Samstag, 28. November 2009
5/05 This Place Is Death (Erik)
ROUSSEAUS TEAM
Wie unzufrieden Fans sind, selbst wenn man extra für sie noch eine Geschichte einbaut, habe ich an der Rousseau-Geschichte gemerkt. Vielleicht hätten die Autoren niemals versprechen sollen einen Rousseau Flashback einzubauen, dadurch erst haben alle wie glühende Kohlen in Staffel 4 darauf gewartet und wurde dann enttäuscht, als Danielle starb, weil die Schauspielerin nicht mehr mitmachen wollte. Also hat man ihre Geschichte versucht während der Flashes einzubauen und eine fehlende Lücke mit der Sickness-Story zu schließen. Dafür wurde extra eine jüngere Schauspielerin gecastet. Viele waren damit aber wieder unzufrieden, warum auch immer. Ich fands gut gemacht und bin froh, dass nun die Danielle-Story endlich beendet ist.
Zurück zum Geschehen. Immer wieder empfangen sie jene Zahlen, die sie erst zur Insel gebracht haben und Rousseau 16 Jahre festhalten werden. Diese redet immer noch mit dem völlig verwirrten Jin, der wohl zum ersten Mal realisiert, dass sie durch die Zeit reisen. Es ist jedenfalls 1988 und Rousseaus Team ist von Tahiti aus losgesegelt. Den Ausgangsort Tahiti nimmt Sawyer auch als Lüge, als er Horace erzählt, warum sie hier zur Insel gekommen sind.
Jin möchte zurück zu seinem Camp, da er dort seine Frau vermutet, die mit dem Hubschrauber dort gelandet ist. Genial Montands Reaktion: "First a boat, then a helicopter. Next thing you know he'll be talking about a submarine." Er hat Recht. Jedenfalls kommt er auch darauf, dass ein Sendeturm auf der Insel sein muss und sie können Jin davon überzeugen zu ihm zu gehen. Ich verstehe zwar nicht, woher Jin weiß wie er dahinkommt, da er nie mitgegangen ist, aber egal. Auch seltsam, dass er von einem völlig unbekannten Strand aus den Sendeturm findet, aber nicht sein Camp.
So spazieren sie aber durch den Dschungel und wir bemerken, dass Robert und Danielle schon längst beschlossen haben dem Baby entweder wenn es ein Junge wird dem Namen Alexander zu geben oder wenn es ein Mädchen wird sie Alexandra zu nennen. Das hat auffallende Ähnlichkeit zu der Diskussion zwischen Jin und Sun, woran sich wohl Jin auch gerade erinnert, als er sie so reden hört. Vielleicht denkt er aber auch daran, dass dieses Kind in sehr jungen Jahren sterben wird. Jedenfalls ist auffallend, dass Jin Recht hat als er bei Ji Yeon sagt, sie wird ein Mädchen, hier aber Rousseau Recht behält. Deren Beziehung wird auch sehr brutal beendet, während Jin und Sun nur getrennt werden.
Nach kurzer Zeit ist dann Nadine verschwunden und Montand stellt fest, dass es nicht schlau ist Frauen auf solche Touren mitzunehmen, wohl ein Hint auf die ganzen weiblichen Fehlbesetzungen im Cast. Schon bald wird es leiser und Jin hört ein vertrautes Geräusch, das des Monsters. Dieses hat bereits Nadine getötet. Offenbar muss immer eine Person geopfert werden, sobald eine neue Gruppe auf die Insel kommt. Bei den 815er war das der Pilot, bei Ajira wohl der Co-Pilot. Als sie schließlich eine Lichtung erreichen kommt es genau auf Montand zu und schnapp ihn sich. Dann zieht es ihn zurück zu einem Loch an einer Tempelwand, wohl das gleiche durch das später Ben geht, um Smokey zu besuchen. Irgendwie wirkte es schon lustig wie sich alle aufeinander werfen, um Montand davon abzuhalten hinabgezogen zu werden. Es hilft nichts, denn Montand wird der Arm abgerissen und er hineingezogen. Tot ist er dennoch nicht, er wirkt sogar relativ normal für einen Mann, dem eben der Arm abgerissen wurde und so gehen die restlichen ihm kurzerhand hinterher. Jin versucht sie davon abzuhalten, doch Robert möchte niemanden zurücklassen und so gehen sie alle in ihr Verderben. Denn Smokey verändert sie, sodass sie brave Rekruten von ihm sind, die alles machen was ihnen gesagt wird. Er kann gerade noch Danielle davon abhalten auch hinabzugehen und nur dadurch wird sie nun 16 Jahre auf der Insel bleiben können und immer verrückter werden. So hat also mit Jin wieder einer der Zeitreisenden das Schicksal einer Person bestimmt, weil er weiß, was aus ihr werden wird. Der nächste Flash kommt aber und es ist einige Monate später. Montands Arm fault vor sich hin und Jin geht zurück zum Strand. Hier tritt ein continuity Fehler auf, denn Rousseau sagt, dass sie die schwarze Rauchsäule erst in der Nacht gesehen hat, als Alex entführt worden ist. Diese ist aber noch schwanger und gerade dabei ihr ganzes Team abzuknallen. Am Strand findet Jin nämlich ihre Sachen wieder, darunter die Spielbox und auch den Gitarrenkoffer, den schon vorher einer von ihrem Team mithatte. Dadrin ist eine ganz normale Violine, während der Inhalt eines anderen Gitarrenkoffer uns noch immer beschäftigt. Brennan und LaCombe liegen dagegen erschossen da, während Robert sich mit Danielle streitet. Diese ist sich ganz sicher, dass das Monster sie verändert hat und er nun nicht mehr Robert ist. Dieser meint aber nur: "There is no monster. It's just a security system that guards the temple, that's all." Das kommt wohl der Wahrheit sehr nahe, wenn wir dann Dead is dead sehen.
Schließlich schafft Robert es Danielle davon zu überzeugen, dass er nicht gefährlich ist und sie nimmt ihre Waffe runter. Plötzlich richtet er die Waffe auf sie und will sie erschießen, doch schlauerweise hat Danielle den Haltebolzen entfernt, sodass sie ihn erschießen kann. Hier merken wir wohl deutlich, wie manipulativ man nach einer Smokey-Beeinflußung sein kann. Rousseau sollte offenbar sterben, damit sie nie ihr Kind zur Welt bekommt, welches womöglich noch gefährlich werden könnte. Allerdings findet Samuel einen Weg Alex für seinen großen Plan zu verwenden.
Als sie Jin sieht, dreht sie endgültig durch, ist es doch der Mann, der direkt vor ihren Augen verschwunden ist und schießt auch auf ihn. War wohl nur ein Glücksschuss bei Robert, denn Jin trifft sie nicht, denn der kann fliehen und durch einen weiteren Flash endgültig gerettet werden.
Das sich Danielle später nicht an Jin erinnert, damit habe ich auch kein Problem, genauso wie mit den meisten angeblichen Unlogikkeiten. Man muss sehen, dass die arme Frau ihre ganzen Freunde töten musste, weil diese von einem Rauchmonster verändert wurden und noch dazu ein Mann auftauchte, der zweimal verschwunden ist. Wer da nicht verrückt wird hat nie ein normales Leben geführt.
HEAVY FLASHES
Eine der wohl schönsten Szenen während dieser gefährlichen Flashes war es, als sich Jin und Sawyer wiedersehen. Beide freuen sich richtig und ich fand das sehr gut gemacht. Jin jedenfalls merkt, dass seine Frau nicht da ist und Sawyer erklärt ihm erst einmal das mit den Flashes und wo Sun ist. Da er es nicht versteht wendet er sich an Charlotte, sodass sie für ihn übersetzt, dass er sicher ist, dass Sun runter von der Insel ist. Locke kann das natürlich gar nicht mit Sicherheit wissen, doch da er sowieso alles glaubt, was ihm eine Person sagt, die etwas länger auf der Insel ist, ist er sich ganz sicher. Dann führt er wieder an, dass sie zur Orchid müssen und Jin will wissen warum. Dadurch will Locke einen Weg von der Insel finden, um sie alle zur Rückkehr zu überreden. Zu Recht möchte Jin wissen warum er denn Sun zurückholen soll. Lockes Antwort wie immer: "Because she never should've left." Von allen Personen die zurücksollten war wohl Sun bisher die überflüssigste für Samuels Plan, da sie im Gegensatz zu den anderen in der Realzeit bleiben wird. Jin nimmt das zunächst so hin und sie gehen weiter. Er fragt Locke weiter aus, wie dieser die Insel dort verlassen will, der antwortet natürlich mit: "I'm not sure yet." Genauso wenig weiß er eine gute Antwort darauf, warum nur er allein die Insel verlassen kann. "I don’t know why, Jin, it just is. But I promise I'll bring Sun back." Später wird er dann was anderes versprechen müssen.
Derweil redet Daniel Charlotte darauf an, ob sie noch weitere Fremdsprachen spricht. Fand die Antwort genial als sie sagt: "Just Klingon." Dann reden sie darüber, ob das mit der Orchid funktionieren wird. Daniel stimmt dahingehend überein, dass es Sinn macht, dass es an der Orchid angefangen hat und nur dort enden kann. Für ihn macht es natürlich null Sinn, warum dazu aber Leute zurückgeholt werden müssen, damit es aufhört. Er hat Recht, denn die Flashes stoppen durch den Stillstand des Rades, ohne das irgendwelche Leute zurückkommen müssen.
Danach kommt ein nächster Flash und sie alle landen mitten in der Nacht, und nur wenige Sekunden später der nächste. Für Charlotte ist das zuviel und sie fällt wieder in Ohnmacht. Sie erwacht aber und redet Jin ein, dass er Sun nicht zurückholen soll, denn "This place is death!" Womit sie sehr Recht hat. Da Sun aber zurück ist, könnte das auch schon ein Hinweis sein, dass sie womöglich noch auf der Insel sterben wird.
Danach allerdings reist Charlottes Verstand unkontrolliert durch die Zeit und wir hören sie wie sie über bedeutende Ereignisse ihres Lebens spricht. "Why can’t Daddy come with us?" Das sagt sie wohl, als sie zusammen mit ihrer Mutter die Insel verlassen muss, als die Großevakuierung veranlasst wird. "You know what my mum would say about you marrying an American." Wer auch immer damit gemeint ist, mit Daniel hätte sie zumindest einen Engländer erwischt. Interressant ist auch das letzte: "I know more about ancient Carthage than Hannibal himself." Zum einen deutet es auf ihre Arroganz hin, dass sie glaubt mehr zu wissen als alle anderen Personen, könnte aber auch ein Hinweis für den Zuschauer sein, der beispielsweise viel mehr von der Insel weiß, als eine der Personen, die in die dortige Handlung integriert wird. Locke möchte weitergehen, damit sie es möglichst schnell beenden, denn es kommt schon bald wieder ein neuer Flash. Daniel möchte sie aber nicht zurücklassen. Sawyer weist ihn aber nochmal daraufhin: "Flashes are getting closer together. Maybe when your nose starts bleeding, you’ll realize we gotta get out of Dodge now. We’ll come back for her just as soon as we can." Auch Charlotte ist dafür, dass er weitergeht und er entscheidet sich schließlich bei ihr zu bleiben.
