Der Gegensatz ist zu krass, mit Eggtown sahen wir wohl eine der drei schlechtesten Lost-Folgen, mit The Constant eine der besten überhaupt. Wir sehen den Frachter zum ersten Mal, Desmonds Gedächtnis reist durch die Zeit und eines der emotionalsten Telefongespräche überhaupt. Das Desaster der Vorfolge ist somit ganz schnell vergessen.
ZEITLICHE ANOMALIE
Gleich zu Beginn sehen wir einen Effekt dieser Anomalie. Die Insel befindet sich in einer eigenen Hemissphähre und hat einen räumlichen sowie zeitlichen Schutzmantel. Es gibt nur eine Richtung über der man die Insel verlassen kann, ohne Abweichungen in der Zeit und das ist die Peilung 305. Daniel wird diese irgendwie bestimmt haben, kann mir aber nicht vorstellen wie. Vielleicht hat er ein paar Objekte hinein und wieder hinausgeschickt und sich so langsam der richtigen Peilung angenähert. Vielleicht wusste er aber auch aufgrund des Jahres 2004, welche Peilung ungefähr die richtige war, denn er deutet in The Lie, dass es wichtig ist welche Zeit gerade ist, um festzustellen, wie man die Insel sicher verlässt. Das Problem bei diesem Flug ist einfach, Frank fliegt in ein Gewitter und weicht so um einige Grad ab, als er durch die Hemissphähre dringt. Für Sayid und ihn hat das keine großen Auswirkungen, Frank war sein ganzes Leben wohl noch nie einer hohen Dosis Elektromagnetismus ausgesetzt und Sayid bei der Entladung so weit entfernt, sodass diese Abweichung auch auf ihn keinen Einfluss hat. Desmond dagegen war mittendrin, als er den Schlüssel gedreht hat, nur für ihn hat diese Abweichung schlimme Konsequenzen, denn sein Verstand springt nun unkontrolliert zwischen 1996 und 2004 hin und her. Bei Brandon und Minkowski war es wohl noch etwas anders, die sind einfach hinausgefahren und sind völlig von der Peilung abgewichen, sodass sie dem ganzen noch stärker ausgesetzt waren als diejenigen im Hubschrauber.
Ein weiterer Effekt ist die Abweichung um knapp zwei Tage. Die Insel-Zeit und die Realzeit weichen somit etwas ab, doch auch nur dadurch, dass sie von der Peilung abgewichen sind. Sehr kompliziert das alles.
DESMONDS ZEITSPRÜNGE
Ihn erwischt es als einzigen und so fängt sein Verstand an zwischen 1996 und 2004 zu schwanken. So sehen wir noch nicht einmal einen Flashback, sondern lediglich zwei Zeitebnen von Desmond, die für ihn aber zu einer verschmelzen. Schon bei der ersten Aktion wird es auffällig durch sehr gute Schnitte. Genau in dem Moment, als sie die Hemissphähre durchbrechen, klammert sich Desmond am Hubschraubersitz fest, genauso hält er sich fest, als er dann in der Kaserne erwacht. Dem Sergeant schildert er auch gleich seinen angeblichen Traum, wir merken schon jetzt, dass Desmonds Gedächtnis wieder mal durch die Zeit reist. Schließlich führt sein Ungehorsam dazu, dass seine ganze Kompanie darunter leiden muss, als sie bei strömenden Regen Übungen machen müssen. Diesmal schildert er seinem Kameraden dieses Phänomen und ist wieder zurück im Hubschrauber, als der Sergeant ihn erneut anbrüllt. Er ist nun sichtlich verwirrt, in seinen Augen ist es 1996 und er hat alles vergessen, was danach kam. So erinnert er sich auch nicht an Sayid und das er in einem Hubschrauber ist. Verzweifelt möchte er nach unten springen, doch ich denke er wusste gar nicht, dass es von da aus mehrere Kilometer hinab ins Meer geht.
Dann folgt der große Augenblick, wir sehen zum ersten Mal den Frachter. Die Autoren hatten sogar schon teilweise dementiert, dass dieser gar nicht existiere, um so schöner war es ihn dann doch zu sehen. Gleich zu Beginn lernen wir den besten Badass von Lost kennen, Keamy und seinen Kameraden Omar. Diese sind gar nicht erfreut darüber, dass Frank Leute von der Insel mitgebracht hat, doch Desmonds komplette Verwirrtheit drängt das erst einmal in den Hintergrund. Der ist noch immer total aufgebracht und so schlagen die beiden vor ihn erst einmal zur Krankenstation zu bringen. Mit Sicherheit wusste Keamy schon jetzt, dass die beiden ihm womöglich lebend mehr nützen als tot, außerdem ist seine eigentliche Mission noch längst nicht erfüllt.
Mit einem "I'm not supposed to be -" landet Desmond wieder in der Vergangenheit und vollendet erst hier seinen Satz. Dies soll verdeutlichen, dass er im Moment weder in die eine noch in die andere Zeit gehört. Jedenfalls redet er dann mit Billy darüber und dieser spricht ihn erstmals darauf an, ob ihm irgendwas vertraut vorkam auf dem Schiff. Er erwähnt das Bild mit Penny und möchte sie anrufen. Irgendwie seltsam, dass hier noch ihre alte Telefonnummer funktioniert, obwohl sie behauptet umgezogen zu sein. Vielleicht hat sie aber auch erst darauf ihre Nummer geändert. Gerade als er sein Geld wieder aufheben will, springt er wieder zurück und wird erst einmal in die Krankenstation gebracht.
Dort begegnen wir nun dem zweiten Opfer der zeitlichen Anomalie der Insel, Minkowski. Den hat es sogar noch schlimmer erwischt als Desmond, denn er muss mittlerweile ans Bett gekettet und mit Spritzen beruhigt werden. Minkowski Zeitsprünge können übrigens auch nur in der Vergangenheit geschehen sein, da eine Zukunft für ihn nicht existiert. Bei Desmond werden nun die Zeitsprünge auch immer schlimmer.
WHATEVER HAPPENED, HAPPENED
Wir sehen hier nun den ersten größeren Zeittwist in Bezug auf Daniel und Desmond. Um Desmond zu helfen, bietet Daniel ihm an nach Oxford zu kommen. Um ihn zu überzeugen, nennt er Desmond die genauen Daten mit dem sich seine Maschine genau einstellen lässt und den Namen seiner Ratte, wenn schon die Daten ihn nicht überzeugen. Nun genau das macht Desmond 1996 und kann nur dadurch dem erst 18-Jährigen Daniel, der aber schon Professor ist die richtigen Zahlen nennen, der diese wiederum Desmond auch nur nennen konnte, da dieser sie ihm genannt hat. Verwirrend verwirrend, genau wie Daniels Experiment mit Eloise. Er sendet den Verstand der Ratte in die Zukunft mit der Strahlung, sodass sie genau weiß, wie sie das Labyrinth durchqueren kann. Das verrückte ist nun, dass sie schon 75 Minuten später stirbt und wenn Daniel sie nicht in der Zeit hat durch das Labyrinth laufen lassen, um es ihr erst zu zeigen, sodass sie richtig schon beim ersten Versuch durchlaufen konnte, so haben wir auch gleich einen Beweis von der mir so verhassten alternate timeline. Zum Glück sind die 75 Minuten eine gute Erklärung. Interessant fand ich übrigens, wie Desmond Daniel als dieser seinen Strahlenschutz anlegt darauf aufmerksam macht, dass er gar keinen für den Kopf hat. Bekanntermaßen wird Daniel damit noch so heftig experimentieren, dass er viele Dinge vergisst. So auch die Begegnung mit Desmond und es ist auch kein Fehler, dass sich Daniel daran später gar nicht erinnert. "You can't change the future." Bitte, bitte ja!
Nachdem Desmond dann von einem erneuten Sprung zum Frachter wieder zurückkommt sehen wir nun die Gefahren dieser Zeitreisen. Das Gedächtnis findet keinen Anker in den Zeiten und fängt somit an auch den Körper zu beeinflußen. Nasenbluten ist das offensichtlichstes Merkmal, Hirnbluten aber dann das tödliche. Eloise erwischt es als Erste und Desmond merkt wohl, dass er als Nächstes dran ist.
THE CONSTANT
Das alles kann er aber verhindern, wenn er in beiden Zeiten seine Konstante findet, sodass sich sein Gedächtnis wieder einpegelt. Es soll jemand Vertrautes sein, der ihm sehr viel bedeutet und wer wäre da besser geeignet als Penny. Doch es treten noch einige Hindernisse auf, in der Krankenstation ist er nach dem Vorfall eingesperrt, im Jahr 1996 funktioniert plötzlich ihre Nummer nicht. Dennoch wird alles klappen und so wendet er sich zunächst ausgerechnet an Charles Widmore, von dem er wohl eigentlich am wenigsten Hilfe zu erwarten hat. Dieser ist gerade dabei das alte Logbuch der Black Rock zu ergattern, dass irgendwo bei Madagaskar gefunden wurde. Dies muss der erste Maat dort verloren haben, vielleicht sogar als die Insel sich dort hinbewegt hat. Jedenfalls benötigt es Charles dringend, um wieder einen Weg zur Insel zu finden, noch dauert das aber mehrere Jahre.
Gegenüber Desmond jedenfalls zeigt er sich erstaunlich hilfsbereit, als er ihm die Adresse gibt. Womöglich aber nur, weil er genau weiß, dass es für die Ehe mit Penny nun zu spät ist und Desmond auf der Insel landen wird. In gewisse Weise weiß Charles also was mit Desmond passieren wird und das es sehr wichtig ist, dass er nun ihre Adresse herausfindet. Ironischerweise braucht Desmond sie um von seinem Frachter aus mehrere Jahre in der Zukunft anzurufen.
Dort werden, Sayid, Desmond und Minkowski rätselhafterweise befreit. Mittlerweile ist es nun klar, dass es sich dabei nur um Michael handeln konnte, der genauso die ganzen Kommunikationsgeräte manipuliert hat, sodass Kontakt mit der Außenwelt fast unmöglich ist. Sayid bekommt es dennoch hin, dass Telefon für einen kurzen Moment zu reparieren. Kurz zuvor stirbt jedoch Minkowski, der keine Konstante gefunden hat in den Zeiten und für den die Sprünge zu heftig waren. Auch Desmond bekommt schon Nasenbluten und verdeutlicht noch einmal den Ernst der Lage.
Dieser schafft es nun irgendwie Penny davon zu überzeugen, dass sie ihm ihre Nummer gibt. Genau jenes Ereignis findet nun schön parallel mit den Ereignissen auf dem Frachter statt, als er Penny schließlich anruft. Dieses Gespräch zwischen den beiden ist wohl eines der besten und emotionellsten überhaupt in Lost. Wieder einmal wird deutlich, dass trotz dieser ganzen komplizierten Zeitreisegeschichte immer die Beziehung zwischen den beiden im Mittelpunkt stand. Es reicht aus, um Desmonds Gedächtnis wieder konstant werden zu lassen. Ein toller Satz an Sayid: "Thank you, Sayid. It was enough."
Im übrigen wird erst dadurch überhaupt die Rettung der Oceanic 6 bewerkstelligt, denn ohne dieses Telefonat hätte Penny niemals zur Insel finden können. Das Gespräch wäre aber ohne die Zeitsprünge nie möglich gewesen, denn erst dadurch muss Desmond überhaupt Penny anrufen. Wir sehen hier schön, wie die Rettung der Oceanic 6 nur durch einen Zeittwist überhaupt möglich war.
"If anything goes wrong, Desmond Hume will be MY constant." Dieser letzte Satz, den sich Daniel wohl kurz nach seiner Begegnung 1996 mit Desmond in sein Tagebuch geschrieben hat, bezieht sich wohl auf deren Begegnung während der Zeitsprünge. Daniel bekommt als einer der wenigen kein Nasenbluten, vielleicht gerade weil er mit Desmond seine Konstante gefunden hat, mehr dazu aber in Because you left.
BODYCOUNT
Durch heftige Zeitanomalien erwischt es dieses Mal Minkowski und Brandon.
Summe: ca. 422 (431)
FAZIT:
Grandios! Eine weitere verwirrende Desmond-Zeitreise-Folge war genau das richtige wieder für die wahren Fans der Serie. Wir sehen zum ersten Mal den Frachter mit so genialen Leuten wie Keamy, Omar und Ray und das vielleicht beste Telefonat in ganz Lost. Eine Folge perfekt geschnitten, perfekt geschrieben, eine Sternstunde von Lost.
Freitag, 13. November 2009
Mittwoch, 11. November 2009
4/04 Eggtown (Erik)
Was damals auf Stranger in a strange land folgte war einfach nur genial. Lost startete eine wahre Serie an sehr guten Episoden, oftmals sogar grandiose Meisterwerke. Es war klar, dass das irgendwann enden musste, wie jede Serie, aber so? Ich kann diese Folge wirklich nur schauen, wenn ich muss, weil ansonsten ist das Aggressionspotential sobald ich da Kate sehen muss einfach zu groß. Eine Inselhandlung, die stillsteht und ein sogar todlangweiliger Flashforward. Ich frage mich wer diese Folge gedreht hat und hoffe, dass er danach gleich entlassen wurde.
LOCKE UND BEN
Der ganz ganz ganz große Höhepunkt dieser Folge. Ben gewinnt wieder weiter seine Kontrolle zurück, denn er hat die Situation perfekt erkannt. Locke ist ratlos, er wusste nicht wo die Hütte ist, wie er mit Jacob Kontakt aufnehmen konnte und ist so verzweifelt, dass er schon wieder Ben um Rat fragen muss. "So here we are, just like old times. Except I'm locked in a different room, and you're more lost than you ever were." Perfekter hätte ich es nicht sagen können und Locke, der natürlich noch anmerkt, dass er sich nicht manipulieren lässt, schmeißt natürlich keine zwei Meter von Bens Zelle entfernt sein Frühstück gegen die Wand. Wieder einmal ist es genial zu sehen, obwohl Ben triumphiert hat, dass er das selbst in einer geschlossenen Zelle nicht zeigt. Ganz große Schauspielkunst von Michael Emerson.
Daraufhin dreht Locke aber erst einmal durch. Er wird zum Diktator, der glaubt er könne seine Leute führen, wenn er einfach Entscheidungen trifft. "If I was a dictator, I would just shoot you, and go about my day." Erster großer Fehler, so jemanden wie Kate würde ich einfach erschießen, besonders nachdem was sie dann noch macht. Dadurch aber löst Locke erst ein Chaos aus, als er es ihr verbietet und verzweifelt noch mehr. Er fragt zwar Sawyer, wie er sich als Anführer macht, doch der ist so von Kate bezirzt, dass er darauf gar nicht ernsthaft antwortet. Aber was erwartet eigentlich Locke? Sie haben Häuser, Strom und Wasser, alles was man zum Leben eigentlich braucht. Wieder einmal ist er so besessen von der Vorstellung etwas Besonderes zu machen, ohne zu wissen, dass er seine Leute eigentlich an einen sicheren Ort geführt hat.
Schließlich nachdem dieser ganze nervige Ego-Katetrip vorbei ist möchte er mit Gewalt Informationen aus Miles herauslocken. Ich fand die Granatenszene schon immer eine der schlechtesten Szenen, da sie total gegen Lockes Charakter ist. Irgendwie funktioniert es aber.
Auffällig der Satz über das Buch, dass er anfangs Ben gibt: "You might catch something you missed the second time around." Praktisch eine Aufforderung zum Recappen, allerdings sollte man das Beispiel gerade bei dieser Folge nicht allzu sehr anwenden.
Weiterer Lichtblick dieser Folge, das Gespräch zwischen Miles und Ben. Wir erfahren, dass eine ganz bestimmte Person nach Ben sucht und Miles möchte Ben erpressen, damit er Widmore nicht seine Position verrät. Die Auflösung dieser 3,2 Millionen- Geschichte hat mich erstens nie interessiert und ist irgendwie arg konstruiert. Das Doppelte von dem was Widmore bietet, lächerlich. Wenigstens kann Ben dabei einen weiteren genialen Spruch loslassen: "My present situation is a little bit restricted. Can that be amended?" Dazu wird es aber nie kommen, da die Söldner ihm einen Strich durch die Rechnung machen.
KATE UND IHR FLASHFORWARD
Drei Fakten:
1. Evangeline Lillys Mimik und Gestik nervt.
2. Der Charakter Kate nervt.
3. Ihr Flashforward nervt.
Selbst ein gemaltes Gesicht hat mehr schauspielerisch drauf als Evangeline Lilly. Kann mir mal einer erklären, wie es so ein schauspielerisches Nulltalent in diesen 1A-Cast geschafft hat? Noch schlimmer, die als weibliche Hauptfigur zu nehmen? Ich lege mich fest Carlton und Damons größter Fehler.
Sie nervt diese ganze Folge schlimmer als je zuvor, sei es auf Claires Veranda. "Sawyer go home", hau du doch ab. Bei Hurley, als er Miles etwas bringen will. Dann benutzt sie Sawyer, um Locke abzulenken und Miles zu befreien. Der ist bescheuert genug und macht mit, obwohl er es ahnt, na gut er kriegt auch was dafür. Diese ganze Ego-Sache ist so schlecht geschrieben, Kate macht das alles nur um zu erfahren, ob Miles Leute von ihr wissen. Als sie es weiß, geht sie dann trotzdem zurück zum Strand und lässt sich retten, weil sie es wieder mal nicht schafft an einem Ort zu bleiben. Das hat man nicht nur gefühlte hundert Mal schon gesehen, sondern es hat einen auch schon gefühlte hundert Mal genervt. Absoluter Tiefpunkt, als Sawyer genau ihr Verhalten anspricht und sie ihm eine klatscht. An Sawyers Stelle hätte ich Kate ein paar schöne Farben im Lilabereich in deren Gesicht verpasst.
Der Flashforward ist vorallendingen grottig, weil die Gerichtsverhandlung sauschlecht geschrieben ist. Es gibt da soviele Fehler, die ich gar nicht alle aufzählen will. Tiefpunkt des Ganzen, sie wird sogar freigesprochen. Unfassbar!!! Und das alles nur weil sie einen geklauten Sohn hat. Das wenig Interessante, wir hören das erste Mal von der Lüge der Oceanic 6 und das in deren Alibigeschichte insgesamt 8 überlebt haben. Genauso, dass Dianes Krebs teilweise geheilt wurde, offenbar durch Jacob. Jack schafft es sich kurz sympathisch zu machen und dann im gleichen Atemzug genau so ein moron zu werden, wie Sawyer. So jemanden, der einen tausendmal reinlegt kann man einfach nicht lieben. Was ist Kates große Enthüllung in der Zukunft? Sie ist Adoptivmutter von Aaron, ich habe es zwar nicht geahnt, aber dafür so einen unterirdischen Flashforward sehen, war es nicht wert. Die große Hoffnung, dass wenigstens Claire endlich verschwindet.
"Would it have been the worst thing in the world?" Ja, das wäre definitiv das schlimmste gewesen, was noch in Lost hätte passieren können.
"We hate you" sagt einer der Männer, als sie zur Verhandlung geht. Definitiv ja.
