnet wird, und das durch unkontrolliertes Teleportieren immer wieder Aliens auf die Erde gelangen. Als Gordon Freeman muss man nun aus dem Black Mesa Komplex fliehen, der Ort an dem diese Katastrophe geschah, und einen Weg finden das alles zu stoppen. Ein weiterer Lost-Bezug ist, dass das Militär, das eigentlich zur Rettung kommen soll, alle Wissenschaftler tötet, um den Vorfall zu vertuschen. In Lost ist es der Söldnertrupp. Wie das in solchen Spielen ist, schafft man das, und kommt auf den Planeten, wo man den großen Oberboss tötet. Doch statt eines normalen Spielendes, wird man von einer seltsamen Person im Regierungsanzug einfach aus dem Spiel genommen und in Stasis versetzt. Ich hoffe Lost endet nicht auf ähnlich mysteriöse Art und Weise.

Schön finde ich noch ein paar Sätze die Sayid zum Schluss sagt. Wir haben wieder einen Zeitreisebezug: "Time won't make a difference". Genauso sieht es nämlich aus.
Und den Satz: "There's always a choice". Das trifft auf alle Charaktere zu, besonders musste ich aber an Ben denken, der im Staffel 5 Finale die Wahl hat, Jacob zu töten oder nicht. Genauso ist es auch bei Locke zu sehen, ob er nun seinen Vater treffen will oder nicht.

ANDERE CHARAKTERE

Entweder ist Kate einfach nur die schlechteste Wächterin die es gibt oder Shannon trägt einen Tarnumhang, als sie Jacks Schlüssel klaut. Dann kapier ich nicht, wie sie herausgefunden hat, wo Jacks Koffer liegt. Genauso ist es seltsam, fast unlogisch, dass aus der verwöhnten Göre plötzlich eine eiskalte Killerin wird, die Locke fast umbringt.
Diese Charlie-Claire-Aaron-Geschichte fängt an, einer der grausamsten Handlungsstränge in Staffel 2.
Und toll zu sehen, was aus Jacks Entschluss geworden ist, Locke zu finden. Er ist völlig entkräftet im Kreis gelaufen und von Kate gefunden worden.

BODYCOUNT

Mit Essam haben wir wiedermal einen Selbstmörder. Ansonsten sterben außer den Zombie-Professoren im Half-Life-Spiel niemand.

Summe: 21

FAZIT:
Ganz klar Potential verschenkt, eine Sayid Folge, an einer Stelle an der eine Shannon-Folge oder gar keine Centric hätte sein müssen. Eine plötzlich sehr veränderte Shannon, deren Verhalten nicht einmal mit dem Tod ihres Bruders zu erklären ist. Noch dazu ein Locke, der einfach wiederauftaucht. Eine unterdurchschnittliche Folge.


Nachgedanken:
- "greater good" deutet an wie Sayid stirbt, denn er opfert sich auch indem er eine Bombe mitnimmt und dabei draufgeht

1/20 Do No Harm (Erik)

Eine Menge Dramatik prägt diese Folge, mit Boone stirbt der erste Maincharakter und nebenbei wird Aaron geboren.

DO NO HARM

Dies ist ein Vorsatz nachdem Ärzte handeln sollten. Jack wird aber immer wieder dagegen verstoßen, denn mit seinen Entscheidungen schadet er eher anderen, als dass er ihnen hilft. Der Höhepunkt ist dann die Aktion mit der Wasserstoffbombe, die wohl alle Menschen auf der Insel töten wird.

BOONES TOD

Eines der zentralen Themen dieser Folge ist das Ableben des ersten Maincharakters, und auch wenn es nur der nervige und trottelig wirkende Boone ist, so erreicht es ein Level an das höchstens noch Charlie rankommt.
Hier merkt man deutlich Jacks Wahn, jeden retten zu wollen. Anfangs wirkt alles noch sehr professionell mit dem Bein und dem Luftröhren-Schnitt, aber schließlich steigert er sich zu sehr hinein. Er pumpt etwa ein Liter seines eigenen Blutes in Boone, ehe er merkt, dass es aufgrund des Kompartmentsyndroms in seinem Bein nichts bringt. Erst danach kommt er auf die Idee das Bein zu amputieren.
Hier sagt Boone einen sehr interessanten Satz, der uns schon jetzt den Grund des Flugzeugabsturzes nennt, obwohl wir es nicht verstehen, da er das falsche Flugzeug meint: " It fell -- the plane. It's because of the hatch".
Es sind dabei sogar Parallelen zu Locke zu sehen, auch diesem wird ein gebrochenes Bein gerichtet und dabei ein Stock in den Mund gelegt, damit er durch die Schmerzen nicht die Zähne zusammenbeißt. Ähnlichkeiten auch bei Sawyer, als er angeblich einen Herzschrittmacher bekommt.
Am Ende schafft es Boone selbst Jack davon abzubringen ihm das Bein zu amputieren und stirbt, während gleichzeitig Aaron geboren wird.
Das alles facht den Jack-Locke Konflikt an, auch wenn Jack wenig schlau sofort auf eigene Faust in den Dschungel loszieht.

JACKS FLASHBACKS

Wir lernen hier das erste Mal etwas über Jacks Ehe kennen. Leider wird dieser Handlungsstrang in den zukünftigen Jack-Folgen viel zu sehr in die Länge gezogen. Jedenfalls taucht hier das Thema "let it go" auf, etwas womit Jack große Probleme hat, auch in den späteren Folgen. Bei seiner Ehe fällt das deutlich auf, auch bei seinem Drang andere Menschen zu retten. Bei Boone schafft er geradeso noch die Wende.
Dann kommt noch die Redewendung "fix it" vor, etwas das Jack immer wieder probiert, aber immer wieder daran scheitert, wie es auch sein Vater zu ihm gesagt hat.

ANDERE CHARAKTERE

Die Zeitreisenden stoßen an diesem Tag erstmals in die Zeit der Losties, leider sehen wir Sawyer nicht im Gebüsch hocken. So eine weite Vorausplanung hatten die Autoren dann also doch nicht.
Ironisch, dass Shannon mit Sayid über Boone rede, und sie mit ihm auskommen müssen. Sie ahnt noch gar nicht, dass Boone gerade im Sterben liegt.
Und Jin ist ein Superhörer. Kate und Claire sind sonst wie weit entfernt und dennoch hört er sie schreien, während er am Floß baut. Er ist mir in dieser Folge sehr sympathisch.

BODYCOUNT

Nach 20 Folgen stirbt mit Boone der erste Maincharakter, damals noch etwas Besonderes, ist es mittlerweile fast nur noch Bestandteil von schockierenden Szenen.

Summe: 20

FAZIT:
Für mich die beste Folge der 1.Staffel, schon unglaublich, da es eine Jack-Folge ist. Der Kontrast zwischen Leben und Tod, Boone stirbt und Aaron wird geboren, und diese Dramatik die da herum entsteht machen aus dieser Folge etwas ganze Besonderes. Der beginnende Jack-Locke Konflikt ist ein perfektes Ende.


Nachgedanken:
- durch Staffel 6 hat diese Folge sogar noch an Tiefe gewonnen, denn das "Let Go" ist ein zentrales Element der Side-Flashes
- da wir nie wirklich erfahren was Boone noch zu Shannon sagen wollte, wäre es im Hinblick auf Staffel 6 durchaus anzunehmen, dass er Shannon zu der Beziehung mit Sayid geraten hätte