Sawyer dagegen hat noch ein anderes Problem. Denn wenn sie nicht wissen in welcher Zeit sie sind und die Orchid verschwunden ist, was sollen sie dann tuen. Charlotte hat überraschend die Antwort parat und sie sollen nach einem Brunnen Ausschau halten. Woher sie davon weiß ist so eines der ungelösten Dinge. Keiner der Zeitreisenden wird es ihr wohl gesagt haben (im übrigen genausowenig wie ich glaube, dass Jin Charlotte Koreanisch beibringt). So wird es wohl eine Eingebung gewesen sein, als sie vermutlich mal dort war und sie hat es rein aus Gefühl zum richtigen Zeitpunkt gesagt. Die anderen gehen nun los.
Daniel bleibt bei Charlotte, die ihm nun einige interessante Dinge erzählt. So wäre sie schon einmal auf dieser Insel gewesen und hätte ihr ganzes Leben nach ihr gesucht. Deswegen wäre sie auch Anthropologin geworden. Ihre Mutter hätte ihr dagegen eingeredet, dass die Insel nicht real war und sie sich das alles nur eingebildet hat. Sehr schlaue Mutter, die einer Achtjährigen einreden will, sie hätte sich einen ganzen Ort viele Jahre nur vorgestellt. Außerdem, warum?
Viel interessanter aber ist, dass sie sich sich an einen Mann erinnert, der sie davon überzeugt hat die Insel zu verlassen und nie wieder zurückzukommen, da sie sonst sterben würde. Dieser Mann hat ihr große Angst eingejagt und sie weiß nun, dass es Daniel ist.
Der Rest erreicht derweil die Orchid, die noch steht. Juliet meint freudig: "Thank God! What are the odds that we would end up in the same time as this thing?", ehe ein weiterer Flash sie wieder in eine andere Zeit bringt. Sawyers Reaktion ist genial: "You just had to say something." Locke derweil befolgt Charlottes Hinweis und findet tatsächlich den Brunnen. Dieser möchte nun auch nach unten gehen und Sawyer fragt noch einmal nach, was er denn da unten zu finden glaubt. Wiedermal weiß er keine genaue Antwort: "A way off the island." Gerade auch deshalb fand ich Sawyers Antwort perfekt: "You expecting a subway?"
Dann verabschiedet er sich von allen, doch gerade als er gehen will, hält ihn Jin zurück. Der will nicht, dass Locke seine Frau zurückbringt. Wiedermal ist sich Locke zu sicher, dass es nur so funktioniert und ich fand Jins Antwort sehr gut: "How you know?" Locke kann das nur mit einem "I... I just know." kontern. Er hat keine genaue Ahnung was er da eigentlich macht, er wird nur mit der Überzeugung zurückgeschickt, dass er alle zurückbringen soll, damit die Insel gerettet werden kann. Mittlerweile ist bei ihm ein Stadium an Manipulativität eingetreten, dass logisches Denken bei ihm völlig ausgeschaltet hat. Jin wenigstens sorgt für etwas Vernunft bei ihm und er verlangt von ihm, dass er verspricht Sun nicht zurückzubringen. Als Beweis, sollte sie zurückwollen, soll er ihr seinen Ehering geben und sagen er wäre tot. Ironischerweise wird genau dieser Ring Ben als Beweis dienen um Sun zur Rückkehr zu bewegen. Das ist sein Trumpf bei Sun. Dadurch, dass Jin seinen Ring abgibt beendet er in gewisser Weise auch seine Ehe. Er möchte nicht, dass Sun zurückkommt, sodass sie sicher ist und wird selber nun drei Jahre ziemlich glücklich in der Dharma Initiative arbeiten.
Locke geht nun hinab, doch er hat erst den halben Weg geschafft, als ein nächster Flash kommt. Wir sehen hier deutlich, dass dieses Leuchten tatsächlich aus der Kammer mit dem Rad kommt und nicht vom Himmel. Sawyer jedenfalls versucht verzweifelt noch das Seil festzuhalten, doch es ist zu spät. Locke ist weg und das Seil steckt in der Erde. Wohl erst dadurch wird in einigen Jahren jemand auf die Idee kommen dort einen Brunnen mit Seil zu bauen.
Auch für Charlotte ist es nun zu Ende. Sie hustet nur noch Blut und kann sich kaum noch bei Bewusstsein halten. Daniel versucht ihr letzte Hoffnung einzureden, als er von seiner Begegnung mit Desmond erzählt. "She can help us, Charlotte, she will help us!" Das stimmt aber nicht, denn sie wird beide erst auf dem Weg bringen, der sie in ihren sicheren Tod führt. Charlotte sieht dann schließlich ein letztes Mal Daniel an und sagt: "I'm not allowed to have chocolate before dinner... mm...." Damals hielten wir alle diesen Satz für lächerlich, doch es ist der erste Satz den Charlotte zu Daniel gesagt hat. So bekommt das ganze eine zusätzliche Traurigkeit, denn nun stirbt Charlotte leider. R.I.P.
LIGHTNING DONKEY WHEEL
Locke landet hart auf dem Boden und bricht sich das Bein. Er ist nun raus aus der Flashzone und in einem Bereich gelandet, der davor vollkommen sicher ist. Nur so blieb er wohl nicht in der Erde stecken, sondern landete in der Kammer. Er hat sich übel sein Bein gebrochen und kann sich kaum bewegen, doch es kommt jemand auf ihn zu. Es ist Christian. Locke ist sehr überrascht: "You! What are you doing down here?"
Christians Antwort: "I'm here to help you the rest of the way." Es ist in der Tat der letzte Weg den Locke noch gehen muss, ehe er endlich seine volle Funktion für Samuels Plan erfüllen kann. Locke versteht nicht und Christian erklärt ihm genau, was er falsch gemacht hat. "You came to see me in the cabin. You asked me how to save the island and I told you you had to move it. I said that you had to move it, John." Hier wird ihm erstmal deutlich gemacht, wie falsch er doch gehandelt hat und nur Spielball von Ben war. Was er nicht weiß, in diesem Moment ist er auch Spielball von Samuel. Es gab nämlich keinen rationalen Grund die Insel wirklich zu bewegen, einzig und allein Samuels Plan diente es, der nun so langsam zur Vollendung kommt. Locke meint nun: "But Ben said he knew how to do it! He told me that I had to stay here and lead his people." Lockes größter Fehler immer wieder auf Ben zu hören wird ihm nun ausgerechnet von dem Mann gesagt, der ihn noch stärker manipuliert hat: "Since when did listening to him get you anywhere worth a damn?" Christian weist ihm nun wieder auf seine Aufgabe hin und das er alle zurückholen soll. Locke weiß natürlich nicht, wie er es anstellen soll und fragt noch einmal nach. Christian erklärt ihm nun, dass er Eloise Hawking finden soll, die ihm dabei helfen wird sie zurückzuholen. Endlich einmal kommen ihn auch berechtige Zweifel, ob er es schaffen wird sie zur Rückkehr zu überreden: "What if I can only convince some of them to come back?"
Christians Antwort: "I believe in you, John. You can do this." Stimmt er glaubt daran, dass er daran scheitern wird, sodass er sich umbringt. Darauf spricht er ihn schließlich auch noch an und Christian sagt nur: "Well, I suppose that's why they call it sacrifice." Offenbar gebraucht Samuel dafür andere Worte, wenn er jemanden losschickt, damit dieser stirbt.
Dann macht er ihn auf das Rad aufmerksam, dass aus seiner Achse gerutscht ist und nur einen kleinen Schubs braucht. Genau dieses "little push" sagt auch Jacob zu Jack bei dem Schokoriegel. Ein schöner Hint, dass kleine Aktionen große Folgen haben können. Als nun Locke fragt ob er ihn aufhelfen kann, verneint er dies. Entweder kann Christian es wirklich nicht oder es wäre für ihn sonst unmöglich seinen Körper anzunehmen, nachdem er tot ist.
Locke richtet sich also selbst auf und geht in die Kammer. Aus dem Frozen Donkey Wheel ist mittlerweile ein Lightning Donkey Wheel geworden, das unkontrolliert hin und herschwingt und immer wieder aufblitzt. Ben hat ein ganz schönes Chaos angerichtet, wenn wir die Kammer mal mit dem gefrorenen Raum vergleichen, den er nur in einer Winterjacke betreten konnte. Jetzt dagegen kann sich Locke dort mit einem T-Shirt aufhalten und hat auch keine Probleme das Rad zu drehen. Dieses rastet nun wieder ein in seine Achse, aus der Ben es gebracht hat und ein letzter Flash beginnt. Christian verabschiedet sich von ihm mit den Worten: "Say hello to my son."
Es sind die letzten Worte die Samuel Locke auf dem Weg gibt. Wieder ist ein gewaltiger Schritt seines Planes in die Tat umgesetzt und er muss nur noch etwas warten, dann kann er ihn vollenden. Zunächst aber muss Locke erst einmal off-island sterben.
OCEANIC 6
Sun ist wohl die schlechteste Mutter von ganz Lost. Ihre Tochter sagt ihr am Telefon klar und deutlich, dass sie sie sehr vermisst und Sun verspricht ihr auch noch, dass sie bald zurück ist. Das bald kann wohl noch etwas dauern. Zunächst aber will sie Ben umbringen, der immer noch mit Kate über Aaron streitet. Doch er wirkt überhaupt nicht überrascht sie zu sehen und ist auch gar nicht geschockt, verständlich wenn einem das halbe Leben nur Waffen an den Kopf gehalten werden. Sofort spricht er davon, dass Jin lebt und er es beweisen kann. Dazu müsste er jemanden in Los Angeles aufsuchen, eine Frau. Es ist dieselbe Person, die sie auch alle wieder zurück zur Insel bringen wird. Für Kate ist das verständlicherweise zuviel und sie verschwindet erst einmal. Sie ist auch zurecht auf Jack wütend, der nur vorgegeben hat auf Aaron aufzupassen, um sie zur Rückkehr zu bewegen. Auch für Sayid ist es zuviel und er droht Jack und Ben sogar. So bleiben also nur Sun und Jack zurück, die er zu Miss Hawking führen kann.
In 30 Minuten sind sie da, doch Sun meint es dauert länger. Bens Antwort ist genial: "I didn’t account for traffic." Jack entschuldigt sich derweil bei Sun dafür, dass er damals Jin zurückgelassen hat. Sun versteht das nicht ganz und meint nur: "Are you going to ask me not to kill Ben if he’s lying about my husband?" Jack würde ihn am liebsten selbst umbringen, nachdem was er Kate angetan hat. Das ist für Ben zuviel, er stoppt das Auto und schreit beide an. "What I’m doing is helping you! And if you had any idea what I’ve had to do to keep you safe – to keep your friends safe – then you’d never stop thanking me! You wanna shoot me, then shoot me – but let’s get on with it! What’s it gonna be?" Naja Ben eine wirkliche Bedrohung war nie da und die meisten von denen hast du selbst bedroht. Sun möchte nur, dass sie weiterfahren.
Schließlich erreichen sie die Kirche und Ben gibt Sun als erstens den Beweis, dass Jin noch lebt, seinen Ring. Nun entscheidet sie sich trotz Kind, dass sie sehr vermisst, zurück zur Insel zu gehen, um Jin zu retten. Ben hat diesen Ring von Locke, was Jack sehr stutzig macht, da er doch behauptet hat Locke hätte Ben nie besucht. Eine typische Ben-Antwort: "That's true, Jack. I went to see him." Kurz bevor sie in die Kirche gehen kommt für alle überraschend Desmond hinzu. Es ist ein historischer Augenblick bei Lost, als zwei meiner Lieblingscharaktere endlich mal einen Dialog miteinander führen.