ANDERE CHARAKTERE
Am Strand freuen sich alle über die Rückkehr von Jack und der Ankunft der Neuen. Was ich nicht verstehe? Jin lernt Englisch für Sun, aber nun will die zurück nach Korea. Warum fragt Sun nach Kate und wundert sich, dass sie bei Locke ist? Hallo, das ist Kate wann hat die denn jemals vernünftig gehandelt, Sun?
Wir erfahren mehr von der zeitlichen Anomalie und sehen auch, dass Daniel an einem seltsamen Gedächtnisverlust leidet. So schnell scheint die Insel ihn davon doch noch nicht zu heilen. Dies wird wohl jetzt der Grund sein, warum Charlotte und Daniel ewig lange am Strand bleiben und außer dem Abstellen der Tempest kaum etwas machen. Charlotte wollte nur zurück Insel, Dan geheilt werden. Ben ist eigentlich gar nicht deren primäres Ziel.
BODYCOUNT
Nur eine Bitte: Lasst Kate bitte noch einen grausamen, qualvollen Tod sterben, dann kann ich mir diese Folge wenigstens mit einem Dauergrinsen ansehen.
Summe: ca. 420 (429)
FAZIT:
Schlecht, grausam, unterirdisch, desaströs. Für diese Folge fallen einem nur schlechte Attribute ein. Wer Kate bis hierhin nicht hasst, der hasst sie spätestens jetzt, wer es immer noch nicht macht ist genauso verloren wie Jack und Sawyer in dieser Folge. Ein langweiliger Flashforward, eine langweilige Wendung, ein Diktator-Locke und die hässlichen gelben Baracken ständig im Vordergrund. Die wirklich einzige schlechte Episode der 4. Staffel, bei aber nur 14 Folgen ist das schon zuviel.
LOCKE UND BEN
Der ganz ganz ganz große Höhepunkt dieser Folge. Ben gewinnt wieder weiter seine Kontrolle zurück, denn er hat die Situation perfekt erkannt. Locke ist ratlos, er wusste nicht wo die Hütte ist, wie er mit Jacob Kontakt aufnehmen konnte und ist so verzweifelt, dass er schon wieder Ben um Rat fragen muss. "So here we are, just like old times. Except I'm locked in a different room, and you're more lost than you ever were." Perfekter hätte ich es nicht sagen können und Locke, der natürlich noch anmerkt, dass er sich nicht manipulieren lässt, schmeißt natürlich keine zwei Meter von Bens Zelle entfernt sein Frühstück gegen die Wand. Wieder einmal ist es genial zu sehen, obwohl Ben triumphiert hat, dass er das selbst in einer geschlossenen Zelle nicht zeigt. Ganz große Schauspielkunst von Michael Emerson.
Daraufhin dreht Locke aber erst einmal durch. Er wird zum Diktator, der glaubt er könne seine Leute führen, wenn er einfach Entscheidungen trifft. "If I was a dictator, I would just shoot you, and go about my day." Erster großer Fehler, so jemanden wie Kate würde ich einfach erschießen, besonders nachdem was sie dann noch macht. Dadurch aber löst Locke erst ein Chaos aus, als er es ihr verbietet und verzweifelt noch mehr. Er fragt zwar Sawyer, wie er sich als Anführer macht, doch der ist so von Kate bezirzt, dass er darauf gar nicht ernsthaft antwortet. Aber was erwartet eigentlich Locke? Sie haben Häuser, Strom und Wasser, alles was man zum Leben eigentlich braucht. Wieder einmal ist er so besessen von der Vorstellung etwas Besonderes zu machen, ohne zu wissen, dass er seine Leute eigentlich an einen sicheren Ort geführt hat.
Schließlich nachdem dieser ganze nervige Ego-Katetrip vorbei ist möchte er mit Gewalt Informationen aus Miles herauslocken. Ich fand die Granatenszene schon immer eine der schlechtesten Szenen, da sie total gegen Lockes Charakter ist. Irgendwie funktioniert es aber.
Auffällig der Satz über das Buch, dass er anfangs Ben gibt: "You might catch something you missed the second time around." Praktisch eine Aufforderung zum Recappen, allerdings sollte man das Beispiel gerade bei dieser Folge nicht allzu sehr anwenden.
Weiterer Lichtblick dieser Folge, das Gespräch zwischen Miles und Ben. Wir erfahren, dass eine ganz bestimmte Person nach Ben sucht und Miles möchte Ben erpressen, damit er Widmore nicht seine Position verrät. Die Auflösung dieser 3,2 Millionen- Geschichte hat mich erstens nie interessiert und ist irgendwie arg konstruiert. Das Doppelte von dem was Widmore bietet, lächerlich. Wenigstens kann Ben dabei einen weiteren genialen Spruch loslassen: "My present situation is a little bit restricted. Can that be amended?" Dazu wird es aber nie kommen, da die Söldner ihm einen Strich durch die Rechnung machen.
KATE UND IHR FLASHFORWARD
Drei Fakten:
1. Evangeline Lillys Mimik und Gestik nervt.
2. Der Charakter Kate nervt.
3. Ihr Flashforward nervt.
Selbst ein gemaltes Gesicht hat mehr schauspielerisch drauf als Evangeline Lilly. Kann mir mal einer erklären, wie es so ein schauspielerisches Nulltalent in diesen 1A-Cast geschafft hat? Noch schlimmer, die als weibliche Hauptfigur zu nehmen? Ich lege mich fest Carlton und Damons größter Fehler.
Sie nervt diese ganze Folge schlimmer als je zuvor, sei es auf Claires Veranda. "Sawyer go home", hau du doch ab. Bei Hurley, als er Miles etwas bringen will. Dann benutzt sie Sawyer, um Locke abzulenken und Miles zu befreien. Der ist bescheuert genug und macht mit, obwohl er es ahnt, na gut er kriegt auch was dafür. Diese ganze Ego-Sache ist so schlecht geschrieben, Kate macht das alles nur um zu erfahren, ob Miles Leute von ihr wissen. Als sie es weiß, geht sie dann trotzdem zurück zum Strand und lässt sich retten, weil sie es wieder mal nicht schafft an einem Ort zu bleiben. Das hat man nicht nur gefühlte hundert Mal schon gesehen, sondern es hat einen auch schon gefühlte hundert Mal genervt. Absoluter Tiefpunkt, als Sawyer genau ihr Verhalten anspricht und sie ihm eine klatscht. An Sawyers Stelle hätte ich Kate ein paar schöne Farben im Lilabereich in deren Gesicht verpasst.
Der Flashforward ist vorallendingen grottig, weil die Gerichtsverhandlung sauschlecht geschrieben ist. Es gibt da soviele Fehler, die ich gar nicht alle aufzählen will. Tiefpunkt des Ganzen, sie wird sogar freigesprochen. Unfassbar!!! Und das alles nur weil sie einen geklauten Sohn hat. Das wenig Interessante, wir hören das erste Mal von der Lüge der Oceanic 6 und das in deren Alibigeschichte insgesamt 8 überlebt haben. Genauso, dass Dianes Krebs teilweise geheilt wurde, offenbar durch Jacob. Jack schafft es sich kurz sympathisch zu machen und dann im gleichen Atemzug genau so ein moron zu werden, wie Sawyer. So jemanden, der einen tausendmal reinlegt kann man einfach nicht lieben. Was ist Kates große Enthüllung in der Zukunft? Sie ist Adoptivmutter von Aaron, ich habe es zwar nicht geahnt, aber dafür so einen unterirdischen Flashforward sehen, war es nicht wert. Die große Hoffnung, dass wenigstens Claire endlich verschwindet.
"Would it have been the worst thing in the world?" Ja, das wäre definitiv das schlimmste gewesen, was noch in Lost hätte passieren können.
"We hate you" sagt einer der Männer, als sie zur Verhandlung geht. Definitiv ja.
ANDERE CHARAKTERE
Am Strand freuen sich alle über die Rückkehr von Jack und der Ankunft der Neuen. Was ich nicht verstehe? Jin lernt Englisch für Sun, aber nun will die zurück nach Korea. Warum fragt Sun nach Kate und wundert sich, dass sie bei Locke ist? Hallo, das ist Kate wann hat die denn jemals vernünftig gehandelt, Sun?
Wir erfahren mehr von der zeitlichen Anomalie und sehen auch, dass Daniel an einem seltsamen Gedächtnisverlust leidet. So schnell scheint die Insel ihn davon doch noch nicht zu heilen. Dies wird wohl jetzt der Grund sein, warum Charlotte und Daniel ewig lange am Strand bleiben und außer dem Abstellen der Tempest kaum etwas machen. Charlotte wollte nur zurück Insel, Dan geheilt werden. Ben ist eigentlich gar nicht deren primäres Ziel.
BODYCOUNT
Nur eine Bitte: Lasst Kate bitte noch einen grausamen, qualvollen Tod sterben, dann kann ich mir diese Folge wenigstens mit einem Dauergrinsen ansehen.
Summe: ca. 420 (429)
FAZIT:
Schlecht, grausam, unterirdisch, desaströs. Für diese Folge fallen einem nur schlechte Attribute ein. Wer Kate bis hierhin nicht hasst, der hasst sie spätestens jetzt, wer es immer noch nicht macht ist genauso verloren wie Jack und Sawyer in dieser Folge. Ein langweiliger Flashforward, eine langweilige Wendung, ein Diktator-Locke und die hässlichen gelben Baracken ständig im Vordergrund. Die wirklich einzige schlechte Episode der 4. Staffel, bei aber nur 14 Folgen ist das schon zuviel.
Montag, 9. November 2009
4/03 The Economist (Erik)
Staffel 4 ist einfach nur genial. Die Inselhandlung schreitet extrem schnell voran, kein ewiges Aufhalten mehr und wir sehen den wohl WTFigsten Flashforward.
CHARLOTTE GEGEN MILES
Oder auch wie buche ich das Ticket, um von der Insel zu kommen. Nicht nur, dass Sayid in der Zukunft mit Ben zusammenarbeitet, er beweist sogar hier schon Geschick darin so zu verhandeln, sodass er das kriegt, was er haben will, einen Platz im Hubschrauber.
Zunächt aber zeigt er sich von seiner menschlichen Seite, als er Naomi die Augen schließt und die Armspange abnimmt. Was haben alle gerätselt, was es mit "N, I will always be with you, R.G." auf sich hat und welcher Bezug zu Elsa besteht. Die Antwort banal und einfach und endlich mal realistisch, es ist nur eine Armspange.
Geschickt schafft er es nun Frank davon zu überzeugen, dass er Charlotte sicher zurückbringt und dann in den Hubschrauber darf. Natürlich möchte Miles mit, ohne zu wissen, dass er der Grund ist, warum er Locke zur Herausgabe von Charlotte bringen kann. Jack lässt er gut abblitzen: "Last time you encountered him; you put a gun to his head and pulled the trigger." Ich finde es sehr gut, dass er hier sich sogar mal über Jack stellt. Dieser schickt Kate mit, wohl nur aus dem Grund, dass sie bei Sawyer bleibt und er sie endlich loshat. Jacks Plan geht aber nicht auf, dafür ist Kate einfach zu dämlich. Gleichzeitig versucht Sayid auch noch etwas Aufklärung in Richtung Naomis Bild über Desmond und Penny zu bringen, sodass dieser auch mit dabei sein wird, als der Hubschrauber abhebt.
Auf der Wanderung fragt er Miles weiter über Naomi aus, doch besonders zufriedenstellende Antworten bekommt er nicht und Miles lügt, als er sagt er hat sie erst auf dem Frachter kennengelernt. Bekanntermaßen fand da eine Begegnung schon wesentlich eher statt. Bereits hier hat Sayid Miles durchschaut, der nicht wegen Charlotte mitgeht, sondern um Ben zu erpressen, sodass er mehr Geld bekommt. Dann kommt das Gespräch auf ihre Entzweiung und die Tatsache, dass es darum ging, ob die Frachterleute zur Rettung der Losties oder zu deren Ausrottung hier sind. Sayid sagt daraufhin: "I let you know when I decide." Das er ihn an Locke übergibt, spricht für die Ausrottung, die Tatsache, dass er aber Michael dann einfach so verrät eher für Ersteres.
Als sie ankommen werden sie jedenfalls geschickt überlistet von Locke, der den angeblich zurückgelassenen, gefangenen Hurley als Köder benutzt. Genial der Spruch: "Oh, awesome. The ship sent us another Sawyer." Wieder einmal wird es Hurley mit einer zynischen Person zutun bekommen, herrlich. Auch ist Hurley immer noch zu Recht besorgt, wegen Sayids Kampftricks. Schließlich wird er ausgerechnet zu Ben gesperrt, der in der Folge einen genialen Spruch nach dem anderen loslässt. "Well… I guess they’re running out of jail space." Dann: "I lost a dollar, you know." Hier hat er Sayid schon sehr gut eingeschätzt, da er meist zwischen Lüge und Wahrheit unterscheiden kann. Genial, wie ausgerechnet zwischen den beiden dann die Rede auf Freundschaft kommt und Ben sagt: "I know it’s no use having friends you can’t trust." Das ist dem jungen Ben ausgerechnet mit Sayid passiert, als er ihm vertraut hat und dann angeschossen wurde. Sowieso ist die weitere Sayid-Ben-Sache hier einmalig, aber dazu im Flashforward.
Jedenfalls kommt dann Locke und verhandelt mit ihm. Wieder mal ein genialer Ben-Spruch, als Locke Sayid Eistee anbietet: "I’m thirsty." Der Blick von Locke darauf ist einmalig. Er schafft es schließlich Locke davon zu überzeugen ihm Charlotte zu geben, damit er in die Hubschrauber kann, um genau nachzusehen, was Sache ist. Als Locke dann das mit Bens Frachterspion anführt kommt es zu jenem Satz, der zeigt wie mächtig sich Sayid verändern wird: "Forgive me, but the day I start trusting him is the day I would have sold my soul." Genauso wird es sein.
Sayid bringt schließlich Charlotte mit und auch wenn Frank merkt, dass er hereingelegt worden ist, so ist er dennoch froh, dass Miles erstmal weg ist. So hat er sein Ticket für den Hubschrauber und Desmond. Es ist unglaublich, aber das ist bis Staffel 6 die letzte Folge in der Desmond auf der Insel ist. Für ihn heißt es nun Abschied nehmen. Im übrigen ist er auch einer der Charaktere dem ich seinen Frieden gönne und nicht wieder auf der Insel haben möchte. Naomi kommt auch mit und somit ist alles bereit dafür endlich einmal den Frachter zu sehen.
DIE ZEIT
Hier gibt es erste deutliche Anzeichen für Zeitanomalien. Daniel experimentiert zusammen mit Regina herum, um zu sehen welche zeitlichen Unterschiede es gibt zwischen Insel und Frachter. Wir erleben dabei eine Abweichung von 31 Minuten. Offenbar wurde die Kapsel nicht ganz auf dem Kurs 305 zur Insel geschickt, sondern etwas daneben, sodass dieser Unterschied auftrat. Dies ändert sich offenbar extrem desto weiter der Kurs abweicht. Diese Anomalie trifft aber nur auf Masseobjekte zu, denn sonst könnte kein normaler Funkkontakt entstehen. Elektromagnetische Wellen werden also nicht gestört. Ich fand es übrigens genial, wie verwirrt Daniel an dieses Experiment herangeht und Franks Beschreibung über ihn war auch passend: "Half the stuff he says goes way over my head, the other half goes way, way over." Frank gefällt mir allgemein mit seinen Sprüchen in dieser Folge.
Desweiteren werden schon Andeutungen gemacht darauf, dass der Kurs genauestens einzuhalten ist, sonst könnte es zu Nebenwirkungen kommen. Genau das wird mit Desmond schließlich passieren.
SAYIDS FLASHFORWARD
Passend zum Tag des Mauerfalls sehe ich mir also die Episode an, die als einzige in ganz Lost in Deutschland spielt und auch noch in einem Restaurant, dass "Die Mauer" heißt beginnt. Das die Amis es nicht mit Deutsch haben dürften nach dieser Folge wohl jedem aufgefallen sein, Naveen Andrews und Thekla Reuthen sprechen so ein grauenhaftes Deutsch, dass die Untertitel sogar noch für uns Deutsche hilfreich sind. Und die berühmte Speisekarte hätte wohl selbst ein Analphabet besser geschrieben, da ist wirklich in jedem Wort ein Fehler, unfassbar.
Sayids Flashforward war von allen der interessanteste. Schon allein der Anfang ist genial, als er alleine auf den Golfplatz spielt und dann jener Mr. Avellino hinzukommt. Was war ich überrascht, als Sayid den plötzlich erschießt und habe mich gefragt, was nun kommt. Sayid als Auftragsmörder und dann in bester James-Bond-Manier. Schon herrlich wie facettenreich Lost doch ist. Jener Mr. Avellino ist dann auch der Vorwand von Ilana, um Sayid noch Guam zu überführen, ich glaube bis heute nicht, dass das der Grund ist, sondern Ilana nur das als Vorwand benutzt hat.
Später dann trifft er Elsa (welche Frau in diesem Alter heißt bitteschön noch so, typischer Ami-Klischeename) und geht mit ihr aus. Wir sehen gleich darauf, als Sayid eine Berliner Straße mit fürchterlich falschen Schildern und Markierungen entlanggeht, dass das so geplant war und er tatsächlich für jemanden arbeitet. Elsa fragt ihn dann immer wieder über seine Arbeit aus, ohne zu merken, dass er nur da ist, um an ihren Boss zu kommen. Genialerweise hat sie damit sogar Recht: "I was hoping it was because of me." Im übrigen schon krass, dass Sayid wieder mit einer Blonden rummacht, die eine Fremdsprache spricht. Genau wie Shannon wird aber auch diese erschossen und Sayid hat sich wiedermal in sie verliebt. Bei dem Ökonom glaube ich übrigens nicht, dass er Widmore ist, denn der würde sicherlich sofort wissen, dass Sayid möglicherweise für Ben arbeitet. Seine Identität bleibt im Unklaren, genauso ob Sayid ihn umgebracht hat, da Elsa ihn rät aus dem Hotel zu verschwinden, dürfte Sayid ihn eigentlich gar nicht verhindern. Da er aber zu seinem Boss zurückgeht, hat er diesen Auftrag womöglich erledigt.
Genau dieser Boss ist einer der krassesten Wendungen von ganz Lost. Er wird also seine Seele verkaufen, an dem Tag an dem er Ben vertraut. Nun in der Zukunft ist es so weit, er arbeitet und tötet für ihn im Glauben, dass er dadurch seine Leute schützt. Es gibt auch schon Andeutungen darauf, dass es durch Nadias Tod geschehen ist. Geschickt nutzt er das aus und macht aus Sayid ironischerweise den Menschen, der von sich selbst glaubt töten sei seine Bestimmung. Doch nur dadurch versucht ein Sayid, der in die Vergangenheit auf die Insel reist, Ben zu töten. Ein ganz verrückter Twist, Sayid bewirkt durch diesen Schuss erst, dass Ben jene manipulative Figur wird, die niemanden traut und es immer wieder schafft ihre Ziele zu erreichen. Das alles aber hätte er nie getan, wenn nicht selbige Person ihn so sehr beeinflußt hat, sodass er es als Verzweiflungstat ansieht ein Kind zu erschießen. Auch wenn mir Klein Bens angeblichen Tod überhaupt nicht gefällt, so sind die Twists in Sachen Charakterentwicklung einfach nur genial. Keiner konnte zu dem werden, ohne den anderen zu beeinflußen.
