Mittwoch, 2. Dezember 2009

5/11 Whatever Happened, Happened (Erik)

Schon die letzten drei Folgen haben die Autoren ordentlich auf die Kacke gehauen und Schritt für Schritt dieser Staffel jegliche Spannung und Lost-Feeling genommen. Mit dieser Folge ist das Ganze an einem Tiefpunkt angelangt. Bens Schusswunde ist für mich der Tiefpunkt von Lost, die ganze Rettung in dieser Folge ein grausam konstruierter Plot. Meinetwegen zeigt mir 30 Folgen Dharma, aber bei mir hört der Spaß auf, wenn man anfängt meinen Lieblingscharakter zu demontieren. Was mit Ben am Ende gemacht wird zählt für mich auch zu einer der Tiefpunkte der Serie.

DER TIEFPUNKT VON LOST

Leute regen sich über Bartlängen, Koteletten, einen falschen Baum oder continuity Fehler auf, weil Jack angeblich innerhalb von 48 Stunden ein Gläubiger von Locke wird. Da lache ich nur drüber. Mir ist aber der Geduldsfaden gerissen, als ich gesehen habe, dass die Schusswunde von Ben plötzlich auf der linken Seite ist. Man hat wohl bemerkt, dass ein Herzschuss zu unrealistisch ist und wollte das dumpf blöd ändern. Der dämliche Zuschauerdepp wirds schon nicht merken, ein Lost-Fan achtet ja auch nicht auf solche Dinge, der schaut Lost nur der Unterhaltung wegen. Der Höhepunkt an Verarschung des Fans ist es das im Previously on Lost noch zu vertuschen. Das ist einfach nur eine Megasauerei von Damon und Carlton. Wäre das nicht die 5.Staffel Lost sondern die erste gewesen ich hätte diese Serie nie wieder gesehen. Allerdings ging auch das nicht spurlos an mir vorüber, beim ersten Sehen am Ende dieser Folge habe ich mich zum ersten Mal seit Mitte Staffel 2 gefragt was nun aus Lost wird und ob diese Serie nicht noch zum totalen Müll wird. Zum Glück beweisen die Autoren gleich mit der nächsten Folge wie perfekt Lost sein kann und bügeln diese Katastrophe vollkommen aus. Ein säuerlicher Beigeschmack bleibt trotzdem.

WENN HIPPIES IHRE KINDER RETTEN

Dieser ganze Ben-Rettungs-Plot ist grenzwertig. Brutal konstruiert, damit WHH auch ja zutrifft. Wäre das nicht Ben, sondern ein unwichtigerer Charakter gewesen ich würde mich noch mehr aufregen. Jin bringt ihn zurück zu den Baracken, wo er dann operiert wird. Wiedermal ist Juliet Ärztin in ihrem Nebenjob, weil der eigentliche Arzt bis Freitag in der Looking Glass ist. HALLO? Kind angeschossen, das ist ein Notfall. Da muss jeder Arzt sofort bereit sein. Stattdessen werkelt eine Automechanikerin an ihm rum und weil das nicht klappt soll Jack helfen. Der ist aber nun endgültig auf dem Locke-Trip und meint die Insel fixt das selber und er will ihr nicht mehr zwischenfunken. Der neue Jack eben. So also will Kate ihn retten, da sie zufällig Universalspenderin ist. Achso Jack war es ja auch. Was für ein Zufall. Roger der Vater muss natürlich draußen warten, während jeder x-beliebige Neuling da einfach reinmarschieren darf. Genauso wundert sich niemand, dass Kate plötzlich im Sicherheitsraum ist. Sawyer erklärt es kurz und die Sache hat sich gegessen.
Juliet kann nicht helfen, also müssen die Others ran und so fährt Kate fix zum Zaun, wird noch von Sawyer abgefangen und sie tragen den Jungen weiter. Ben hätte allein schon durch die Art wie er getragen wird zehnmal sterben müssen in dieser Episode.
Nun bei Richard angekommen muss dieser weggeschafft werden. Er wird sich natürlich an nichts erinnern und seine Unschuld verlieren. Leben da im Tempel Kinderschänder? Grausam, grausam, dass man sich aus dieser Sayid schießt aus Ben Sache nur mit Gedächtnisverlust mogeln kann und der Tempel eine Art Friedhof der Kuscheltiere wird. Wenn er nur das ist, will ich ihn gar nicht sehen. Und natürlich kann der arme unschuldige Ben, der immerhin einen brennenden Dharma-Bus gegen ein Haus gefahren hat nur so zum Other und bösen Manipulator werden. Stopp an der Stelle habe ich abgeschalten und bleibe felsenfest, dass Ben schon immer so war. Da brauche ich keinen dämlichen Gehirnwäschetempel als Erklärung. So Richard schleppt ihn weg und währenddessen höre ich dauernd den Beginn eines Flashesgeräusches, weil ich mir nie sehnlicher gewünscht habe das diese Scheiß-Dharmazeit zu Ende ist.
Nicht zu vergessen diese Ernie und Bert-Zeitreisediskussion zwischen Hurley und Miles. Für mich eine der dämlichsten Szenen der ganzen Dharma-Zeit. Damit sollte wohl der Dummie-Zuschauer, der bis jetzt noch nicht die Zeitreisen gecheckt hat nochmal verdeutlicht werden, wie das nun abläuft. Ich als einer, der das alles wunderbar verstanden hat braucht das nicht und ich könnte mich wiedermal stundenlang aufregen, wie uns die Autoren mal wieder für dumm verkaufen wollen.

KATE

Wer gibt dieser Episode überraschenderweise neben der Schlussszene noch sehr positive Seiten? Richtig Kate! Sie will Ben aus einem moralischen absolut nachvollziehbaren Grund retten. Er ist nur ein Kind und sie setzt dafür alles in Bewegung. Sie ist sogar bereit dafür aufzufliegen und hindert Juliet noch daran ihr mitzuhelfen. Sawyer versaut es sich selber, da er der Meinung ist ihr zu folgen. Noch dazu gefiel es mir super, dass sich beide eingestehen, dass die Beziehung zwischen ihnen endgültig beendet ist. Weder Kate oder Sawyer machen in dieser Episode einen Schritt aufeinander zu. Fand ich super. Noch dazu gefiel mir das zwischen Kate und Roger. Schade, hätte es wirklich lustig gefunden, wenn diese alberne Theorie mit Karl gestimmt hätte. Zwischen den beiden war definitiv was in Gange.
In den Flashbacks sehen wir eine Kate, die als Erstes sofort zu Cassidy geht, um ihren Auftrag zu erfüllen. Nebenbei singt sie Aaron auch noch Catch a Falling Star. Die Autoren geben sich wirklich Mühe dabei, dass mir Kate wieder sympathischer wird. Cassidy nervt einfach nur, bildet sich ein Urteil über Sawyer, obwohl sie gar nicht dabei war. Als etwas störend empfand ich dann doch die Supermarkt-Szene, besonders diese ekelhaft hässliche Claire-Imitation, die ironischerweise im Cast als "sweet young woman" aufgelistet ist.
Danach merkt sie, dass sie Aaron abgeben muss, um die richtige Mutter für ihn zu finden. Auch wenn noch einmal so ein sinnloses Cassidy-Gespräch erfolgt (kann diese Bitch nicht ausstehen), in der sie wiedermal alles weiß über Sawyer und Kate, obwohl sie nie dabei war. Wenigstens sehen wir Clementine das erste Mal, gefiel mir das Kind.
Danach ist Kate endgültig bereit zur Insel zurückkehren und gibt Aaron an die meiner Meinung nach beste Person ab, Claires Mutter, der sie auch gleich die Wahrheit erzählt. Ich fand es schauspielerisch richtig gut, wie sie sich von Aaron verabschiedet. Nach fünf Jahren bekommt auch Evangeline Lilly langsam schauspielerisches Talent. Nur macht sie es sich etwas einfach Aaron einfach abzugeben an Claires Mutter. Drei Jahre lang war sie nun seine Mutter, auf einmal gibt sie ihn ab, armes Kind, dass nun wieder eine neue Mutter haben muss.

DIE SCHLUSSSZENE

Was diese Folge davor gerettet hat, dass aus meiner Worst 3 eine Worst 4 wird war die Schlussszene. Sofort hat man gemerkt was Lost braucht wie der Mensch die Luft zum Atmen, eine Szene mit Michael Emerson und Terry O'Quinn. Seit Folge 7 waren wir nicht mehr bei den beiden und nun sehen wir wie Ben langsam erwacht und sich einem putzmunteren Locke gegenüber sieht, der den genialsten Satz der bisherigen Staffel sagt: "Hello, Ben. Welcome back to the land of the living." Bens überraschender Gesichtsausdruck und die geweiteten Augen waren ein Hochgenuss und haben mich im letzten Moment dieser sauschlechten Folge darin erinnert, was das wirklich Gute an Lost ist. Eine ganze Szene ist besser als vier Episoden zusammen, und ich war mehr gefesselt, als in allen Dharma-Szenen zuvor. Außerdem bestätigt es, dass der ältere Ben noch immer lebt, auch wenn manche da eine schwachsinnige Kausalitätskette sehen mit dem angeschossenen jungen Ben. An dieser Stelle geht Lost dann weiter und schafft wie aus dem Nichts dann den dritten Höhepunkt der Serie.

BODYCOUNT

Ich will lieber gar nicht wissen, wie oft Ben nach logischen medizinischen Kenntnissen hätte sterben müssen.

Summe: ca. 534

FAZIT:
Respekt Autoren, das muss man auch erst einmal hinkriegen. Eine Kate-Folge, die nicht wegen Kate schlecht ist und wo diese sogar mit das Positivste ist. Der Tiefpunkt von Lost, gefolgt von einer grausam konstruierten Rettung und das alles gepaart mit einer billigen Alibi-Erklärung bezüglich Bens Werdegang. Noch dazu geht einem der gesamte Dharma-Plot wieder voll auf die Nüsse und man wünscht sich nichts sehnlicheres, als das dieser Mist endlich ein Ende hat. Der ganz große Lichtblick, die geniale Schlussszene.

Dienstag, 1. Dezember 2009

5/10 He's Our You (Erik)

Charakter Demontage gepaart mit langweiliger Dharma-Handlung und dem wohl billigsten Cliffhanger überhaupt. Lediglich der ältere Ben in Sayids Flashbacks bewahrt die Folge davor in meinen Augen zu eine der schlechtesten überhaupt zu zählen.

ES WAR EINMAL IN TIKRIT

Fangen wir also an dann doch das Klischee des bösen Irakers, der nur töten kann zu bedienen. Diese Demontage eines mir einst sehr sympathischen Sayid setzt sich durch die ganze Folge fort und findet seinen Höhepunkt mit der versuchten Ermordung eines Kindes.
Schon in der ersten Szene wird uns das verdeutlicht, als ein junger Sayid seinem Freund hilft ein Huhn zu töten. Dieser wird von seinem Vater dazu gedrängt endlich wie ein Mann zu handeln, doch er bringt es einfach nicht über sich. Sayid dagegen kommt kurz vorbei und tötet ohne mit der Wimper zu zucken das Huhn. "Well, at least one of you will be a man." Meint der Vater damit auch eine Killermaschine, die sogar bereit ist ein Kind zu töten? Da in meinen Augen nichts verwerflicher und feiger ist, als ein Kind versuchen umzubringen, dürfte genau das Gegenteil dieser Aussage eingetroffen sein.

WENN MAN VON DEN HIPPIES ZU DEN OTHERS WILL

In der Realzeit von Sayid, die ironischerweise gar nicht so lange oder genau zu dem Huhnmord in Tikrit stattfinden dürfte, ist er immer noch gefangen und bekommt zum zweiten Mal Besuch von dem jungen Ben. Der beweist schon jetzt leichte manipulative Fähigkeiten, als er meint Horace hätte ihn mit dem Sandwich geschickt und das auch ein Hostile hungrig ist. Ich weiß nicht inwieweit diese Fähigkeiten schon bei dem jungen Ben vorhanden sind, aber ich bin sogar eine Meinung in Wirklichkeit schert er sich nur einen Dreck um Sayid. Er braucht ihn als Mittel zum Zweck, um zu den Others zu kommen. Neben dem Sandwich gibt er ihm auch noch ein Buch, dass er zweimal gelesen hat. Zumindest der junge Ben hat Lockes Rat befolgt, Bücher zweimal zu lesen. Doch der kleine Ben ist noch nicht der geniale, obercoole, manipulative Ben der Zukunft und plaudert seinen ganzen Plan aus, sein Treffen mit Richard, das er geduldig sein muss und ihm helfen würde herauszukommen. Sayid verrät ihn zwar nicht, aber hier sieht er sofort eine Chance Ben auszuschalten und somit seinen weiteren Werdegang zu verhindern. Auf einmal versteht er den Sinn, warum er denn nun zurückgekommen ist. Der spätere Ben wäre wesentlich vorsichtiger vorgegangen, hätte erst einmal alles über sein Gegenüber erfahren und dann geschickt einen Plan ausgetüftelt. Nun gut wenn ein 12-jähriges Kind diese Fähigkeiten hätte, müssten sich alle ernsthaft Sorgen machen.

MISSION ACOMPLISHED

Dann sehen wir Sayid in seiner Hitman-Zeit und nach Berlin und Paris besucht er nun schon die dritte große europäische Hauptstadt, wo er die letzte Zielperson im Auftrag von Ben erledigt. Bestechung klappt nicht, das weiß auch Ben: "Of course it didn't." Im übrigen trägt dieser hier das coolste Outfit von ganz Lost, trendige schwarze Jacke und einen passenden Hut. Sayid möchte nun wissen, wie es weitergeht, natürlich das Töten hat ihn richtig Spaß gemacht, doch Ben sagt, dass es vorüber ist. Es sind alle aus Widmores Organisation tot, die hätten erledigt werden sollen. Schön wie er sagt: "It's been a pleasure working with you, Sayid." War für mich einer der größten Triumphe, dass der Bruch zwischen Ben und Sayid einfach dadurch zustande kam, dass Sayid alle Leute erledigt hatte, die er erledigen sollte. Sayid kann das immer noch nicht glauben und hakt nochmal nach. Ben sagt aber bloß: "You didn't kill them for me, Sayid. You're the one that asked for their names. There's no one else in Widmore's organization that we need to go after. Congratulations! Mission accomplished!" Klingt fast wie bei einem Computerspiel und wir merken deutlich, dass Ben primär Sayid zur Killermaschine herangezüchtet hat. Kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es nur darum ging Widmores Leute auszuschalten. Der einzige Beweggrund der mir einfiele wäre der, dass Ben wusste, dass er nur so werden konnte wie er ist, wenn Sayid genug Hass auf ihn hat, sodass er ihn als Kind erschießt. Wäre zu genial, wenn das wirklich so wäre, denn dann träfe die dämliche "Ben-vergisst-alles"-Erklärung nicht ein und Ben hätte sich genialerweise selbst manipuliert, um zum besten Manipulator überhaupt zu werden und Sayid hat auch bei dieser versuchten Ermordung nur in seinem Auftrag gehandelt. Kurz gesagt Sayid wurde beim ersten Treffen mit Ben durchweg manipuliert, fast noch schlimmer als Locke.
"I suppose you should go live your life. You're free, Sayid."