Desmond: "What are you doing here?"
Ben: "I assume the same thing you are."
Desmond: "You’re looking for Faraday's mother too?"
Ben scheint überrascht zu sein, dass Miss Hawking die Mutter von Daniel ist und so gehen sie hinein. Miss Hawking ist natürlich nicht sehr erfreut darüber, dass Ben nur so wenige mitgebracht hat, doch er meint, dass waren alle die er in der kurzen Zeit überzeugen konnte. Mit einem "All right! Let's get started." wird nun die letzte Phase der Rückkehr der Oceanic 6 eingeleitet und gleichzeitig das Ende einer nur mäßig interessanten off-island-Handlung.
BODYCOUNT
Mit Robert, LaCombe, Nadine, Montand und Brennan sterben gleichmal fünf von Rousseaus Team. Noch dazu stirbt Charlotte an den Folgen der Zeitreisen. R.I.P. Charlotte.
Summe: ca. 526
FAZIT:
Ein grandioses Meisterwerk, welches viele Züge einer Vorfinalsfolge hat. Die Gefahr durch die Zeitreisen und die Flashes gelangt an einen grausamen Höhepunkt und fordert erste Opfer. Noch dazu wird nebenbei Danielles Geschichte aufgelöst. Auch die Oceanic 6-Handlung, die sehr kurz ist bewegt sich deutlich dem Ende entgegen. An dieser Stelle fragt man sich zurecht, wie es nun weitergehen soll. Leider nicht gut, auf drei völlig charakterzentrierte und handlungsunabhängige Folgen folgt dann ein perfekter Handlungsstrang und einer der schlechtesten von Lost überhaupt. Diese Folge markiert das Ende einer der wohl besten Phasen von ganz Lost.
Donnerstag, 26. November 2009
5/04 The Little Prince (Erik)
BACK IN 2004
Charlotte ist noch immer außer Gefecht und Daniel und Miles versuchen sie wieder zu Bewusstsein zu kriegen. Sawyer möchte endlich mal wissen was los ist, doch aus irgendeinem Grund ist er immer noch total verschlossen. Womöglich weiß er selber noch nicht genau warum das passiert. Gerade als es interessant werden könnte und Sawyer den wunden Punkt getroffen hat: "She's like this 'cause the sky keeps lighting up. He knew this would happen and he didn't say squat about it." muss natürlich Juliet dazwischenfahren und Sawyer wegschicken.
Er erklärt also Juliet, dass die Flashes das innere Zeitgefühl durcheinanderbringen wie bei einem schlimmen Jetlag. Juliet meint daraufhin, dass man davon noch kein schlimmes Nasenbluten bekommt. Ah ja scheint fast so als kenne sie sich aus mit Zeitreise-Nebenwirkungen.
Locke dagegen hat einer seiner besten Vorschläge überhaupt: "We have to go back to the Orchid." Dort wird sich dann endgültig sein Schicksal entscheiden. Er hat eigentlich die richtige Idee, aber immer noch die völlig falsche Überlegung, die ihn eingeflüstert worden ist: "The Orchid. That's where all this started. Maybe it's where it'll all stop." Damit hat er völlig Recht, aber es liegt nicht daran wie er dann anführt, dass die Oceanic 6 die Insel verlassen haben, sondern das Ben das Rad aus seiner Verankerung gerissen hat. Als Transportmittel wollen sie das zodiac raft verwenden. Sawyer kann nur nicht recht glauben, dass alle noch am Leben sind und fügt an, dass der Frachter explodiert ist. Locke weiß genau, dass sie es alle von der Insel geschafft haben, erklärt aber nicht woher er es weiß. Wieder mal wird es deutlich, wie sehr er sich doch hat manipulieren lassen: "Even if it kills me." Er ist so überzeugt davon, dass er für sechs Leute, die ihn gering schätzen sein Leben geben will, da er glaubt es wäre seine Bestimmung. Sawyer überzeugt er davon, ob er denn nicht Kate wiedersehen will. Kurz darauf ist er Feuer und Flamme für den Plan. Kaum ist Charlotte, noch etwas verwirrt, aber halbwegs bei Bewusstsein wiederauferstanden, gehen sie los. "We're going to the orchid." gehört für mich zu einer der besten Sätze dieser Folge.
Schnell merken die Zeitreisenden wo sie nun gelandet sind. Es ist ironischerweise genau zu einem Zeitpunkt, als sie schon auf die Insel abgestürzt waren. Sawyer fragt Locke noch, wie er Kate zur Rückkehr überreden will. Schon hier wird das ganze Off-Island Dilemma angedeutet: "I haven't figured that out yet." Bei keinem hat er das irgendwie überlegt, er glaubt einfach, dass es klappt und scheitert daran kläglich. Dann sieht er das helle Licht von der Swan und weiß nun, dass es der Tag ist an dem er Boone geopfert und dann gegen die Luke gehämmert hat. Sawyer schließlich sieht dann sogar Kate, wie sie Claire bei ihrer Geburt hilft. Er hätte genügend Zeit gehabt zu ihr zu gehen, doch er weigert sich genauso sehr wie Locke zu dem Lichtstrahl der Luke gehen will. Sie beide haben in gewisser Weise mit diesem Teil der Vergangenheit abgeschlossen und auch wenn es Sawyer noch etwas beschäftigt, dass er Kate gesehen hat, so wird hier ganz klar deutlich, dass er dabei ist sie zu vergessen. Immerhin kommt er auch bald mit Juliet zusammen und wird für drei Jahre ein gutes Leben führen.
AJIRA, KANUS UND DER GANZ NORMALE ZEITREISEWAHNSINN
Der nächste Flash bringt sie nun in das Jahr 2007. Mittlerweile fängt auch Miles an aus der Nase zu bluten und fragt Daniel, warum er es auch bekommt. Dieser erklärt etwas von "I don't know. Uh, I think it might have something to do with duration of exposure. You know, the amount of time you've spent on the island." Miles merkt natürlich sofort, dass da etwas faul ist, da er erst seit zwei Wochen auf der Insel ist, die anderen aber schon etwa einen Monat. Daniel fragt nochmal nach, ob das wirklich so ist. Wie wir später sehen war Miles tatsächlich schon länger auf der Insel, aber hier tritt ein Fehler auf. Daniel spricht nur vom Dauer des Aufenthalts und das dann Nasenbluten kommt. Es wurde nichts davon gesagt, dass diese Person als erste auf der Insel sein musste. Somit hätte nämlich Juliet deutlich vor Miles Nasenbluten bekommen müssen, denn die ist insgesamt schon drei Jahre auf der Insel, während Miles nur ein halbes Jahr geschafft hat.
Dann erreichen sie endlich den Strand und das Camp ist wieder zurück. Aber nun das, alle Redshirts sind bekanntermaßen tot, Rose, Bernard und Vincent wo anders hin unterwegs. Noch dazu ist es benutzt worden, denn alle Bierflaschen sind alle und die Vorräte aufgefressen. Locke findet schließlich Vincents Hundeleine, dessen Herkunft ich in der Fan Fiction erklärt habe. Dann merken sie, dass das zodaic raft weg ist und stattdessen zwei der Auslegerkanus dastehen. Meiner Meinung nach haben weder Rose und Bernard noch die von Ajira Airways das Motorboot genommen. Es werden wohl die Others gewesen sein, die es nach der Attacke mit den brennenden Pfeilen mitgenommen haben.
Sawyer entdeckt eine Wasserflasche mit einem Ajira-Aufkleber und wir bekommen den ersten Hinweis darauf, wie die Oceanic 6 zurückkehren. "It's based out of India, but they fly everywhere.", wie wir sehen auch zur Insel. Ein Privileg, dass bisher nur Oceanic hatte. Dieser Flash spielt deutlich nach The Incident, denn alle drei Auslegerkanus sind mittlerweile am Strand und es wird wohl deutlich, dass es sich dabei um die restlichen Ajiras von der Hydra handelt. Sawyer kommt auch schon mit den "Other-Others" dem ganzen ziemlich nahe, denn das sind sie ja ungefähr. Leute von Jacob, genau wie die Others auf der Insel.
Locke jedenfalls möchte möglichst schnell lospaddeln und so begeben sie sich auf große Kanutour. Gerade als Sawyer Juliet erzählen will, dass er letzte Nacht Kate gesehen hat, geht die Hölle los. Schwarzbekleidete Leute greifen sie an, Juliet schafft es einen von ihnen zu erschießen, ehe sie der nächste Flash rettet. Genial wie Sawyer ruft: "Thank you, Lord!" und als er dann im Regen landet: "I take that back!"
Im übrigen geht mir Juliet so langsam gewaltig auf die Nerven, als Sawyer sagt: "Last night, in the jungle. Before the last flash. She was delivering Claire's baby." sagt sie: "But that was two months ago." Hat diese bitch eigentlich immer noch nicht mitgekriegt, dass Zeitreisen sind und alles etwas durcheinander gekommen ist. Wenigstens hat Sawyer eine coole Antwort parat: "Time travel's a bitch."
Ich wette übrigens die ganze Szene werden wir noch einmal in Staffel 6 sehen, aus der Position der Angreifer heraus.
JIN IS BACK
Der Sturm spült sie etwas weiter weg an den Strand, sodass sie nicht um die Inselspitze herumkommen und direkt an der Statue landen. Nun fängt auch Juliet an Nasenbluten zu bekommen und schön wie Sawyer auf ihre Frage, warum er nicht zu Kate gegangen ist, antwortet: "What's done is done."
Charlotte entdeckt jedenfalls die Überreste eines Bootes und aufgrund der Aufschrift "BESIXDOUZE" weiß Locke, dass es sich um Französisch handelt. So langsam ahnt wohl jeder in welcher Zeit sie gelandet sind und das nun endlich alle Meckerer die Rousseau-Geschichte zu sehen bekommen. So ist es weniger überraschend eine Gruppe von Franzosen in einem Rettungsboot zu sehen. Dagegen schon, dass Jin auf einem Stück Treibholz bewusstlos angespült wird und von ihnen gerettet wird. Sein Überleben halten viele für viel zu konstruiert. Ich denke, dass er im letzten Moment noch vom Frachter gesprungen ist und durch die Explosionswelle einige Meter weitergeschleudert worden ist. Mit letzter Kraft hat er sich an ein Stück Treibholz festgehalten und war im Radius als sich die Insel bewegt hat. Viele halten es wohl für einen Fehler, da der Hubschrauber eigentlich weiter gewesen sein müsste als Jin. Ich nehme aber an das liegt an einer Art Glockeneffekt, bei der der Flash nach unten zum Meer hin größer wird. Das einzige was ich etwas seltsam finde ist, dass er mehrere Tage so dahingetrieben ist und dafür trotzdem ziemlich frisch aussieht.
Nun wiedermal landet er in einer Gruppe von Menschen, die nicht seine Sprache sprechen. Schon bald aber kommt ihm eine bestimmte Person ganz bekannt vor, die 16-Jahre jüngere und schwangere Danielle Rousseau.