ANDERE CHARAKTERE
Zum ersten Mal erleben wir Diktator-Locke, als der er aber völlig versagt. "I’m making the decisions." So ziemlich jede davon geht schief und wir merken schon sofort, dass Locke nicht weiter weiß. Die Hütte ist verschwunden und seine Leute wollen wissen, wie es weitergeht. Da er überhaupt keine Ahnung vom Anführen hat trifft er eigenmächtig falsche Entscheidungen, die erste in diese hässlichen Baracken zu ziehen. Nur zu Erinnerung genau deswegen hat er Ben noch kritisiert, weil dieser mit seinen Leuten dort gewohnt hat, nun entscheidet er sich selbst für diesen Ort und scheitert. Ben bringt es wieder mal auf dem Punkt: "John’s looking for somebody to tell him what to do next." Bereits nächste Folge ist er schon so verzweifelt, sodass er sich wieder an Ben wendet, der nur auf diesen Augenblick gelauert hat. Die nächste falsche Entscheidung ist es Charlotte mit zu den Baracken zu nehmen und erst dort einzutauschen. Dadurch erfahren erst die Söldner, wo sich Ben befindet und haben sofort das richtige Ziel im Auge.
Leider wird hier schon die unfassbar schlechte nächste Folge angedeutet, als sich die beach bitch mit Sawyer unterhält. Der bringt es auf den Punkt, dass Kate außerhalb der Inseln nur Handschellen erwarten. Wenn es doch nur so gewesen wäre. Schön fand ich aber, dass er seinen Standpunkt auf der Insel zu bleiben, verteidigt.
Zum Abschluss sage ich noch was zu Bens Identität Dean Moriarty. Bekanntermaßen ist dieser der große Feind von Sherlock Holmes und die beiden bekämpfen sich ewig lang und sterben beide am Ende. Mich jedenfalls würde es am zweitmeisten freuen, wenn Ben auch erst so in der letzten Folge stirbt, am meisten würde ich mich freuen, wenn Ben die Serie überlebt. Für mich persönlich wäre dies das beste Lost-Ende was ich mir im Moment vorstellen kann, aber ich glaube kaum, dass es kommt. Jedenfalls sehen wir hier, dass Ben außerhalb der Insel durchaus gute Kontakte hat.
BODYCOUNT
Sayid in bester Killermanier, Mr. Avellino, Elsa und womöglich noch den Ökonom. Und ich habe überhaupt keine Ahnung wieviel Leute er wohl insgesamt für Ben umgebracht hat.
Summe: ca. 420 (429)
FAZIT:
WTF!! Eine schnell vorankommende Inselhandlung gepaart mit einem widersprüchlichen Zukunfts-Sayid. Noch dazu ein Ben, der langsam wieder mehr an Macht gewinnt und selbst einen seiner größten Feinde zu einem seiner Arbeiter macht. In drei Folgen von Staffel 4 kann Lost absolut überzeugen, noch dazu nehmen die Science Fiction Elemente zu. Leider wird ausgerechnet die langweiligste und schlechteste Szene dieser Folge der Inhalt der nächsten sein.
CHARLOTTE GEGEN MILES
Oder auch wie buche ich das Ticket, um von der Insel zu kommen. Nicht nur, dass Sayid in der Zukunft mit Ben zusammenarbeitet, er beweist sogar hier schon Geschick darin so zu verhandeln, sodass er das kriegt, was er haben will, einen Platz im Hubschrauber.
Zunächt aber zeigt er sich von seiner menschlichen Seite, als er Naomi die Augen schließt und die Armspange abnimmt. Was haben alle gerätselt, was es mit "N, I will always be with you, R.G." auf sich hat und welcher Bezug zu Elsa besteht. Die Antwort banal und einfach und endlich mal realistisch, es ist nur eine Armspange.
Geschickt schafft er es nun Frank davon zu überzeugen, dass er Charlotte sicher zurückbringt und dann in den Hubschrauber darf. Natürlich möchte Miles mit, ohne zu wissen, dass er der Grund ist, warum er Locke zur Herausgabe von Charlotte bringen kann. Jack lässt er gut abblitzen: "Last time you encountered him; you put a gun to his head and pulled the trigger." Ich finde es sehr gut, dass er hier sich sogar mal über Jack stellt. Dieser schickt Kate mit, wohl nur aus dem Grund, dass sie bei Sawyer bleibt und er sie endlich loshat. Jacks Plan geht aber nicht auf, dafür ist Kate einfach zu dämlich. Gleichzeitig versucht Sayid auch noch etwas Aufklärung in Richtung Naomis Bild über Desmond und Penny zu bringen, sodass dieser auch mit dabei sein wird, als der Hubschrauber abhebt.
Auf der Wanderung fragt er Miles weiter über Naomi aus, doch besonders zufriedenstellende Antworten bekommt er nicht und Miles lügt, als er sagt er hat sie erst auf dem Frachter kennengelernt. Bekanntermaßen fand da eine Begegnung schon wesentlich eher statt. Bereits hier hat Sayid Miles durchschaut, der nicht wegen Charlotte mitgeht, sondern um Ben zu erpressen, sodass er mehr Geld bekommt. Dann kommt das Gespräch auf ihre Entzweiung und die Tatsache, dass es darum ging, ob die Frachterleute zur Rettung der Losties oder zu deren Ausrottung hier sind. Sayid sagt daraufhin: "I let you know when I decide." Das er ihn an Locke übergibt, spricht für die Ausrottung, die Tatsache, dass er aber Michael dann einfach so verrät eher für Ersteres.
Als sie ankommen werden sie jedenfalls geschickt überlistet von Locke, der den angeblich zurückgelassenen, gefangenen Hurley als Köder benutzt. Genial der Spruch: "Oh, awesome. The ship sent us another Sawyer." Wieder einmal wird es Hurley mit einer zynischen Person zutun bekommen, herrlich. Auch ist Hurley immer noch zu Recht besorgt, wegen Sayids Kampftricks. Schließlich wird er ausgerechnet zu Ben gesperrt, der in der Folge einen genialen Spruch nach dem anderen loslässt. "Well… I guess they’re running out of jail space." Dann: "I lost a dollar, you know." Hier hat er Sayid schon sehr gut eingeschätzt, da er meist zwischen Lüge und Wahrheit unterscheiden kann. Genial, wie ausgerechnet zwischen den beiden dann die Rede auf Freundschaft kommt und Ben sagt: "I know it’s no use having friends you can’t trust." Das ist dem jungen Ben ausgerechnet mit Sayid passiert, als er ihm vertraut hat und dann angeschossen wurde. Sowieso ist die weitere Sayid-Ben-Sache hier einmalig, aber dazu im Flashforward.
Jedenfalls kommt dann Locke und verhandelt mit ihm. Wieder mal ein genialer Ben-Spruch, als Locke Sayid Eistee anbietet: "I’m thirsty." Der Blick von Locke darauf ist einmalig. Er schafft es schließlich Locke davon zu überzeugen ihm Charlotte zu geben, damit er in die Hubschrauber kann, um genau nachzusehen, was Sache ist. Als Locke dann das mit Bens Frachterspion anführt kommt es zu jenem Satz, der zeigt wie mächtig sich Sayid verändern wird: "Forgive me, but the day I start trusting him is the day I would have sold my soul." Genauso wird es sein.
Sayid bringt schließlich Charlotte mit und auch wenn Frank merkt, dass er hereingelegt worden ist, so ist er dennoch froh, dass Miles erstmal weg ist. So hat er sein Ticket für den Hubschrauber und Desmond. Es ist unglaublich, aber das ist bis Staffel 6 die letzte Folge in der Desmond auf der Insel ist. Für ihn heißt es nun Abschied nehmen. Im übrigen ist er auch einer der Charaktere dem ich seinen Frieden gönne und nicht wieder auf der Insel haben möchte. Naomi kommt auch mit und somit ist alles bereit dafür endlich einmal den Frachter zu sehen.
DIE ZEIT
Hier gibt es erste deutliche Anzeichen für Zeitanomalien. Daniel experimentiert zusammen mit Regina herum, um zu sehen welche zeitlichen Unterschiede es gibt zwischen Insel und Frachter. Wir erleben dabei eine Abweichung von 31 Minuten. Offenbar wurde die Kapsel nicht ganz auf dem Kurs 305 zur Insel geschickt, sondern etwas daneben, sodass dieser Unterschied auftrat. Dies ändert sich offenbar extrem desto weiter der Kurs abweicht. Diese Anomalie trifft aber nur auf Masseobjekte zu, denn sonst könnte kein normaler Funkkontakt entstehen. Elektromagnetische Wellen werden also nicht gestört. Ich fand es übrigens genial, wie verwirrt Daniel an dieses Experiment herangeht und Franks Beschreibung über ihn war auch passend: "Half the stuff he says goes way over my head, the other half goes way, way over." Frank gefällt mir allgemein mit seinen Sprüchen in dieser Folge.
Desweiteren werden schon Andeutungen gemacht darauf, dass der Kurs genauestens einzuhalten ist, sonst könnte es zu Nebenwirkungen kommen. Genau das wird mit Desmond schließlich passieren.
SAYIDS FLASHFORWARD
Passend zum Tag des Mauerfalls sehe ich mir also die Episode an, die als einzige in ganz Lost in Deutschland spielt und auch noch in einem Restaurant, dass "Die Mauer" heißt beginnt. Das die Amis es nicht mit Deutsch haben dürften nach dieser Folge wohl jedem aufgefallen sein, Naveen Andrews und Thekla Reuthen sprechen so ein grauenhaftes Deutsch, dass die Untertitel sogar noch für uns Deutsche hilfreich sind. Und die berühmte Speisekarte hätte wohl selbst ein Analphabet besser geschrieben, da ist wirklich in jedem Wort ein Fehler, unfassbar.
Sayids Flashforward war von allen der interessanteste. Schon allein der Anfang ist genial, als er alleine auf den Golfplatz spielt und dann jener Mr. Avellino hinzukommt. Was war ich überrascht, als Sayid den plötzlich erschießt und habe mich gefragt, was nun kommt. Sayid als Auftragsmörder und dann in bester James-Bond-Manier. Schon herrlich wie facettenreich Lost doch ist. Jener Mr. Avellino ist dann auch der Vorwand von Ilana, um Sayid noch Guam zu überführen, ich glaube bis heute nicht, dass das der Grund ist, sondern Ilana nur das als Vorwand benutzt hat.
Später dann trifft er Elsa (welche Frau in diesem Alter heißt bitteschön noch so, typischer Ami-Klischeename) und geht mit ihr aus. Wir sehen gleich darauf, als Sayid eine Berliner Straße mit fürchterlich falschen Schildern und Markierungen entlanggeht, dass das so geplant war und er tatsächlich für jemanden arbeitet. Elsa fragt ihn dann immer wieder über seine Arbeit aus, ohne zu merken, dass er nur da ist, um an ihren Boss zu kommen. Genialerweise hat sie damit sogar Recht: "I was hoping it was because of me." Im übrigen schon krass, dass Sayid wieder mit einer Blonden rummacht, die eine Fremdsprache spricht. Genau wie Shannon wird aber auch diese erschossen und Sayid hat sich wiedermal in sie verliebt. Bei dem Ökonom glaube ich übrigens nicht, dass er Widmore ist, denn der würde sicherlich sofort wissen, dass Sayid möglicherweise für Ben arbeitet. Seine Identität bleibt im Unklaren, genauso ob Sayid ihn umgebracht hat, da Elsa ihn rät aus dem Hotel zu verschwinden, dürfte Sayid ihn eigentlich gar nicht verhindern. Da er aber zu seinem Boss zurückgeht, hat er diesen Auftrag womöglich erledigt.
Genau dieser Boss ist einer der krassesten Wendungen von ganz Lost. Er wird also seine Seele verkaufen, an dem Tag an dem er Ben vertraut. Nun in der Zukunft ist es so weit, er arbeitet und tötet für ihn im Glauben, dass er dadurch seine Leute schützt. Es gibt auch schon Andeutungen darauf, dass es durch Nadias Tod geschehen ist. Geschickt nutzt er das aus und macht aus Sayid ironischerweise den Menschen, der von sich selbst glaubt töten sei seine Bestimmung. Doch nur dadurch versucht ein Sayid, der in die Vergangenheit auf die Insel reist, Ben zu töten. Ein ganz verrückter Twist, Sayid bewirkt durch diesen Schuss erst, dass Ben jene manipulative Figur wird, die niemanden traut und es immer wieder schafft ihre Ziele zu erreichen. Das alles aber hätte er nie getan, wenn nicht selbige Person ihn so sehr beeinflußt hat, sodass er es als Verzweiflungstat ansieht ein Kind zu erschießen. Auch wenn mir Klein Bens angeblichen Tod überhaupt nicht gefällt, so sind die Twists in Sachen Charakterentwicklung einfach nur genial. Keiner konnte zu dem werden, ohne den anderen zu beeinflußen.
ANDERE CHARAKTERE
Zum ersten Mal erleben wir Diktator-Locke, als der er aber völlig versagt. "I’m making the decisions." So ziemlich jede davon geht schief und wir merken schon sofort, dass Locke nicht weiter weiß. Die Hütte ist verschwunden und seine Leute wollen wissen, wie es weitergeht. Da er überhaupt keine Ahnung vom Anführen hat trifft er eigenmächtig falsche Entscheidungen, die erste in diese hässlichen Baracken zu ziehen. Nur zu Erinnerung genau deswegen hat er Ben noch kritisiert, weil dieser mit seinen Leuten dort gewohnt hat, nun entscheidet er sich selbst für diesen Ort und scheitert. Ben bringt es wieder mal auf dem Punkt: "John’s looking for somebody to tell him what to do next." Bereits nächste Folge ist er schon so verzweifelt, sodass er sich wieder an Ben wendet, der nur auf diesen Augenblick gelauert hat. Die nächste falsche Entscheidung ist es Charlotte mit zu den Baracken zu nehmen und erst dort einzutauschen. Dadurch erfahren erst die Söldner, wo sich Ben befindet und haben sofort das richtige Ziel im Auge.
Leider wird hier schon die unfassbar schlechte nächste Folge angedeutet, als sich die beach bitch mit Sawyer unterhält. Der bringt es auf den Punkt, dass Kate außerhalb der Inseln nur Handschellen erwarten. Wenn es doch nur so gewesen wäre. Schön fand ich aber, dass er seinen Standpunkt auf der Insel zu bleiben, verteidigt.
Zum Abschluss sage ich noch was zu Bens Identität Dean Moriarty. Bekanntermaßen ist dieser der große Feind von Sherlock Holmes und die beiden bekämpfen sich ewig lang und sterben beide am Ende. Mich jedenfalls würde es am zweitmeisten freuen, wenn Ben auch erst so in der letzten Folge stirbt, am meisten würde ich mich freuen, wenn Ben die Serie überlebt. Für mich persönlich wäre dies das beste Lost-Ende was ich mir im Moment vorstellen kann, aber ich glaube kaum, dass es kommt. Jedenfalls sehen wir hier, dass Ben außerhalb der Insel durchaus gute Kontakte hat.
BODYCOUNT
Sayid in bester Killermanier, Mr. Avellino, Elsa und womöglich noch den Ökonom. Und ich habe überhaupt keine Ahnung wieviel Leute er wohl insgesamt für Ben umgebracht hat.
Summe: ca. 420 (429)
FAZIT:
WTF!! Eine schnell vorankommende Inselhandlung gepaart mit einem widersprüchlichen Zukunfts-Sayid. Noch dazu ein Ben, der langsam wieder mehr an Macht gewinnt und selbst einen seiner größten Feinde zu einem seiner Arbeiter macht. In drei Folgen von Staffel 4 kann Lost absolut überzeugen, noch dazu nehmen die Science Fiction Elemente zu. Leider wird ausgerechnet die langweiligste und schlechteste Szene dieser Folge der Inhalt der nächsten sein.
Sonntag, 8. November 2009
4/02 Confirmed Dead (Erik)
Mit dieser Folge geht Staffel 4 eigentlich erst richtig los und wie. Ohne lange zu Zögern wird sofort das Wissenschaftlerteam des Frachters eingeführt und noch dazu bekommen wir nun nach und nach Antworten, was es denn nun mit diesem falschen Oceanic-Wrack zutun hat. Das beste aber Ben is back.
FAKE-WRACK
Meine Meinung, diese Anfangsszene, als zwei Tauchkapseln das Fakewrack von Oceanic 815 finden hätte genauso gut als Seasonopener gepasst. So aber bleibt es trotzdem eine der besten Opener einer Folge. Wir erfahren nun endlich, was es damit auf sich hat, dass Oceanic 815 gefunden worden ist und alle Insassen tot sind. Es ist eine große Lüge und ich finde es interessant, dass die 2.Folge der 5.Staffel The Lie heißt und sich auf eine weitere Lüge mit diesem Wrack bezieht, die in Folge 2 von Staffel 4 erstmals eingeführt wird. Um aller Symbolik gerecht zu werden findet ausgerechnet eine "Christiane" das Wrack, wodurch wir einen leichten Bezug zu unserem Christian haben. Leider tritt hier die erste Riesenunlogik auf in Bezug auf diese Lügengeschichte, das Fakewrack wurde mehrere tausend Meilen entfernt versenkt von der eigentlichen Flugroute. Normalerweise hätte jeder merken müssen, dass irgendwas faul an der Sache ist. Sicher der Sundagraben war wegen der Unmöglichkeit zu bergen ein geeignetes Ziel, aber es hätte doch wohl auch Gräben mitten im Pazifik gegeben.
In allen Flashbacks der Freighters taucht in irgendeiner Weise diese Geschichte auf. Daniel heult, als er es im Fernsehen sieht, Miles hört davon im Radio und Charlotte liest es in einer tunesischen Zeitung. Der einzige, der sich intensiver damit befasst ist Frank, der konnte wohl zunächst sein Glück kaum fassen, dass er nicht auf jenem Flug dabei war, den er eigentlich fliegen sollte. Doch er hat gerade dadurch genug Insiderinformationen, um das ganze als Lüge zu entlarven. Der fehlende Ring von Seth Norris ist der erste Beweis, dass keine Fegefeuertheorie existieren kann, endgültig wird es erst, als Abbadon Naomi klarmacht, dass es keine Überlebenden von Oceanic 815 zu geben hat.
DAS FRACHTERTEAM
Ich fand die Einleitung dieser vier, durchweg gut gewählten Charakteren schon immer genial. Anstatt sie einfach so agieren zu lassen, bekommt jeder erst einmal einen Flashback, der uns die eigentlichen Aufgaben dieser Figuren näher vorstellt, sodass sich der Zuschauer sofort an sie gewöhnt.