WAS MACHEN HIPPIES MIT GEFANGENEN

So, das waren bis hierhin ein paar gute Szenen, aber auch nur weil Ben voll überzeugen kann. Nun wirds wieder unterirdisch. Horace und Radzinsky versuchen Informationen aus Sayid herauszubekommen. Psycho-Radzinsky will natürlich nur wissen, was er von seinem geliebten Swan-Modell weiß. Dann wird Sawyer geholt, den Sayid darum bittet ihn laufen zu lassen, da sonst der Folterer der Hippies verwendet wird, Oldham. Sawyer verwehrt es ihm aber, er hat sich doch so ein tolles Leben aufgebaut und möchte das nicht wegschmeißen. Er bietet aber Sayid an, selber in die Dharma-Initiative zu kommen, doch dieser lehnt ab. Hat er doch schon seinen Töte-Ben Plan ausgearbeitet. Wenigstens gab es einen guten Satz: "A twelve-year-old Ben Linus brought me a chicken salad sandwich."
Hurley, der nun als Koch arbeitet labert chillig mit seinen Mitgeflashten zurück und weist erst einmal auf die überdeutliche Sawyer-Juliet Beziehung hin. Kates Reaktion darauf? Ist mir schlicht und einfach egal. Das einzige was zählt ist, dass diese tatsächlich nichts kaputtmacht. Pluspunkte für Kate.
Sayid lernt derweil den bösen Vater kennen. Roger wischt die Böden und fragt Sayid: "You know what I can't figure out? Is how the hell you got caught. You hostiles are supposed to be the kings of the jungle. And how dumb are you that you got captured by these idiots?" Danke Roger für diese Einschätzung, die völlig mit meiner übereinstimmt. Sayid hat aber auch Recht: "And yet you're the one who mops up after them." Roger kontert mit der Folterung von einem dieser Idioten. Keine sehr geschickte Antwort. Das Manipulieren bei Ben kommt wohl definitiv von der mütterlichen Seite. Dieser bringt zum falschen Zeitpunkt ein Sandwich, wieder etwas, dass dem älteren Ben nie passiert wäre. Der hätte Rogers Dienstplan in- und auswendig gelernt. So ist Klein-Bens Ausrede zu billig und Sayid bekommt live mit, wie er von seinem Vater gezüchtigt wird. An dieser Stelle hätte Sayid seinen Plan vielleicht überdenken können und versucht als eventuelles Dharma-Mitglied positiv auf Ben und Roger einzuwirken. Er macht es nicht und leitet weitere Schritte ein, die Ben zu der Person machen werden, die ihn charakterlich völlig zerstören.

SAYIDS REAKTIVIERUNG

Eine der überflüssigsten Einblendungen von ganz Lost: "Santo Domingo, Dominican Republic". Wir sehen den gleichen See, das gleiche Gebäude, die gleichen Arbeiter und die Autoren sind der Meinung wir sind zu blöd zu merken, dass es sich dabei wieder um die Dominikanische Republik handelt.
Sayid wird dort jedenfalls erneut von Ben besucht. Genial, wie dieser hinter ihm steht und Sayid das langsam bemerkt. Dieser übermittelt den Tod von Locke. Sayids Reaktion: "Why would anyone kill him?" Nun zum einen, um einen ärgerlichen Widersacher aus dem Weg zu haben, andererseits um jemanden zu haben, dessen Tod ein guter Vorwand ist alle zurück zur Insel zu bringen und natürlich damit eine bestimmte Person auf der Insel dessen Körper annehmen kann, um seinen ärgsten Widersacher zu beseitigen. Ganz bestimmt aber nicht, dass was Ben zu Sayid sagt: "I'd say it was retribution for the work you and I have been doing. So you're in danger, Sayid. If I can find you, so can the people that found Locke. The same people who, even as we speak, are sitting outside Hugo's mental institution." Sayid fragt sich zurecht, ob Ben nur deswegen zurückgekommen ist, um ihn dazu zu überreden diesen Mann zu töten. Ben beantwortet das perfekt: "Because, Sayid... to put it simply, you're capable of things that most other men aren't. Every choice you've made in your life, whether it was to murder or to torture, it hasn't really been a choice at all, has it? It's in your nature. It's what you are. You're a killer, Sayid." Jetzt ist dieser Charakter endgültig demontiert, schade. Sayid zweifelt es noch an und sagt er mag das Töten nicht. Ben zieht ab mit den Worten: "Well, then I apologize. I was mistaken about you." Das Resultat: Dieser Mann wird sterben und noch viele andere auch. Ben hatte vollkommen Recht.

DER HIPPIE UNTER DEN HIPPIES

Die Dharma-Leute sehen keine andere Chance, als ihn zu Oldham zu bringen. In Anbetracht der Tatsache, dass selbst die Folge nach diesem Psychopathen benannt ist, deutete es eine sonstwas für gefährliche Person an. Letztendlich ist es nur ein alter Hippie, der genug hat von den Baracken (worin ich ihm vollkommen zustimme), in einem Zelt im Dschungel lebt, alte Schallplatten hört und hin und wieder alten irakischen Folterern einen Tropfen Wahrheitsserum verabreicht. Wenigstens kommt dadurch einer der besten Szenen dieser Folge überhaupt zustande.

TREFFEN MIT ILANA

Nicht nur, dass wir schon wieder mit einer Wiederholung einer bereits gesehenen Szene genervt werden, nein jetzt wird die auch noch abgeändert um mehr Gewicht auf den Konflikt in dieser Folge zu legen und um gewisse Fans der veränderten Zeitlinie Futter zu geben.
Wenigstens sehen wir dann eine tolle Szene. Sayid, der auf Desmonds und Widmores Spuren wandelt und einen Mac Cutcheon nach dem anderen reinschüttet. Dann wird Ilana auf ihn aufmerksam, die allein mit diesem Outfit eine meiner neuen weiblichen Lieblingspersonen war. Die beiden kommen ins Gespräch und Ilana fragt sich, warum sich Sayid so ein teures Getränk leisten kann. Das war neben einem Flirtversuch wohl auch eine Vergewisserung, dass es sich wirklich um Sayid handelt, den sie da neben sich hat. Dieser fragt schließlich nach, ob sie eine Professionelle ist. "I'm not a professional anything. I just... Thought you looked sad. I like sad men." Wenn das wirklich stimmt, dann hätte Locke aber Helen ganz schnell vergessen können. Geschickt fragt sie ihn, was er macht, dabei weiß sie es schon längst. Sayid sagt: "The only thing I was ever good at." Glaube nicht, dass damit seine Bauarbeiten in der Karibik gemeint waren. Ilana möchte natürlich wissen, warum er das nicht mehr macht und er sagt: "I'm trying to change." In Anbetracht der Tatsache, dass er bald ein Kind umbrigen will, stimmt das überhaupt nicht. Nun weiß es Ilana und stellt fest: "When you are that good at something, there are always going to be people who tempt you into staying the same." Weiß die wirklich nichts von Ben? Jedenfalls hat sie Sayid nun perfekt umgarnt.

SAYID WIRD NUN AUCH ZUM HIPPIE

Die beste Dharma-Szene dieser Folge war es, als Sayid wie unter dem Drogenrausch die ganze verrückte Wahrheit erzählt. Angefangen mit seinem Namen. Genial fand ich es, als er auf die Frage, warum er die Handschellen anhatte wie ein enttäuschtes Kind zur Seite schaut und sagt: "Because...because I am a bad man." Danach erzählt er weiter, dass er kein Hostile ist und einem Flugzeug, Ajira 316, zurück zur Insel gekommen ist. Beim ersten Mal war er mit Oceanic 815 da und 100 Tage auf der Insel. An dieser Stelle habe ich dann Radzinsky alles Schlechte was es gibt gewünscht, als er Oldhams Frage: "Who's "Sawyer"?" unterbricht und sich wieder nur um sein dämliches Modell kümmert. Denkt der eigentlich auch mal an was Anderes?
Genial aber wie er auf die Frage nach den Stationen antwortet: "I know the Flame was a communication station. The Pearl was to observe other stations. The Swan was to study electromagnetism. But, of course, that was before the incident--" Das Radzinsky nicht denken kann, merkt jetzt wohl auch der letzte Zuschauer. Anstatt sich Sorgen zu machen, dass Sayid bereits die Station benannt hat, etwas das er nie im Leben von einem kurzen Blick auf das Modell hätte wissen können, kümmert es diesen gar nicht, dass er von einem Incident spricht. Sayid weiß zuviel, er ist also ein Spion. Dennoch kommt es noch zu der besten Szene, als er allen sagt, dass sie sterben werden. Woher er das weiß: "Because I am from the future." Oldham denkt danach er hätte zuviel gegeben. Sayids Lachen danach das es genau die richtige Menge war ist zu genial und einer der Höhepunkte dieser miesen Dharma-Handlung. Aber wer bitteschön würde das schon glauben?
Juliet weist Kate daraufhin, dass sie nicht ihre Beziehung zwischen Sawyer und ihr zerstören soll. Es ist schon krass, dass in dem Maße in dem Kates Ansehen bei mir wieder steigt, das von Juliet sinkt. Kate hat noch nichtmal Andeutungen gemacht, dass sie diese Beziehung zerstören will und später ist es auch nur Juliet die denkt Kate mache alles kaputt, obwohl sie gar nichts macht. Die Beziehung zwischen Juliet und Sawyer ist somit überhaupt nicht auf gegenseitiges Vertrauen aufgebaut. Ich war zwar noch nie in einer Beziehung (zum Glück), aber soviel ich gehört habe ist das der entscheidende Faktor zum Scheitern.
Danach sehen wir die Hippierunde und sie stimmen darüber ab, was mit Sayid passieren soll. Natürlich ist Radzinsky sofort dafür ihn zu töten, Sayid hat ja zwei Millisekunden auf das Swan-Modell sehen können. Warum nur mussten die Autoren den Tod dieses Charakters off-screen abhandeln? Horace selber ist nicht ganz dafür, bis seine dämliche Ehefrau meint sie hätten keine andere Wahl. "We have to think about all the children here." Ich finde es einfach zu genial, dass ihr Kind eines der Others wird und ein anderes dieser Kinder diese ganze Hippiebande auslöscht.

BETTSPORT MIT ILANA

Endgültig begeistert von dieser Frau war ich bei der Szene als die Rummacherei von Sayid in einem hübschen Kampf endet, an dessem Ende Sayid eine Waffe an den Kopf gehalten wird. Dieser erfährt nun, dass sie eine Kopfgeldjägerin ist und im Auftrag von Avellinos Familie ihn nach Guam überführen soll. Dies scheint aber nur ein Vorwand zu sein. Wie wir wissen, weiß Ilana sehr viel von der Insel und handelt im Auftrag von Jacob. Dieser war es wohl auch, der sie mit dieser wichtigen Aufgabe betraut hat, Sayid zurück zur Insel zu bringen, sodass alle außer Aaron von den Oceanic 6 an Bord sind. "Doesn't matter what I am. You're going to answer for what you've done." Ich denke auch, dass Ilana mehr ist als nur eine Kopfgeldjägerin und vermutlich noch eine bedeutende Rolle in Staffel 6 spielen wird. Sayid dagegen bezahlt tatsächlich für das was er getan hat. Er wird angeschossen von dem Vater seines Manipulators und liegt zumindest am Ende von Staffel 6 im Sterben.

DESWEGEN WILL ICH KEIN HIPPIE SEIN

Sawyer versucht Sayid zur Flucht zu animieren, doch dieser lehnt ab. Seit er wieder auf der Insel ist, wisse er was er zu tun hat und warum er wieder hier ist. Falsch, das wusste er wohl erst, als er Ben gesehen hat. Ein bisschen was hat er doch von ihm gelernt und weiß, dass dieser ihn befreien wird. So schickt er Sawyer weg. Dieser will nun von Kate wissen, warum sie eigentlich zurück sind. War es nicht ursprünglich gedacht, dass sie zurück sind um Sawyer und Co zu retten? Das hat dieser wohl vor lauter Aufregung vergessen, genau wie Kate, die wie sich bald herausstellt wegen der uninterrantesten Lost-Figur zurückgekommen ist.
Kurz darauf beendet aber ein brennender Dharma-Van ihre Unterhaltung und Sawyer stellt fest, dass in drei Jahren nie ein Bus gebrannt hat. Während alle versuchen verzweifelt zu löschen, nutzt Ben die Gelegenheit um Sayid zu befreien. Dieser bekommt noch einmal einen Blick darauf, wie beschissen es diesem doch geht und dennoch weicht er keinen Zentimeter von seiner Entscheidung ab. Gerade dadurch zerstört man Sayids Charakter endgültig.
In einer letzten Rückblende sehen wir dann wie er von Ilana an Bord gebracht wird. Als er merkt, dass seine alten Mitabgestürzten auch dort sind, möchte er lieber den nächsten Flug nehmen. "Are you sure we're going to Guam?" Das gleiche hat schon Frank gefragt. Ilana weiß genau, dass es da nicht hingehen wird, sie sagt einfach nur: "Where else would we be going?" Genial fand ich es, wie Sayid versucht sie davon zu überreden den nächsten Flug zu nehmen: "I'll buy you a rabbit's foot at the gift shop. This is the plane we're taking."
Als schließlich Ben in das Flugzeug steigt fragt Sayid Ilana, ob sie für ihn arbeite. Sie weiß aber gar nicht wer Benjamin Linus ist und Sayid beantwortet es perfekt: "He's a liar, a manipulator...a man who allowed his own daughter to be murdered to save himself...A monster responsible for nothing short of genocide." Ersteres trifft alles auf Ben zu, zweiteres auch auf Sayid. Er ist genauso ein Monster wie Ben, für Massenmord verantwortlich und ist in der Realzeit kurz davor einen Kindsmord begehen zu wollen. Zu Recht fragt Ilana: "Why would I work for somebody like that?" Sayid beschreibt noch einmal sein ganzes Schicksal: "I did."
In der Realzeit flieht er mit dem jungen Ben in den nahen Wald, wird aber bei der Flucht aufgehalten, als Jin vorbeikommt. Er weist Ben an sich zu verstecken. So wieder ein Beweis, dass sich Ben massiv wandeln wird. Der ältere hätte bemerkt, dass da irgendwas faul ist und Sayid diesen Dharma-Mitarbeiter Jin sehr gut kennt. Er bemerkt es nicht und ist beeindruckt von Sayids Kampfkünsten. "Whoa! Where'd you learn to do that?" Schade hätte er gefragt, warum er so einfach Menschen wehtun kann, hätte Sayid antworten können: "From you!" So schnappt er sich die Waffe, schaut sie an und sagt mit tränenerstickter Stimme: "You were right about me." Ben weiß natürlich gar nicht was los ist. Dann gesteht sich auch Sayid das ein, was der erwachsene Ben zu ihm gesagt hat, es markiert den endgültigen Untergang des Charakters Sayid: "I am a killer." und er schießt auf den jungen Ben, der genau in das Herz getroffen ohne Schrei zusammenklappt. Was wir gesehen haben ist der billigste und schlechteste Cliffhanger von ganz Lost. In der nächsten Folge ändert sich das Schussloch und Ben ist nur schwer verletzt dadurch. Somit ist diese ganze Szene billigste Effekthascherei, gemacht für den Sensationszuschauer, den man nur mit WTF-Momenten unterhalten kann. Noch dazu vergisst man dem Charakter Sayid an dieser Stelle ein gerechtes Ende zu geben. Ein Charakter, der uns vier Staffeln mit als einer der Guten angepriesen wurde und nun die brutale Entscheidung getroffen hat ein Kind zu töten, müsste sich daraufhin selbst umbringen, da ich der Meinung bin, dass kein gutmütiger Mensch mit so etwas fertig werden könnte. Somit ist Sayids Abgang billig und noch dazu unlogisch, da er nichtmal prüft, ob Ben tot ist. Im übrigen trotz des genialen Twists mit der Charakterentwicklung der beiden hat Sayid an dieser Stelle jegliche Sympathie verloren. Diesem Charakter wünsche ich einen grauenhaften Tod.