OCEANIC 6
Diese Handlung schreitet rasend schnell voran und steht kurz vor einem ersten Höhepunkt, denn am Ende treffen sich 5 der 6. Das ganze beginnt aber auf dem Schiff und Kate möchte Jack unterbreiten, dass sie Aaron behalten will. Zunächst sagt sie ein Satz, der sich hoffentlich bewahrheiten wird: "When he's out, he's out." Dann fängt sie an um die Toten zu trauern, seltsam nur, dass sie bei den Personen, die sie verloren haben Michael mitnennt, den sie gar nicht gesehen hat und trotz dieser Sache nicht gerade positiv in Erinnerung haben dürfte. Wir merken, dass selbst ein Verräter und Doppelmörder von Kate mehr vermisst wird als einer der Redshirts. Jack führt an, dass er sie alle vom Lügen überzeugen muss und hofft sie wäre auf seiner Seite. Sie antwortet: "I have always been with you." Mir wäre es jetzt einfach zu viel vergeudete Zeit alle Gegenbeispiele aufzuzählen.
In der Realzeit sucht Kate nun den Anwalt auf, der ihr Aaron wegnehmen will, während Sun Daten bekommt, wo sich Ben aufhält und sogar eine Waffe. Vieles konnte Widmore wissen, aber nicht, wo sich Ben treffen wollte. Somit glaube ich fast, dass Ben diesen Boten geschickt hat, damit Sun auch zu dem Pier kommt. Den Trumpf damit, dass Jin am Leben ist hat er ja.
Kates Anwalt jedenfalls serviert sie ordentlich ab, als sie den Deal vorschlägt, die Identität seines Klienten im Austausch mit einer Blutprobe.
Währenddessen ist im Krankenhaus Sayid immer noch um Hurley besorgt und hofft, dass er sicher ist. Jack wird derweil darauf hingewiesen, dass er solche Privateinlieferungen gar nicht machen darf, als Hurley anruft und stolz berichtet er wäre im Gefängnis. Er hat genau das getan, was Sayid von ihm verlangt hat. Kurz darauf kommt Ben zu Jack. Sayid wird währenddessen von einem weiteren dieser Angreifer attackiert, kann diesen aber wieder überwältigen. Dabei findet er Kates Addresse, sodass Jack nun besorgt zu ihr geht. Das denke ich war wieder mal ein geschickter Schachzug von Ben, denn so konnte Kate gleich mit zu dem Treffen kommen. Diese ist gerade dabei Bens Anwalt zu folgen und zwar genau zu Claires Mutter. Das ist schließlich die Person, an die Aaron dann gegeben wird. Hier erfahren wir, dass sie nur Schadenersatz von Oceanic verlangt hat. Ich bin mir aber sicher, dass der Anwalt nicht so plötzlich zu ihr gefahren ist und sich so plump hat verfolgen lassen.
Genau dieser Anwalt fährt nun zu Ben und wir sehen, wie dieser schon alles arrangiert hat, sodass Hurley freikommt. Auf Sayids Frage wer das ist, antwortet er schlicht: "That's my lawyer." Wieder mal einer dieser genialen Ben-Sätze. Im übrigen seltsam, dass Sayid hier nichts gegen Ben macht, obwohl er eigentlich keinen Grund dafür hat, Ben am Leben zu lassen. Schon etwas später wird er keinerlei Skrupel haben den kleinen Ben zu erschießen.
Schließlich kommt es zu dem großen Treffen, bei dem nun auch Kate merkt, dass Ben hinter der ganzen Sache steckt. Jack verteidigt ihn 0mal wieder, während Sun mit gezückter Waffe aus dem Auto steigt. Dabei ein schlafendes Kind auf der Rückbank zu haben zeigt deutlich, was für eine schlechte Mutter Sun doch ist.
BODYCOUNT
Der Typ, der Sayid angreift, ist nur betäubt und ob nun wirklich jemand aus der Angreifer-Gruppe gestorben ist, kann ich auch noch nicht genau sagen. Mit Sicherheit bekommen wir aber das noch aufgelöst. So bleibt alles konstant.
Summe: ca. 520
FAZIT:
Es geht grandios weiter. Die Zeitsprünge bleiben eines der interessantesten Themen von Lost und überdecken somit völlig die off-island-Handlung, die zwar schön schnell voranschreitet, aber immer noch völlig uninteressant wirkt.
Montag, 23. November 2009
5/03 Jughead (Erik)
MEET AT THE CREEK
Die erste kleinere Gruppe findet zu dem Treffpunkt Bach. Es ist gleichzeitig auch die einzige. Daniel, Charlotte, Miles und zwei letzte Redshirts haben den Angriff überlebt. Miles reagiert trotz dieses Angriffs so zynisch wie immer, ob der Treffpunkt der richtige ist: "Yeah, Sawyer said to meet at the creek, so unless he got torched by a flaming arrow, that's where he and everyone else should be."
Daniel macht sich aber auch um Charlotte Sorgen, die immer noch schlimme Kopfschmerzen hat, noch dazu kommt jetzt ein Schwindelgefühl und doppelte Visionen. Wieder einmal ahnt sie, dass Daniel mehr weiß, was mit ihr los ist. Er verspricht ihr etwas, von dem er selbst weiß, dass er es nicht einhalten kann: "Listen to me. Nothing is gonna happen to you. Nothing. I won't let it." Es passiert das gleiche mit ihr wie mit seiner Ex-Freundin Theresa. Armer Daniel!
Schließlich erreichen sie den Bach und sind allein da. Sie mutmaßen wo die anderen sein könnten und Miles kommt dem mal wieder am nächsten: "Or they're dead." Wenn man davon ausgeht, dass neben Juliet und Sawyer nur noch Rose und Bernard überlebt haben, mit Vincent. Die letzten beiden Redshirts erwischt es nun auch, als sie unachtsam einen Draht berühren, der ein paar Minen hochgehen lässt. Damit ist es nun offiziell, auch wenn die endgültige Bestätigung erst von Bernard kommen wird, alle Redshirts von Oceanic 815 sind gestorben, die meisten von denen ironischerweise in einer Zeit, bevor sie überhaupt auf die Insel gekommen sind. Selbst für die Insel also waren sie nur zum Sterben gedacht.
Kurz darauf werden Daniel, Miles und Charlotte von den Others gefangengenommen. Wir lernen hier gleich einmal Ellie kennen, später besser bekannt als Miss Hawking. Schon verrückt, dass sie ihren Sohn knapp 20 Jahre vor seiner Geburt trifft und ihn fast die ganze Folge mit einer Waffe bedroht. Nun ja beim nächsten Treffen erschießt sie ihn dann. Schon verrückt wie gestört doch diese Mutter-Sohn-Beziehung ist, besonders wenn wir daran denken, dass sie Daniel selbst auf die Insel zurückgeschickt hat, obwohl sie wusste, dass er sterben wird.
Bei der Frage: "Who's in charge here?" verweist Miles natürlich gleich auf Daniel. Man merkt, dass der möglichst wenig Verantwortung übernehmen will, wenn es brenzlig wird. Das war noch anders, als sie das erste Mal zur Insel gekommen sind.
Ich fand es genial, wie die Kameraperspektive in die Ego-Shooter Variante geht und sie auf Daniel zeigt. Es verdeutlicht perfekt das schon angesprochene.
Schließlich möchte sie wissen, wo der Rest seiner Leute ist. Miles deutet daraufhin, dass sie eventuell auch von den Minen getötet worden sind. Nun erfahren wir, dass es gar nicht die Others waren die diese gelegt haben, sondern diejenigen für die sie die Zeitreisenden halten. "Once we leave here, I will be out of control of what happens to you. But if you cooperate now, things will go much easier for you. So where are the rest of your people?" Lustig nur, dass sie dann wieder Daniel mit Waffengewalt bedroht. Dieser weiß natürlich nicht wo der Rest ist.
BECAUSE THERE OTHERS
Locke, Juliet und Sawyer halten noch immer die beiden Angreifer gefangen. Locke fragt wer sie sind und Sawyer antwortet: "Well, gee, I didn't have time to ask that, with Frogurt on fire and all." Irgendwie schon lustig, dass er ihn selbst nach seinem Tod noch so nennt, war aber bei Arzt genauso. Juliet erklärt es ihm jedenfalls genauer, während Locke auf das Gewehr aufmerksam wird, welches wie ein altes von der Army aussieht, aber sehr neu ist. Sawyer interessiert das nicht, der fragt Locke nur: "Where the hell you been?" Ich fand die Antwort spitzenmäßig von Locke: "If you've been going through what I have, James, maybe the more appropriate question would be, when the hell have I been?"
Sawyer fragt noch nach seinem Bein, doch Juliet meint sie haben Wichtigeres zutun, nämlich zum Bach zu gehen, um sich mit den anderen Leuten zu treffen. Das Problem ist nur, dass sie kein Seil haben, um die beiden zu fesseln und sie somit erschießen müssten. Dann jedoch verrät sich einer der beiden selber, als er zu dem anderen auf Latein spricht und Juliet weiß natürlich, was los ist. Sie hat hier zwei Others vor sich.
Genial ist wie Sawyer dann fragt: "So who taught you Latin?" Juliet antwortet mit: "Others 101. Gotta learn Latin--language of the enlightened."
"Enlightened, my ass." ist eine der besten Sawyer-Anmerkungen. Er hat Recht, Latein ist eine absolut grauenvolle Sprache.
Locke versucht derweil zumindest den einen der beiden, Cunningham zum Reden zu bringen, da dieser wohl Ärger bekommt, wenn sie am Bach auf die anderen treffen. Redshirts machen Ärger? Wäre mir neu.
Jedenfalls erklärt er, dass entweder alle tot sind oder gefangen, da Sawyer laut ihm den Treffpunkt bekanntgegeben hat. Genial wie Sawyer das entgegnet mit: "Well, maybe I should've said it in my secret language." Juliet redet schließlich auf Latein mit ihm, dass sie nicht der Feind sind, er ihn zu ihrem Camp bringen soll und außerdem fragt sie ob Richard Alpert dort ist. Lustig wie Locke einwirft: "Did you just say "Richard Alpert"?" Cunnigham ist nun bereit ihnen zu helfen, doch ehe er mehr sagen kann, bricht ihm Jones das Genick und flieht. Locke kann ihn nicht erschießen, da Jones einer seiner Leute wäre. Hier hätte er fast die Chance gehabt eine der wichtigsten Personen von Lost zu töten, ehe dieser überhaupt all diese Ereignisse mit dem Frachter hätte auslösen können. Doch da alle Zeitreisenden zum einen nur wegen Charles "Jones" Widmore hier sind, wäre es unmöglich gewesen ihn zu töten.
Es ist übrigens schon das zweite Mal, dass einer der Others trotz Waffendrohung einen anderen tötet.
JUGHEAD
Die drei vom Frachter werden durch den Dschungel zu dem Camp der Others verschleppt. Miles geht dabei über ein Grab und erfährt, dass hier vier US-Soldaten liegen, von denen drei erschossen und einer an Strahlenvergiftung gestorben ist. Einen weiteren Hinweis auf Strahlung bekommen wir durch die einbandagierten Hände eines Others. Schließlich erreichen sie das Lager und aus dem Zelt tritt natürlich niemand anders als Richard persönlich, so jung wie eh und je. Dieser fragt nach, ob sie wegen der Bombe zurückgekommen sind.