Daniel ist Physiker und sichtlich verwirrt. Das merkt man eigentlich deutlich an fast jedem Gespräch, dass er führt. Er schwafelt ziemlich viel, unzusammenhängend, um zu verbergen, dass er eigentlich vollkommen verwirrt ist. Ausgelöst natürlich durch jenes Experiment, welches schon in seinem ersten Flashback angedeutet wird. Die Frau, die wir da sehen ist nicht seine Ehefrau, sondern seine Pflegerin und er heult offenbar wegen Oceanic 815 nicht nur weil es so traurig ist, sondern das dies der Auslöser ist, warum er und Charlotte zur Insel müssen. Vielleicht ist sein Verstand genau wie bei Desmond immer wieder hin und hergewandert, auch zu Charlottes Tod, er konnte nur damit nichts anfangen, da er es gleich wieder vergessen hat, aber sein Verstand konnte eine Verbindung zu dem Flugzeugabsturz herstellen, sodass er da nicht nur weil es so traurig war schließlich geheult hat. Er weiß aber nicht warum, da diese Erinnerung wieder verschwunden ist. Er ist auch der erste, der schließlich auf der Insel auf die Losties trifft und wir merken hier schon seine gutmütigen Absichten, verspricht er ihnen doch Rettung und ist sofort freundlich zu ihnen. Das deckt sich aber nicht mit den Interessen der anderen Freighters, Minkowski zum Beispiel macht ihm nochmal deutlich, dass Naomi wegen ihnen den Code verwendet hat. Im übrigen hören wir den hier ein letztes Mal am Telefon, danach macht er sich wohl auf, um mit Brandon zur Insel zu kommen, offenbar um in die Situation einzugreifen. Ein schwerer Fehler. Zum Ende der Folge hören wir dann das erste Mal Minkowskis Ersatz Regina, die berichtet, dass Minkowski nicht zu sprechen ist. Entweder ist er noch draußen oder bereits verwirrt zurückgekommen.
Auch Miles macht ihm das nochmal deutlich, doch da dieser ab hier die Führung übernimmt hat Daniel erst einmal nichts zu sagen. Dennoch zeigt er sich sehr vertrauensselig, was auch Kate merkt und versucht, dass er seine Waffe weggibt. Wir erfahren auch ein weiteres Phänomen der Insel, die seltsame Lichtbrechung. Ich schätze mal das hat etwas mit der zeitlichen Schutzkuppel zu tun und der Tatsache, dass bei jedem Flash ein so helles Licht entsteht. Das Widmore Daniel auf der Insel haben will, um mit bei der Festnahme von Ben zu helfen hat persönliche Gründe und leider auch zeitliniennotwendige.
Miles ist ganz anders als Daniel, der wirkt sofort feindselig, aufgrund der Nachricht von Naomi, auch als er feststellt, dass Jack und Kate nicht gelogen haben. So wird er schließlich entmachtet und zeigt sich danach von seiner herrlich zynischen Seite, die mir so an ihm gefällt. Als Daniel seinen Namen nennt, möchte er bloß nicht, dass er auch noch seinen Nachnamen sagt und droht ihm sogar alle Finger zu brechen, als er mehr von sich erzählt. Er möchte noch so wenig wie möglich preisgeben, damit der Auftrag nicht scheitert, bekanntermaßen ist er sehr auf Geld aus. Seine beste Aktion war aber die gespielte Überraschung, als Sayid fragt, warum sie nicht erstaunt sie lebend zu sehen. Er weiß natürlich längst, dass das alles ein Fake ist. In seinem Flashback erfahren wir einen sehr interessanten Aspekt, er ist Geisterjäger. Was mich nun verwundert hat, er behauptete mal, dass er nur durch Leichen mit den Geistern Kontakt aufnehmen kann. Im Zimmer des Jungen ist keine Leiche mehr, also entweder hat er gelogen oder wir haben mal wieder mal ein Plothole. Könnter aber auch dadurch zu erklären sein, dass der Geist der Jungen noch immer dort war und nur auf den kommt es an. Wir erfahren Tote sind nur Fleisch. Ich schätze diese Fähigkeit bekam er durch Samuel, denn der hat bekanntermaßen mit den Toten zutun. Seinen Zweck bei dieser Mission erfahren wir erst später, er sollte durch die Toten auf der Insel helfen Bens Aufenthaltsort zu lokalisieren. Als er hört, dass Juliet eine Other ist flippt er wohl deswegen so aus, weil er die Chance sieht den Auftrag schnell und sauber zu beenden.
Charlotte landet als einzige der vier bei Lockes Gruppe. Interessant fand ich es, wie sehr sie sich in dem Teich freut. Endlich ist sie nach all den Jahren wieder auf der Insel und das nur um zu sterben. Arme Charlotte. Ihre Vergangenheit ist am interessantesten. Verrückte, skurille, oftmals total lächerliche Theorien aufzustellen ist ein Hobby der Lost-Fans. Nun für mich ist das verrückteste und skurillste was bisher in der ganzen Show aufgetreten ist, dass ein Eisbär auf einer tropischen Insel durch das Drehen an einem gefrorenen Rad in die Wüste Tunesiens teleportiert wird. Man sieht richtig schön wie Charlottes Augen strahlen, als sie nach all der Zeit endlich mal wieder etwas von Dharma findet, bei denen sie acht Jahre gelebt hat. Nur sie ist bei ihrer Suche räumlich so weit weg von der Insel, wie es nur erdenmöglich ist. Im übrigen glaube ich, dass durch diesen Eisbär auch Widmore weiß, wo der Ausgang ist, wenn man das Frozen Donkey Wheel dreht. Es könnte sein, dass Charlotte deshalb einen Deal mit ihm gemacht hat, dass sie mit auf dem Frachter zur Insel kommt.
Franks Rolle wird sofort superinterressant werden, denn er ist mehr als ein trinkender Pilot sein. Er war dazu bestimmt Oceanic 815 zu fliegen, durch wen auch immer das verhindert wurde, es könnte Jacob sein, denn nicht umsonst tötet Smokey sofort Seth Norris. Jedenfalls ist er der einzige, der davon überzeugt ist, dass Oceanic 815 nicht im Sundagraben liegt und ehe diese Nachricht an die Öffentlichkeit gerät, hat sich wohl Widmore kurzerhand gedacht Frank als guten Piloten zu rekrutieren, damit er keinen Ärger macht. Das er tatsächlich ein Toppilot ist merken wir, als er den Helikopter trotz dieses Sturms heil zur Insel runterbringt.
BEN
Wie genial und wichtig dieser Charakter ist wurde erst in dieser Folge richtig deutlich. Ich dachte schon am Ende von Staffel 3 da war es um ihn geschehen, nun stellt sich heraus, dass ein ganzer Frachter nur wegen ihm geschickt worden ist. Ben rules.
Wieder einmal wird deutlich, dass er selbst gefesselt und zusammengeschlagen noch immer weiß, wie er die Leute manipuliert. Sofort merkt er, dass Locke wieder ratlos ist und Hurley die Hütte gefunden hat. Wie Locke seine Schusswunde überlebt ist übrigens eine der größten Ironien überhaupt, erst durch seinen Vater die Niere gestohlen, rettet sie ihm nun doch das Leben. Damit wird angedeutet, dass sein Vater ihn einmal doch etwas Gutes getan hat. Taller Walt könnte ein Hinweis auf einen zeitreisenden Walt sein, allerdings stelle ich mir das nach dem bisherigen Verlauf ziemlich unwahrscheinlich vor und bleibe bei meiner Jacob-Theorie. Im übrigen wird der aber nicht gesagt haben, dass er zur Hütte gehen soll. Locke weiß einfach nur nicht, wie es weitergeht.
Zurück zu Ben, der versucht verzweifelt zur einzigen Person durchzudringen, die ihm etwas bedeutet, Alex. Es klappt nicht. Genial, aber wie er auf Karl reagiert: "Karl! Now if you're gonna sleep with my daughter, I insist you call me Ben." Sawyer hat es dann zwar erkannt, aber fällt genauso auf seine Manipulationen rein, Ben hat natürlich seine Schwachstelle erkannt, Kate. Hier wird wieder deutlich welchen Einfluss doch die beach bitch auf die beiden Männer Jack und Sawyer hat. Jedenfalls schlägt Sawyer ihn zusammen und fragt, warum sie ihn nicht töten. Hier wird wieder deutlich, wie vertrauensselig Locke doch ist und Ben unterschätzt. "We're keeping him alive because he's been on this Island a lot longer than any of us. Because he has information we need. And because apart from his mouth, he's completely harmless." Locke will Ben nur am Leben erhalten, weil er nicht weiß wie es weitergeht und ihn befragen muss. Ich glaube auch Ben ist durch seine Manipulationen gefährlicher als alle in Lockes Gruppe zusammen.
Das merken wir dann, als er Charlotte erschießen will. Natürlich wird die Situation etwas schlechter für ihn, wenn eine der Personen ihn findet, die nur wegen ihm zur Insel gekommen sind. Er hat Glück, dass er noch bei Locke ist, der den Frachterleuten grundsätzlich feindlich eingestellt ist. Sein Versuch schlägt aber fehl wegen ihrer Weste und seine Exekution steht an. Locke erkennt nun genau wie Sawyer, dass Ben womöglich doch zu gefährlich ist. Und wieder einmal scheitert Ben damit mit einer geklauten Waffe jemanden zu erschießen, beim dritten Mal klappt es dann aber endlich. Wie genial er doch selbst noch in so einer Situation pokern kann finde ich wieder klasse. Er verrät mit Absicht nichts über Smokey und rückt nach und nach mit Informationen über Charlotte heraus. Eine Bitte wir alle wissen doch, dass Ben nicht 1979 sagt, sondern 1970, als er ihr Geburtsdatum angibt. Dadurch, dass er alles über sie und ihr Team weiß rettet er sich vorerst. "Your instinct was right, John, these people are a threat, and if you shoot me you'll never know how great a threat they were." Durch diesen Satz hat er natürlich gewonnen, ist Lockes Neugier doch so groß, dass er Ben nun auf jeden Fall am Leben hält. Doch er hat noch einen letzten Joker der ihn am Leben hält, neben der Information, dass sie wegen ihm hier sind, ist es noch sein Mann auf dem Frachter. Es sollen sich bitte alle die melden, die nicht sofort auf Michael gekommen sind.
BODYCOUNT
Ich zähle mal den toten Jungen in Miles Flashback mit hinzu. Ansonsten ist es schon erstaunlich, dass niemand in einer Folge mit dead im Titel stirbt.
Summe: ca. 417 (426)
FAZIT:
Grandios, interessanter kann eine neue Staffel gar nicht beginnen. Die neuen Charaktere werden uns sofort sehr gut vorgestellt und perfekt in die Inselhandlung integriert. Wir erhalten Antworten auf das Fake-Wrack und erfahren die wahre Absicht der Frachterleute. Noch dazu steht Ben urplötzlich mehr im Mittelpunkt als je zuvor und das ist das beste an dieser Folge überhaupt.
FAKE-WRACK
Meine Meinung, diese Anfangsszene, als zwei Tauchkapseln das Fakewrack von Oceanic 815 finden hätte genauso gut als Seasonopener gepasst. So aber bleibt es trotzdem eine der besten Opener einer Folge. Wir erfahren nun endlich, was es damit auf sich hat, dass Oceanic 815 gefunden worden ist und alle Insassen tot sind. Es ist eine große Lüge und ich finde es interessant, dass die 2.Folge der 5.Staffel The Lie heißt und sich auf eine weitere Lüge mit diesem Wrack bezieht, die in Folge 2 von Staffel 4 erstmals eingeführt wird. Um aller Symbolik gerecht zu werden findet ausgerechnet eine "Christiane" das Wrack, wodurch wir einen leichten Bezug zu unserem Christian haben. Leider tritt hier die erste Riesenunlogik auf in Bezug auf diese Lügengeschichte, das Fakewrack wurde mehrere tausend Meilen entfernt versenkt von der eigentlichen Flugroute. Normalerweise hätte jeder merken müssen, dass irgendwas faul an der Sache ist. Sicher der Sundagraben war wegen der Unmöglichkeit zu bergen ein geeignetes Ziel, aber es hätte doch wohl auch Gräben mitten im Pazifik gegeben.
In allen Flashbacks der Freighters taucht in irgendeiner Weise diese Geschichte auf. Daniel heult, als er es im Fernsehen sieht, Miles hört davon im Radio und Charlotte liest es in einer tunesischen Zeitung. Der einzige, der sich intensiver damit befasst ist Frank, der konnte wohl zunächst sein Glück kaum fassen, dass er nicht auf jenem Flug dabei war, den er eigentlich fliegen sollte. Doch er hat gerade dadurch genug Insiderinformationen, um das ganze als Lüge zu entlarven. Der fehlende Ring von Seth Norris ist der erste Beweis, dass keine Fegefeuertheorie existieren kann, endgültig wird es erst, als Abbadon Naomi klarmacht, dass es keine Überlebenden von Oceanic 815 zu geben hat.
DAS FRACHTERTEAM
Ich fand die Einleitung dieser vier, durchweg gut gewählten Charakteren schon immer genial. Anstatt sie einfach so agieren zu lassen, bekommt jeder erst einmal einen Flashback, der uns die eigentlichen Aufgaben dieser Figuren näher vorstellt, sodass sich der Zuschauer sofort an sie gewöhnt.
Daniel ist Physiker und sichtlich verwirrt. Das merkt man eigentlich deutlich an fast jedem Gespräch, dass er führt. Er schwafelt ziemlich viel, unzusammenhängend, um zu verbergen, dass er eigentlich vollkommen verwirrt ist. Ausgelöst natürlich durch jenes Experiment, welches schon in seinem ersten Flashback angedeutet wird. Die Frau, die wir da sehen ist nicht seine Ehefrau, sondern seine Pflegerin und er heult offenbar wegen Oceanic 815 nicht nur weil es so traurig ist, sondern das dies der Auslöser ist, warum er und Charlotte zur Insel müssen. Vielleicht ist sein Verstand genau wie bei Desmond immer wieder hin und hergewandert, auch zu Charlottes Tod, er konnte nur damit nichts anfangen, da er es gleich wieder vergessen hat, aber sein Verstand konnte eine Verbindung zu dem Flugzeugabsturz herstellen, sodass er da nicht nur weil es so traurig war schließlich geheult hat. Er weiß aber nicht warum, da diese Erinnerung wieder verschwunden ist. Er ist auch der erste, der schließlich auf der Insel auf die Losties trifft und wir merken hier schon seine gutmütigen Absichten, verspricht er ihnen doch Rettung und ist sofort freundlich zu ihnen. Das deckt sich aber nicht mit den Interessen der anderen Freighters, Minkowski zum Beispiel macht ihm nochmal deutlich, dass Naomi wegen ihnen den Code verwendet hat. Im übrigen hören wir den hier ein letztes Mal am Telefon, danach macht er sich wohl auf, um mit Brandon zur Insel zu kommen, offenbar um in die Situation einzugreifen. Ein schwerer Fehler. Zum Ende der Folge hören wir dann das erste Mal Minkowskis Ersatz Regina, die berichtet, dass Minkowski nicht zu sprechen ist. Entweder ist er noch draußen oder bereits verwirrt zurückgekommen.
Auch Miles macht ihm das nochmal deutlich, doch da dieser ab hier die Führung übernimmt hat Daniel erst einmal nichts zu sagen. Dennoch zeigt er sich sehr vertrauensselig, was auch Kate merkt und versucht, dass er seine Waffe weggibt. Wir erfahren auch ein weiteres Phänomen der Insel, die seltsame Lichtbrechung. Ich schätze mal das hat etwas mit der zeitlichen Schutzkuppel zu tun und der Tatsache, dass bei jedem Flash ein so helles Licht entsteht. Das Widmore Daniel auf der Insel haben will, um mit bei der Festnahme von Ben zu helfen hat persönliche Gründe und leider auch zeitliniennotwendige.
Miles ist ganz anders als Daniel, der wirkt sofort feindselig, aufgrund der Nachricht von Naomi, auch als er feststellt, dass Jack und Kate nicht gelogen haben. So wird er schließlich entmachtet und zeigt sich danach von seiner herrlich zynischen Seite, die mir so an ihm gefällt. Als Daniel seinen Namen nennt, möchte er bloß nicht, dass er auch noch seinen Nachnamen sagt und droht ihm sogar alle Finger zu brechen, als er mehr von sich erzählt. Er möchte noch so wenig wie möglich preisgeben, damit der Auftrag nicht scheitert, bekanntermaßen ist er sehr auf Geld aus. Seine beste Aktion war aber die gespielte Überraschung, als Sayid fragt, warum sie nicht erstaunt sie lebend zu sehen. Er weiß natürlich längst, dass das alles ein Fake ist. In seinem Flashback erfahren wir einen sehr interessanten Aspekt, er ist Geisterjäger. Was mich nun verwundert hat, er behauptete mal, dass er nur durch Leichen mit den Geistern Kontakt aufnehmen kann. Im Zimmer des Jungen ist keine Leiche mehr, also entweder hat er gelogen oder wir haben mal wieder mal ein Plothole. Könnter aber auch dadurch zu erklären sein, dass der Geist der Jungen noch immer dort war und nur auf den kommt es an. Wir erfahren Tote sind nur Fleisch. Ich schätze diese Fähigkeit bekam er durch Samuel, denn der hat bekanntermaßen mit den Toten zutun. Seinen Zweck bei dieser Mission erfahren wir erst später, er sollte durch die Toten auf der Insel helfen Bens Aufenthaltsort zu lokalisieren. Als er hört, dass Juliet eine Other ist flippt er wohl deswegen so aus, weil er die Chance sieht den Auftrag schnell und sauber zu beenden.
Charlotte landet als einzige der vier bei Lockes Gruppe. Interessant fand ich es, wie sehr sie sich in dem Teich freut. Endlich ist sie nach all den Jahren wieder auf der Insel und das nur um zu sterben. Arme Charlotte. Ihre Vergangenheit ist am interessantesten. Verrückte, skurille, oftmals total lächerliche Theorien aufzustellen ist ein Hobby der Lost-Fans. Nun für mich ist das verrückteste und skurillste was bisher in der ganzen Show aufgetreten ist, dass ein Eisbär auf einer tropischen Insel durch das Drehen an einem gefrorenen Rad in die Wüste Tunesiens teleportiert wird. Man sieht richtig schön wie Charlottes Augen strahlen, als sie nach all der Zeit endlich mal wieder etwas von Dharma findet, bei denen sie acht Jahre gelebt hat. Nur sie ist bei ihrer Suche räumlich so weit weg von der Insel, wie es nur erdenmöglich ist. Im übrigen glaube ich, dass durch diesen Eisbär auch Widmore weiß, wo der Ausgang ist, wenn man das Frozen Donkey Wheel dreht. Es könnte sein, dass Charlotte deshalb einen Deal mit ihm gemacht hat, dass sie mit auf dem Frachter zur Insel kommt.
Franks Rolle wird sofort superinterressant werden, denn er ist mehr als ein trinkender Pilot sein. Er war dazu bestimmt Oceanic 815 zu fliegen, durch wen auch immer das verhindert wurde, es könnte Jacob sein, denn nicht umsonst tötet Smokey sofort Seth Norris. Jedenfalls ist er der einzige, der davon überzeugt ist, dass Oceanic 815 nicht im Sundagraben liegt und ehe diese Nachricht an die Öffentlichkeit gerät, hat sich wohl Widmore kurzerhand gedacht Frank als guten Piloten zu rekrutieren, damit er keinen Ärger macht. Das er tatsächlich ein Toppilot ist merken wir, als er den Helikopter trotz dieses Sturms heil zur Insel runterbringt.
BEN
Wie genial und wichtig dieser Charakter ist wurde erst in dieser Folge richtig deutlich. Ich dachte schon am Ende von Staffel 3 da war es um ihn geschehen, nun stellt sich heraus, dass ein ganzer Frachter nur wegen ihm geschickt worden ist. Ben rules.