BODYCOUNT

Sayid tötet Andropov, bei Ben scheitert er aufgrund großer Verarschung seitens der Autoren und dem Nichterklären von WHH.

Summe: ca. 534

FAZIT:
Unterirdisch. Langweiliges Dharma-Getue durchsetzt mit grausamsten Soap-Elementen und der Demontierung eines meiner bisher liebsten Lost-Charaktere. Noch dazu kommt der schlechteste und billigste Cliffhanger allerzeiten, dessen Auflösung ich als Tiefpunkt der Serie empfinde. Das wenig Gute ist Sayids Prophezeiung unter dem Wahrheitsserum und Ben und Ilana in Sayids Flashbacks.

5/09 Namaste (Erik)

Eine typische Lückenfüllerfolge. Die Dharma-Handlung brachte mich mehrmals dem Schlafe näher, so langweilig war das. Fesseln konnte da nur der Ajira-Handlungsstrang, der aber zu 90% auch nur eine Lücke schloss. So bot die Folge fast nichts Neues.

FLUGSIMULATOR

Die Folge startet wieder bei Ajira 316, kurz bevor das Herausflashen der Oceanic 4 beginnt. Derweil bemerkt Franks Copilot, dass einer der Oceanic 6 tatsächlich an Bord sitzt. Er meint dieser Kerl müsste verdammt viel Mut haben die gleiche Strecke nochmal zu fliegen. Daraufhin meint Frank: "Maybe he doesn't believe that lightning will strike twice in the same place." Genial die Unterhaltung, da doch Frank gerade erfahren hat, dass sie zurück zur Insel wollen und dieses Flugzeug wohl wirklich wieder abstürzen wird. Doch so läuft es diesmal nicht. Der Flash beamt die Oceanic 4 heraus. Der Rest aus dem Flieger landet aber in der Gegenwart der Insel. Wie es so kommt fallen in diesem Moment die Geräte aus. Verständlich, da sie wohl gerade die Barriere der Insel passiert haben. Hier sehen wir nun Franks genial Flugkünste, der, was eigentlich unmöglich ist, einem ganzem Berghang ausweicht. Sein Co-Pilot versucht derweil Hilfe zu senden und empfängt die Nachricht mit den Zahlen. Offenbar haben die Others in den drei Jahren diese Nachricht wieder in den Funkturm eingesetzt. Es könnte aber auch sein, als Rousseau ihre Nachricht herausgenommen hat, dass die alte mit den Zahlen wieder abgespielt werden konnte. Ein was ist das ganze für mich definitiv nicht: Kein Beweis, dass eine leicht veränderte Zeitlinie vorliegt.
Jedenfalls entdecken Frank und sein Co-Pilot die Landebahn, die einst die Others erbaut haben und mit einer der grausamsten Animationen von ganz Lost landen sie ziemlich hart auf der Hydra-Insel.
Diese Landebahn wurde wohl im Auftrag von Jacob gebaut, damit seine Leute sicher auf die Insel kommen können. Gewusst hat er dies wohl sowieso, da Ajira 316 das Flugzeug war, welches die Losties zurückbringen sollte und das war zeitlinientechnisch sowieso klar. Also hat er es noch genutzt, um seine Leute sicher zurückzubringen und den Others beauftragt die Landebahn zu erbauen. Wie sooft hat sich auch Samuel dies zu Nutze gemacht und so konnte Ben genauso sicher auf die Insel kommen, wie alle anderen auch. Da die Landebahn während Bens Zeit gebaut worden ist, hat er sogar daran gearbeitet sein eigenes Leben zu retten. Genial diese Twists.
Einer muss aber sterben und wenn es nicht der Pilot ist, dann ist es der Co-Pilot. Dieser wird von einer Palme aufgespießt. Frank selber geht blutüberströmt zurück in das 1.Klasse-Abteil. Hier finden wir nun Sun vor, die nicht mitgeflasht ist. Eines der seltsamsten Dinge in dieser Staffel. Ich kann es mir nur so erklären, dass Sun aufgrund ihrer Schwangerschaft auf der Insel, auch ein Teil von ihr wurde und nicht durch die Zeit reist wie die anderen. Sie ist nicht Teil der Variablen, die alle in einer Zeitebene landen, sondern eine der Konstanten, die in der richtigen Zeit landen. Bei Ben ist es eigentlich klar, nur bei Lapidus ist es noch seltsam, warum er nicht auch im Jahr 1977 gelandet ist. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass er nicht Oceanic 815 geflogen hat und so seiner Bestimmung nicht nachgekommen ist. Er war auch keine Variable, denn das waren nur Passagiere von Oceanic 815, Juliet und diejenigen vom Frachter, die auf der Insel gezeugt worden sind. Seine Bestimmung führte ihn klar zur Insel, aber er kam ihr beim ersten Mal nicht nach, sodass er sie erst beim zweiten Mal erfüllte, als er Ajira 316 auf der Hydra-Insel landen ließ. So war er in gewisser Weise auch eine der Konstanten, da er nie zur Variablen geworden war. Ich merke aber schon, dass das wohl keiner verstehen wird.
Caesar dagegen kümmert sich gleich mal ritterlich um Ilana. Das er sie ganz offenbar nicht wiedererkennt könnte darauf hindeuten, dass er gar nicht ein Teil von Jacobs Truppe ist, sondern wohl gegen den Willen von Samuel und Jacob mitgekommen ist. Schon bald wird sich Ben um dieses Problem kümmern. Sun und Frank merken, dass die anderen gegangen sind, dann kommt Ben von der Toilette zurück und sagt auf geniale Art und Weise: "They're gone." Ben hatte off-island leider schon ein bisschen nachgelassen, kaum auf der Insel sprudelts wieder nur so von genialen Sprüchen. Frank fragt natürlich nach: "Gone? Gone where?"
Ben: "How would I know?" Ob er es wirklich nicht wusste? Schwierig zu beantworten.

NEUE HIPPIES BRAUCHT DIE INSEL

Ich glaube die beste Szene der Dharma-Handlung in dieser Folge ist noch, als Sawyer die anderen begrüßt. Am besten dabei das mit Hurley. "Easy on the ribs there, Kong." Schön wie er dann sagt: "Kong. I actually missed that." Sawyer gar nicht verlegen: "Missed you, too, Hugo." Er hat sich wirklich vollkommen gewandelt. Die Begrüßung mit Jack dagegen ist sehr kühl. Ein kurzer Handschlag und auch mit Kate passiert nicht soviel wie alle befürchtet hatten. Eine kurze Umarmung das war es auch schon. Erfreut darüber, dass Locke es geschafft hat, fragt er wo er ist und erfährt die schlimme Neuigkeit. Ein letztes Mal darf Jack den Coolen raushängen lassen, als er auf Sawyers Frage wie es passiert ist nur arrogant antwortet: "Doesn't matter. He's gone." Danach kommt die Frage warum sie alle Dharma-Anzüge tragen und sie erfahren die Wahrheit, dass sie alle im Jahr 1977 sind. Hurleys Reaktion ist die beste: "Uh... what?"
Jin jedenfalls merkt, dass er Bericht erstatten muss und zurück zu den Baracken muss. Dann kommt die Rede auf Ajira 316 und er erfährt, dass Sun auch an Bord war. Sofort stürmt er los und fährt zu Radzinsky, da dieser wissen könnte, ob ein Flugzeug über der Insel abgestürzt ist. Sawyer überlegt sich derweil, wie er die drei in die Dharma Initiative einschleusen kann. Er fährt also zurück und berichtet nun auch Juliet davon, dass die drei zurück sind. Die ist weniger begeistert, sieht sie doch deren schönes Leben in Gefahr. Juliets unbegründete Eifersucht ist übrigens eines der Hauptdinge, warum sie es bald zu meinem Hasscharakter Nummer 1 schafft. Im gleichem Maße bessert sich Kate, denn die macht nichtmal annähernd etwas um die Beziehung zwischen Sawyer und Juliet zu zerstören. Trotz allen Bedenken hilft Juliet und sagt, dass ein U-Boot kommt.
Ah grausam! Radzinsky taucht auf, dieser cholerische Psychopath und Schreihals. Die ersten Sekunden als er an dem Swan-Modell arbeitet ist das einzige Mal in der ganzen Serie, dass er vernünftig handelt. Schon bald sehen wir ihn den Psycho raushängen. Jin gewinnt jedoch die Oberhand und überredet ihn die anderen Stationen zu fragen, ob ein Flugzeug aufgetaucht ist. Warum es denn so wichtig ist? "It just is."

FRANK ODER CAESAR

War das eine Erleichterung wieder in das Jahr 2007 zurückzuspringen. Sun steht mit Jins Ring verloren am Strand und wird von Ilana gefragt, ob sie jemanden an Bord verloren hat. Genialerweise lügt sie noch nichtmal als sie sagt: "No. I was traveling alone." Immerhin sucht sie nach Jin und war tatsächlich allein unterwegs. Frank versucht sich derweil als Jack und weist alle Überlebende auf ihre missliche Lage hin. Statt live together die alone hat er "Stick together" in seinem Repertoire. "Stick together, hunker down and just wait till help gets here."
Caesar, der neue Locke möchte wissen wo sie eigentlich sind. Frank weiß es zwar, aber er muss es natürlich verneinen und weist daraufhin, dass diese Insel nicht in ihre Karten verzeichnet ist. Caesar hält dann seine eigene Rede: "Because there are some buildings over there... and animal cages. Down the beach, you can see a bigger island across the water. So maybe you should get some new charts." Bei diesen Worten wird Ben aufmerksam, der nun genau weiß, dass er sich auf der Hydra-Insel befindet und geht los, was nur von Sun bemerkt wird. Ben hätte vermutlich nur einen halben Tag gebraucht um die Konflikte zwischen den beiden so auszunutzen, sodass er selbst Anführer diese Grupper geworden wäre. Doch er hat keinerlei Interesse daran, sondern möchte nur zurück zur Hauptinsel. Sun folgt ihm also und wird von Frank bemerkt. Er sagt noch: "Right now, I'm just trying to keep everyone here safe. So let's gather up some firewood." Darauf sagt Caesar noch: "If he wants to wait, let him! I say we search these buildings! Maybe they have a radio or some food! Who wants to help me?!" Daraufhin ist dieser kurze Anführerkonflikt schon vorbei, denn Frank folgt nun auch Sun und Caesar bleibt für knapp einen Tag der Anführer.
Genial, dass Sun Ben nicht einholt, sondern Ben sich ihr entgegenstellt und fragt warum sie ihm folgt. Sie mäöchte wissen wohin er geht und seine Antwort ist eigentlich klar: "Back to our Island. ...You wanna come?"

SAYID, DER NICHTHIPPIE

Schon zum zweiten Mal nacheinander müssen wir diese grauenhafte Amy ertragen. Juliet klaut ihre Listen, um die drei zu vermerken. Hach ist das einfach diesen Hippiehaufen zu täuschen. Eine Frage an die Others: Warum wartet ihr noch 10 Jahre, ehe ihr diesen dilletantischen Haufen ausschaltet? Dann kommt es zu einer erzwungenen und in meinen Augen äußerst blöden WTF-Enthüllung wer das Baby ist: Ethan. Schön und gut, aber wie der jetzt zu den Others kommt, ein perfektes Medizinstudium ablegt und dann auch noch Spion und alles wird, ist einfach zu arg konstruiert für am Ende nichtmal 30 Jahre.
Sawyer vergibt derweil die Kleidung und überredet sie in die Dharma Initiative einzutreten, wenn heute Nachmittag das U-Boot ankommt. Listen lassen sich einfach fälschen und es weiß ja sowieso niemand, wer von der Überfahrt alles dabei. Ganz ganz mieser Aufbau dieser Organisation.
Radzinsky stellt derweil fest, dass es kein Flugzeug gab und wird gleich darauf auf einen 14-J aufmerksam gemacht. Einer der Hostiles befindet sich innerhalb ihres Territoriums. Jin rennt sofort dorthin und es stellt sich heraus, dass es der gefesselte Sayid ist. Für mich immer der größte Others-Feind gewesen wird ausgerechnet er nun für einen gehalten und hat es von allen, die aus dem Flugzeug rausgeflasht sind am schwersten. Sofort wird er von beiden bedroht und gefangengenommen.
Auf dem Rückweg unterhalten sich die anderen darüber, dass Sawyer nun in der Dharma-Initiative ist und Hurley fällt ein, dass diese alle sterben werden. Sawyer möchte aber nicht Nostradamus spielen und laut Daniel kann eh nichts geändert werden. Jack fragt derweil, ob Daniel hier ist. Sawyers Antwort: "Not anymore." Noch ist er in der Außenwelt und betreibt Forschungen.
Dann sehen wir so ein dämliches Dharma-Fest und Sawyer lädt sie ab. Sie werden entsprechend ihrer Aufgaben zugewiesen und sollen ein bisschen mitspielen. Hurley gefällt mir noch am besten: "What if they start asking us questions we can't answer, like, uh, who's president in 1977?" Jimmy Carter, Hurley, müsste für einen Ami eigentlich Allgemeinwissen sein, aber Hurley war noch nie der Hellste.
Derweil kommt Miles an und berichtet ihn von einem 14-J in der Flame. Von Jin erfährt er nun, dass Sayid auch zurück ist.