Die drei werden schließlich in ein Zelt gebracht und nur Daniel glaubt noch, dass sie da heil herauskommen. Zum einen wegen der Flashes, doch wir erfahren wie unkonstant die auftreten, fünf Minuten oder fünftausend Jahre. Daniel ist überzeugt davon, dass sie nur überleben, wenn sie behaupten dem amerikanischen Militär anzugehören. Schon seltsam, haben doch Richard und seine Leute gerade gegen die einen gewaltigen Hass.
Richard kommt schließlich hinzu und fragt, warum sie nicht sagen, wo der Rest von ihnen ist, woraufhin Daniel meint, dass sie sie dann töten würden. Richard macht ihnen nun deutlich, dass sie es waren die diesen Konflikt begonnen haben. "We didn't start this, friend. Your people attacked us. You come to our island to run your tests, you fire on us, and what, you expect us not to defend ourselves?"
Daniel entgegnet das mit: "I don't know anything about that. We are scientists." Damit haben wir einen tollen Bezug zu der Situation unter der die drei wirklich zur Insel gekommen sind. An Bord mit vielen Söldnern, die alle auf der Insel töten sollen und sie als Wissenschaftler, die damit nichts zu tun haben wollten. Richard fügt nun an, dass sie wegen der Bombe zurückgekommen sind und Daniel sagt ja. Wir erfahren auch noch, dass es eine Wasserstoffbombe ist und sie womöglich sehr instabil ist. Richard merkt an: "How do I know you weren't sent here on some suicide mission? That I'll take you out to the bomb, and you'll just detonate it?" Das ist dann genialerweise der Grund bei seinem nächsten Aufeinandertreffen mit Richard. Daniel möchte von Richard zur Bombe geführt werden, um sie in einer Selbstmordmission selbst zu detonieren. Hier aber hat Daniel noch einen Grund es nicht zu tun, Charlotte, der er unter höchst seltsamen Umständen seine Liebe gesteht.
"All right. Take care of your bomb. But you try anything else, and you will hurt her." Ironischerweise wird Charlotte schon ständig verletzt, noch dazu ist es eine Anspielung auf das Schicksal von Daniels Ex-Freundin Theresa.
In einer weiteren Unterhaltung zwischen Richard und Daniel erfahren wir von den Tests mit Wasserstoffbomben während der 1950er Jahre. Der Grund ist klar, ich finde es nur bemerkenswert, dass auch das US-Militär die Insel gefunden hat, womöglich nur durch Zufall, da das Pendel noch nicht existiert hat. So könnte Dharma auch vom US Militär in Auftrag gegeben worden sein, wodurch deren friedliche Absichten eine Farce sind, aber das sind sie ja eh wie wir sehen. Daniel bekräftigt noch einmal seine Liebe gegenüber Charlotte, ehe er mit Ellie zur Bombe geht.
Richard erklärt ihm zuvor noch warum sie das getan haben und es hat eine sehr große Ähnlichkeit mit dem, was sie später mit Dharma machen. PS: 18 US-Soldaten haben sie getötet, die Redshirts waren insgesamt auch genau 18. Dann kommt die Rede in wessen Auftrag sie das getan haben und Richard fügt an, dass auch er jemanden untersteht. Nun seltsam ist das schon, dass er plötzlich der Anführer zu sein scheint, da selbst die späteren Anführer Ellie und Widmore sich zuerst bei ihm melden. Vielleicht ist damit Jacob gemeint, es könnte aber auch eine andere noch unbekannte Person, die zu diesem Zeitpunkt wo anders ist. Gleich darauf kommt Jones zurück und berichtet davon, dass sie angegriffen und überwältigt worden sind. Ellies hämischer Kommentar und Widmores "Shut up!" zeigen, dass deren Beziehung nicht wirklich leicht ist. Genial ist nur, wie Jones kontert, dass sie ihm eventuell folgen könnten: "Follow me? Their leader is some sodding old man. What, you think he can track me? You think he knows this island better than I do?" und Locke im Gebüsch hockt. Dieser fragt Juliet, ob Richard dort ist und sie sagt nur: "Richard's always been here." Genial auch wie sie auf Lockes Frage: "How old is he?" nur mit "Old." antwortet. Locke möchte nun sein Gespräch mit Richard beenden, damit sie alle gerettet werden können. Sawyer und Juliet sehen aber derweil, dass sich Daniel auf seinem Todesmarsch befindet. Genial, wie er zu Juliet meint: "You wanna stay here in Crazytown or help me rescue the geek?" Sie entscheiden sich dann für den geek.
Auf dem Weg zur Bombe bemerkt Ellie, dass Daniel sie ständig anstarrt, gut das hätte ich auch getan, aber sie kommt ihm bekannt vor und es ist eigentlich klar, dass es sich nur um seine Mutter handeln kann. Sie bekommt auch mit, dass ein Chinese und zwei Briten nicht unbedingt normale Mitglieder der US Armee sind und natürlich traut sie ihm nicht. Schließlich sagt Daniel, dass nur er die Bombe entschärfen könnte und wir sehen Jughead zum ersten Mal. Schon da hatte ich die Befürchtung, dass dieses Ding noch unglaublich wichtig wird, denn Nuklearwaffen werden bei sowas nie umsonst gezeigt und explodieren in der Regel. Das passiert hier noch nicht. Daniel kann sie nicht entschärfen, und überredet Ellie dazu, dass sie sie vergraben sollen und mit Blei abdecken. Dies machen sie vielleicht noch nicht auf Anhieb, aber wenn ich an die Swan denke und die Bleiummantelung, so könnte es durchaus möglich sein, dass Jughead nie richtig detoniert ist und durch das Blei die Umwelt geschützt wurde.
Diese ist zurecht verwirrt und Daniel kann sich nur aus der Klemme helfen, als er sagt, dass Jughead deswegen nicht explodieren wird, da die Insel in 50 Jahren noch da ist. Ellie erfährt also von ihrem eigenen Sohn, dass er aus der Zukunft ist und wird somit wohl erst auf die Spur gebracht als eine Art Zeitpolizistin zu fungieren. Schließlich wird sie von Juliet und Sawyer überwältigt. Dieser sagt genau das richtige Stichwort, als er Jughead sieht: "Son of a bitch."
LOCKE UND RICHARD
Das Schicksal des John Locke. Hier nimmt es inselgeschichtlich seinen Anfang. Überzeugt davon der Anführer zu sein und Richard seinen Kompass zurückgeben zu müssen, marschiert er in das Camp. Jones möchte ihn aufhalten und Richard kommt auf ihn zu. Mit den Worten: "My name is John Locke." stellt er sich vor, Richard kann damit natürlich nichts anfangen, wird aber neugierig als er sagt: "Jacob sent me." Eine glatte Lüge ist es doch Samuel, der ihn gesandt hat, sodass er einen weiteren Schritt bei seinem Plan einleiten kann, nur einen weiteren für Locke selber, den ersten Schritt bei Richard und der Insel überhaupt. Die großartige Enthüllung ist aber, als der widerspenstige Jones noch immer sein Gewehr nicht runternehmen will und Richard es mit den Worten selber macht: "I said... put the gun down, Widmore." Genial die Erkenntnis und Erleuchtung in dem Moment bei Locke.
Locke: "Your name is Widmore? Charles Widmore?"
Widmore: "What's it to you?"
Locke: "Nothing. Nice to meet you."
Schon bald wird er ihn aber nochmal treffen.
Mit Richard redet er jedenfalls zunächst über den Kompass und den Umständen dieser Begegnung. Dieser ist natürlich völlig verwirrt, doch Locke erklärt ihm, dass er von der Insel muss und sein Anführer sei. Schön wie Richard sagt: "Look, I... certainly don't want to contradict myself, but... we have a very specific process for selecting our leadership, and it starts at a v--very, very young age." Nun wird das ganze Dilemma eingeleitet, als Locke ihm sein genaues Geburtsdatum und Geburtsort nennt. 30.5.1956 in Tustin, Kalifornien. Damit ist nun die Frage, ob Richard seine Frühgeburt eingeleitet hat oder nicht, denn dann wäre das wie die ganze Unterhaltung ein verrückter Twist. Ehe aber mehr passieren kann kommt dann doch wieder ein Flash und das ganze Others-Camp verschwindet.
Alle sind sie wiedervereint und besonders toll ist der Augenblick, als sich Charlotte und Daniel wiedersehen. Lustig war es wie sich Miles dabei ausgeschlossen vorkam: "Yeah, me, too. I'm great, too."
Dann aber passiert das schreckliche, Charlotte blutet stark aus der Nase und bricht zusammen. Lange wird sie die Flashes wohl nicht mehr überleben können.
DESMONDS SUCHE
Zugegeben das interessanteste aus dieser Centric erfahren wir schon zu Beginn und es hat gar nichts mit der eigentlichen Aufgabe von Desmond zutun. Er hat einen Sohn, den er Charlie genannt hat, dessen Geburt wir sehen. Finde nicht nur ich diese sauberen, unkomplizierten Geburten langsam etwas lächerlich. Nun gut jedenfalls unterhält er sich dann mit ihm auf dem Boot und wir denken er würde tatsächlich zur Insel zurückkehren. Hoffentlich nicht. Wenn ich einem Charakter sein Glück gönne und einen verdienten Ausstieg aus der Serie dann ihm.
Nun er möchte nur diese Aufgabe erledigen, auch wenn Penny Skepsis hat. Interessant fand ich die Zeile: "If you're gonna promise me something, Des, can you promise me you'll never go back to that island again?" Damit könnte sowohl die Insel als auch Großbritannien gemeint sein.
Nun in Oxford erfährt er, dass alle Daten bezüglich Daniel wegen seinen Experimenten mit den Ratten und Theresa gelöscht worden sind. Interessant, dass die Frau am Schalter, eine Mitarbeiterin von Oceanic war, die Hurley im letzten Moment noch in den Flieger gelassen hat.
Bei Theresa erfährt er nun, dass diese ein Pflegefall ist, da ihr Gedächtnis ständig durch die Zeit reist. Seltsam nur, dass sie offenbar kein Nasenbluten und Gehirnaneurysma bekommt, da sie schon sehr lange in diesem Zustand ist. Vielleicht hat sie ihre Konstante gefunden, was sie aber nicht vor weiteren Gedächtnisreisen geschützt hat. Nun erfahren wir, dass Daniel nach dem fehlgeschlagenem Experiment an ihr in die Staaten zurückgezogen hat und Theresas Rechnungen von Widmore bezahlt werden.
Den besucht Desmond auch gleich und erfährt von ihm, wo sich Daniels Mutter befindet. Seine einzige Bitte ist nur, dass er Penny weiterhin versteckt hält, da sie sich in einen Konflikt einzumischen drohen, der viel größer ist als sie selbst. Die Rede ist natürlich von Ben, der noch immer Penny töten will. So schlecht ist Widmore also gar nicht zu Desmond und es scheint wohl so, als ob er nur so harsch zu ihm war, damit er auf die Insel gelangt.
Nun Desmond will dennoch nichts mit der Sache zutun haben und lügt Penny an. Diese durchschaut das aber und sie fahren dennoch nach Los Angeles, damit er die Nachricht überbringen kann. Tatsächlich scheint dies einer seiner letzten Tätigkeiten in Lost zu sein. Ich hoffe es sehr.