Wieder einmal wird deutlich, dass er selbst gefesselt und zusammengeschlagen noch immer weiß, wie er die Leute manipuliert. Sofort merkt er, dass Locke wieder ratlos ist und Hurley die Hütte gefunden hat. Wie Locke seine Schusswunde überlebt ist übrigens eine der größten Ironien überhaupt, erst durch seinen Vater die Niere gestohlen, rettet sie ihm nun doch das Leben. Damit wird angedeutet, dass sein Vater ihn einmal doch etwas Gutes getan hat. Taller Walt könnte ein Hinweis auf einen zeitreisenden Walt sein, allerdings stelle ich mir das nach dem bisherigen Verlauf ziemlich unwahrscheinlich vor und bleibe bei meiner Jacob-Theorie. Im übrigen wird der aber nicht gesagt haben, dass er zur Hütte gehen soll. Locke weiß einfach nur nicht, wie es weitergeht.
Zurück zu Ben, der versucht verzweifelt zur einzigen Person durchzudringen, die ihm etwas bedeutet, Alex. Es klappt nicht. Genial, aber wie er auf Karl reagiert: "Karl! Now if you're gonna sleep with my daughter, I insist you call me Ben." Sawyer hat es dann zwar erkannt, aber fällt genauso auf seine Manipulationen rein, Ben hat natürlich seine Schwachstelle erkannt, Kate. Hier wird wieder deutlich welchen Einfluss doch die beach bitch auf die beiden Männer Jack und Sawyer hat. Jedenfalls schlägt Sawyer ihn zusammen und fragt, warum sie ihn nicht töten. Hier wird wieder deutlich, wie vertrauensselig Locke doch ist und Ben unterschätzt. "We're keeping him alive because he's been on this Island a lot longer than any of us. Because he has information we need. And because apart from his mouth, he's completely harmless." Locke will Ben nur am Leben erhalten, weil er nicht weiß wie es weitergeht und ihn befragen muss. Ich glaube auch Ben ist durch seine Manipulationen gefährlicher als alle in Lockes Gruppe zusammen.
Das merken wir dann, als er Charlotte erschießen will. Natürlich wird die Situation etwas schlechter für ihn, wenn eine der Personen ihn findet, die nur wegen ihm zur Insel gekommen sind. Er hat Glück, dass er noch bei Locke ist, der den Frachterleuten grundsätzlich feindlich eingestellt ist. Sein Versuch schlägt aber fehl wegen ihrer Weste und seine Exekution steht an. Locke erkennt nun genau wie Sawyer, dass Ben womöglich doch zu gefährlich ist. Und wieder einmal scheitert Ben damit mit einer geklauten Waffe jemanden zu erschießen, beim dritten Mal klappt es dann aber endlich. Wie genial er doch selbst noch in so einer Situation pokern kann finde ich wieder klasse. Er verrät mit Absicht nichts über Smokey und rückt nach und nach mit Informationen über Charlotte heraus. Eine Bitte wir alle wissen doch, dass Ben nicht 1979 sagt, sondern 1970, als er ihr Geburtsdatum angibt. Dadurch, dass er alles über sie und ihr Team weiß rettet er sich vorerst. "Your instinct was right, John, these people are a threat, and if you shoot me you'll never know how great a threat they were." Durch diesen Satz hat er natürlich gewonnen, ist Lockes Neugier doch so groß, dass er Ben nun auf jeden Fall am Leben hält. Doch er hat noch einen letzten Joker der ihn am Leben hält, neben der Information, dass sie wegen ihm hier sind, ist es noch sein Mann auf dem Frachter. Es sollen sich bitte alle die melden, die nicht sofort auf Michael gekommen sind.
BODYCOUNT
Ich zähle mal den toten Jungen in Miles Flashback mit hinzu. Ansonsten ist es schon erstaunlich, dass niemand in einer Folge mit dead im Titel stirbt.
Summe: ca. 417 (426)
FAZIT:
Grandios, interessanter kann eine neue Staffel gar nicht beginnen. Die neuen Charaktere werden uns sofort sehr gut vorgestellt und perfekt in die Inselhandlung integriert. Wir erhalten Antworten auf das Fake-Wrack und erfahren die wahre Absicht der Frachterleute. Noch dazu steht Ben urplötzlich mehr im Mittelpunkt als je zuvor und das ist das beste an dieser Folge überhaupt.
Freitag, 6. November 2009
4/01 The Beginning of the End (Erik)
Verkürzte Staffel, ein extremes Abdriften in das Science-Fiction Genre und ein Wahnsinnstempo, das ist der Anfang vom Ende von Lost. Besser hätte der Titel dieser Openerfolge gar nicht benannt werden können. Zu Unrecht wird diese Folge niedergemacht ist sie doch eher eine Art Brücke zwischen Old und New Lost.
DIE TRENNUNG
Als die Staffeln noch länger waren hat man zwei bis drei Folgen erstmal dafür verwendet, die am Ende eines Finales aufgesplitteten Handlungsstränge aufzuklären. Dies wirkte stellenweise ziemlich gekünstelt in die Länge gezogen, gerade zu Beginn von Staffel 3. Nun ich habe mir oft überlegt, dass wenn Staffel 4 die Länge der anderen Staffeln gehabt hätte, hätten wir wohl in der ersten Folge eine Jack Centric gesehen, in der alles passiert, außer das die Story vorangetrieben wird. Zweite Folge wäre wohl irgendeinem der Charaktere am Strand geschenkt worden und die dritte Folge dann wie Desmond aus der Station kommt. Irgendwann gegen Folge 10 hätten sich dann alle Gruppen vereint.
Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Wir sehen einen Hurley, der sofort mit Jack Kontakt aufnimmt und die (noch) freudige Nachricht aufnimmt, dass sie den Frachter angerufen haben. Der Blick dabei auf Ben soll diesem wohl nochmal verdeutlichen, dass er versagt hat. Hurley jedenfalls gibt die freudige Kunde weiter. Auffällig Juliet begräbt ihre Gefallenen Others-Kameraden, Sawyer steht daneben und trinkt Bier.
Währenddessen besprechen Kate und Jack das Locke-Problem. Wieder einmal sehen wir den Wandel von Jack und er sagt eiskalt: "He comes back I'm gonna kill him." Ich hätte nie gedacht, dass er tatsächlich dann vor allen seinen Leuten den Abzug drückt. Jack hat mich mächtig beeindruckt. Schon hier tritt das erste Ärgernis mit Naomi auf. Jeder lässt die einfach mit dem Messer im Rücken liegen und vergammeln, Jack prüft noch nicht einmal nach, ob sie lebt.
Ben mittlerweile ist nun wieder besorgt um seine Tochter und redet Rousseau ein Alex mit aller Macht wegzuschaffen. Zu Recht, denn die Frachterleute sind wegen ihm da und versuchen mittels vertrauten Personen an ihn heranzukommen. Hier sieht er wohl den einzigen Fehler ein, den er gemacht hat, als er zu den Losties gegangen ist, Alex mitzunehmen. Rousseau ignoriert das konsequent und schlägt ihn stattdessen, als er wieder Tochter sagt. Eine falsche Entscheidung.
Am Strand ist Hurley noch immer fröhlich und es kommt zu jener legendären cannonball-Szene, die eine der schönsten ist. Danach wandelt sich aber alles, als Desmond zurückkommt und Charlies letzte Nachricht übermittelt. Schon hier merken wir, dass sich außer Hurley niemand einen Dreck um Charlie schert, anstatt die Nachricht vom Tod einer ihrer Kameraden zu übermitteln, drängt Desmond sofort darauf Jack zu benachrichtigen. Erst als Hurley laut schreiend danach fragt, sagt es Desmond allen. Wenigstens sind alle sichtlich betroffen davon.
Bald darauf bricht aber wieder ein Streit aus was zu tun ist, Hurley reißt einfach mal die Kontrolle an sich und zieht los. Hier sind erste Züge zu erkennen, dass Hurley tatsächlich etwas auf eigene Faust beschließen kann und auch Leute dafür mitreißt. Vielleicht wird das noch in Staffel 6 sehr wichtig sein. Bewaffnet ziehen sie also los gegen ihre eigenen Leute, das birgt schon wieder Konfliktpotential. Sawyers Satz fand ich passend: "And here I was thinking I was gonna get a good night's sleep."
Dann beginnt das Naomi-Dilemma beim Funkturm erst richtig. Außer Ben sieht also niemand, dass sie sich unbemerkt davon schleicht und schwer verletzt zwei Spuren legen kann. Sehr schlecht geschrieben das Ganze. Genial aber wie dadurch Ben wieder halbwegs die Kontrolle an sich reißen kann und etwas Wichtiges weiß, dass er aber niemanden verrät. Dies nutzt er auch aus, als Kate bei der Umarmung Jacks Satellitentelefon nimmt, um der richtigen Spur zu folgen. Danielle und Jack folgen zusammen mit Ben der anderen und merken, dass sie hereingelegt worden sind. Genial fand ich wie Ben sagt, dass er den Frachter anrufen und sagen soll: "Better call the boat. Tell em she's getting a real big bundle of firewood." Selbst zusammengeschlagen, angebunden schafft er es noch coole Sprüche rauszuhauen und die Losties gegeneinander auszuspielen. Jacks Gesicht war zu genial, als er wieder mal merkt, dass ihn Ben hereingelegt hat.
Kate findet derweil Naomi, die offenbar solange schwerverletzt in dem Baum gewartet hat, bis tatsächlich jemand vorbeikommt. Warum ich diese ganze Sache konstruiert fand?
1. War der ganze Sinn des Staffel 3 Finales diesen Anruf zu tätigen, damit die Frachterleute herkommen können, auf einmal ist die Position wieder weg und Naomi muss es richten.
2. Ich fand es sehr unlogisch, dass Naomi schwer verletzt die Zeit hat zwei Fährten zu legen.
3. Wenn ich der Meinung bin, dass mich jemand getötet hat, dem ich versucht habe zu helfen und ich die Chance haben dem die Kehle durchzuschneiden, dann mache ich das normalerweise. Was hindert Naomi daran Kate die Kehle durchzuschneiden und einfach das Telefon zu nehmen? Nichts.
Die Sache bekommt wenigstens durch den Code "tell my sister I love her" einen Sinn und Naomi hat hiermit ihren Auftrag auch erfüllt, dem Wissenschaftler-Team den Weg zur Insel freizumachen.
Was wieder an Konstruiertheit nicht zu überbieten war, dass sich die Strandleute zum Cockpit begeben und die anderen zufällig auch dahingehen. Genau drei Leute waren dort und niemand sonst, da sie diese Stelle wegen dem Piloten gemieden haben. Schön fand ich es, dass während der Wanderung Sawyer immer freundlichere Züge bekommt und er sich um Hurleys Wohlbefinden sorgt. Der Beginn deren Freundschaft.
Locke taucht mir sehr überraschend auf, aber dazu sage ich etwas, wenn es um die Hütte geht. Wieder mal steht Locke allein seinen alten Mitabgestürzten gegenüber und muss sich rechtfertigen, ehe es aber so weit ist kommt der Rest. Die Wiedervereinigungsszene war vorallendingen bei Rose und Bernard toll, als Rose Rambo sagt. Als Hurley Claire von Charlies Tod berichtet war das aber schon sehr ergreifend. Schließlich tritt Jack hinzu und es kommt zum Höhepunkt der Jack-Locke Auseinandersetzungen. Jack will tatsächlich Locke eiskalt vor seinen Leuten erschießen, was für ein Glück, dass er vorher seine Patronen herausgeholt hat.
Ein Lachen konnte ich mir dann nicht unterdrücken, als sich Locke rechtfertigt mit: "All I did, all I have ever done, has been in the best interest of all of us." Was war denn mit Boone, der Swan, dem U-Boot? Locke sollte sich das wirklich nochmal genau überlegen. Jedenfalls kommt es dann zu der Trennung des Camps, die Locke selber vorschlägt, als er meint, dass er zum Schutz vor den Leuten zu den Baracken geht. Er wäre wohl allein gewesen, wenn sich nicht Hurley überraschend auf seine Seite gestellt hätte und durch Charlies Tod noch einige andere überzeugen kann. Die Aufteilung wirkt logisch, Claire kommt wegen Charlie mit, Danielle möchte nicht von der Insel, Alex und Karl möchten bei ihr bleiben, Ben will sowieso so weit wie möglich weg von den Frachterleuten sein und Sawyer gefällt es wohl langsam auf der Insel. "Jack with your permission, I'd like to go with John." Damit rettet Jack wohl gleichzeitig sein Leben, sowie er auch die Rettung extrem hinauszögert. Hätten sie Ben gleich übergeben können, so wäre der Auftrag schnell und problemlos zu Ende geführt wurden. Ich möchte mal nicht die fünf Redshirts unterschlagen, die mit Locke gehen. Sind wohl einfach nur angetan von ihm.
Der Regen symbolisiert dann die erste richtige Trennung der Losties, eine epische Szene.
DIE HÜTTE
Als ob das Ding nicht schon mysteriös genug wäre, so steigert sich das hier noch. Auf einmal sitzt Christian Shephard darin, der noch einen Kollegen hat, dessen Hauptaufgabe es wohl ist dicke Wanderer zu vertreiben. Ich denke einmal hier haben wir tatsächlich Samuel gesehen in Christian Verkleidung, der nun darauf wartet, dass Locke zu ihm kommt, damit er ihm den Auftrag mit dem Bewegen der Insel geben kann. Unter dem Augen-Mann kann ich mir noch nicht viel vorstellen, vielleicht ein Gehilfe von Samuel, vielleicht ist er sogar der Big Boss der Insel. Hoffentlich kriegen wir dazu in Staffel 6 noch etwas Aufklärung. Im übrigen war es wohl nie geplant, dass Hurley die Hütte findet, denn der Augen-Mann wirkte eher so, als ob Hurley sie bei irgendetwas unterbrochen hatte. Wohl wieder ein Beweis, dass Hurley tatsächlich die Variable ist, die noch so einiges verändern kann.
Das nächste Seltsame ist, dass sich die Hütte frei über die Insel bewegt, das merken wir, als Hurley vor ihr davon läuft und plötzlich wieder vor ihr steht. Ich kann mir nur vorstellen, dass es damit zusammenhängt, dass die Insel sowieso willkürlich durch den Raum wandert und die Hütte nicht die gleiche Geschwindigkeit dabei hat, offenbar verursacht durch die Inseloberen, sodass die Hütte immer mal wieder ihren Standort ändert. Klingt zwar nicht sehr einleuchtend, aber wer mir das logischer erklären kann, wie so eine Hütte ständig ihren Standort wechselt bitte her damit.
Im übrigen, dass kurz darauf Locke erscheint sehe ich als Zeichen, dass dieser nach der Hütte gesucht hat, um zu wissen, wie es nun weitergeht. Wieder einmal sehen wir also, dass Locke so gut wie nichts von selbst machen kann und immer den Rat irgendeines anderen braucht.
HURLEYS FLASHFORWARD
Hat das irgendwas zu bedeuten, dass der erste Flashforward von New Lost ausgerechnet Hurley gewidmet ist? Gut Jack hatte schon, aber ich fand es nicht schlecht, dass Hurley endlich mal in der ersten Folge dran ist. Den Opener mit den Papayas fanden viele nicht so gut, man hatte versucht den Eindruck zu erwecken wir seien noch auf der Insel. Im Gegensatz aber zu den anderen Openern, in der minutenlang der Eindruck erweckt werden konnte, wir wären wo völlig anders, dauert das hier nur zehn Sekunden, viel zu kurz, um wirklich zu überraschen.
Grundsätzlich sehen wir in den Flashforwards meist das gegensätzliche Verhalten der Charaktere, wie auf der Insel. Der nette, liebenswerte Hurley befindet sich auf der Flucht vor der Polizei, wird dann aber in seinem neu hergerichteten Camaro geschnappt. Übrigens sehen wir da Randy, wie er die ganze Szene filmt. Ein Satz prägt nun diese ganze Staffel: "I'm one of the Oceanic six!!!" Ist schon krass, dass wir nach einer Folge bereits schon die Hälfte kennen, da rein von der Logik Jack und Kate auch dazugehören müssen.
Dann wird Hurley ausgerechnet von Ana-Lucias alten Polizistenkollegen verhört, der ihn sogar auf sie anspricht. Durch die Lügen kann Hurley keine genaue Auskunft geben, im übrigen gab es glaube ich gar keine gemeinsame Szene zwischen den beiden, eben erst in The Lie. Als wir sehen, dass Hurley nur ausgeflippt ist relativiert sich die Polizeisache wieder und als er nach einer sehr realen Vision von Charlie, der mit dem Hinweis "They need you" gegen den Zauberspiegel schwimmt, dreht er endgültig durch und ist froh, dass er wieder in die Santa Rose Klinik kann. So fand bei Hurley letztendlich doch keine gravierende Änderung statt wie bei den anderen, er ist wieder da, wo er angefangen hat.
Dort hat er nicht nur Lenny-Ersatz gefunden, sondern wird auch noch von dem finsteren "Bruce Darnell"-Verschnitt Matthew Abbadon besucht. Dieser möchte ihm anbieten in eine andere Klinik zu gehen mit Meeresblick und angeblich wäre er ein Vertreter von Oceanic. Da er in Wirklichkeit für Widmore arbeitet und ich denke, dass dieser wiederum mit Samuel unter eine Decke steckt, war das wohl nur ein Versuch Hurley wieder aus dem Spiel zu nehmen. "Are they still alive?" war dann der erste Hinweis, dass es durchaus noch Überlebende auf der Insel gibt. Zu diesem Zeitpunkt sind das ganze fünf Stück, noch dazu in einer völlig anderen Zeit. Hurley lässt sich aber nicht einschüchtern und dreht wie Lenny damals durch und Abbadon verschwindet. Das Schachbrett stand nicht umsonst, zeigt es doch nur, dass auch Abbadon eine entscheidende Figur dabei ist.
Als Nächstes besucht ihn Charlie, der auch der Grund ist warum Hurley in diesem Laden so ausgerastet ist. Für mich eine Samuel-Erscheinung, als Hint sehe ich dabei die schwarze Lederjacke an, die Charlie trägt. Offenbar verfügt Samuel über die Gabe sich manchmal nur teilweise Personen zu zeigen, sodass in diesem Laden nur Hurley ihn sehen konnte, jetzt aber auch ein anderer Irrer. Das Ziel von diesem Charlie-Samuel ist wohl Hurley noch weiter verrückt zu machen und nicht, wie wir durch das "They need you" annehmen können zur Insel zurückkehren. Tatsächlich wird Hurley derjenige sein, der am schwersten von der Rückkehr zu überzeugen ist. Ich glaube nicht, dass sich Charlie tatsächlich durch das bis Fünfzählen hat vertreiben lassen, er ist einfach nur verschwunden, da es keinen Sinn mehr macht sich mit Hurley zu unterhalten.
Im letzten Flashforward kriegen wir auch einige Hints auf Jacks Werdegang, er will einen Bart tragen und wird wieder Arzt. Genauso sehen wir, dass er beim Basketball ein ziemlicher Versager ist. Etwas unpassend für den Verlauf wirkte es schon, dass sich Hurley nun dafür entschuldigt mit Locke gegangen zu sein, deutet wohl nur darauf hin, dass auf diese Gruppe noch gewaltige Probleme zukommen. Hurley erkennt auch als Erster, dass es wohl ein Fehler war zu gehen, doch Jack wehrt sofort ab. Hier kommt es zur gleichen Unterhaltung wie in dieser Mobisode, als Jack gegen Ben Schach spielt. "Never say never."