GEPLANTE ÜBERFAHRT

Sun stellt hier ganz schön dumme Fragen und es schön die Genervtheit von Ben zu sehen. Schon als sie ruft "Wait!" antwortet er nur genervt: "I'm sorry, Sun, but waiting doesn't interest me much right now. There are three outriggers near here and I'm gonna take one. So you can come along and help me row... or you can stay here. Frankly, it makes no difference to me." Dann kommt die oberdämliche Frage: "Why are you leaving?" Das konnte Ben nur mit: "Why are you staying?" Darauf fragt Sun wieder ganz blöde nach: "The main Island... is that where Jin is?" Ben ist so genervt mittlerweile, dass er schon seine Armschlinge abwirft und sogar mal ehrlich antwortet: "Honestly, I don't know. But that's where I'd start looking." Dann kommt auch noch Frank dazu, der besorgt um Sun ist und fragt wo sie hinwill. Diese sagt: "Ben knows where there's a boat. I'm going back to the main Island with him." Franks Reaktion ist perfekt und richtig: "You don't think you can really trust this guy, do ya?" Sun muss ihm aber vertrauen sagt sie. Ben ist immer genervter davon und fragt: "You're ready?" Frank versucht sie davon abzuhalten und bringt noch einmal genialerweise zur Sprache, wie gefährlich Ben doch ist und das ein ganzer Frachter mit Söldnern extra nur wegen ihm gekommen ist. Ben reagiert sehr abgezockt: "And how'd that work out for everyone?" Sun fragt nun nach, warum er nicht mitkommt und er sagt er müsse eine Gruppe von Leuten anführen. In Wirklichkeit ist schon lange Caesar der Anführer. Ben aber redet nochmal auf ihn ein, da er von beiden so langsam die Schnauze vollhat: "That's right, Frank. A captain's first responsibility is to his passengers. But I have people I have to take care of, too. There's a small dock about a half mile due south across the water. It leads directly to a town where I used to live. There are resources there. So, if anyone can help you and the rest of the plane get out of here safely, it--" Dann schlägt Sun mit dem Paddel nieder und auf Franks Frage, der gedacht hätte sie traut ihm sagt sie nur sie hätte gelogen. Sun hat hier etwas im Auftrag von Samuel gehandelt, wenn auch nur passiv. So blieb Ben nämlich auf der Hydra-Insel K.o. geschlagen und konnte leichter davon überzeugt werden, dass Locke wiederauferstanden ist. Ich denke in den Baracken hätte das nicht so gut funktioniert.

NEUE JOBS

Pierre sagt es perfekt: "Could they be any more disorganized on the other side?" Also wenn das noch zu toppen geht, dann will ich überhaupt nicht wissen, wie die Dharma Initiative in Ann Arbor aussieht. Ach so, ich will es auch so überhaupt nicht wissen, denn ich habe von diesem lächerlichen Dharma-Haufen genug. Genial ist, dass Jack vom einstigen Anführer jetzt zu einem billigen Hausmeister gemacht wird. Das war Genugtuung pur und vorallendingen dieser Ausdruck als er merkt, dass er von Sawyer gelinkt worden ist. Kate verrät sich fast selbst, doch Juliet rettet sie noch.
Derweil versucht Sawyer die Situation um Sayid zu beruhigen. Psycho-Radzinsky ahnt natürlich sofort einen Komplott und das dieser Hostile alles über die Swan weiß. Wie dämlich, dass er sich Sorgen um einen kurzen Blick auf sein Modell macht, aber nichtmal annähernd darauf kommt, dass auch der Baustellenlärm der Swan die Others darauf aufmerksam machen könnte. Einzige Radzinsky-Möglichkeit, Sayid erschießen. Sawyer ist dagegen und will Sayid erst einmal zu den Baracken zurückbringen. Wenigstens erkannt Radzinsky ein was: "This is a horrible mistake." Ganz genau, denn das führt letztendlich dazu, dass Sawyers und Juliets beschauliches Leben in den Baracken endet.

EIN LETZTES MAL SAMUEL ALS CHRISTIAN

Man sehnt sich richtig nach den Ajira-Szenen, sobald man diesen Dharma-Mist über sich ergehen lassen musste. Sun jedenfalls setzt ihre Suche nach Jin fort und erreicht den Steg. Dieser ist noch immer zerstört und verwüstet von der einstigen U-Boot Explosion. Noch dazu herrscht eine gespenstige Atmossphähre, als sie das Flüstern und das Monster hören. Deutlicher geht es gar nicht, dass beide dann mit Samuel und Christian zusammenhängen. Dieser findet die beiden dann auch. Fand diese Stelle sehr gut gemacht. Geschickt hat er auf die beiden gewartet. Sun fragt nach, wo ihr Ehemann ist und er führt sie direkt in eines der Gebäude. Dort sucht er einige Bilder ab, bis er das von 1977 findet und zeigt es Sun. Dann meint er: "I'm sorry, but you have a bit of a journey ahead of you." Eine Reise, die auch nach The Incident noch nicht abgeschlossen wurde. Wir sehen Samuel hier ein letztes Mal in der Christian-Form. Da Locke nun tot zur Insel gekommen ist, nimmt er bald seine Gestalt an. Sun hat er wohl nur dazu überredet auf Locke zu warten, damit er mithilfe von ihr ein ernsthaftes Anliegen hat, Jacob zu besuchen. Sun ist zwar nicht unbedingt notwendig für seinen Plan, aber könnte sich als nützlich erweisen. Wohl noch in der selben Nacht wird er nun entweder als Smokey oder noch als Christian zur Hydra Insel kommen und als Locke im Wasser auferstehen. Dann geht er zu Ben, um diesen in seinen Plan zu involvieren.

EIN NEUER ANFANG

Wieder mal: Ich sehe weder die angeblichen Veränderungen der Baracken, noch das falsch getimte Foto als Beweis dafür, dass es eine Veränderung der Zeitlinie gibt. Jedenfalls sehen wir nun wie sich die Oceanic 4 langsam einleben. Zunächst bemerken sie, dass Sayid zurück ist, der gleich darauf eingesperrt wird. Jack möchte gleichmal Sawyer besuchen, um zu wissen was Sache ist. Dabei macht er gleich mal Phil auf sich aufmerksam und sich noch verdächtiger als er Juliet auf der Türschwelle umarmt. Genial finde ich es, wie ihn Sawyer dann abfertigt, als Jack fragt was denn nun mit Sayid passiert. Sawyer hatte keine Chance und musste ihn erst einmal einsperren. Jack würde gerne wissen wie es weitergeht und Sawyer antwortet: "I'm working on it."
Dieser meint: "Really? Because it looked to me like you were reading a book." Danach fertigt ihn Sawyer endlich mal richtig ab, was ich genial fand: "I heard once Winston Churchill read a book every night, even during the Blitz. He said it made him think better. It's how I like to run things. I think. I'm sure that doesn't mean that much to you, 'cause back when you were calling the shots, you pretty much just reacted. See, you didn't think, Jack, and as I recall, a lot of people ended up dead." Endlich mal jemand der Jack so richtig die Meinung geht, der dämliche getroffene Gesichtsausdruck ist einer der Gründe, warum Jack einfach zu Lost gehören muss. Dieser hat nichts anderes vorzuweisen als: "I got us off the Island." Wieder kann Sawyer ihn herrlich abfertigen: "But here you are... right back where you started. So I'm gonna go back to reading my book, and I'm gonna think, 'cause that's how I saved your ass today. And that's how I'm gonna save Sayid's tomorrow. All you gotta do is go home, get a good night's rest. Let me do what I do." Dann führt er Jack zur Tür und schmeißt ihn raus mit den Worten: "...now ain't that a relief?" Jack böse getroffen antwortet nur "Yeah". Getrübt wird das ganze nur durch die zum Glück einzige Sawyer-Kate-Szene, wo sich beide dummdämlich anschauen.
Sayid bekommt derweil Besuch von einem Teenager, der ihm ein Sandwich ohne Senf bringt. Es ist niemand anderes als der junge Ben. Genial zu sehen, wie bei Sayids ersten Treffen mit Ben dieser der Gefangene war. Jetzt bei Bens ersten Treffen mit Sayid ist dieser der Gefangene. Eine schöne konträre Situation, nur möglich durch die Zeitreisen. Auch wenn leider die nächste Folge den Charakter des jungen Bens fast vollständig zerstört, so wird doch schon deutlich, dass er schon in jungen Jahren manipulative Züge zeigt und sofort versucht durch Sayid einen Vorteil zu erarbeiten.

BODYCOUNT

Der Copilot kommt hinzu.

Summe: ca. 533

FAZIT:
Gefesselt und aufmerksam verfolgt habe ich den Handlungsstrang rund um die Geschehnisse von 2008 auf der Insel. Langeweile pur derweil bei der Dharma-Handlung 1977. Alles in allem eine schlechtere Lückenfüller-Folge, da der Dharma-Mist überwiegt. Nichts passiert groß in dieser Episode.

Montag, 30. November 2009

5/08 LaFleur (Erik)

Das Rad hätte die Losties in tausend spannenderen Zeitaltern zurücklassen können, es wählt aber die langweiligste und uninteressanteste Variante, die Dharma-Blütezeit. Starke charakterliche Momente besonders von Sawyer lassen diese Folge aber noch erträglicher sein als kommende Folgen.

DER LETZTE FLASH

Wie uninteressant so in etwa der Rest der Episode ist merkt man daran, wie wild die Fans das kurze Erscheinen der ganzen Statue von hinten diskutiert haben. Was wurde da nicht alles vermutet, schon hier aber stellte sich Tawaret, eine altägyptische Gottheit der Fruchtbarkeit bald als die richtige Vermutung heraus. Deren Zerstörung brachten viele dann in Verbindung mit dem Schwangerschaftsproblem auf der Insel. Was niemand ahnte? Das die Statue Jacobs Zuhause ist.
Danach dreht Locke das Rad und wir werden schnell aus dieser spannenden Zeit katapultiert und der vielleicht heftigste Flash erwischt die zurückgebliebenen Zeitreisenden. Er ist eher grünlich und hat ein anderes Geräusch, noch dazu bebt die Erde tatsächlich leicht. Am Ende ist das Rad fest verankert, Konstanten und Variablen der Insel wieder in eine Gleichung gebracht und so werden auch alle Nebenwirkungen der Zeitreisen beendet. Kein Nasenbluten mehr, keine Kopfschmerzen. Sawyer reagiert als Erster, als er plötzlich den Brunnen wieder entdeckt und hineinspringt. Es ist genial, wie er sich festklammert und feststellt, dass dieser bis oben hin zugeschüttet ist.
Als alle merken, dass wieder alles in Ordnung ist, fragen sie sich wie es weitergeht. Sawyer weiß ganz genau was sie machen: "Now we wait for him to come back." Und auch auf die Frage wie lange es dauert hat er die perfekte Antwort: "As long as it takes."

BÄUME SPRENGENDE HIPPIES UND ANDERE DHARMA KATASTROPHEN

Die sofort eingeblendeten drei Jahre zeigen, dass schon eine ganz schöne Zeit vergangen ist und Locke noch immer nicht zurück ist. Nur dieser Vorausblick beginnt gar nicht bei Sawyer oder den anderen, sondern in einer Dharma-Überwachungsstation, wo gerade einer der Sicherheitsleute eine Party mit einem Mädchen feiern will. Ich glaube schon hier wollte man mit aller Macht jede Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit und Mystik von dem was wir bisher von der Dharma Initiative kennengelernt haben, zerstören. Kurz darauf kommt auch noch Phil the Eagle hinzu, einer der unsympathischsten Figuren dieser Staffel. Da wäre mir Jerry als Dauerbesetzung deutlich lieber gewesen. Als Phil ihn darauf hinweist, dass sie eigentlich Dienst haben sagt Jerry nur: "The polar bears are gonna figure a way out of their cages?" Danach reden sie das erste Mal über jenen LaFleur in voller Angst, bis Rosie schließlich Horace entdeckt, der gerade am Sonarzaun Bäume hochsprengt. Geht es bitteschön noch lächerlicher?
Nun Phil und Jerry entscheiden, dass es besser wäre LaFleur Bescheid zu sagen und machen sich fast in die Hose, weil sie ihn mitten in der Nacht wecken müssen. Man könnte denken dies wäre sonst was für eine strenge und angsteinflößende Person und stellt sich heraus, dass es nur Sawyer ist. Sieht man alle Folgen im Zusammenhang ist das ein klarer Fall von Übermystifizierung. Schon drei Tage später hat Phil kein Problem damit seine Frau zu schlagen, um ihn zum Reden zu bringen.
Sawyer, der jetzt LaFleur heißt und sogar Chef der Sicherheitsabteilung ist macht sich mit Miles auf, um Horace zu retten. Diese finden ihn schwerbetrunken, in der Nähe ein kleines Feuer noch brennend. Sawyer bringt ihn zurück nach Hause und wir sehen das erste Mal eine der dämlichsten Bratzen von Lost, Amy. Diese ist mit Horace verheiratet, schwanger und bekommt just in diesem Augenblick das Baby. Schon jetzt habe ich eigentlich genug von dem Einblick in die Dharma Initiative.