BODYCOUNT
Die letzten beiden Redshirts, Cunnigham, sowie die 18 US-Soldaten von denen Richard spricht. Allerdings ist unklar, wieviel Others dabei zu Schaden gekommen sind.
Summe: ca. 520
FAZIT:
Eine großartige Folge. Tolles Insel-Feeling gepaart mit weiteren verrückten Zeitreisebegegnungen, die das Schicksal aller bestimmen. Diese ganze Geschichte mit den Others, der US-Armee und Jughead gefiel mir gut, obwohl ich bei Letzterem sofort eine böse Ahnung hatte. Fast unter geht dabei die doch eher lückenfüllende Suche von Desmond nach Miss Hawking.
Sonntag, 22. November 2009
Rose und Bernard (Erik)
Die Geschichte von Rose und Bernard
Der Feuerpfeilangriff
„Wie sollen wir da durchkommen. Hast du es nicht gehört, wir haben noch nicht mal FEUER!“, schrie Frogurt Juliet an. In genau diesem Moment traf ihn ein brennender Pfeil genau in die Brust, und er schrie laut auf. Verblüfft schauten sich die Überlebenden um. Es kamen noch mehr brennende Pfeile aus dem Dschungel angeflogen.
„Lauft!“, schrie Sawyer.
Es herrschte das totale Chaos. Überall um sie herum schlugen brennende Pfeile ein. Zwei der Überlebenden wurden sofort tödlich getroffen. Miles sprang auf, als einer der Pfeile sein eben getötetes Wildschwein traf. Die Überlebenden rannten in Richtung Dschungel, außer Frogurt, der immer noch vor Schmerzen schrie, und von einem weiteren Pfeil schließlich gefällt wurde. Erst jetzt bemerkten Daniel und Charlotte, dass etwas nicht stimmte, und folgten dem Rest in Richtung Dschungel. Frogurt zuckte noch einige Sekunden eingehüllt in Flammen, dann war er still.
Die anderen rannten panisch auf die kleine Baumgruppe zu, doch für drei war es schon zu spät, auch sie wurden getötet. Andere wurden umgerannt und starben dann als sie von den Pfeilen durchbohrt worden. Rose und Bernard liefen zielgerichtet mit einigen anderen genau auf den Dschungel zu, während hinter ihnen die Hölle weiterging. Menschen wurden umgestoßen, einigen wurde aufgeholfen, wie Charlotte von Dan, als diese stürzte. Schließlich rief Sawyer, als er einen weiteren Mann aufhalf: „Los, komm! Wir treffen uns alle Bach!“
Viele hörten die Nachricht gar nicht, da sie bereits zu weit gelaufen waren, so Rose und Bernard und noch einige andere. Dann endlich ließ der Pfeilregen nach, denn sie alle waren mittlerweile im Dschungel verschwunden.
Keuchend kam Bernard zum Stehen. Auch Rose und die anderen die ihnen gefolgt waren stoppten. Insgesamt waren sie eine Truppe von zehn Mann.
„Rose ist alles in Ordnung!“, rief Bernard aufgeregt und kam zu ihr hinüber.
„Ja“, sagte sie immer noch außer Atem, und fiel ihrem Mann um die Arme. Vincent bellte ganz aufgeregt.
„Wo sollen wir hin?“, rief Craig. Er wandte sich an seinen besten Freund Steve.
„Keine Ahnung!“, antwortete dieser.
Ein aufgeregtes Getuschel begann.
„Sawyer meinte was von einem Treffen am Bach.“
„Wer waren diese Angreifer!“
„Ich glaube Jane und Markus sind tot.“
„Wo ist Debbie?“
„Manuel bist du hier?“
„Schreit nicht so rum! Wir sind immer noch nicht in Sicherheit“, rief Craig, und ging voraus.
„Wo gehst du hin, Craig?“, fragte Bernard.
„Zunächst einmal weiter weg vom Strand. Danach kehren wir um und suchen den Rest von uns.“
„Bist du wahnsinnig, wenn die wieder angreifen?“, fragte Sullivan.
„Wir müssen nur Warten bis dieses seltsame Leuchten wieder anfängt, dann sind wir sie los.“
„Das kam doch schon den ganzen Tag nicht. Was wenn es aufgehört hat?“, fragte Michelle.
„Der Physiker wusste darüber Bescheid doch wie immer hat er es nur den VIPs verraten“, sagte Maria sarkastisch.
„Schluss jetzt!“, rief Craig wieder. „Wir gehen erstmal in Richtung Bach. Soviel ich weiß wollte Sawyer, dass wir uns dort treffen, und da finden wir vermutlich auch den Rest unserer Gruppe.“
„Und wenn sie getötet worden sind?“, fragte Sullivan.
Wieder begann ein aufgeregtes Getuschel, dieses Mal war es Rose, die alle zum Schweigen brachte.
„Ruhe! Wir folgen erst einmal Craig, wenn irgendjemand einen besseren Plan hat dann soll er sich melden.“
Daraufhin waren alle ruhig und gingen langsam weiter. Nach einigen Minuten erreichten sie eine kleine Lichtung.
„Bis zum Bach ist es noch ein ganzes Stück. Wir machen hier erst einmal Rast.“
Keiner hatte etwas dagegen einzuwenden.
„Wer ist eigentlich alles hier von uns?“, fragte Maria.
„Frogurt ist verbrannt, er hat als Erster einen dieser Pfeile abbekommen. Manuel und Jane sind gleich nach ihnen gestorben“, sagte Richard. Mit jedem weiteren Toten sank die Stimmung, viele weinten, denn sie hatten gute Freunde verloren.
„Markus hatte einen Pfeil in die Schulter bekommen, das habe ich noch gesehen, und Norman wurde von einem Pfeil frontal getroffen. Juliet wollte ihm helfen, doch es war zu spät“, meinte Michelle, der die Tränen ununterbrochen über das Gesicht liefen.
„Steve und Christine sind auch tot, zwei Pfeile trafen sie kurz bevor sie den Dschungel erreichten. Ricardo und Dominic sind Daniel, Miles und Charlotte gefolgt“, sagte Lance.
Da Juliet und Sawyer auch woanders hingelaufen waren, bestand ihre Gruppe nur noch aus zehn Mann.
„Okay, wir sind nur noch zu elft, Richard, Steve, Lilly, Maria, Michelle, Alice, Sullivan, Lance, Rose, Bernard und ich.“
„Vergiss den Hund nicht!“, rief Rose. Vincent blieb glücklicherweise die ganze Zeit still, doch irgendwas machte ihn nervös, und er lief ständig in Richtung Dschungel.
„Was hast du denn, Vincent? Bleib ganz ruhig! Wir sind in Sicherheit!“, versuchte Rose ihn zu beruhigen. Doch es half nichts, er riss sich los und rannte in Richtung Dschungel.
„Hey komm zurück!“ Rose rannte ihm hinterher, und als Bernard seine Frau wegrennen sah, folgte er er ihr. Vincent stürmte zielgerichtet durch die Bäume hindurch. Dann hörten sie lautes Geschrei. Rose und Bernard drehten sich überrascht um, und blickten zurück zur Lichtung.
„Jetzt tötet sie! Das dürften alle sein.“, rief eine harsche, befehlende Stimme, und sie beide blickten traurig zu ihren Freunden zurück, die eingekreist worden waren.
„Wir ergeben uns“, sagte Craig. „Wir sind nicht in kriegerischer Absicht hier. Irgendwas ist mit der Insel passiert...“, doch er verstummte sofort, als er von einem brennenden Pfeil genau in den Hals getroffen wurde. Panisch sprangen die anderen auf, doch Michelle, Alice und Lance waren bereits tot, ehe sie den Rand der Lichtung erreicht hatten. Maria und Lilly liefen genau in die falsche Richtung und wurden von nicht weniger als zehn Pfeilen durchbohrt. Sullivan und Richard liefen in die Richtung von Rose und Bernard, doch beide wurden getroffen. Genau vor ihren Füßen fiel Sullivan zu Boden, und rief seine letzten Worte: „Lauft!“
Erst jetzt kamen Rose und Bernard wieder zu sich, lösten sich aus ihrem Schock und rannten einfach nur.
„Sind da nicht noch zwei von ihnen?“, fragte einer von ihnen.
„Na los hinterher!“, rief wieder die harsche Stimme.
„Sie laufen aber nicht zum Bach.“
„Dann lasst sie laufen. Früher oder später werden wir sie auch finden und töten.“
Rose und Bernard waren dem Zusammenbruch nahe, als sie wieder zum Stehen kamen. Sie mussten meilenweit gerannt sein, doch womöglich war es immer noch nicht weit genug. Wer auch immer diese Angreifer gewesen waren, sie hatten sie auch ein zweites Mal finden können, und womöglich waren sie auch hier nicht sicher.
„Gehts dir gut?“, fragte Bernard, der sich fast übergeben musste.
„Ja, ich bin musste bloß lange nicht mehr so schnell laufen, und dir?“
„Alles bestens, wenn man mal von der Tatsache absieht, dass ich eben das erste Mal seit Jahren so eine lange Strecke gelaufen bin, und so eben alle unsere Freunde getötet worden sind.“ Sie kamen beide wieder auf die Beine, und blickten sich traurig an.
„Ruhet in Frieden!“, riefen sie beide in Richtung Dschungel, danach gingen sie Arm in Arm weiter.
Der nächste Zeitsprung
„Wo sollen wir jetzt hin?“, fragte Rose.
Sie waren mittlerweile weiter gelaufen, in der Hoffnung sich noch weiter von ihren Angreifern zu entfernen.
„Zum Bach, wo Sawyer und die anderen sind“, meinte Bernard.
„Ich fürchte sie sind auch tot. Diese Männer waren auf dem Weg dahin, sie wussten wo sie den Rest unserer Gruppe finden würden.“
„Dann müssen wir uns alleine durchschlagen. Ich habe immer noch Hunger, und gewaltigen Durst. Gibt es hier irgendwo Wasser?“ Bernard sah sie fragend an, doch auch sie wirkte ratlos.
Plötzlich raschelte etwas im Gebüsch. Sie zuckten beide zurück, und wollten schon wieder losrennen, doch dann sahen sie ein bekanntes Gesicht.
„Vincent!“, rief Rose erfreut.
Vor Aufregung sie wieder gefunden zu haben wedelte er wild mit dem Schwanz und streckte seine Zunge heraus. Rose streichelte ihn, dann rannte er davon, blieb kurz stehen und schaute wieder in ihre Richtung.
„Ich glaube er will, dass wir ihm folgen“, sagte Bernard, und sie gingen dem Hund hinterher. Es dämmerte langsam, und es wurde allmählich heller im Dschungel. Die grauenvolle Nacht war vorbei.
„Wo will er denn hin?“, fragte Bernard.
Schon bald hörten sie das Rauschen eines Wasserfalls, und Rose blickte überrascht auf als sie diesen Ort sah.
„Das sind die Höhlen in der wir am Anfang gelebt haben. Hier sind wir erstmal sicher.“
Beide wuschen sich erst einmal gründlich, und fingen dann an einige Mangos zu pflücken, die sich in der Nähe befanden.
„Ob wir hier bleiben können?“, fragte Bernard. Diese Ort war sehr gut geeignet, um für längere Zeit zu überleben.