BODYCOUNT
Naomi hätte schon längst tot sein müssen, nun ist es soweit.
Summe: ca. 416 (425)
FAZIT:
Zu Unrecht wird diese Folge verdammt von den Fans. Alle drei Handlungsstränge werden sofort zusammengeführt und es findet eine Trennung der Losties statt. Sehr verwirrend ist sowohl Hurleys Flashforward, als auch sein plötzliches Finden der Hütte. Leider wirkt die Sache mit der nichttoten Naomi genauso arg konstruiert wie der Treffpunkt Cockpit. Die Folge wirkt eher wie eine Überbrückung zwischen Staffel 3 und 4, denn erst mit dem Ende, als Daniel auftaucht, geht es richtig los.
DIE TRENNUNG
Als die Staffeln noch länger waren hat man zwei bis drei Folgen erstmal dafür verwendet, die am Ende eines Finales aufgesplitteten Handlungsstränge aufzuklären. Dies wirkte stellenweise ziemlich gekünstelt in die Länge gezogen, gerade zu Beginn von Staffel 3. Nun ich habe mir oft überlegt, dass wenn Staffel 4 die Länge der anderen Staffeln gehabt hätte, hätten wir wohl in der ersten Folge eine Jack Centric gesehen, in der alles passiert, außer das die Story vorangetrieben wird. Zweite Folge wäre wohl irgendeinem der Charaktere am Strand geschenkt worden und die dritte Folge dann wie Desmond aus der Station kommt. Irgendwann gegen Folge 10 hätten sich dann alle Gruppen vereint.
Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Wir sehen einen Hurley, der sofort mit Jack Kontakt aufnimmt und die (noch) freudige Nachricht aufnimmt, dass sie den Frachter angerufen haben. Der Blick dabei auf Ben soll diesem wohl nochmal verdeutlichen, dass er versagt hat. Hurley jedenfalls gibt die freudige Kunde weiter. Auffällig Juliet begräbt ihre Gefallenen Others-Kameraden, Sawyer steht daneben und trinkt Bier.
Währenddessen besprechen Kate und Jack das Locke-Problem. Wieder einmal sehen wir den Wandel von Jack und er sagt eiskalt: "He comes back I'm gonna kill him." Ich hätte nie gedacht, dass er tatsächlich dann vor allen seinen Leuten den Abzug drückt. Jack hat mich mächtig beeindruckt. Schon hier tritt das erste Ärgernis mit Naomi auf. Jeder lässt die einfach mit dem Messer im Rücken liegen und vergammeln, Jack prüft noch nicht einmal nach, ob sie lebt.
Ben mittlerweile ist nun wieder besorgt um seine Tochter und redet Rousseau ein Alex mit aller Macht wegzuschaffen. Zu Recht, denn die Frachterleute sind wegen ihm da und versuchen mittels vertrauten Personen an ihn heranzukommen. Hier sieht er wohl den einzigen Fehler ein, den er gemacht hat, als er zu den Losties gegangen ist, Alex mitzunehmen. Rousseau ignoriert das konsequent und schlägt ihn stattdessen, als er wieder Tochter sagt. Eine falsche Entscheidung.
Am Strand ist Hurley noch immer fröhlich und es kommt zu jener legendären cannonball-Szene, die eine der schönsten ist. Danach wandelt sich aber alles, als Desmond zurückkommt und Charlies letzte Nachricht übermittelt. Schon hier merken wir, dass sich außer Hurley niemand einen Dreck um Charlie schert, anstatt die Nachricht vom Tod einer ihrer Kameraden zu übermitteln, drängt Desmond sofort darauf Jack zu benachrichtigen. Erst als Hurley laut schreiend danach fragt, sagt es Desmond allen. Wenigstens sind alle sichtlich betroffen davon.
Bald darauf bricht aber wieder ein Streit aus was zu tun ist, Hurley reißt einfach mal die Kontrolle an sich und zieht los. Hier sind erste Züge zu erkennen, dass Hurley tatsächlich etwas auf eigene Faust beschließen kann und auch Leute dafür mitreißt. Vielleicht wird das noch in Staffel 6 sehr wichtig sein. Bewaffnet ziehen sie also los gegen ihre eigenen Leute, das birgt schon wieder Konfliktpotential. Sawyers Satz fand ich passend: "And here I was thinking I was gonna get a good night's sleep."
Dann beginnt das Naomi-Dilemma beim Funkturm erst richtig. Außer Ben sieht also niemand, dass sie sich unbemerkt davon schleicht und schwer verletzt zwei Spuren legen kann. Sehr schlecht geschrieben das Ganze. Genial aber wie dadurch Ben wieder halbwegs die Kontrolle an sich reißen kann und etwas Wichtiges weiß, dass er aber niemanden verrät. Dies nutzt er auch aus, als Kate bei der Umarmung Jacks Satellitentelefon nimmt, um der richtigen Spur zu folgen. Danielle und Jack folgen zusammen mit Ben der anderen und merken, dass sie hereingelegt worden sind. Genial fand ich wie Ben sagt, dass er den Frachter anrufen und sagen soll: "Better call the boat. Tell em she's getting a real big bundle of firewood." Selbst zusammengeschlagen, angebunden schafft er es noch coole Sprüche rauszuhauen und die Losties gegeneinander auszuspielen. Jacks Gesicht war zu genial, als er wieder mal merkt, dass ihn Ben hereingelegt hat.
Kate findet derweil Naomi, die offenbar solange schwerverletzt in dem Baum gewartet hat, bis tatsächlich jemand vorbeikommt. Warum ich diese ganze Sache konstruiert fand?
1. War der ganze Sinn des Staffel 3 Finales diesen Anruf zu tätigen, damit die Frachterleute herkommen können, auf einmal ist die Position wieder weg und Naomi muss es richten.
2. Ich fand es sehr unlogisch, dass Naomi schwer verletzt die Zeit hat zwei Fährten zu legen.
3. Wenn ich der Meinung bin, dass mich jemand getötet hat, dem ich versucht habe zu helfen und ich die Chance haben dem die Kehle durchzuschneiden, dann mache ich das normalerweise. Was hindert Naomi daran Kate die Kehle durchzuschneiden und einfach das Telefon zu nehmen? Nichts.
Die Sache bekommt wenigstens durch den Code "tell my sister I love her" einen Sinn und Naomi hat hiermit ihren Auftrag auch erfüllt, dem Wissenschaftler-Team den Weg zur Insel freizumachen.
Was wieder an Konstruiertheit nicht zu überbieten war, dass sich die Strandleute zum Cockpit begeben und die anderen zufällig auch dahingehen. Genau drei Leute waren dort und niemand sonst, da sie diese Stelle wegen dem Piloten gemieden haben. Schön fand ich es, dass während der Wanderung Sawyer immer freundlichere Züge bekommt und er sich um Hurleys Wohlbefinden sorgt. Der Beginn deren Freundschaft.
Locke taucht mir sehr überraschend auf, aber dazu sage ich etwas, wenn es um die Hütte geht. Wieder mal steht Locke allein seinen alten Mitabgestürzten gegenüber und muss sich rechtfertigen, ehe es aber so weit ist kommt der Rest. Die Wiedervereinigungsszene war vorallendingen bei Rose und Bernard toll, als Rose Rambo sagt. Als Hurley Claire von Charlies Tod berichtet war das aber schon sehr ergreifend. Schließlich tritt Jack hinzu und es kommt zum Höhepunkt der Jack-Locke Auseinandersetzungen. Jack will tatsächlich Locke eiskalt vor seinen Leuten erschießen, was für ein Glück, dass er vorher seine Patronen herausgeholt hat.
Ein Lachen konnte ich mir dann nicht unterdrücken, als sich Locke rechtfertigt mit: "All I did, all I have ever done, has been in the best interest of all of us." Was war denn mit Boone, der Swan, dem U-Boot? Locke sollte sich das wirklich nochmal genau überlegen. Jedenfalls kommt es dann zu der Trennung des Camps, die Locke selber vorschlägt, als er meint, dass er zum Schutz vor den Leuten zu den Baracken geht. Er wäre wohl allein gewesen, wenn sich nicht Hurley überraschend auf seine Seite gestellt hätte und durch Charlies Tod noch einige andere überzeugen kann. Die Aufteilung wirkt logisch, Claire kommt wegen Charlie mit, Danielle möchte nicht von der Insel, Alex und Karl möchten bei ihr bleiben, Ben will sowieso so weit wie möglich weg von den Frachterleuten sein und Sawyer gefällt es wohl langsam auf der Insel. "Jack with your permission, I'd like to go with John." Damit rettet Jack wohl gleichzeitig sein Leben, sowie er auch die Rettung extrem hinauszögert. Hätten sie Ben gleich übergeben können, so wäre der Auftrag schnell und problemlos zu Ende geführt wurden. Ich möchte mal nicht die fünf Redshirts unterschlagen, die mit Locke gehen. Sind wohl einfach nur angetan von ihm.
Der Regen symbolisiert dann die erste richtige Trennung der Losties, eine epische Szene.
DIE HÜTTE
Als ob das Ding nicht schon mysteriös genug wäre, so steigert sich das hier noch. Auf einmal sitzt Christian Shephard darin, der noch einen Kollegen hat, dessen Hauptaufgabe es wohl ist dicke Wanderer zu vertreiben. Ich denke einmal hier haben wir tatsächlich Samuel gesehen in Christian Verkleidung, der nun darauf wartet, dass Locke zu ihm kommt, damit er ihm den Auftrag mit dem Bewegen der Insel geben kann. Unter dem Augen-Mann kann ich mir noch nicht viel vorstellen, vielleicht ein Gehilfe von Samuel, vielleicht ist er sogar der Big Boss der Insel. Hoffentlich kriegen wir dazu in Staffel 6 noch etwas Aufklärung. Im übrigen war es wohl nie geplant, dass Hurley die Hütte findet, denn der Augen-Mann wirkte eher so, als ob Hurley sie bei irgendetwas unterbrochen hatte. Wohl wieder ein Beweis, dass Hurley tatsächlich die Variable ist, die noch so einiges verändern kann.
Das nächste Seltsame ist, dass sich die Hütte frei über die Insel bewegt, das merken wir, als Hurley vor ihr davon läuft und plötzlich wieder vor ihr steht. Ich kann mir nur vorstellen, dass es damit zusammenhängt, dass die Insel sowieso willkürlich durch den Raum wandert und die Hütte nicht die gleiche Geschwindigkeit dabei hat, offenbar verursacht durch die Inseloberen, sodass die Hütte immer mal wieder ihren Standort ändert. Klingt zwar nicht sehr einleuchtend, aber wer mir das logischer erklären kann, wie so eine Hütte ständig ihren Standort wechselt bitte her damit.
Im übrigen, dass kurz darauf Locke erscheint sehe ich als Zeichen, dass dieser nach der Hütte gesucht hat, um zu wissen, wie es nun weitergeht. Wieder einmal sehen wir also, dass Locke so gut wie nichts von selbst machen kann und immer den Rat irgendeines anderen braucht.
HURLEYS FLASHFORWARD
Hat das irgendwas zu bedeuten, dass der erste Flashforward von New Lost ausgerechnet Hurley gewidmet ist? Gut Jack hatte schon, aber ich fand es nicht schlecht, dass Hurley endlich mal in der ersten Folge dran ist. Den Opener mit den Papayas fanden viele nicht so gut, man hatte versucht den Eindruck zu erwecken wir seien noch auf der Insel. Im Gegensatz aber zu den anderen Openern, in der minutenlang der Eindruck erweckt werden konnte, wir wären wo völlig anders, dauert das hier nur zehn Sekunden, viel zu kurz, um wirklich zu überraschen.
Grundsätzlich sehen wir in den Flashforwards meist das gegensätzliche Verhalten der Charaktere, wie auf der Insel. Der nette, liebenswerte Hurley befindet sich auf der Flucht vor der Polizei, wird dann aber in seinem neu hergerichteten Camaro geschnappt. Übrigens sehen wir da Randy, wie er die ganze Szene filmt. Ein Satz prägt nun diese ganze Staffel: "I'm one of the Oceanic six!!!" Ist schon krass, dass wir nach einer Folge bereits schon die Hälfte kennen, da rein von der Logik Jack und Kate auch dazugehören müssen.
Dann wird Hurley ausgerechnet von Ana-Lucias alten Polizistenkollegen verhört, der ihn sogar auf sie anspricht. Durch die Lügen kann Hurley keine genaue Auskunft geben, im übrigen gab es glaube ich gar keine gemeinsame Szene zwischen den beiden, eben erst in The Lie. Als wir sehen, dass Hurley nur ausgeflippt ist relativiert sich die Polizeisache wieder und als er nach einer sehr realen Vision von Charlie, der mit dem Hinweis "They need you" gegen den Zauberspiegel schwimmt, dreht er endgültig durch und ist froh, dass er wieder in die Santa Rose Klinik kann. So fand bei Hurley letztendlich doch keine gravierende Änderung statt wie bei den anderen, er ist wieder da, wo er angefangen hat.
Dort hat er nicht nur Lenny-Ersatz gefunden, sondern wird auch noch von dem finsteren "Bruce Darnell"-Verschnitt Matthew Abbadon besucht. Dieser möchte ihm anbieten in eine andere Klinik zu gehen mit Meeresblick und angeblich wäre er ein Vertreter von Oceanic. Da er in Wirklichkeit für Widmore arbeitet und ich denke, dass dieser wiederum mit Samuel unter eine Decke steckt, war das wohl nur ein Versuch Hurley wieder aus dem Spiel zu nehmen. "Are they still alive?" war dann der erste Hinweis, dass es durchaus noch Überlebende auf der Insel gibt. Zu diesem Zeitpunkt sind das ganze fünf Stück, noch dazu in einer völlig anderen Zeit. Hurley lässt sich aber nicht einschüchtern und dreht wie Lenny damals durch und Abbadon verschwindet. Das Schachbrett stand nicht umsonst, zeigt es doch nur, dass auch Abbadon eine entscheidende Figur dabei ist.
Als Nächstes besucht ihn Charlie, der auch der Grund ist warum Hurley in diesem Laden so ausgerastet ist. Für mich eine Samuel-Erscheinung, als Hint sehe ich dabei die schwarze Lederjacke an, die Charlie trägt. Offenbar verfügt Samuel über die Gabe sich manchmal nur teilweise Personen zu zeigen, sodass in diesem Laden nur Hurley ihn sehen konnte, jetzt aber auch ein anderer Irrer. Das Ziel von diesem Charlie-Samuel ist wohl Hurley noch weiter verrückt zu machen und nicht, wie wir durch das "They need you" annehmen können zur Insel zurückkehren. Tatsächlich wird Hurley derjenige sein, der am schwersten von der Rückkehr zu überzeugen ist. Ich glaube nicht, dass sich Charlie tatsächlich durch das bis Fünfzählen hat vertreiben lassen, er ist einfach nur verschwunden, da es keinen Sinn mehr macht sich mit Hurley zu unterhalten.
Im letzten Flashforward kriegen wir auch einige Hints auf Jacks Werdegang, er will einen Bart tragen und wird wieder Arzt. Genauso sehen wir, dass er beim Basketball ein ziemlicher Versager ist. Etwas unpassend für den Verlauf wirkte es schon, dass sich Hurley nun dafür entschuldigt mit Locke gegangen zu sein, deutet wohl nur darauf hin, dass auf diese Gruppe noch gewaltige Probleme zukommen. Hurley erkennt auch als Erster, dass es wohl ein Fehler war zu gehen, doch Jack wehrt sofort ab. Hier kommt es zur gleichen Unterhaltung wie in dieser Mobisode, als Jack gegen Ben Schach spielt. "Never say never."
BODYCOUNT
Naomi hätte schon längst tot sein müssen, nun ist es soweit.
Summe: ca. 416 (425)
FAZIT:
Zu Unrecht wird diese Folge verdammt von den Fans. Alle drei Handlungsstränge werden sofort zusammengeführt und es findet eine Trennung der Losties statt. Sehr verwirrend ist sowohl Hurleys Flashforward, als auch sein plötzliches Finden der Hütte. Leider wirkt die Sache mit der nichttoten Naomi genauso arg konstruiert wie der Treffpunkt Cockpit. Die Folge wirkt eher wie eine Überbrückung zwischen Staffel 3 und 4, denn erst mit dem Ende, als Daniel auftaucht, geht es richtig los.
Donnerstag, 5. November 2009
Mobisodes Part 3 (Erik)
So hier noch die letzten vier Mobisoden.
10. MOBISODE THE DEAL
Analyse: Juliet besucht Michael noch einmal, bevor er freigelassen wird und sagt ihm, dass das mit Boot klargehen wird. Dabei kommt ihre Rede auf Walt und Juliet findet man zwar, dass er special ist, aber froh ist, dass Michael ihn von ihm wegbringen wird. Dadurch haben wir einen Bezug zu den Mobisoden untereinander. "Believe it or not, Michael, I am not your enemy." Sowas Ähnliches sagt Colleen auch zu Sun, nur bei Juliet stimmt es dann tatsächlich, da sie eine der Losties wird.
Dann kommt die Rede auf Ben. Es ist schon wieder sehr widersprüchlich zu sehen, wie Juliet von Ben redet er sei sehr wichtig und würde Michael wirklich von der Insel lassen. Juliet behauptet, sie hätte dne gleichen Deal. Michael wird er tatsächlich von der Insel lassen, nur um ihn dann zurückzuholen. Juliet dagegen wird bleiben. Genauso wenig glaube ich, dass Ben wirklich Rachels Krebs geheilt hat.
"Wouldn't you do anything to save Walt?" Das sehen wir dann schließlich, als Michael kaltblütig Ana-Lucia und Libby erschießt, so wie seine ganzen Mitabgestürzten verrät. Bei Juliet aber auch, nämlich als sie Pickett erschießt.
Zeitliche Einordnung: Ich denke mal kurz bevor Michael freigelassen wird und Jack und Kate ihn dann schließlich an der Grenze finden.
11.MOBISODE TROPICAL DEPRESSION
Analyse: Geniale Mobisode, da Arzt dabei ist. Wir erfahren nun, dass sein geprahltes Wissen über die Regenzeit und dem Floß gelogen ist, da er offenbar wollte, dass das Floß noch schneller gebaut wird, damit er schneller gerettet wird. Danach erzählt er seine Geschichte, die ich schon etwas tragisch fand, über die Frau, die er nur über das Internet kennengelernt hatte und ihn dann schließlich sitzen ließ. Soll wohl eine Schleichwerbung dafür sein, sich niemals auf solche Internetbekanntschaften einzulassen. Michael führt an, dass es wohl vielen so ging am Strand. Immerhin ist er auch nur wegen seinem Sohn nach Sydney geflogen.
"And I am gonna to be the first one on the beach waving 'hello' when you get there." Weder das eine noch das andere tritt ein, denn Michaels Plan mit dem Floß schlägt fehl und er wird schon bald explodieren.
Zeitliche Einordnung: Auf jeden Fall während Born to run, ich denke aber noch bevor Michael vergiftet wird.