BEGEGNUNG MIT AMY

Wieder drei Jahre zurück sehen wir einen traurigen Daniel, der sich ständig einredet Charlotte nicht zu sagen, dass sie nicht zurück auf die Insel soll. Von ihm erfahren wir nun noch genauer, dass die Flashes vorbei sind, auch wenn er sie falsch erklärt. Er glaubt Charlotte wäre weitergegangen und sie geblieben. Da sie tot ist, ist es genau andersrum. Sie ist geblieben und der Rest noch einmal weitergehüpft. Spielt keine Rolle mehr, die Flashes sind vorbei, wann immer sie jetzt sind, bleiben sie. Wieder ist die große Frage, wie es weitergehen soll. Natürlich, schon immer war die erste Idee: "I say we head back to the beach." Logisch, denn dort würde Locke zuerst hingehen, aber Miles hat berechtigte Einwände: "The beach? What, you didn't get enough flaming arrows shot at you? And your camp is gone. Why bother?" Soviel Sinn macht es also nicht mehr wie früher, dorthin zurückzugehen. Genial wie er meint: "Or maybe when we get there, you'll--you'll wanna go back to the Orchid again. And then when that gets boring, we can head back to the beach. It's the only two plans you people have." Juliet stärkt aber Sawyers Rücken. Darauf Miles zynischer Kommentar: "Who put him in charge?" Miles selber hat schon bewiesen, dass er die Führung nicht übernehmen will.
Aber auch Juliet meint es ist eine schlechte Idee, aber besser als gar keine. Doch ehe sie darüber weiter nachdenken können, hören wir zwei Schüsse, die das ganze Dharma-Dilemma besiegeln. Die Insel hat sowieso was gegen Picknicks und die Others auch. Wir sehen einen Mann der bereits erschossen worden ist und eine Frau, die gerade in einen Sack gesteckt wird. Nach kurzer Grundsatzdebatte, ob sie nun eingreifen können oder nicht, überwältigen Sawyer und Juliet die beiden und befreien die Frau. Es ist jene Amy, und der tote Mann ihr Ehemann Paul. Es gibt leider Ärger, denn soeben hat Sawyer den Waffenstillstand zwischen der Dharma Initiative und den Others gebrochen. Amy möchte wissen wer sie sind und Sawyer zaubert innerhalb von ein paar Sekunden eine Story über ein Team das von Tahiti aus losgesegelt ist, und dessen Schiff zerstört wurde. Er benutzt hier Rousseaus Story, genial.
Amy hat aber noch andere Sorgen. Sie müssen die beiden Others begraben, damit der Waffenstillstand weiter bestehen bleibt. Noch dazu muss sie Paul zurückbringen. So machen sie sich schließlich auf in Richtung Baracken. Grausam, grausam, dass dieser Ort wieder auftauchen muss. Sawyer jedenfalls überlegt sich schon, wie er sie am besten aus dieser Situation herausholt und erinnert sich dabei natürlich an seine Zeit als Betrüger zurück: "I'm a professional. I used to lie for a living." Juliet versaut es fast, als sie Daniel vor dem Sonarzaun warnt. Genial wie Juliet sagt: "One more step, Dan would've fried his brain." Sawyer hat genau die passende Antwort: "His brain's already fried." Genau wie alle anderen Dharma-Mitglieder schaltet auch Amy nicht schnell, doch sie ist wenigstens schlau genug den Zaun nicht wirklich auszudrehen, als sie hindurchgeht und ein paar Oropax nimmt. So brechen die anderen bewusstlos zusammen. In einem der vielleicht grausamsten Actings der ganzen Serie zieht sich Amy die Oropax aus den Ohren.

UNFÄHIGER ARZT, ALSO MUSS DIE AUTOMECHANIKERIN RAN

Wie genau diese Geburt gezeigt wurde von Amys Kind, ließ mich schon Böses ahnen, dass man mit der Holzhammermethode wieder die Geburt eines Lost-Charakters zeigen wollte. Ich hatte Recht. Der Arzt jedenfalls ist zu unfähig für diese Geburt. Amy ist sowieso zu früh dran und hätte das Kind erst in der Außenwelt gebären sollen. Hier merken wir wieder wie dilletantisch und schlecht doch dieser ganze Haufen aufgebaut ist. So ein Notfall kann immer mal wieder eintreten und dann muss ein Arzt da sein, der helfen kann. Nun dieser kann es jedenfalls nicht und so muss die Automechanikerin ran. Warte mal, es fragt sich keiner, dass aus dem ganzen Haufen ausgerechnet die Automechanikerin Kinder gebären kann? Wieder ein Beweis, warum der Purge das Beste war was Dharma passieren konnte.
Juliet jedenfalls hat berechtigte Zweifel, immerhin ist es ihr nie gelungen, dass eine der Schwangeren ihr Baby bekommen hat. Sawyer meint, dass das vielleicht noch gar nicht passiert ist, was dieses Problem ausgelöst hat. Ich würde sagen ein Hint in Richtung Incident.
Nun Juliet schafft es und nach all den Jahren hat sie endlich wieder eine erfolgreiche Geburt. Zeitlich gesehen genialerweise bevor sie zur Insel kommt.
Von Jin erfahren wir derweil, dass er verzweifelt nach den anderen Überlebenden sucht. Das gibts gar nicht, Sawyer kümmert sich tatsächlich um die Redshirts. Nun Jin hat wieder keinen Erfolg gehabt, doch Sawyer gibt nicht auf. Da ich es sehr unlogisch fand, dass Jin in drei Jahren nicht Rose und Bernard findet, habe ich das in meiner Fanfiction mit einbezogen.

TREFFEN MIT RICHARD

Sawyer wird nun von Horace befragt, was denn nun genau passiert ist und warum sie hier sind. Er stellt sich als James LaFleur vor, Kurzform Jim. Jetzt nach all den Jahren ist er zumindest bereit seinen richtigen Vornamen wieder anzunehmen. Er baut die Geschichte von Rousseau weiter aus und behauptet sie hätten nach der Black Rock gesucht, ein altes Piratenschiff im Dschungel. Das Horace davon nicht weiß, beweist, dass diese in dem Teil liegen muss, der den Others gehört. Jedenfalls möchte Horace, dass er nächste Woche dann mit dem U-Boot zurück nach Tahiti fährt. Sawyer ist davon gar nicht begeistert, immerhin müssen sie auf Locke warten und nimmt als Alibi, dass er noch nach anderen Crew-Mitgliedern suchen muss, was in gewisser Weise sogar stimmt. Sawyer darf nicht bleiben, weil er kein Dharma-Material ist. Er wird es aber bald sein.
Miles dagegen sieht schwarz: "We're screwed. He's probably trying to explain time travel by now." Juliet hat Vertrauen und sieht nebenbei ihr altes Haus wieder. Dann erzählt sie allen, was aus den Mitgliedern der Dharma Initiative werden wird. Leider findet dieses Ereignis nicht gleich am nächsten Tag statt. Daniel erklärt Jin derweil noch einmal genauer, dass es keine Flashes mehr gibt: "No. No more flash. The record is spinning again. We're just not on the song we wanna be on." Kurz darauf sieht der Arme doch tatsächlich die kleine Charlotte.
Sawyer jedenfalls kommt zurück und berichtet ihnen von dem was er mit Horace ausgehandelt hat. In dem Moment geht der Alarm los und alle verstecken sich panisch in den Häusern. Ich fand es genial, wie cool Richard da mit der Fackel in das Dorf marschiert, sich alle vor ihm verstecken und Horace sich erst nach Ewigkeiten heraustraut. Bei Richards Worten merkt man sofort, wer hier wirklich das Sagen hat: "That fence may keep other things out, but not us." Er jedenfalls sieht den Waffenstillstand in ernsthafter Gefahr und nun muss Sawyer helfen. Der soll sagen, wo die Leichen sind, damit sie Richard besänftigen können. Kurz bevor es zu einem Krieg kommt, entscheidet sich Sawyer die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Er redet mit Richard über die Sache und das er gar nicht in der Dharma Initiative ist. Dann bringt er das Gespräch auf die Begegnung mit Locke und fragt, ob er die Bombe vergraben hat. Diese liegt ironischerweise genau unter ihren Füßen. Wohl auch durch die Tunnel konnte Richard den Zaun umgehen. Trotz allem möchte Richard Gerechtigkeit und er fordert die Leiche von Paul. Fand das schon immer sehr seltsam, warum die Others an einer Leiche von so einem Dharma moron interessiert sind. Entweder sie wollen ihn aus bloßer Rache, oder um den Körper so zu bestatten, sodass Samuel nicht seine Form annehmen kann.
So muss sich Amy von ihrem Mann verabschieden und nimmt ihm vorher noch den Ankh-Anhänger ab. Ein Hinweis auf Ägypten. Sawyer bekommt noch eine Woche dazu. In einem sehr tollen Gespräch überredet er Juliet die endlich gehen könnte zum Bleiben. Genial wie er meint: "You really gonna leave me here with the mad scientist and Mr. "I Speak to Dead People"? And Jin, who's a hell of a nice guy but not exactly the greatest conversationalist." Schön, dass sie am Ende doch für ihn bleibt.

FRIEDE, FREUDE, EIERKUCHEN

Da man in die Dharma Initiative offenbar ohne große Bewerbungen und Lebensläufe perfekt hineinkommt, wenn man sich mal eben eine gute Geschichte ausdenkt und mit dem Typ von der Begabtenschule verhandeln kann, bekommen die restlichen Losties nun Jobs in der Dharma Initiative und sind alle ziemlich zufrieden. Juliet hat es perfekt erkannt gehabt: "Locke said he was leaving to save us. The flashes have stopped. They're over. No more bloody noses. We're already saved." Jeder hat sein Glück gefunden. Juliet und Sawyer sind nun ein Paar. Miles ist sowieso das meiste egal, der ist froh etwas zutun zu haben. Daniel ist Forscher in der Außenwelt, das was er am besten kann. Gut Jin hat Sun verloren, aber er hatte Locke sowieso darum gebeten zu versprechen, dass sie nicht zurückgehen soll. Und wie wir erfahren sind drei Jahre auch eine lange Zeit genug um über jemanden hinwegzukommen. Noch dazu beseitigt Jin seine Sprachbarriere und hat endlich einen Job, der ihm auch gefällt und in dem er nicht gegen sein Gewissen handelt.
Alles ist also in bester Ordnung. Nun dieser Zustand hält bei Lost nie lange an, denn ausgerechnet jetzt sind Jack, Kate und Hurley zurück. Damit scheint es wieder Probleme zu geben und Konfliktpotential da zu sein. Wohl auch das ahnt Sawyer, als er die drei am Ende aus dem Dharma-Van aussteigen sieht.

BODYCOUNT

Da haben wir zwei Others und Paul.

Summe: ca. 532

FAZIT:
Diese Folge ist geradeso nocht gut wegen den sehr guten charakterlichen Momenten bei Sawyer, besonders zwischen ihm und Juliet. Ansonsten ist das der Beginn der schrecklichen Dharma-Handlung und schon hier wird mit dem Holzhammer an deren Entmystifizierung gearbeitet. So richtig passiert auch nur etwas in den ersten Minuten, danach plätschert das Ganze so vor sich hin. Das Ende deutet aber erst den richtig schlechten Teil an.

Sonntag, 29. November 2009

5/07 The Life And Death Of Jeremy Bentham (Erik)

Wenn mich jemand nach der traurigsten Folge von Lost fragen würde, es wäre wohl diese hier. Schon oft wurde das Schicksal des Charakters Locke angedeutet, aber in keiner Folge wurde es so brutal und konsequent umgesetzt wie in dieser. Das verwirrendste, wir glauben sogar noch Locke sei auferstanden, um nun endgültig zu triumphieren.

AJIRA ÜBERLEBENDE

Wie immer eigentlich, 99% aller Lost-Zuschauer gingen die beiden Neuen Caesar und Ilana, sowie die ganzen Ajiras mächtig auf dem Sack. Ich bin da mal wieder die Ausnahme der Regel, auch wenn ich Caesar furchtbar fand, aber gut der stirbt wenigstens bald.
Im Gegensatz zu 316 ist diese Auftaktszene voll gelungen. Caesar, der im alten Hydrabüro der Others nach Dingen sucht die nützlich sein könnten ist atmossphährisch sehr gut gemacht. Was er findet ist sehr interessant, Charlotte und Daniels altes Zeug, zum Beispiel die Karte, die sie damals zur Tempest geführt hat und weitere interessante Papiere. Auf dem einen ist deutlich zu lesen: "SPACE-TIME, REAL TIME, IMAGINARY SPACE, IMAGINARY TIME", wohl auch von Daniel und leider ein Hinweis darauf, dass man wohl die Zeit ändern kann. Wie immer, hoffentlich passiert das nicht. Dann findet Caesar auch noch seine spätere Mordwaffe, ein Gewehr unter dem Schreibtisch. Das hat schon Mafiamethoden mit denen Ben da wohl regiert hat. Sobald ihm jemand gefährlich geworden ist, hat er einfach unter dem Tisch heraus auf den Eindringling geschossen. Dann kommt Ilana herein und fragt nach, ob Caesar etwas gefunden hat. Etwas zu verschweigen und zu lügen hat schon den Losties nicht viel geholfen, Caesar auch nicht. Dadurch, dass er statt dem Gewehr Ilana eine Taschenlampe zuwirft geht er einen weiteren Schritt auf seinen Untergang. Zu genial, das ist eigentlich das erste Mal, dass wir diesen angeblich so wichtig eingeführten Charakter richtig handeln sehen und schon bereitet der alles für seinen Tod vor.
Ilana jedenfalls ist besorgt darüber, dass jemand Neues in einem Anzug aufgetaucht ist, an den sich niemand erinnern kann, dass er an Bord ist. Mit Roxanne hören wir gleich mal von einem Redshirt Ajira und das diese Person im Wasser stand, schöne Anspielung auf dem im Wasser stehenden Christian. Nebenbei sehen wir, dass Ajira 316 auf der Landebahn steht, die die Others damals gebaut haben. Damit ich zu der langweiligen Namaste-Folge überhaupt was sagen kann, werde ich erst dort Genaueres dazu erläutern. Desweiteren erfahren wir, dass für die anderen Jack, Kate, Hurley und Sayid tatsächlich verschwunden sind. Die erste Bestätigung, dass sie tatsächlich einfach rausgebeamt worden sind.
Sie begeben sich zum Lagerfeuer, wo jedimäßig verhüllt der Unbekannte sitzt. Es war wohl niemand überrascht, dass es sich um Locke handelt, aber jeder war überrascht, dass er wieder am Leben ist. "My name is John Locke." Das ist eine Lüge genauso wie Locke nicht am Leben ist. Samuel hat nach all den Jahren und Planungen endlich Lockes Gestalt annehmen können und hat sich unter die Ajiras gemischt, um Ben ausfindig zu machen. Die letzte Phase seines Planes ist eingeleitet.
Das wusste natürlich beim ersten Sehen keiner, alle dachten Locke wäre wirklich durch die Inselkräfte wiederauferstanden, besonders als er mit Genugtuung die Mango isst und so ehrlich davon redet, dass er in einem Anzug war, weil er beerdigt werden sollte. Außerdem erinnert er sich an das Sterben. Stopp mal! Seit wann war je einer der Losties ehrlich und hat frei heraus die Wahrheit erzählt. Schon hier hätten wir merken müssen, dass etwas faul ist. Der falsche Locke ab jetzt Flocke genannt sagt wohl nur deswegen frei heraus die Wahrheit um sein neues Wissen von der Person zu testen deren Gestalt er angenommen hat und um die Ajira Leute mächtig zu verwirren. Er wollte aber wohl vorallendingen beweisen, dass er wirklich Locke ist und nur wiederauferstanden ist, und alle Erinnerungen beibehalten hat. Geschickt gemacht von den Autoren.
Nebenbei erfahren wir noch, dass die alten Kanus wieder auf der Hydra-Insel sind und der Pilot und eine Frau zur Hauptinsel gefahren sind. Ohne großes Nachdenken wusste wohl jeder sofort, dass es sich nur um Sun und Frank handeln konnte.
"You asked what I remembered. I remember dying." Mit diesen Worten sehen wir nun den traurigen und brutalen Untergang des John Locke.