„Es ist zumindest besser, als am Strand von brennenden Pfeilen getötet zu werden. Wir bleiben hier, und verstecken uns so gut es geht.“
Bernard sah sie traurig und erfreut zu gleich an. Sie hatten zwar so eben alle ihre Freunde verloren, doch wenigstens waren sie zusammen.
Gegen Mittag gingen sie zusammen mit Vincent auf die Jagd. Sie hofften, dass er ein Kaninchen oder ein anderes Tier fand. Fast lautlos glitten sie durch den Dschungel, und lauschten aufmerksam jedem kleinen Geräusch.
„Ich glaube Vincent wittert etwas“, flüsterte Bernard aufmerksam.
Tatsächlich war der Hund ruhig geworden, und bewegte sich vorsichtig auf eine Stelle im Gebüsch zu. Dann auf einmal hörten sie ein lautes Geräusch vom Himmel, und als sie nach oben blickten, wussten sie, dass die seltsamen Zeitsprünge noch nicht vorbei waren. Er leuchtete hell auf, sie beiden bekamen wahnsinnige Kopfschmerzen, und hielten sich den Kopf bis es vorüber war.
„Da war es schon wieder. In welcher Zeit sind wir wohl jetzt gelandet?“, fragte Bernard.
Dann sahen sie jemanden, der nur wenige Meter von ihnen entfernt durch den Dschungel lief.
„Jane?“, flüsterte Rose.
„Sie hat überlebt?“, fragte Bernard.
Doch Rose schüttelte den Kopf, denn sie wusste bereits die Antwort.
„Ich weiß welche Zeit ist, das muss kurz nach dem Absturz gewesen sein, die ersten Tage, als wir noch die Höhlen nutzen konnten.“
„Also los, lass und zu ihnen gehen. Wir können sie vor den Feuerpfeilen warnen.“
„Nein, das würde nichts nützen. Es ist so passiert, wir können nichts ändern. Außerdem sie kennen dich nicht, und was würde mit mir dort passieren, wenn ich mich selbst sehe. Am besten ist wir bewegen uns langsam von der Gruppe weg, zurück in Richtung Strand.“
„Aber da seid ihr doch auch.“
„Ja, aber wenn dieses Leuchten wieder passiert, ist das Camp vielleicht zurück. Und vielleicht finden wir dort ein paar unserer Freunde wieder.“
Also machten sie sich zusammen auf den Weg. Es wurde ziemlich schnell dunkel, und als sie schon eine lange Strecke gelaufen waren, stolperte eine Gestalt an ihnen vorbei. Ganz offenbar hatte sie ein bestimmtes Ziel, doch sie schluchzte ständig dabei. Es war Locke.
„Was macht Locke da? Und warum heult er?“, fragte Bernard.
Rose dachte kurz nach, und dann fiel es ihr wieder ein.
„Das war die Nacht in der Boone gestorben ist, und Aaron geboren wurde.“
Nun schien sich auch Bernard zu erinnern.
„Du meinst das war der Tag an dem ich dieses Signal empfangen habe, und Boone ist derjenige, der es geschickt hat?“
„Ja, und gleich darauf ist dieses Flugzeug, in das er geklettert ist, abgestürzt. Locke war dafür verantwortlich.“
Sie gingen weiter durch den Dschungel, bis sie erneut ein vertrautes Geräusch hörten.
„Oh nein, es fängt schon wieder an!“, sagte Rose verzweifelt. Wieder bekamen sie beide gewaltige Kopfschmerzen, und Vincent winselte. Dann war es vorbei, doch die Kopfschmerzen blieben. Stärker als vorher.
„Ich glaube es wird mit jedem Mal schlimmer. Wann hört das nur auf?“, fragte Bernard.
„Ich hoffe bald, denn lange halte ich das nicht mehr aus“, sagte Rose.
Sie gingen weiter das kurze Stück bis zum Strand. Ihr Camp war wieder da.
„Na endlich!“, rief Bernard erfreut, doch seine Miene änderte sich, als er sah in welchem Zustand es war.
„Das muss jemand anderes benutzt haben, so wie es hier aussieht“, sagte Rose, als sie auf die ganzen ausgetrunkenen Bierdosen und geöffneten Dharma-Verpackungen blickte.
„Und sie müssen ganz in der Nähe sein. Sieh her, Rose“, sagte er und deutete auf die Kanus.
„Von unseren Leute ist jedenfalls niemand hier. Es wäre besser wir gehen schnell weiter, ehe diese Leute, die denen gehören hier auftauchen.“
„Und wenn nun die anderen hier auftauchen, Sawyer, Juliet, oder Daniel?“
„Wir lassen Vincents Halsband als Erkennungszeichen hier. Er braucht es sowieso nicht mehr“, sagte Rose, und nahm den Hund das Halsband ab. Sie warf es in den Sand, dann gingen sie weite, weg von ihrem Camp.
„Ich glaube ich höre schon jemanden, schnell weiter“, rief Rose, und sie liefen wieder in den Dschungel hinein.
Das Ende der Zeitsprünge
Nach einer Weile blieben sie wiederstehen, Bernard fragte:
„Was ist wenn es unsere Freunde waren, Sawyer, Juliet?“
„Ich glaube nicht, das waren Männerstimmen, viele Männerstimmen, und sie klangen überhaupt nicht...“
Dann blitzte der Himmel wieder hell auf, und beide hielten sich fest umschlungen fest, während Vincent wie wild bellte. Als es vorbei war fielen sie beide zu Boden, und kamen mühsam wieder nach oben. Es regnete in Strömen, ein richtig übler Sturm, beide waren mit schlammbespritzt, und sofort bis auf die Haut durchgeweicht.
„Na wunderbar!“, sagte Bernard. „Am besten wir suchen uns schnell einen Unterschlupf, bis es aufgehört hat.“
„Oder dieses seltsame Leuchten dem ein Ende setzt“, sagte Rose nüchtern. Bernard sah sie nur verwundert an.
„Darauf können wir uns nicht verlassen, das kommt völlig unkontrolliert. Ich glaube aber das nächste überlebe ich nicht. Sind deine Kopfschmerzen auch so schlimm?“ Dann erst sah er, dass sie sich an die Nase fasste, und etwas wegwisch, was definitiv kein Schlamm war.
„Rose was ist los?“, rief Bernard besorgt, und eilte sofort zu ihr.
„Meine Nase blutet, ich glaube das liegt an diesem Leuchten, und es wird immer schlimmer. Ich finde keine Konstante mehr in der Zeit. Meine innere Uhr ist völlig durcheinander, lange werden ich das nicht überleben. Wie geht es dir?“
Bernard war geschockt, und sah sehr traurig aus.
„Das werde ich nicht zulassen, irgendwie überstehen wir das Rose, das verspreche ich dir“, sagte er, und nahm sie in die Arme.
Er selber hatte es natürlich auch gespürt, es war seit dem ersten Mal immer schlimmer geworden, und lange würde er das auch nicht durchhalten können. Seine Nase blutete aber noch nicht, oder bildete er sich ein ein dünnes Rinnsal zu spüren?
„Komm, Bernard, wir gehen erstmal weiter!“, sagte sie.
Nach einiger Zeit hörte es auf zu regnen, dann begann ein neuer Tag, in was für einem Jahr auch immer. Sie liefen immer noch, ehe sie sich völlig erschöpft auf ein paar Steine setzten. Bernard pflückte ein paar Mangos, während Rose Wasser holte aus einem nahen Bach.
„Wir müssen einen sicheren Ort finden, eine Behausung oder so“, meinte er, nachdem sie anfingen zu essen.
„Aber wo? Der Strand ist verwüstet, und wir müssen jederzeit damit rechnen von irgendwelchen Irren mit brennenden Pfeilen abgeschossen zu werden, die Luke kann jederzeit zerstört sein, und in den Höhlen geht es auch nicht. Wir würden uns vermutlich selbst über den Weg laufen, und keine Ahnung was das für Konsequenzen hätte.“ Bernard wirkte niedergeschlagen angesichts dieser sehr einleuchtenden Argumentation.Wenn sie doch wenigstens wüssten in welcher Zeit sie jetzt waren. Er dachte an all das zurück was in den letzten Tagen, oder wie auch immer die Zeit nun war, passiert war. Wie er mitgeholfen hatte die Anderen zu erledigen, und dabei war, als der Frachter immer näherkam. Rose wollte auf der Insel bleiben, doch sie hatte sich dagegen entschieden mit Locke.
„DAS IST ES!“, rief Bernard freudig. „Locke hat doch von diesen Baracken, diesem Dorf der Anderen erzählt.“
„Was?“
„Wir könnten uns da einschleichen und irgendwie überleben.“
„Warte mal! Hast du schon vergessen, wie uns diese Leute beim letzten Mal behandelt haben? Sie haben all unsere Freunde getötet, und vorher waren sie auch nicht gerade gut auf uns zu sprechen.“
Bernards gute Laune sank wieder.
„Dann hat das wohl auch nicht viel Sinn. Ich würde sagen wir gehen erst einmal weiter, und überlegen uns später was Neues.“ Dies war nur ein Vorwand um die aufkeimende Hoffnungslosigkeit zu vertuschen. Es gab nichts mehr für sie, all ihre Freunde waren tot und das Leuchten und die Zeitsprünge würden sie früher oder später wohl auch töten. Gerade als Bernard daran dachte ging es wieder los, und als es endete, blutete zum ersten Mal auch seine Nase.
„Du hattest Recht, Rose! Es wird immer heftiger. Lass uns gehen, vielleicht treffen wir zur Ausnahme mal auf freundliche Menschen auf dieser Insel!“
„Ich glaube da sind wir falsch“, sagte sie, und zusammen machten sie sich auf dem Weg.
Sie waren kaum eine Meile gegangen da ging es schon wieder los, und als es vorbei war, musste sich Rose an einem Baum festklammern, um nicht umzukippen. Bernard eilte sofort zu ihr, und stützte sie. Vincent fing wild an zu bellen, und irgendwo brüllten ein paar Wildschweine zur Antwort.
„Geht es?“, fragte er.
„Ja, es ist nur mein Kopf, wenn das nicht bald ein Ende hat, kann ich gar nicht mehr laufen.“
Bernard führte sie, und Vincent eilte voraus. Nach einer Weile erreichten sie einen Strand, und blickten auf das Meer hinaus. Verdutzt schaute Bernard nach links. Dort befand sich tatsächlich ein imposantes Segelschiff.
Hey, Rose! Sieht dir das an!“
„Das muss dieses Piratenschiff sein, dass sie im Dschungel entdeckt haben. Wenn mich nicht alles täuscht war das etwa 1880 oder so.“
Bernard wirkte frustriert angesichts der Tatsache so weit zurückgereist zu sein. Dann kam ein neuer Zeitsprung, und unter gigantischen Schmerzen landeten sie wieder in einer anderen Zeit.
Urplötzlich befanden sich haufenweise Männer und Frauen in Lumpenklamotten um sie herum.
„Hey, wo kommen die denn her?“, fragte einer von ihnen.
„Die müssen einfach hier reingeflogen sein.“
„Die kamen aus dem Nichts.“
Doch ehe irgendjemand von ihnen reagieren konnte, leuchtete der Himmel wieder hell auf, und Rose und Bernard verschwanden aus dieser Gruppe der Anderen.