12. MOBISODE ARZTS & CRAFTS
Analyse: Die nächste geniale Arzt Mobisode. Diesmal will er Jin, Sun, Michael und Hurley davor warnen zu den Höhlen zu gehen. Genial wie dümmlich er dabei vorgeht, aber hundert Punkte für die Beschreibung von Kate "what’s-her-face". Noch besser aber seine Ausführungen, dass mit den Eier in den Mund legenden Insekten. Hier stellt zum ersten Mal jemand auch Jacks Führerschaft infrage, als Hurley sagt sie sollten Jack vertrauen. Genial, dass Arzt tatsächlich gesehen hat wie Jack durch den Dschungel läuft, um nach seinem Vater zu suchen.
Aber alles toppt, als Arzt sagt: "I’m going to stay right here on the beach with all the people who want to survive" und dann Smokey zu hören ist. Spitzenmäßig, wie er gleich darauf seine Meinung ändert. Offenbar war Smokey nur deswegen kurz da, um Arzt davon abzuhalten weiterhin Aufruhr zu betreiben.
Übrigens hat dieses Abhalten nur bei Michael geklappt, Jin, Sun und Hurley werden in die Höhlen ziehen. Auch schön, wie er die Abstimmungen anspricht, die es laut Charlie nie gegeben hat.
Zu Beginn muss ich auch noch was sagen, als Jin fast merkt, dass Sun wohl doch Englisch versteht. In gewisser Weise hat Jin nämlich sogar Recht, dass sie beide Liebende sind, und bekanntermaßen sind sie gar nicht richtig Bruder und Schwester.
Auffallend, dass Michael in den Mobisoden mehr Auftritte hatte, als in der ganzen 4.Staffel.
Zeitliche Einordnung: Das wird wohl kurz nach House of the rising sun sein, denn ab da fand etwa die Entscheidung statt wer nun mitgeht und wer nicht. Etwas unglaubwürdig aber, das Michael und Jin wieder so chillig beieinander sitzen, obwohl er Jin eben erst befreit haben muss.
13. MOBISODE SO IT BEGINS
Analyse: Die vielleicht interessanteste Mobisode. Wir sehen doch tatsächlich was passiert ist, kurz bevor Lost losging. Da eine eigene Vincent-Fogle wohl doch zu absurd gewesen wäre, schenken sie ihm eine eigene Mobisode. Ich fand es toll, den Anfang aus der Perspektive von Vincent zu sehen. Auffallend, dass er ein schwarzes Shirt kurz bevor er auf Christian trifft.
Bei dem merken wir nun, dass er nicht nur eine einfache Halluzination von Jack ist, dass er auch mit anderen kommunizieren kann und sehr schnell wiederauferstanden ist. Da es sich bei ihm wohl um Samuel handelt sehen wir hier wohl tatsächlich, wie dieser seinen komplexen Plan in Gang setzt, mit der ersten einfachen Anweisung, dass Vincent Jack wecken soll, da er Arbeit zu erledigen hat. Samuel hat also den Flugzeugabsturz miterlebt und konnte sofort Christians Gestalt annehmen, als dieser auf die Insel kam. Bei Locke hat dies gedauert, da Christian da noch Sun und Frank den Weg weisen mussten. Hier aber geht es äußerst schnell und da er wohl als Erster von den Abgestürzten Jack findet, der auch noch der Sohn seiner jetzigen Gestalt ist, hat er nun sein loophole wohl gefunden. Vielleicht wurde auch so Jack als Anführer auserkoren, als der er tatsächlich immer wieder Entscheidungen trifft, die Samuel weiterhelfen.
Desweiteren bemerken wir, dass Vincent nicht zufällig bei Jack war und er vielleicht tatsächlich eine höhere Aufgabe hat. Nicht umsonst ist dieser Hund seit fünft Staffeln dabei und der Tierstar der Serie.
Gleichzeitig markiert diese Mobisode den Übergang zu Staffel 4, in der wir dann Christian als mysteriösen Hüttenbewohner sehen.
Zeitliche Einordnung: Wenn Jacks Erwachen der Urknall von Lost war, dann befinden wir uns mit dieser Mobisode in der Zeit davor.
10. MOBISODE THE DEAL
Analyse: Juliet besucht Michael noch einmal, bevor er freigelassen wird und sagt ihm, dass das mit Boot klargehen wird. Dabei kommt ihre Rede auf Walt und Juliet findet man zwar, dass er special ist, aber froh ist, dass Michael ihn von ihm wegbringen wird. Dadurch haben wir einen Bezug zu den Mobisoden untereinander. "Believe it or not, Michael, I am not your enemy." Sowas Ähnliches sagt Colleen auch zu Sun, nur bei Juliet stimmt es dann tatsächlich, da sie eine der Losties wird.
Dann kommt die Rede auf Ben. Es ist schon wieder sehr widersprüchlich zu sehen, wie Juliet von Ben redet er sei sehr wichtig und würde Michael wirklich von der Insel lassen. Juliet behauptet, sie hätte dne gleichen Deal. Michael wird er tatsächlich von der Insel lassen, nur um ihn dann zurückzuholen. Juliet dagegen wird bleiben. Genauso wenig glaube ich, dass Ben wirklich Rachels Krebs geheilt hat.
"Wouldn't you do anything to save Walt?" Das sehen wir dann schließlich, als Michael kaltblütig Ana-Lucia und Libby erschießt, so wie seine ganzen Mitabgestürzten verrät. Bei Juliet aber auch, nämlich als sie Pickett erschießt.
Zeitliche Einordnung: Ich denke mal kurz bevor Michael freigelassen wird und Jack und Kate ihn dann schließlich an der Grenze finden.
11.MOBISODE TROPICAL DEPRESSION
Analyse: Geniale Mobisode, da Arzt dabei ist. Wir erfahren nun, dass sein geprahltes Wissen über die Regenzeit und dem Floß gelogen ist, da er offenbar wollte, dass das Floß noch schneller gebaut wird, damit er schneller gerettet wird. Danach erzählt er seine Geschichte, die ich schon etwas tragisch fand, über die Frau, die er nur über das Internet kennengelernt hatte und ihn dann schließlich sitzen ließ. Soll wohl eine Schleichwerbung dafür sein, sich niemals auf solche Internetbekanntschaften einzulassen. Michael führt an, dass es wohl vielen so ging am Strand. Immerhin ist er auch nur wegen seinem Sohn nach Sydney geflogen.
"And I am gonna to be the first one on the beach waving 'hello' when you get there." Weder das eine noch das andere tritt ein, denn Michaels Plan mit dem Floß schlägt fehl und er wird schon bald explodieren.
Zeitliche Einordnung: Auf jeden Fall während Born to run, ich denke aber noch bevor Michael vergiftet wird.
12. MOBISODE ARZTS & CRAFTS
Analyse: Die nächste geniale Arzt Mobisode. Diesmal will er Jin, Sun, Michael und Hurley davor warnen zu den Höhlen zu gehen. Genial wie dümmlich er dabei vorgeht, aber hundert Punkte für die Beschreibung von Kate "what’s-her-face". Noch besser aber seine Ausführungen, dass mit den Eier in den Mund legenden Insekten. Hier stellt zum ersten Mal jemand auch Jacks Führerschaft infrage, als Hurley sagt sie sollten Jack vertrauen. Genial, dass Arzt tatsächlich gesehen hat wie Jack durch den Dschungel läuft, um nach seinem Vater zu suchen.
Aber alles toppt, als Arzt sagt: "I’m going to stay right here on the beach with all the people who want to survive" und dann Smokey zu hören ist. Spitzenmäßig, wie er gleich darauf seine Meinung ändert. Offenbar war Smokey nur deswegen kurz da, um Arzt davon abzuhalten weiterhin Aufruhr zu betreiben.
Übrigens hat dieses Abhalten nur bei Michael geklappt, Jin, Sun und Hurley werden in die Höhlen ziehen. Auch schön, wie er die Abstimmungen anspricht, die es laut Charlie nie gegeben hat.
Zu Beginn muss ich auch noch was sagen, als Jin fast merkt, dass Sun wohl doch Englisch versteht. In gewisser Weise hat Jin nämlich sogar Recht, dass sie beide Liebende sind, und bekanntermaßen sind sie gar nicht richtig Bruder und Schwester.
Auffallend, dass Michael in den Mobisoden mehr Auftritte hatte, als in der ganzen 4.Staffel.
Zeitliche Einordnung: Das wird wohl kurz nach House of the rising sun sein, denn ab da fand etwa die Entscheidung statt wer nun mitgeht und wer nicht. Etwas unglaubwürdig aber, das Michael und Jin wieder so chillig beieinander sitzen, obwohl er Jin eben erst befreit haben muss.
13. MOBISODE SO IT BEGINS
Analyse: Die vielleicht interessanteste Mobisode. Wir sehen doch tatsächlich was passiert ist, kurz bevor Lost losging. Da eine eigene Vincent-Fogle wohl doch zu absurd gewesen wäre, schenken sie ihm eine eigene Mobisode. Ich fand es toll, den Anfang aus der Perspektive von Vincent zu sehen. Auffallend, dass er ein schwarzes Shirt kurz bevor er auf Christian trifft.
Bei dem merken wir nun, dass er nicht nur eine einfache Halluzination von Jack ist, dass er auch mit anderen kommunizieren kann und sehr schnell wiederauferstanden ist. Da es sich bei ihm wohl um Samuel handelt sehen wir hier wohl tatsächlich, wie dieser seinen komplexen Plan in Gang setzt, mit der ersten einfachen Anweisung, dass Vincent Jack wecken soll, da er Arbeit zu erledigen hat. Samuel hat also den Flugzeugabsturz miterlebt und konnte sofort Christians Gestalt annehmen, als dieser auf die Insel kam. Bei Locke hat dies gedauert, da Christian da noch Sun und Frank den Weg weisen mussten. Hier aber geht es äußerst schnell und da er wohl als Erster von den Abgestürzten Jack findet, der auch noch der Sohn seiner jetzigen Gestalt ist, hat er nun sein loophole wohl gefunden. Vielleicht wurde auch so Jack als Anführer auserkoren, als der er tatsächlich immer wieder Entscheidungen trifft, die Samuel weiterhelfen.
Desweiteren bemerken wir, dass Vincent nicht zufällig bei Jack war und er vielleicht tatsächlich eine höhere Aufgabe hat. Nicht umsonst ist dieser Hund seit fünft Staffeln dabei und der Tierstar der Serie.
Gleichzeitig markiert diese Mobisode den Übergang zu Staffel 4, in der wir dann Christian als mysteriösen Hüttenbewohner sehen.
Zeitliche Einordnung: Wenn Jacks Erwachen der Urknall von Lost war, dann befinden wir uns mit dieser Mobisode in der Zeit davor.
Mittwoch, 4. November 2009
Mobisodes Part 2 (Erik)
So jetzt die nächsten fünf Miniepisoden.
5.MOBISODE BURIED SECRETS
Analyse: Sun möchte ein Geheimnis vor Jin begraben. Sie hätte mal Locke zuhören sollen, denn nichts was auf der Insel begraben ist, bleibt auch begraben. So ist es ganz gut, dass genau in dem Moment Michael vorbeikommt, der nach Vincent sucht. Dieser findet natürlich den gefälschten Ausweis, aber wie es so immer ist bei Lost, gibt ihn Michael kommentarlos zurück, ohne zu fragen warum. Doch Sun erklärt es ihm trotzdem und zwar, dass sie Jin verlassen wollte.
"We’re getting off this island any day now. Things will change." Michael ist der erste, der die Insel verlässt und für ihn ändern sich die Dinge massiv, aber zum schlechteren. Sun kommt etwas später, aber auch für sie wird sich alles ändern, da sie schwanger ist und annimmt Jin sei tot. Im ürigen ist das schon eine Anspielung auf den Versuch Dinge zu ändern.
Sun meint dann genau das "No. It’s too late. This place. It’s my punishment. It’s my destiny.", was Jin auch im Finale zu ihr sagt. Und schon toll, dass außer Locke auch jemand anderes so zeitig schon von Schicksal spricht.
Danach kommt es fast zum Kuss zwischen Michael und Sun und wieder ist sie kurz davor ihre Ehe durch die Beziehung zu einem anderen Mann zu ruinieren. Glücklicherweise kommt Vincent in genau diesem Moment und hält sie davon ab. Die Tatsache, dass dieser Hund schon manchmal bei solchen Gelegenheiten einfach hineingeplatzt deutet daraufhin, dass auch er Teil irgendeines Planes ist.
Zeitliche Einordnung: Schwierig, definitiv nach "The House of the rising sun" und vor "... in translation", wohl aber auch vor "Special", denn Michael glaubt noch immer an Rettung. Ich würde also denken kurz nach "The House of the rising sun", denn in der Folge hat Sun auch mit ihrer Vergangenheit zu tun.
6. MOBISODE OPERATION: SLEEPER
Analyse: Gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Es ist die Szene in der Juliet Jack gesteht, dass sie immer noch für Ben arbeitet. Im übrigen ein Spiegelbild zu der Szene, als sie Jack zu Beginn von "Something nice back home" weckt. Sie legt deren Plan offen. Schon genial zu sehen, wie sehr Jack ihr glaubt, sodass er sie selbst noch unterbricht, als sie gestehen will. Selbst danach kann es Jack nicht glauben und deutet dabei daraufhin, dass sie genau so sehr wollte wie er. Juliet aber deutet an, dass das U-Boot explodiert ist und sie so zunächst ihre Meinung änderte. Wohl erst jetzt dürfte sie darauf gekommen sein, dass Ben niemals genau seine Versprechen einhält, Jack immer noch nicht. Das Ben auch fähig ist durch Manipulation jemanden dazuzubringen etwas zu tun, fällt ihm nicht ein. Jetzt aber nachdem sie Suns Baby gesehen hat und weiß, dass es stirbt, so wie der Tatsache, dass Ben nie seine Versprechen einhält, wird sie endgültig abtrünnig. Ein so treffender Satz über ihre letzten drei Jahre: "I’ve been living Benjamin Linus’s dream for three years. Three years. It’s time to wake up."
Zeitliche Einordnung: Einfach, in der Nacht nach der sie mit Sun in der Krankenstation war.
7. MOBISODE THE WATCH
Analyse: Eine Mobisode der Gegensätze. Ein steinewerfender Jack ist natürlich ein schöner Hint zu dem steinewerfenden Desmond. Christian jedenfalls schenkt Jack seine Uhr, die er von seinem Vater bekommen hatte. Dieser war gegen die Ehe und sagte es seinem Sohn auch nicht ins Gesicht, darum trug Christian sie nicht. Doch seine Ehe mit Margo funktionierte irgendwie.
Nun gibt er sie Jack und sagt zu ihm er treffe die absolut richtige Entscheidung, besser als seine. Dieser legt sie auch gleich an, doch genau diese Ehe geht in die Brüche. Genau so gegensätzlich, dass er Jack darum bittet ein besserer Vater zu sein als er, sollte Jack jemals Kinder haben. Mit Aaron klappt das auch nicht lange gut. Auch auffallend, dass Jack von "no pressure" spricht, schon bald wird sein Vater auf ihn Druck ausüben, sodass er die Papiere unterzeichnet, die seine Entlassung verhindern würden.
Diese Gegensätze werden perfekt symbolisiert durch die Uhr. Durch die ganze Zeitreiseproblematik wäre gerade eine Uhr der unwichtigste Gegenstand. So deutet also auch die ganzen Gegensätze in Bezug auf die Uhr daraufhin, dass bald Zeitreisen Thema in Lost sein werden.
Zeitliche Einordnung: Der einzige Flashback lässt sich am besten in den von Do no harm einordnen und ist kurz vor Jacks Hochzeit.
8. MOBISODE JIN HAS A TEMPER-TANTRUM ON THE GOLF COURSE
Analyse: Auf irgendeine Weise lustig diese Mobisode, aber auch sehr bewegend. Wegen eines Golfsspiels schreit Jin seinen ganzen Frust heraus, den er bis her auf der Insel hatte. Niemand versteht ihn, seine Frau wendet sich langsam von ihm ab, er hat immer noch die Handschelle an. er ist nicht glücklich und da ist es nur zu verständlich, dass eine verlorene Golfpartie ihn endgültig ausrasten lässt. Dabei ist er an den meisten Dingen, die er herausschreit selbst Schuld. Er wollte mit niemanden Kontakt aufnehmen und hat Michael angegriffen und deswegen die Handschelle bekommen. Für seinen ganzen Frust macht er sich verantwortlich und rastet wohl auch deswegen weiter aus, als Michael und Hurley ihn mitleidig ansehen. Im übrigen eine der besten Stellen, als Hurley meint, dass er ihre Namen gehört hat.
"Hey it’s ok man, it’s only a game." vielleicht ist genau das Lost auch, nur ein großes Spiel zwischen Jacob und Samuel und vielleicht bekommt der Unterlegene auch so einen Wutanfall.
Zeitliche Einordnung: Definitiv nach "The House of the rising sun" und vor "Special", denn da hat Michael da Golf satt, schon hier kündigt er ja eine Pause an. Am besten würde Hearts and Minds passen, wäre aber noch zu nah an Special dran.
9. MOBISODE THE ENVELOPE
Analyse: Irgendwie nutzlos, als Deleted Scene hätte diese genauso gut gepasst. Es wird nur die Beziehung zwischen Ben und Juliet angedeutet. Offenbar empfindet selbst Juliet etwas für ihn, sonst würde Amelia nicht so ein ernstes Gespräch führen. Als Amelia weiter nachhakt, warum Juliet so aufgelöst ist, verrät sie fast das Geheimnis mit dem Tumor, als sie ihr die Röntgenbilder zeigen will. Doch in dem Moment kommen die ersten Gäste.
Genial fand ich nur, wie sich das hier geklärt hat: "He didn’t, he didn’t say anything. It’s just complicated. Okay?" Ich glaube jeder andere hätte irgendeine dieser Standardsätze aufgesagt, Ben nur: "You are mine!"
Zeitliche Einordnung: Muss ich glaube nicht viel sagen.
5.MOBISODE BURIED SECRETS
Analyse: Sun möchte ein Geheimnis vor Jin begraben. Sie hätte mal Locke zuhören sollen, denn nichts was auf der Insel begraben ist, bleibt auch begraben. So ist es ganz gut, dass genau in dem Moment Michael vorbeikommt, der nach Vincent sucht. Dieser findet natürlich den gefälschten Ausweis, aber wie es so immer ist bei Lost, gibt ihn Michael kommentarlos zurück, ohne zu fragen warum. Doch Sun erklärt es ihm trotzdem und zwar, dass sie Jin verlassen wollte.
"We’re getting off this island any day now. Things will change." Michael ist der erste, der die Insel verlässt und für ihn ändern sich die Dinge massiv, aber zum schlechteren. Sun kommt etwas später, aber auch für sie wird sich alles ändern, da sie schwanger ist und annimmt Jin sei tot. Im ürigen ist das schon eine Anspielung auf den Versuch Dinge zu ändern.
Sun meint dann genau das "No. It’s too late. This place. It’s my punishment. It’s my destiny.", was Jin auch im Finale zu ihr sagt. Und schon toll, dass außer Locke auch jemand anderes so zeitig schon von Schicksal spricht.