THE EXIT

Widmore ist vorsichtig geworden. Zwei bewaffnete Reiter reichen einfach nicht aus, um den Ausgang zu bewachen, so müssen eine Menge Kameras her und eine Stromleitung bis zu dem Hauptquartier. Ich habe nie einen Fehler darin gesehen, warum die Kameras bei Bens Teleportieren noch nicht da waren. Allerdings scheint reiner Schutz nicht Widmores Absicht gewesen zu sein die Kameras zu postieren. Er wusste wohl durch einen Traum von Samuel, dass Locke früher oder später zurückkehren würde und hat genau auf dem Moment gewartet an dem dieser das Rad dreht und am Ausgang rauskommt.
Mit gebrochenem Bein in der Wüste ist nicht so günstig, noch dazu ist Teleportieren nicht gerade sehr angenehm für den Magen und Locke erbricht nochmal alles. Noch dazu muss er bis tief in die Nacht herumliegen, ehe sich Widmores Leute bequemen ihn dann aber blitzschnell zu holen. Schon der Start dieser Rückkehr ist völlig verkorkst und wird nicht besser. In Anspielung an die Person, die er auf der Insel geopfert hat, wird ihm nun auch mit Stock und Tabletten das gebrochene Bein wieder gerichtet. Ein weiterer Hinweis, dass Locke bald geopfert wird im Dienste von Samuel. Es beobachtet ihn niemand anderes als Matthew Abbadon, der ihm einst schonmal den Hinweis gab an einem Walkabout teilzunehmen.
Als Locke wieder erwacht sitzt Charles Widmore persönlich vor ihm. Gleiche Szene mit jemanden, der vor einem Bett darauf wartet, dass eine Person aufwacht, haben wir dann später bei Ben und Flocke. "It's nice to see you again, John." Nach 50 Jahren so jemanden zu begrüßen ist schon arg seltsam, aber Widmore wird schon genau wissen, was er zu Locke sagen muss. Locke jedenfalls erkennt ihn nicht wieder und Widmore spricht von den seltsamen Zeitverstrickungen, die es Locke erlaubt haben, dass er ihn erst vor vier Tagen wirklich zum ersten Mal getroffen hat. Dann sagt ihm Widmore selber wie er heißt und er ist ganz schön überrascht. Immerhin sitzt die Person vor ihm, die ihm als eine der größten Bedrohungen für die Insel beschrieben worden ist. Locke fragt schließlich woher er gewusst hat wo er rauskommt und Widmore sagt einfach nur, dass dies der Ausgang ist. Vermutlich von Samuel eingeflüstert. Auch führt er an: "I was afraid Benjamin might fool you into leaving the Island, as he did with me. I was their leader." Wie wir sehen hat sich Widmore eher selbst von der Insel gebracht und Widmore kann es nur Recht sein, dass Locke nun auch die Insel verlassen hat. Ich denke nämlich, Widmore ist nur eine weitere Schachfigur von Samuel in seinem großen Plan. Dann erzählt er von seiner Zeit als Anführer: "We protected the Island peacefully for more than three decades. But then I was exiled... by him... just as you were." Ständig Kriege mit Dharma und deren Auslöschung halte ich nicht gerade für friedlich, da war Ben besser, dessen erster großer Konflikt erst mit den Losties begann und mit Widmores Leuten fortgesetzt wurde. Locke führt nun an, dass er freiwillig gegangen ist, dass er es gewählt hat. Wieder falsch, durch geschickte Beeinflußung und Manipulation ist er einfach gegangen. Widmore weiß auch sofort warum Locke zurück ist, doch dieser lügt. Danach berichtet er, dass die Oceanic 6 seit drei Jahren zurück sind, gelogen haben und wieder ihr normales Leben führen.
"I have to bring them back." Wie oft hat Locke das eigentlich schon diese Staffel gesagt? Widmore wird alles in der Macht stehende tun um ihn zu helfen, warum? "Because there's a war coming, John. And if you're not back on the Island when that happens, the wrong side is going to win." Für mich einer der besten Ankündigungen, die hoffentlich in Staffel 6 wahr wird. Locke muss natürlich auf der Insel sein, damit Samuel Jacob töten kann, nur das ist der Grund warum Locke zurückmuss.

MEET JEREMY BENTHAM

Den gleichen Humor den Lockes Mutter bewiesen hat, beweist nun auch Widmore, indem er Locke den Alias-Namen Jeremy Bentham gibt. Von seiner Mutter ist er betrogen worden, das gleiche passiert nun mit Widmore. Wenn es jemals eine Person gab, die Locke nie etwas Böses wollte so hat er sie davon gejagt, siehe Helen. Nun erfahren wir, dass alle Vorsichtsmaßnahmen von Ben nur eine Farce waren, Widmore wusste alles über sie und wo sie sich aufhalten. Schön wie Widmore sagt: "I'm deeply invested in the future of the Island, John. So, yes, I've been watching them. I wouldn't mention I'm involved in this. I can't imagine what they think of me, having listened to Benjamin's lies." Locke misstraut ihm natürlich, woraufhin Widmore etwas Geniales entgegnet: "I haven't tried to kill you. Would you say the same for him?" Zu Recht hinterfragt Locke die Söldner und das C4. "I needed Linus removed... so it could be your time." Das hat Widmore sogar irgendwie geschafft, aber es war bestimmt nicht seine Absicht Locke zu helfen. Er wollte eher wieder die Insel sich unter den Nagel reißen.
Zum zehntausendsten Mal hört Locke nun: "The Island needs you, John. It has for a long time." Nein nur Samuel braucht ihn für seinen Plan. Auch schön wie Locke dann endlich mal fragt: "What makes you think I'm so special?" Widmores Antwort: "Because you are." Wieder einmal das ganze Dilemma von Locke auf einen Haufen, ihn wird so fest eingeredet er sei special, ohne das er einen Grund kennt und sich ernsthaft hinterfragt, was das alles soll. So geht er mit der festen Überzeugung er sei auserwählt und besonders an die Aufgabe die Oceanic 6 zurückzuholen, dass er gar nicht daran denkt er könne scheitern. Als Matthew Abbadon ankommt sagt er noch einmal, dass Richard ihm gesagt hat er würde sterben. Widmore will aber alles in seiner Macht stehende tun um das zu verhindern. Es gelingt ihm nicht wirklich.
Zusammen mit Matthew Abbadon, der nur ein Angestellter von Widmore ist geht es nun auf dem Weg die Oceanic 6 zur Rückkehr zu überreden. Die Verabschiedung von Widmore ist auch so falsch: "Good luck, John, and godspeed."
Während der Autofahrt schlägt er ihm gleich mal vor, dass sie auch eine Person aus seiner Vergangenheit aufsuchen können, Locke will davon aber noch nichts wissen.

0:1, 0:2

Also besucht er zuerst Sayid in Santo Domingo, der sich nach seiner Hitman-Zeit bei Ben als Bauarbeiter versucht. Von ihm kriegt Locke gleich den ersten Korb. Er wird nicht zurückgehen, auch nicht aus dem Grund aus dem Locke es ihm nennt, da er bereits manipuliert worden ist, um zu glauben er beschütze diese Leute.
"So who is manipulating you, John?" Wieviele Personen könnte man da jetzt aufzählen, eine ganze Menge, aber im Moment zählen wohl nur Widmore und Samuel. Locke merkt es wie immer noch nicht und meint: "This is coming from me, nobody else. I know you, Sayid. And deep down in your heart, you know we never should've left the Island." Dann erzählt Sayid von Nadia und wie er sie verloren hat. An dieser Stelle ist klar, dass Locke versagt hat, denn was kann er auf Sayids Frage entgegnen: "Why do you really need to go back? Is it just because you have nowhere else to go?" Nichts, er macht ihm nur ein Angebot dem Sayid nie nachkommt, im Gegenzug macht aber Sayid ihm eines der besten Angebote überhaupt. Mit dem Ganzen aufhören und einfache Arbeiten verrichten. Dies wird nur nie passieren.
Als Nächstes besucht er Walt in New York. Für mich eine der besten Begegnungen mit, besonders da sie von diesem herrlichen Locke-Theme untermalt worden ist. Walt hat von ihm geträumt und das er in einem Anzug von ein paar Leuten an einem Strand bedroht wird. Könnte ein Hinweis sein, welches Flocke blüht, nachdem sich herausstellt, dass Jacob tot ist. Nun Walt möchte nur etwas über seinen Vater wissen, doch anstatt, dass ihm Locke die unangenehme Wahrheit sagt, lügt er nur und schickt Walt mit: "I just wanted to make sure you were okay." weg. Ich fand das sehr gut von Locke, dass er Walt nicht wieder so etwas zumuten möchte und stattdessen weiter sein Leben leben lässt. Verrückt vielleicht hätte er Walt überzeugen können zurück zur Insel zu gehen. Abbadon ist langsam besorgt darüber, dass Locke keinen Erfolg hat. Locke natürlich, der sich nicht eingestehen kann, dass er wohl scheitern wird: "I only need to convince one. And if I can do that, the rest will come. And maybe I was mistaken, but I thought you were my driver." Außerdem möchte er Helen noch einmal besuchen.
Wer beobachtet die beiden übrigens? Ben wiedermal, der sich nun an ihre Fersen heftet und auf die günstige Gelegenheit wartet, um Abbadon auszuschalten, sodass er Locke wieder manipulieren kann.

0:3, 0:4

Die Hurley-Szene ist genial. Völlig relaxt malt er sein Bild weiter, als Locke ankommt, weil er glaubt, dass er tot ist. Als er dann aber merkt, dass er wirklich hier ist, flippt er aus. Locke fragt ihn, ob er zurück zur Insel will und Hurley ist erst einmal verwirrt. Er meint aber auch, dass alle zurückmüssen, doch Hurley nennt ihn vernünftige Gegenargumente: "I'm sorry, dude. I don't think that's gonna happen. Jack's a doctor now, and--and Sun's, like, got her baby, and Kate's got Aaron." Als Hurley danach Abbadon bemerkt, dem er schon einmal begegnet ist und Locke meint er wäre mit ihm zusammen, flippt Hurley endgültig aus und lässt sich wegführen.
Danach haben Abbadon und Locke ein Gespräch darüber, was denn nun Abbadon überhaupt für Widmore macht und wir erfahren, dass er Leute dorthin bringt, wo sie hinsollen. So hat er Locke auf den Walkabout gebracht, durch dem er mit dem Flugzeug auf der Insel abstürzen konnte. Womöglich ausgelöst durch Träume von Samuel und dem Zeitreisetwist.
Kate ist nun die nächste und die nächste Niederlage von Locke. Die hat Aaron und möchte möglichst nicht zurück auf die Insel, auch nicht für Sawyer. Für sie gilt wohl das gleiche, sie hat ihn einfach schon vergessen. Danach wirft sie Locke vor, dass er nie jemanden geliebt hat, doch dieser verneint es und weist auf Helen hin. Locke erklärt nun genau, warum es nicht geklappt hat: "I was angry. I was... ob-obsessed." Sein großes Problem, welches ihm immer bei Menschen passiert ist, die ihn nicht ausnutzen wollten, sondern wirklich gemocht haben. Kate hat somit absolut Recht: "And look how far you've come." Gibts doch gar nicht, schon der zweite gute Kate-Spruch nacheinander.

ABBADONS TOD UND DAS 0:5

Nach der Begegnung mit Kate möchte Locke nun unbedingt Helen besuchen. Abbadon sträubt sich etwas dagegen, da er genau weiß, was mit ihr passiert ist, doch Locke bleibt hart und schlägt den nächsten Nagel in seinen Sarg. So fahren sie zu dem Friedhof und Locke stellt fest, dass die einzige Frau die er je geliebt hat tot ist. Interessanterweise ist sie an einem Gehirnaneurysma gestorben, bekanntermaßen das an welches alle Zeitreisenden ohne Konstante sterben. Danach haben Abbadon und Locke mal wieder eine Unterhaltung über das Schicksal. Abbadon meint: "Helen is where she's supposed to be. As sad as it is, her path led here. And your path, no matter what you did or what you do, your path leads back to the Island." Locke meint daraufhin, dass es so klingt, als wäre das alles unvermeidlich. Ist es, schließlich muss WHH greifen. Desweiteren spricht Abbadon von Lockes vermutlichen Tod: "Mr. Widmore told me Richard Alpert said that you were going to die. So you tell me, John. Is that inevitable, or is it a choice?" Für Samuels Plan ist es unvermeidlich, für Locke war es eine Wahl und er entscheidet sich für den Selbstmord. Trotzdem fährt er Abbadon deswegen an: "What, you think I wanna die? How is that... how could you possibly think that's a choice?" Lockes Dilemma ist, dass er weiß, dass er sterben wird und schließlich diese letzte Option tatsächlich zieht, weil er trotzdem noch irgendwie glaubt alles wendet sich zum Guten. Er ist kurz davor an sein Ende zu gelangen.
Doch vorher wird ihm die nächste Bezugsperson in der Außenwelt genommen. Ben hat perfekt auf dem Moment gewartet und erschießt nun Abbadon, sodass dieser Locke nicht mehr beeinflußen kann. Es ist der erste Schritt auf dem Weg ein letztes Mal Kontrolle über Locke zu gewinnen. Dieser gerät nun in einen Autounfall und wird in das San Sebastian Krankenhaus eingeliefert.
Dort trifft er natürlich auf niemand anderen, als auf Jack. Zwischen diesen beiden gab es immer die denkwürdigsten destiny-Dialoge und dieser wird einer der letzten sein. So beginnen die letzten Schritte von Lockes Scheitern, als er auf diese Frage: "You were in a car accident and you were brought into my hospital. What are you doing here?" antwortet: "We have to go back." Jack kann das womöglich gar nicht mehr hören und lacht nur darüber. Wieder fügt er an: "Jack, the people I left behind need our help. We're supposed to go back--" und Jack vollendet es mit: "--because it's our destiny? How many times are you gonna say that to me, John?" Locke führt ein völlig falsches Beispiel für das Schicksal an und wir merken, dass es eigentlich gar nicht existieren kann, solange es niemanden gibt, der daran glaubt. Jack glaubt nicht daran und als Locke ihm sagt, dass ihn jemand töten will, weil er wichtig ist, sagt Jack die Worte zu ihm, die man Locke schon die ganze Serie, besonders beim Rewatch am liebsten entgegenschreien würde: "Have you ever stopped to think that these delusions that you're special aren't real? That maybe there's nothing important about you at all? Maybe you are just a lonely old man that crashed on an Island. That's it. Good-bye, John." Genauso ist es nämlich letztendlich.
Auch Lockes letzter Versuch scheitert Jack zu überzeugen, als er seinen Vater erwähnt. Schon fies, dass uns die Autoren glauben lassen, Locke hätte damit noch Erfolg. Nun Jack wehrt auch das ab, führt an sein Vater wäre tot. Womit er Recht hat und Locke führt ein letztes Mal an: "Jack, please, you have to come back! You're the only one who can convince the rest of 'em. You have to help me! You're supposed to help me!" Jack zieht nun ein für alle Mal einen Schlussstrich: "John, it's over! It's done. We left, and we were never important. So you... you leave me alone. And you leave the rest of 'em alone!"
Viele sehen hier haufenweise continuity Fehler. Ich nicht, es gab bestimmt noch ein weiteres Gespräch zwischen Locke und Jack, indem Locke davon erzählt, dass die anderen in Gefahr sind und Ben zurück von der Insel ist. Das zusammen mit zunehmenden Erscheinungen von seinem Vater werden Jack verrückt genug gemacht haben, sodass er Locke dann doch glaubt.