„Es wird immer schneller“, sagte Bernard, und wäre vor Kopfschmerzen fast umgekippt. Roses Nase blutete wieder heftiger, doch immerhin konnte sie aufstehen.
Zusammen gingen sie weiter, am Ende ihrer Kräfte, einem Zusammenbruch nahe. Sie waren kaum ein zwei Meilen im Dschungel, als es wieder losging, und dieses Mal fiel Rose zu Boden.
„Rose? Rose?“, rief Bernard besorgt, und hielt sie ihn seinen Armen.
„Ich glaube noch einmal ertrage ich das nicht, Bernard. Ich kann nicht mehr aufstehen.“
Tränen rannen über Bernards Wangen, und auch Vincent sah geknickt aus. Er kam heulend auf sie zu, und legte seine Schnauze an ihre Wange. Rose streichelte ihn geistesabwesend. So blieben sie etwa zehn Minuten liegen, dann versagten auch Bernard die Kräfte, und er sank zu Boden. Den nächsten Zeitsprung bekam er geradeso noch am Rande mit, ehe er vollständig wegnickte.
Rose spie Blut aus, beugte sich vorsichtig, und blickte nach oben. Es war das Letzte, was sie wohl sehen würde. Das seltsame Licht dieser Insel und die Bäume. Hier würde sie nun sterben, da sie ganz sicher war, dass der nächste Zeitsprung ihr den Rest geben würde. Er folgte nur ein paar Minuten später, und sie war dankbar dafür.
Er schmerzte gewaltig, und sie musste laut aufschreien. Es war ein besonders brutaler, denn er schmerzte ungeheuerlich, und leuchtete zudem noch in einer hässlichen grünen Farbe. Dann war alles klar, viel klarer als vorher. Ihre Nase und ihr Mund blutete nicht mehr. Die Kopfschmerzen verblassten langsam, und sie setzte sich ohne Mühe auf. Bernard blieb liegen, und sie rüttelte ihn wach. Vincent fing derweil fröhlich an zu bellen.
„Ich glaube das war es, diese ganzen Zeitsprünge haben ein Ende. Meine Kopfschmerzen sind jedenfalls verschwunden“, sagte sie freudig.
Bernard war noch ganz irritiert, und schaute sich um, doch dann sagte er.
„Ja, ich habe keine Kopfschmerzen mehr, und auch das Nasebluten ist zu Ende. Was immer passiert ist, nun hat dieser Horror ein Ende.“
Sie beiden umarmten sich kräftig, und Vincent umkreiste sie freudig mit wedelndem Schwanz.
Nach einer Weile fragte Rose:
„Was machen wir jetzt?“
„Ganz einfach, wir finden erst einmal heraus und welcher Zeit wir uns befinden. Dann suchen wir einen Weg hier zu leben, so wie du es wolltest.“
Rose lachte bei dem Gedanken, und Bernard war nie so froh gewesen in seinem Leben.
Drei friedliche Jahre
Sie suchten noch am selben Tag die Baracken auf, stellten aber schnell fest, dass dies gar nicht notwendig war, um zu wissen welche Zeit es nun war. Ein riesiger Dharma-Van rauschten an ihnen vorbei. Er bog um die Ecke. Sie folgten ihm, und dann bestätigte sich ihre Vermutung. Es war die Zeit, als Dharma auf der Insel war. Es standen noch mehrere von diesen Vans herum, und überall liegen Dharma-Arbeiter aufgeregt umher.
„Wir sollten uns zu ihnen gesellen“, schlug Bernard vor.
„Nein, es ist schlauer wir halten uns im Hintergrund. Ich fürchte sie glauben uns nicht, wenn wir ihnen erzählen, dass wir durch die Zeit gereist sind, und irgendwie hier gelandet sind.“
„Also schön, was schlägst du vor?“
„Wir gehen erst einmal zu einem Strand, und von da aus noch einige Strände weiter. Wenn dort niemand ist, weder Andere noch Dharma-Arbeiter, könnten wir uns dort niederlassen.“
„Eine tolle Idee“, meinte Bernard, und sie machten sich auf dem Weg.
Roses Vorhaben ging auf, tatsächlich befanden sich weder Andere, noch Dharma-Leute dort. Die Gegend sah so aus, als sei sie nie von Menschen benutzt worden. Dann fanden sie eine große Lichtung, und sie blieben beide stehen. Auch Vincent setzte sich und wartete.
„Ich glaube hier könnten wir leben“, sagte Bernard.
Die nächsten Wochen waren die anstrengendsten. Bernard erkundete das Gebiet, und stellte fest, dass die Baracken nur fünf Meilen entfernt waren. Der Sonarzaun schreckte ihn ab, weiterzugehen, doch dann fand er einen Eingang, an dem immer wieder ein Dharma-Arbeiter ein und ausgingen. Anfangs hielt er sich noch zurück, doch sie schienen ihn nicht zu bemerken, sodass er bald beobachten konnte, wie der Code für den Zaun war. Nach zwei Wochen wusste er, wann sich dieser immer änderte. Schließlich wagte er in der dritten Woche den ersten Einbruch. Es war unglaublich einfach, keiner bemerkte ihn, und als er zurückkam hatte er eine große Werkzeugkiste, und einiges zu Essen bei sich.
„War es so einfach das zu Klauen?“, fragte Rose ungläubig.
„Ja, die haben mich nicht bemerkt, da wird nichts bewacht, keine Vorratskammer, kein Werkzeugschuppen.“
„Kein Wunder, dass die Anderen sie vernichten werden.“
„Was?“, fragte Bernard verwirrt.
„Nun die Anderen werden die Baracken bewohnen, und wie ich das so sehe werden sie Dharma vernichten. Ich glaube schwer war das für sie nicht.“
„Oh Gott, Rose. Wenn sie uns nun auch vernichten?“
„Ich glaube so schnell passiert das nicht.“
Tatsächlich war es so, nach einem halben Jahr hatte Bernard die Hütte fertiggestellt, und Vorräte zusammengeklaut, die für mehrere Jahren halten sollten. Es entgingen nicht, dass Sawyer, Juliet, Jin, und Miles nun Mitglieder der Dharma-Initiative waren.
„Ich wusste doch, dass die das überleben. Soll ich sie bei einer meiner nächsten Einbrüche aufsuchen?“, fragte Bernard.
„Nein, wir hatten mit ihnen nichts als Ärger, und in ihren Augen waren wir nie etwas Besonderes, genau wie die anderen 30 Überlebenden, die nun leider alle tot sind. Wir bleiben lieber weiter unter uns. Es ist die schönste Zeit meines Lebens.“
„Meines auch“, sagte Bernard.
Nach etwa neun Monaten näherte sich eines Tages ein Dharma-Van, und hielt direkt vor ihrer Hütte. Bernard schrecke hoch, während Vincent wild bellte, und wollte sich verstecken, doch es war zu spät. Der Dharma-Mitarbeiter hatte sie bereits erkannt. Offenbar war man seinen zahlreichen Diebstählen nun doch auf die Spur gekommen.
Doch dann erkannte er den Arbeiter, und seine Augen wurden groß.
„Jin? Rose, es ist Jin“, rief er in die Hütte.
Auch dieser machte große Augen, und kam freudestrahlend auf sie zu.
Rose trat nach draußen, und blickte ihn skeptisch an.
„Hallo Rose und Bernard“, sagte er in gut verständlichem Englisch, dann umarmte er sie beide.
Sie setzten sich gemeinsam an den Tisch, und Rose schenkte Tee für alle aus.
„Was machst du hier?“, fragte Bernard nicht ganz unfreundlich. Jin war zwar ein sympathischer Genosse gewesen, doch die Tatsache nun plötzlich wieder mit einem ihrer früheren Abgestürzten gegenüberzusitzen, die sie schon aufgegeben hatten, war schon unbehaglich.
„Sawyer lässt mich nach euch suchen. Er möchte, dass ich es ihm melde, wenn ich euch gefunden habe. Er wird versuchen euch in die Dharma-Initiative zu bringen. Schön, dass es endlich ein Ende hat.“ Jin wollte schon aufstehen, und zu seinem Van zurückgehen, doch Rose hielt ihn zurück.
„Warte, Jin! Wir wollen das gar nicht, wir sind glücklich so zu leben.“ Überrascht drehte er sich um, und setzte sich wieder.
„Aber wollt ihr denn nicht wieder...?“
„Nein!“, unterbrach ihn Rose. „Wir haben unser Glück auf dieser Insel gefunden, etwas, dass wir nie hatten, als wir noch mit euch am Strand gelebt haben.“
Jin wirkte leicht geknickt.
„Ich verstehe! Haben noch andere überlebt?“, fragte er neugierig.
„Nein, sie sind alle durch die brennenden Pfeile gestorben. Wir konnten nur dank Vincent entkommen.“
Jin wirkte traurig, man sah ihm deutlich an, dass ihm der Tod der anderen naheging. Bernard kam sich etwas schuldig vor, zweifelsohne hatten sie nie die Beachtung von dem A-Team erfahren, aber das hieß nicht, dass ihnen alle anderen völlig egal waren.
Er schien fast zu weinen.
„Eine traurige Nachricht, ich hatte gehofft mehr haben überlebt, aber wenigstens seid ihr beiden wohlauf. Was soll ich Sawyer berichten?“
„Gar nichts, sage ihm, du hast uns nie getroffen. Lass ihn im Unglauben!“, sagte Rose ernst.
Jin war wütend.
„Dann muss ich sinnlos weitersuchen, nach jemanden von dem ich genau weiß, wo er ist“
„Das seid ihr uns schuldig, dank eurer Ignoranz sind viele der anderen Überlebenden, die in euren Augen nie wichtig waren, gestorben. Es tut mir Leid, dass du jetzt darunter zu leiden hast.“
Jins Wut verschwand wieder, und er stand auf.
„Rose, Bernard, ich wünsche euch alles Gute. Ihr habt euer Glück gefunden, Glück, dass ich erst noch finden muss. Lebt wohl!“, sagte er.
„Lebe wohl, Jin!“, sagte Bernard.
„Du wirst dein Glück finden, wenn du es wirklich willst“, sagte Rose, und lächelte dabei. Jin lächelte nett zurück, ging dann zu seinem Dharma-Van und fuhr davon.
Die nächsten beiden Jahre verliefen ruhig, und es waren die besten zwei Jahre, die Rose und Bernard je hatten. Bernards Diebstähle wurden weniger, doch er wurde nie erwischt. Sie trafen niemanden mehr, bis zu jenem Tage.
Vincent rannte auf einmal wild zum Strand los.
„Vincent, was ist los?“, rief Rose, und rannte ihm hinterher.
„Hey, Rose, wo läufst du hin?“, fragte Bernard, der gerade aus der Hütte kam.
Er folgte ihnen und zusammen kamen sie zu ihrem eigenen Strand. Dann hörten sie beide Stimmen, Stimmen die sie seit drei Jahren nicht mehr gehört hatten, die ihnen aber sehr bekannt vorkamen.
Rose trat auf dem Strand zu, und blickte auf Sawyer, Kate und Juliet.
„Oh, zur Hölle, nein. Bernard!“, rief Rose.
Bernard kam aus dem Dschungel herausgerannt.
„Sie haben uns gefunden.“
„Son of a bitch“, meinte Bernard.
ENDE