DIE ENDGÜLTIGE NIEDERLAGE

Für ihn ist es nun endgültig zu spät und es folgt eine der wohl besten Lost-Szenen, ist sie doch gleichzeitig das Ende der Locke-Ben Szenen. In einem hässlichen kleinen Hotelzimmer schreibt Locke seinen Abschiedsbrief an Jack, wirft Widmores Handy in den Müll und fängt an alles für seinen Selbstmord vorzubereiten. Es ist unglaublich emotional, wie er dann auf der Tischkante steht und kurz davor ist den letzten Schritt zu gehen. Zugegeben ein Selbstmord ist kein ehrenhafter Tod, aber es hätte dennoch etwas Würdevolles an sich gehabt. Nichtmal das bleibt ihm, als Ben in das Zimmer stürmt und ihn geradeso noch davon abhält. Er fällt ein letztes Mal auf ihn rein, als er fragt: "What do you want from me?!" antwortet Ben zunächst: "Please, let me help--" Stimmt überhaupt nicht. Locke wird wütend und möchte eine richtige Antwort haben, also antwortet Ben: "I'm trying to protect you." Eine noch größere Lüge, denn er will nur Informationen von ihm haben. Dann dämmert es bei Locke und er merkt, dass Ben es war, der Abbadon erschossen hat. Ich glaube das ist das erste Mal, dass Ben zu ihm ehrlich ist, als er sagt: "Yes. Yes, I did." Aber danach geht das Lügen wieder los: "But it was only a matter of time before he tried to kill you. I was just trying to get to you, but you drove off and crashed." Töten wollte er ihn wohl nicht, Ben musste ihn aus dem Weg haben, damit er Locke wieder manipulieren konnte. Danach weist ihn Ben daraufhin, dass er für Widmore arbeitet und sehr gefährlich ist. Locke aber meint, dass Widmore ihm geholfen hat, woraufhin Ben meint: "No, John, he used you. He waited till you showed up so that you could help him get to the Island. Charles Widmore is the reason I moved the Island! So that he could never find it again, to keep him away so that you could lead. You can't do this. If anything happens to you... John, you have no idea how important you are. Let me help you." Ist schon fies, wie Locke von beiden Seiten massiv manipuliert wird und immer wieder darauf reinfällt? Da Ben der bessere Manipulator ist fällt er auf ihn rein. In den letzten Minuten seines Lebens sieht er es nun ein: "I'm a failure.", auch Ben kann ihn davon nicht abbringen, weil er es nicht geschafft hat einen zu überzeugen. Daraufhin berichtet ihm Ben davon, dass Jack ein Ticket gekauft hat für Los Angeles nach Sydney. Zumindest ihn hat er überzeugt und kann nun auch den Rest überzeugen. Locke, der mittlerweile in Tränen vor seinem größten Widersacher zusammenbricht und noch mehr Würde verliert als ohnehin schon wird ein letztes Mal darauf hingewiesen wie wichtig er doch ist: "John... you can't die. You've got too much work to do. We've gotta get you back to that Island so that you can do it." Ben braucht exakt noch zwei Informationen von ihm und Samuel seinen Körper, sonst ist Lockes Wichtigkeit schon fast vorbei.
Die erste bekommt er gleich mal, als er den Besuch bei Sun vorschlägt. Locke gibt Ben unwissentlich den Hinweis und Trumpf, um Sun von der Rückkehr zu überzeugen, als er erwähnt, dass Jin noch am Leben ist. Er hat ihm nur versprochen Sun nicht von der Rückkehr zu überzeugen. "A promise is a promise." Solche Worte von Ben, widersprüchlicher geht es gar nicht, dennoch bedankt er sich sogar bei ihm. Ein "Thank you.", als eines seiner letzten Worte an Ben, wie schlimm und einfach ist dieser Mann nur zu manipulieren. Ben bekommt auch die letzte Information heraus, den Namen Eloise Hawking, die Person die ihnen helfen wird, dass alle wieder zurück zur Insel kommen. Ben hat wohl immer gewusst, wo sich Miss Hawking aufhält, aber er brauchte von Locke die entscheidende Information, dass sie es ist, die ihnen zur Rückkehr verhelfen wird.
Lockes letzte Worte: "Do you know her?". Ben mit Kabel in der Hand antwortet nur: "Yes, John. I know her." Mit einer überraschenden, plötzlichen Brutalität erwürgt nun Ben Locke. So stirbt eine, der in den Augen des Zuschauers wichtigste Person von ganz Lost: Unwürdig nach gescheitertem Selbstmord in einem hässlichen Hotelzimmer, erwürgt durch seinen größten Widersacher. Es ist aber konsequent, denn wenn man sein ganzes Leben betrachtet, so ist er immer wieder manipuliert und betrogen wurden, immmer unter dem Vorwand er sei auserwählt und besonders. Letztendlich ist Locke nur eine wichtige Figur in Samuels Plan gewesen.
Ben hat nun genügend Zeit noch alles wie einen Selbstmord aussehen zu lassen, eigentlich die Höchststrafe, genial wie er das macht und schließlich den Ring an sich nimmt. Seine letzten Worte an Locke: "I'll miss you, John. I really will." Er wird wohl nie wieder auf eine Person treffen, die er so leicht manipulieren und nach seinem Willen tanzen lassen konnte.

HE'S THE MAN WHO KILLED ME

Was ist das Oberfiese an dieser Folge? Wir kehren zurück auf die Hydra-Insel in das Jahr 2008 und sehen einen munteren Locke, der Caesar alles über die Dharma Initiative erzählt und das er schon einmal auf der Insel war. Genial fand ich dabei: "The timing would just confuse ya." Doch es ist nicht Locke und geschickt versucht er nun herauszufinden, wo Ben ist, indem er sich scheinbar dafür interessiert, wie er hierhergekommen ist. Von der Hauptinsel aus über das Wasser würde ich mal sagen. Caesar spricht nun von den Leuten die verschwunden sind und erinnert sich besonders an Hurley. Er denkt er wisse nun wie er zurückgekommen ist und bräuchte eine Passagierliste um sich sicher zu sein. Doch Caesar meint die hätte der Pilot auch mitgenommen. Fand es schon immer seltsam, warum Frank die Passagierliste mitnimmt aber egal. Flocke fragt nochmal nach, ob sich alle Personen hier befinden und Caesar deutet auf die Verwundeteten. In einer genialen Schlussszene mit dem bis dato besten Cliffhanger sehen wir nun, dass sich Ben unter diesen Verletzten befindet. Flocke weiß natürlich genau wer er ist: "He's the man who killed me."

BODYCOUNT

Helen ist an einem Gehirnaneurysma gestorben und Abbadon wird von Ben erschossen. Das alles wirkt klein, im angesichts der Tatsache, dass in dieser Folge einer der wichtigsten Lost-Charaktere überhaupt stimmt. R.I.P. John Locke!

Summe: ca. 529

FAZIT:
Das ist eine der besten, traurigsten und emotionellsten Charakter-Folgen überhaupt, deren ganze Bedeutung man aber erst nach The Incident wirklich bewusst wird. Mit Locke stirbt hier einer der Hauptcharaktere auf unwürdige aber konsequente Art und Weise. Die ganze Folge lang zeigt noch einmal das ganze Schicksal dieses Charakters.
Somit ist diese Folge ein Meilenstein von ganz Lost, sie ist noch was einer der letzten guten Folgen dieser Staffel, ehe jetzt erst einmal viermal Dharma-Langeweile kommt.

Samstag, 28. November 2009

5/06 316 (Erik)

Da haben wir sie nun die erste mittelmäßige Folge der 5.Staffel. Diese ganze Rückkehrgeschichte ist viel zu konstruiert und nahe daran vollkommen ins Lächerliche zu gleiten. Noch dazu wird in der Erzählweise ein ziemlich dummer Fehler gemacht.

PREVIOUSLY ON LOST

Ich habe lange auf dem Moment gewartet, wann es mal perfekt wäre sich über diesen Mist aufzuregen. Nun ist es soweit. In 100% aller Fällen ist dieses Previously on Lost das sinnloseste am Beginn an einer Lost-Folge überhaupt. Jeder Nerd kennt sowieso alle Folgen davor in und auswendig, jeder Newbie wird mit diesen paar Szenen nicht sehr viel anfangen können. Noch dazu ist dieser Mist meistens der Grund, warum mir ein geteiltes und geschnittenes Finale erhalten. Was hat das mit dieser Folge zutun? Es zerstört komplett die Atmossphähre des aufwachenden Jack. Das hätte perfekt funktioniert, ohne diese sinnfreie Zusammenfassung vorangehender Folgen.

ALLES AM ANFANG?

Atmossphähre zwar zerstört, aber irgendwie wirkt es dennoch genial, als wir Jack genauso aufwachen sehen, wie zu Beginn von Lost. Ein Kreis schließt sich damit und deutet daraufhin, dass dies bis zum Ende von Lost nicht wieder aufgegriffen wird. Geschickt haben die Autoren nun schon drei mögliche Enden ausgeschlossen, Jack wacht am Ende im Dschungel auf, alles ist nur ein Traum von irgendjemanden und sie sind alle gestorben bei dem Absturz. Kenne keine andere Serie, die sowas mit einbearbeitet.
Im Gegensatz zum ersten Absturz hält Jack dieses Mal ein Stück Papier in der Hand, die Hälfte von Lockes Abschiedsbrief. Diese geteilte Papier deutet für mich daraufhin, dass es erstens gar nicht wirklich notwendig war, dass Jack zurückkehrt um die anderen zu retten und zweitens das er nicht einmal in der richtigen Zeit gelandet ist. Naja vielleicht interpretiere ich auch zuviel hinein. Dann hört Jack jemanden schreien und macht das was er auch schon beim letzten Absturz getan hat, sofort versuchen jemanden zu retten. Hier nun der nächste große Fehler der Szene, in dem See ist ausgerechnet Hurley, der Stand 5/05 so weit von einer Rückkehr zur Insel war, wie Ben davor ein ehrlicher, demütiger Mensch zu sein, der alle anderen aus reiner Nächstenliebe hilft. Jack stürzt sich heldenhaft in den See. Was hätte ich gefeiert, wenn der an dieser Stelle nicht so tief gewesen wäre und ihn es gleich mal den Kopf zertrümmert hätte. So kann er Hurley retten und findet gleich die nächste Person, die Stand 5/05 keinen Bock hatte zur Insel zurückzukehren, Kate. An dieser Stelle muss klar sein, dass sie alle zurück sind, wohl auch Sayid. Deshalb wirkt der ganze Rest der Episode nur lückenfüllend und zum Teil kein bisschen überraschend. Was da manche als beste Folge und supergenial sehen, werde ich wohl nie verstehen. Alle drei merken, dass sie zurück sind und der Zuschauer fragt sich wie das nun abgelaufen ist. Bis hierhin ist die Folge noch auf dem Niveau der anderen.

THE LAMP POST

Darf ich wieder was völlig Bescheuertes ansprechen bei Lost. Sind meine Recaps also los: Das Wiederholen und Wiederkäuen von alten Szenen der vorhergegangenen Folge mit etwas anderer Musik und Blickwinkeln. Ich habe manchmal das Gefühl das wirkt extra für den 08/15 Dummie Zuschauer gemacht damit dieser auch ja kapiert, dass es von dort an weitergeht.
Miss Hawking führt also die kleine Gruppe hinunter zu der Lamp Post. Diese ganze Aufmachung war sehr gut gemacht und auch die ungläubigen Blicke der anderen, als sie bemerken, dass sie sich wieder in einer Dharma-Station finden. Am besten war dann der Moment, als sie den Raum mit den Pendel erreichen, den voll beschriebenen Tafeln und den sich ständig ändernden Koordinaten. Mächtig wurde meine Neugier geweckt, als Jack fragt was dieser Ort eigentlich ist und Miss Hawking antwortet: "The DHARMA Initiative called it the Lamp Post. This is how they found the island."
Danach war es vorbei mit einer guten Folge, denn von nun an wirkte das ganze viel zu konstruiert und in die Länge gezogen. Wenigstens kommt noch ein genialer Dialog:
Jack: "Did you know about this place?"
Ben: "No. No, I didn't."
Jack: "Is he telling the truth?"
Eloise: "Probably not."
Genial, wie sie das sagt und Bens Blick darauf. Ich kann mir schon vorstellen, dass er von dieser Station wusste, aber nicht wie er sie benutzen sollte, um zurück zur Insel zu gelangen. Danach holt sie einen Ordner heraus und erklärt erst einmal von der Tasche an elekromagnetischer Energie über der diese Station gebaut worden ist und diese Tasche ist mit vielen anderen auf der Welt verbunden. Die Erbauer waren aber nur an der Insel interessiert. Im übrigen durch das Armeefoto und der Tatsache, dass das wohl die erste Dharma-Station überhaupt war, ist die Dharma Initiative wohl im Auftrag des US-Militärs mit der Suche nach der Insel betraut worden. Offenbar haben sie gemerkt, dass die Insel für was Besseres verwendet werden konnte, als ein Testgebiet für eine Wasserstoffbombe.
Erst mit Hilfe des Pendels, dass ein sehr schlauer Bursche baute (wohl eher nicht Daniel), fingen sie die Suche richtig an, als sie nicht bestimmten wo die Insel ist, sondern wo sie sein wird. Jack versteht das nicht so ganz und Miss Hawking erklärt ihn von den event windows, die sich mittels komplizierter Gleichungen berechnen lassen und mit ziemlicher Sicherheit sagen können, wo die Insel ist. Ihr Zeitfenster schließt sich in 36 Stunden, kapier nur ich nicht warum da zu Beginn 46 Stunden vorher dastand?
Dann endlich meldet sich Desmond zu Wort und hat einen seiner besten Auftritte überhaupt meiner Meinung nach. Er merkt nun, dass alle zurück zur Insel sollen und will nur seine Nachricht übermitteln. Schön wie er genau das richtige sagt: "I came here to deliver a message. [To Eloise] Daniel Faraday--your son--sent me here. He wanted me to tell you that he and all the people on the Island need your help. He said that only you could help them. He didn't say Jack. He didn't say Sun. He didn't say Ben. He said you." Miss Hawking antwortet darauf: "But I am helping, dear." Für jemanden, der seinen eigenen Sohn opfert, damit alles so eintrifft wie geplant ist das eine sehr heuchlerische Aussage. Desmond jedenfalls sieht seine Aufgabe als erfüllt an und will gehen, doch Miss Hawking hält ihn zurück: "I'm sorry to have to tell you this, Desmond, but the Island isn't done with you yet." Offenbar schon, denn ich glaube nicht, dass Desmond noch einmal zurückkehren wird, aus was für einen überaus sinnvollen Grund dann auch immer.
Deswegen gehört sein Ausbruch danach für mich zu einen der besten Monologe der ganzen Serie: "This woman cost me four years of my life--four years that I'll never get back because you told me that I was supposed to go to the Island! That it was my bloody purpose! You listen to me, brother, and you listen carefully. These people--they're just usin' us. They're playing some kind of game, and we are just the pieces. Whatever she tells you to do... ignore it. You say the Island's not done with me? Well, I'm done with the Island." Er hat sowas von Recht, dass sie nur Teile in einem Spiel der großen sind und gibt eigentlich den richtigen Rat. Das ganze einfach mal zu ignorieren. Er jedenfalls schafft es und rauscht ab.
Miss Hawking wenig beeindruckt zeigt nun Jack die Akte und das er Ajira Flug 316 nehmen muss, um zurück zur Insel zu kommen. An dieser Stelle geht nun der konstruierte Mist los, es müssen exakt die Umstände hergestellt werden, unter denen sie das erste Mal abgestürzt sind, in meinen Augen Riesenschwachsinn. Nach WHH kann gar nichts schiefgehen und egal wie sehr sie die Umstände nachstellen, trifft alles so ein wie es soll.

DER SCHUH-UNSINN

Den größten Quark dieser Folge war es, als Miss Hawking Jack noch einmal in ihr Büro holt und dazu überredet, dass es nur klappt wenn John Locke etwas von seinem Vater trägt. Und wenn nicht? Fällt dann der Leichnam auseinander und die Welt geht unter? Jack hat genau die richtige Antwort: "This is ridiculous." Ich kann mir nur vorstellen, dass sonst Samuel nicht in der Lage wäre Lockes Form anzunehmen, wenn er nicht etwas von den Sachen seiner derzeitigen Form trägt. Das hört sich aber genauso schwachsinnig an, wie das ganze überhaupt. Nun ja Miss Hawking hält Jack einen Vortrag, dass er es einfach ausprobieren und einfach mal daran glauben soll, dass es klappt. "John is going to be a proxy. A substitute." Ganz wichtig, Locke wird tatsächlich ein Austausch sein, nämlich für Samuel, der nun seine Christian-Form mit der Locke-Form tauschen kann und nur darum geht es.
Wenigstens Ben sorgt wieder für Aufheiterung bei mir. Finde es genial, dass der Mann der so ziemlich gegen alle 10 Gebote verstoßen hat, betend in einer Kirche sitzt und dann sogar noch eine Art Gottesdienst erweist. Er erzählt eine tolle Geschichte dann von Thomas dem Apostel und wie dieser vom Glauben überzeugt werden konnte, das alle irgendwann von etwas überzeugt werden. Danach macht er sich auf, um Gott wieder einen äußerst frommen Dienst zu erweisen, einen Menschen zu töten.
Die nächsten Szenen zählen für mich mit zu den schlechtesten überhaupt. Jack an einer Bar, der von einem Altenheimleiter angerufen wird und darauf hingewiesen wird, dass sein Großvater schon wieder abhauen wollte. Irgendwie schon seltsam, wie alle in diese nutzlose Figur irgendwas Wichtiges hineininterpretieren. Mein Favorit ist immer noch, dass Ray Jack selbst ist, weil sich die Schauspieler etwas ähnlich sehen. Von verwandtschaftlicher Ähnlichkeit scheinen die keine Ahnung zu haben, Schwachsinn hoch 10 das Ganze. Von ihm jedenfalls bekommt er nun die Schuhe, die er Locke anziehen soll und geht nach Hause. Schon genial, dass Jack es unter einem Zeitdruck von 70 Stunden, indem er Hitmans das Leben rettet, in Begräbnisinstituten einbricht, Anwälten folgt, sich an Piers mit alten Freunden trifft und schließlich sogar noch eine Kirche besucht, die Zeit gefunden hat seine ganze Wohnung aufzuräumen. Respekt, Jack!
Jedenfalls kommt bald Kate hinzu. Jetzt müsste ich eigentlich darüber schreiben, wie sehr die mir doch auf die Nerven geht. Ist aber nicht der Fall, von Folge zu Folge bessert sich Kate in dieser Staffel. Sie hat Aaron abgegeben, um auf der Insel ihre wahre Mutter zu suchen, aber man sieht ihr deutlich an, dass ihr die Entscheidung schwerfiel und deswegen bittet sie auch Jack darum nie wieder über Aaron zu reden. Natürlich fängt die Hälfte aller Lost-Fans wieder davon an, dass sie eine Kindsmörderin sei, glücklicherweise ist dem nicht so. Trotzdem alte Nervmuster sind noch zu erkennen, sofort fällt sie über Jack her. Ich kann Rummachszenen zwischen den beiden einfach nicht ausstehen.
Am nächsten Morgen verabschieden sich die beiden wieder, während Ben anruft. Dieser ist blutüberströmt und durchnässt, das Resultat von seinem Versuch Penny zu töten und bittet Jack darum Locke abzuholen.
Simon;s Butcher Shop ist natürlich eine geniale Namenswahl, hieß doch Charlies Vater Simon und war Fleischer. Nun dort angekommen, bittet er Jill darum ihn zu seinem Sarg zu führen. Nun folgt wenigstens eine tolle emotionale Szene, bei der Jack Locke seinen alten Schuhe abnimmt und ihm die von Christian anzieht. Dabei sagt er schön: "Wherever you are, John... you must be laughing your ass off that I'm actually doing this. Because this... this is even crazier than you were." Wie Recht er doch hat und ich glaube Lost wird sowas auch so schnell nicht mehr steigern können. Noch besser war es aber dann, als er Locke seinen Abschiedsbrief mit den Worten: "And here. You can have that back. I've already heard everything you had to say, John. You wanted me to go back. I'm going back." zurückgibt und dann den Sarg mit den Worten "Rest in Peace" schließt. Eine tolle Abschiedsszene zwischen den beiden, die sich größtenteils nur verachtet haben und erst mit dem Tod versteht Jack Locke. Hier gefiel mir der Werdegang von Jack ganz gut.

AJIRA 316

Die Konstruiertheit geht weiter. Wieder mal befindet sich Jack im Streitgespräch mit einem Bediensteten um den Transport eines Sarges. Schön ist wie er dann am Ende sagt: "He was, uh, a friend." Kurz darauf sehen wir Caesar zum ersten Mal, einen großangekündigten Charakter bei dem die Autoren endlich einmal ihren nicht genehmigten Jack-Wunsch durchsetzen konnten. Kate ist am Flughafen, genauso Sun und nun auch Sayid, der von der zweiten neu eingeführten Person Ilana in Handschellen an Bord geführt wird. Offenbar handelt sie im Auftrag von Jacob und es scheint noch sehr wichtig zu sein, dass Sayid auch mit an Bord kommt. Mal sehen was da noch kommt in Staffel 6. Bei Hurley wissen wir, dass er persönlich von Jacob angeheuert worden ist, mitsamt mysteriösen Gitarrenkoffer. Der will überhaupt nicht, dass jemand Unschuldiges an Bord kommt und kauft gleichmal alle Sitze. Jack ist erfreut Hurley zu sehen, doch dieser verrät ihm nicht, woher er von dem Flug weiß. Komisch, Hurley ist doch sonst nicht so verschlossen.
So gehen sie also alle an Bord und sind bereit zur Insel zurückzukehren. Einer fehlt noch und das ist Ben, der im letzten Moment die Maschine betritt. Die Art und Weise in der sich Hurley dagegen wehrt, dass er mit an Bord kommt, deutet mit daraufhin, dass Jacob nicht wollte, dass Ben mitkommt. Verständlich immerhin wird der ihn dann ermorden.
Das Flugzeug hebt ab und alle befinden sich auf der Rückkehr und Jack redet mit Kate über den seltsamen Umstand, dass auch Sayid und Hurley dabei sind. Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich mal ein genialer Kate-Spruch: "They bought a ticket." Genauso meint sie, dass sie alle in einem Flugzeug sind, aber nicht wirklich zusammen. Das bleibt auch später so, denn Sun wird von den anderen getrennt. Als schließlich der Kapitän eine Ansprache hält, merkt Jack, dass sich ein weiterer Bekannter an Bord befindet, Frank. Dieser hat vor einiger Zeit hier angeheuert und Jacob oder sonstwer hat es wohl so eingerichtet, dass er genau diesen Flug bekommt. Mit Totalrasur ist er zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch ihm fällt beim Blick auf die erste Klasse gleich auf, dass etwas nicht stimmt. Genial seine Feststellung: "We're not going to Guam, are we?"

DER KONSTRUIERTE BEAM FLASH

Ben ist von allen am ruhigsten. Ihn interessiert es sowieso nicht, was aus den anderen Passagieren wird und als das Flugzeug länger unterwegs ist liest er einfach ein Buch. Auf Jacks Frage wie er das machen kann, antwortet er mit einer seiner genial gelogenen Sprüche: "My mother taught me. I can read, Jack, because it beats what you're doing." Jack wartet nur darauf, dass etwas passiert und als er Ben fragt, deutet dieser nur daraufhin, dass er es war, der noch bei Miss Hawking war. Danach spricht er von Locke und fragt Ben: "Did you know that Locke killed himself?"
"No. No, I didn't.", natürlich weiß er es viel besser, denn Locke hat sich gar nicht selbst umgebracht. Dann sprich er von dem Abschiedsbrief, den er vor dem Abflug von der Stewardess wieder bekommen hat und glaubt, dass dieser ihm solange folgt, bis er ihn wirklich liest. Ben meinte er wäre besorgt, dass in dem Brief steht, dass er Schuld ist an Lockes Tod. Jack fragt Ben daraufhin: "Was it my fault?" Ben verneint das, denn er ist es ja der an Lockes Tod Schuld ist. Ben geht danach aufs Klo und Jack liest den Brief schließlich, der nur aus einem einzigen Satz besteht: "I wish you had believed me." Fand das Ganze sehr emotional, besonders da Jack erst jetzt die Nachricht liest, da er voll davon überzeugt ist, was Locke ihm gesagt hat. Jack gehen wohl nun so einige Gedanken durch den Kopf und das Locke wohl noch leben würde, wenn er von Anfang an ihm geglaubt hätte.
Nun direkt danach beginnt der Flash, doch ehe es soweit ist mache ich mir tatsächlich die Mühe die Gemeinsamkeiten zwischen Oceanic 815 und Ajira 316 aufzuzählen: Es ist wieder ein Gefangener an Bord, der von jemanden bewacht wird; erneut ist ein Leichnam in einem Sarg an Bord; Hurley hat genau wie Charlie einen Gitarrenkoffer bei sich; mit Ben kommt diesmal fast wieder einer der Passagiere zu spät; Jack trägt wieder einen Anzug; es gibt wieder eine Menge unwichtiger Passagiere an Bord und wieder geht jemand kurz bevor die Katastrophe beginnt auf das Klo.
Ein Flash also beamt nun Jack, Kate, Hurley und Sayid nach draußen und zurück in das Jahr 1977. Ich glaube mehr konstruieren kann man nicht und ich finde das irgendwie höchst lächerlich. Kann es aber geradeso noch wegen WHH vereinbaren. Unlogisch: Wenn schon die vier rausflashen, warum landen sie ziemlich sanft auf der Insel, obwohl sie eigentlich mehrere Kilometer aus dem Himmel stürzen würden? Genauso warum nun Sun nicht miflasht? Hoffe mal, dass wird noch halbwegs vernünftig erklärt, zur Not mit einem Jacob, der im Tempel sitzt und die alle einzeln rausbeamt. Noch dazu wirkt die Trennung von so vier dicht sitzenden Passagieren völlig bescheuert. Bei dieser Rükkehrgeschichte haben die Autoren wirklich das Maß überspannt.
Der Cliffhanger mit einem Jin im Dharmaanzug und frischem Dharma-Van, der mit einer Waffe auf die drei zielt, deutet den schlechtesten Handlungsstrang dieser Staffel an. Mir wird schon übel, wenn ich nur daran denke, was für schlechte Folgen noch auf mich zukommen.

BODYCOUNT

Einer der wenigen Staffel 5 Folgen in der niemand stirbt.

Summe: ca. 526

FAZIT:
Genau 5 Minuten dieser Folge fangen die Grandiosität der ersten fünf ein, danach geht es rapide bergab. Die so wichtige Miss Hawking hält nur einen Ordner mit Flügen hin und losgeht es mit langweiligen, völlig konstruierten, zum Teil lächerlichen Handlungen und Aktionen. Wenigstens sorgt Ben für einen Hochgenuss, ein paar emotionelle Szenen und die Tatsache, dass die off-island Handlung ein Ende hat. Trotz allem ist diese ganze Folge nur Mittelmaß, besonders da deren Ende die grausame Dharma-Handlung ankündigt.