Danach kommt es fast zum Kuss zwischen Michael und Sun und wieder ist sie kurz davor ihre Ehe durch die Beziehung zu einem anderen Mann zu ruinieren. Glücklicherweise kommt Vincent in genau diesem Moment und hält sie davon ab. Die Tatsache, dass dieser Hund schon manchmal bei solchen Gelegenheiten einfach hineingeplatzt deutet daraufhin, dass auch er Teil irgendeines Planes ist.
Zeitliche Einordnung: Schwierig, definitiv nach "The House of the rising sun" und vor "... in translation", wohl aber auch vor "Special", denn Michael glaubt noch immer an Rettung. Ich würde also denken kurz nach "The House of the rising sun", denn in der Folge hat Sun auch mit ihrer Vergangenheit zu tun.
6. MOBISODE OPERATION: SLEEPER
Analyse: Gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Es ist die Szene in der Juliet Jack gesteht, dass sie immer noch für Ben arbeitet. Im übrigen ein Spiegelbild zu der Szene, als sie Jack zu Beginn von "Something nice back home" weckt. Sie legt deren Plan offen. Schon genial zu sehen, wie sehr Jack ihr glaubt, sodass er sie selbst noch unterbricht, als sie gestehen will. Selbst danach kann es Jack nicht glauben und deutet dabei daraufhin, dass sie genau so sehr wollte wie er. Juliet aber deutet an, dass das U-Boot explodiert ist und sie so zunächst ihre Meinung änderte. Wohl erst jetzt dürfte sie darauf gekommen sein, dass Ben niemals genau seine Versprechen einhält, Jack immer noch nicht. Das Ben auch fähig ist durch Manipulation jemanden dazuzubringen etwas zu tun, fällt ihm nicht ein. Jetzt aber nachdem sie Suns Baby gesehen hat und weiß, dass es stirbt, so wie der Tatsache, dass Ben nie seine Versprechen einhält, wird sie endgültig abtrünnig. Ein so treffender Satz über ihre letzten drei Jahre: "I’ve been living Benjamin Linus’s dream for three years. Three years. It’s time to wake up."
Zeitliche Einordnung: Einfach, in der Nacht nach der sie mit Sun in der Krankenstation war.
7. MOBISODE THE WATCH
Analyse: Eine Mobisode der Gegensätze. Ein steinewerfender Jack ist natürlich ein schöner Hint zu dem steinewerfenden Desmond. Christian jedenfalls schenkt Jack seine Uhr, die er von seinem Vater bekommen hatte. Dieser war gegen die Ehe und sagte es seinem Sohn auch nicht ins Gesicht, darum trug Christian sie nicht. Doch seine Ehe mit Margo funktionierte irgendwie.
Nun gibt er sie Jack und sagt zu ihm er treffe die absolut richtige Entscheidung, besser als seine. Dieser legt sie auch gleich an, doch genau diese Ehe geht in die Brüche. Genau so gegensätzlich, dass er Jack darum bittet ein besserer Vater zu sein als er, sollte Jack jemals Kinder haben. Mit Aaron klappt das auch nicht lange gut. Auch auffallend, dass Jack von "no pressure" spricht, schon bald wird sein Vater auf ihn Druck ausüben, sodass er die Papiere unterzeichnet, die seine Entlassung verhindern würden.
Diese Gegensätze werden perfekt symbolisiert durch die Uhr. Durch die ganze Zeitreiseproblematik wäre gerade eine Uhr der unwichtigste Gegenstand. So deutet also auch die ganzen Gegensätze in Bezug auf die Uhr daraufhin, dass bald Zeitreisen Thema in Lost sein werden.
Zeitliche Einordnung: Der einzige Flashback lässt sich am besten in den von Do no harm einordnen und ist kurz vor Jacks Hochzeit.
8. MOBISODE JIN HAS A TEMPER-TANTRUM ON THE GOLF COURSE
Analyse: Auf irgendeine Weise lustig diese Mobisode, aber auch sehr bewegend. Wegen eines Golfsspiels schreit Jin seinen ganzen Frust heraus, den er bis her auf der Insel hatte. Niemand versteht ihn, seine Frau wendet sich langsam von ihm ab, er hat immer noch die Handschelle an. er ist nicht glücklich und da ist es nur zu verständlich, dass eine verlorene Golfpartie ihn endgültig ausrasten lässt. Dabei ist er an den meisten Dingen, die er herausschreit selbst Schuld. Er wollte mit niemanden Kontakt aufnehmen und hat Michael angegriffen und deswegen die Handschelle bekommen. Für seinen ganzen Frust macht er sich verantwortlich und rastet wohl auch deswegen weiter aus, als Michael und Hurley ihn mitleidig ansehen. Im übrigen eine der besten Stellen, als Hurley meint, dass er ihre Namen gehört hat.
"Hey it’s ok man, it’s only a game." vielleicht ist genau das Lost auch, nur ein großes Spiel zwischen Jacob und Samuel und vielleicht bekommt der Unterlegene auch so einen Wutanfall.
Zeitliche Einordnung: Definitiv nach "The House of the rising sun" und vor "Special", denn da hat Michael da Golf satt, schon hier kündigt er ja eine Pause an. Am besten würde Hearts and Minds passen, wäre aber noch zu nah an Special dran.
9. MOBISODE THE ENVELOPE
Analyse: Irgendwie nutzlos, als Deleted Scene hätte diese genauso gut gepasst. Es wird nur die Beziehung zwischen Ben und Juliet angedeutet. Offenbar empfindet selbst Juliet etwas für ihn, sonst würde Amelia nicht so ein ernstes Gespräch führen. Als Amelia weiter nachhakt, warum Juliet so aufgelöst ist, verrät sie fast das Geheimnis mit dem Tumor, als sie ihr die Röntgenbilder zeigen will. Doch in dem Moment kommen die ersten Gäste.
Genial fand ich nur, wie sich das hier geklärt hat: "He didn’t, he didn’t say anything. It’s just complicated. Okay?" Ich glaube jeder andere hätte irgendeine dieser Standardsätze aufgesagt, Ben nur: "You are mine!"
Zeitliche Einordnung: Muss ich glaube nicht viel sagen.
Dienstag, 3. November 2009
Mobisodes Part 1 (Erik)
So ich habe mir gedacht gerade als Übergang von Staffel 3 zu 4, doch noch einmal die Mobisodes zu besprechen, deren Zusammenhang in der Serie zu deuten und Hints zu finden. Ich fange hier mal mit den ersten vieren an:
1. MOBISODE KING OF THE CASTLE
Analyse: Ben und Jack spielen Schach, das allein ist schon Anspielung genug auf das große Spiel zwischen Jacob und Samuel, welches bekanntermaßen auch so ähnlich abläuft. Dabei unterhalten sie sich über Jacks nahe Abreise von der Insel. Schon unfassbar wie Ben hier schon wieder lügt und sagt die Insel könne Jack nur von der Abreise abhalten. "I promise you, I won't do anything to prevent you from getting home." Zum Teil gelogen, da er zulässt, dass Locke das U-Boot sprengt und es selber will, nur eben wegen Jacks Versprechen dies Locke tuen lässt. Im übrigen ist genial, wie Jack selber andeutet, dass die Insel womöglich das U-Boot sinken lassen könnte, er hat damit sogar fast Recht.
Viel wichtiger aber sind die Anspielungen auf die Rückkehr von Jack. Hier sagt er noch er würde niemals zur Insel zurückwollen, was wir sehen werden ist ein Verzweiflungs Jack, der in drei Jahren um jeden Preis zurückwill. Gleichzeitig wird auch schon schön erklärt, warum er dann so eng mit Ben zusammenarbeitet, denn dieser sagt "I've learned never to say never. And if that day comes, I hope you remember this conversation." Ich glaube Jack erinnert sich auf jeden Fall daran.
Mit dem letzten Satz: "It was a nice try though." wird gleichzeitig angedeutet, dass man Ben nicht so einfach überlisten kann. Leuten wie Jack und Locke wird dies gar nicht gelingen.
Zeitliche Einordnung: In der Woche in der Jack bei den Others ist, womöglich ist es sogar noch derselbe Tag an dem Locke, Kate und Sayid gegen Abend auftauchen.
2. MOBISODE JACK, MEET ETHAN? JACK
Analyse: Interessant wir sehen hier das erste Treffen zwischen Ethan und Jack und beide reden gleich einmal über Claire und das Schwangerenproblem. Die Kiste mit der Medizin die Ethan Jack bringt, könnte zum einen Ethan selbst gebracht haben, damit er den nötigen Krempel bei sich hat sollte Claire verfrüht Wehen bekommen. Wir sehen auch in Raised by another wie er Claire irgendetwas spitzt, vermutlich könnte es auch dieses Zeug sein. Der andere Ursprung wäre Sullivan, der Hypochonder, den wir das einzige Mal in Solitary sehen. Dafür spricht, dass überwiegend Medikamente dabei sind, die für eine Schwangerschaft gar nicht benötigt werden, für das andere spricht deutlich, dass Jack sich fragt, wo Ethan das gefunden hat.
Bereits hier deutet Ethan an, dass keine Rettung kommt und Claire womöglich das Baby auf der Insel bekommen muss. Ethan weiß genau, dass dies passieren wird, da Rettung wegen der Lage der Insel unmöglich ist. "You're definitely not alone.", eine schöne Anspielung, dass erstens Jack nach Ethan gar nichts mit der Geburt zu tun haben soll und zweitens, dass Kate, Jin und Charlie dabei helfen werden. Gleichzeitig drückt es aus, dass Jack nicht der einzige ist, der daran interessiert, ob Claire das Baby bekommt oder nicht.
Dann fand ich es interessant, dass Ethan Jack erzählt, das auch seine Frau während der Schwangerschaft gestorben ist. Sie war also eine der neun Frauen, die Juliet verloren hat, Sabine war es aber nicht, denn dann wäre Ethan wohl etwas trauriger gewesen. "Let's hope we're both wrong and the rescue boats are on their way right now." In Wirklichkeit möchte Ethan wohl ausdrücken, dass er hofft, dass es bei Claire anders ist und die Others endlich mal mit einer Geburt auf der Insel Erfolg haben. Nicht sie werden es haben, sondern die Losties selber.
Zeitliche Einordnung: Schwierig zu sagen, Jack sucht nach Tabletten also ab Tabula Rasa und natürlich vor Raised by another. Gleichzeitig ist er auch noch in seinem Strand, ich würde als Zeitpunkt etwa schätzen zwischen Tabula Rase und Walkabout, könnte aber auch später sein.
3.MOBISODE THE ADVENTURES OF HURLEY AND FROGURT
Analyse: Diese Mobisode gefällt mir mit am besten von allen, stellt sie doch schon vor Staffel 5 meinen Lieblingsredshirt Frogurt vor. Dieser hat genau wie Hurley ein Auge auf Libby geworfen und lauert ihm nun auf, als dieser gerade Bernards Wein stiehlt. Schon hier merken wir, dass Neil mit den anderen wohl nicht so gut kann, sonst würde er den Diebstahl nicht einfach billigen. Genial auch, dass seine Aktion Fruchteis für alle zu machen Neil wohl dauerhaft den Spitznamen Frogurt gegeben hat. Exakt das gleiche Gespräch um seinen Namen findet zwischen Sawyer und Neil in Staffel 5 statt.
Danach unterhalten sie sich über Libby, interessant fand ich dabei die Frage "I mean, are you gonna make a move or not?" Vielleicht ein Hint darauf, das Hurley noch einen entscheidenden Schritt gehen wird bei dem Spiel zwischen Jacob und Samuel.
Nach Staffel 5 ist es einfach nur lustig, dass der total hysterisch werdende Frogurt behauptet er seie ein echter Mann. Jedenfalls zieht er den Kürzeren, als er hört, dass Hurley ein Date mit ihr hat. Die bitterböse Ironie, keiner von beiden wird Libby bekommen, da sie im gleichen Moment gerade erschossen wird. Das "it's "Neil time". Now, and forever." sahen dann viele als Hint, dass Frogurt vielleicht Jacob ist. Vielleicht gerade deshalb wurde er dann doch noch offiziell eingeführt, was die Autoren eigentlich vermeiden wollten. Ich bin dankbar, dass sie ihn dann doch noch in die offizielle Serie mit hineingenommen haben.
Im übrigen konnte er Hurley nicht leiden und entschied sich vorallendingen deshalb für Jack, als sich die Losties trennten. Es wäre egal gewesen, denn tot war er ohnehin schon.
Zeitliche Einordnung: Das ist diesmal leicht zu erklären, dürfte etwa der Augenblick gewesen sein, als Libby von Michael erschossen wird.
4. MOBISODE ROOM 23
Analyse: Wir erfahren, dass Walt tatsächlich in Room 23 eingesperrt worden ist. Er löst gerade einen Alarm aus, mit Sicherheit durch seine Fähigkiten. Durch Juliet erfahren wir nun, dass die Others Angst vor Walt haben, weder Mrs. Klugh (deren Vorname Beatrice ist), noch Tom oder irgendjemand anders möchte zu Walt gehen, da sie alle Angst vor ihm haben. Damit stellt die Mobisode einen schönen Gegensatz zu der Situation dar, als wir Walt in Three Minutes sehen.
Ben jedenfalls ist immer noch von Walt überzeugt, da Jacob wollte, dass die Others ihn entführen. Nun hier lügt er wieder, denn ich denke Samuel war es, der diese Entführung in Auftrag gab. Ben braucht ihn für seinen Plan, um Michael auf ihre Seite zu ziehen und ich denke mal vorallendingen deswegen ist er jetzt noch dagegen ihn freizulassen. "He's just a kid Juliet. He's a child." Schön fand ich, dass so ähnliche Sätze über Ben fallen, während die Losties in der Dharma-Zeit sind. Doch genau wie bei Walt trifft da auch für Ben der Satz zu: "He's dangerous."
Dann zeigt ihm Juliet das Resultat von Walts Fähigkeiten und wir sehen eine Menge tote Vögel, die gegen das geschlossene Fenster von Room 23 geflogen sind.
Zeitliche Einordnung: Breit gespannt, auf jeden Fall vor One of them und nach Exodus. Da Juliet behauptet sein Vater suche nach ihm wäre "...and found" wohl am ehesten anzunehmen.
1. MOBISODE KING OF THE CASTLE
Analyse: Ben und Jack spielen Schach, das allein ist schon Anspielung genug auf das große Spiel zwischen Jacob und Samuel, welches bekanntermaßen auch so ähnlich abläuft. Dabei unterhalten sie sich über Jacks nahe Abreise von der Insel. Schon unfassbar wie Ben hier schon wieder lügt und sagt die Insel könne Jack nur von der Abreise abhalten. "I promise you, I won't do anything to prevent you from getting home." Zum Teil gelogen, da er zulässt, dass Locke das U-Boot sprengt und es selber will, nur eben wegen Jacks Versprechen dies Locke tuen lässt. Im übrigen ist genial, wie Jack selber andeutet, dass die Insel womöglich das U-Boot sinken lassen könnte, er hat damit sogar fast Recht.
Viel wichtiger aber sind die Anspielungen auf die Rückkehr von Jack. Hier sagt er noch er würde niemals zur Insel zurückwollen, was wir sehen werden ist ein Verzweiflungs Jack, der in drei Jahren um jeden Preis zurückwill. Gleichzeitig wird auch schon schön erklärt, warum er dann so eng mit Ben zusammenarbeitet, denn dieser sagt "I've learned never to say never. And if that day comes, I hope you remember this conversation." Ich glaube Jack erinnert sich auf jeden Fall daran.
Mit dem letzten Satz: "It was a nice try though." wird gleichzeitig angedeutet, dass man Ben nicht so einfach überlisten kann. Leuten wie Jack und Locke wird dies gar nicht gelingen.
Zeitliche Einordnung: In der Woche in der Jack bei den Others ist, womöglich ist es sogar noch derselbe Tag an dem Locke, Kate und Sayid gegen Abend auftauchen.
2. MOBISODE JACK, MEET ETHAN? JACK
Analyse: Interessant wir sehen hier das erste Treffen zwischen Ethan und Jack und beide reden gleich einmal über Claire und das Schwangerenproblem. Die Kiste mit der Medizin die Ethan Jack bringt, könnte zum einen Ethan selbst gebracht haben, damit er den nötigen Krempel bei sich hat sollte Claire verfrüht Wehen bekommen. Wir sehen auch in Raised by another wie er Claire irgendetwas spitzt, vermutlich könnte es auch dieses Zeug sein. Der andere Ursprung wäre Sullivan, der Hypochonder, den wir das einzige Mal in Solitary sehen. Dafür spricht, dass überwiegend Medikamente dabei sind, die für eine Schwangerschaft gar nicht benötigt werden, für das andere spricht deutlich, dass Jack sich fragt, wo Ethan das gefunden hat.
Bereits hier deutet Ethan an, dass keine Rettung kommt und Claire womöglich das Baby auf der Insel bekommen muss. Ethan weiß genau, dass dies passieren wird, da Rettung wegen der Lage der Insel unmöglich ist. "You're definitely not alone.", eine schöne Anspielung, dass erstens Jack nach Ethan gar nichts mit der Geburt zu tun haben soll und zweitens, dass Kate, Jin und Charlie dabei helfen werden. Gleichzeitig drückt es aus, dass Jack nicht der einzige ist, der daran interessiert, ob Claire das Baby bekommt oder nicht.
Dann fand ich es interessant, dass Ethan Jack erzählt, das auch seine Frau während der Schwangerschaft gestorben ist. Sie war also eine der neun Frauen, die Juliet verloren hat, Sabine war es aber nicht, denn dann wäre Ethan wohl etwas trauriger gewesen. "Let's hope we're both wrong and the rescue boats are on their way right now." In Wirklichkeit möchte Ethan wohl ausdrücken, dass er hofft, dass es bei Claire anders ist und die Others endlich mal mit einer Geburt auf der Insel Erfolg haben. Nicht sie werden es haben, sondern die Losties selber.
Zeitliche Einordnung: Schwierig zu sagen, Jack sucht nach Tabletten also ab Tabula Rasa und natürlich vor Raised by another. Gleichzeitig ist er auch noch in seinem Strand, ich würde als Zeitpunkt etwa schätzen zwischen Tabula Rase und Walkabout, könnte aber auch später sein.
3.MOBISODE THE ADVENTURES OF HURLEY AND FROGURT
Analyse: Diese Mobisode gefällt mir mit am besten von allen, stellt sie doch schon vor Staffel 5 meinen Lieblingsredshirt Frogurt vor. Dieser hat genau wie Hurley ein Auge auf Libby geworfen und lauert ihm nun auf, als dieser gerade Bernards Wein stiehlt. Schon hier merken wir, dass Neil mit den anderen wohl nicht so gut kann, sonst würde er den Diebstahl nicht einfach billigen. Genial auch, dass seine Aktion Fruchteis für alle zu machen Neil wohl dauerhaft den Spitznamen Frogurt gegeben hat. Exakt das gleiche Gespräch um seinen Namen findet zwischen Sawyer und Neil in Staffel 5 statt.
Danach unterhalten sie sich über Libby, interessant fand ich dabei die Frage "I mean, are you gonna make a move or not?" Vielleicht ein Hint darauf, das Hurley noch einen entscheidenden Schritt gehen wird bei dem Spiel zwischen Jacob und Samuel.
Nach Staffel 5 ist es einfach nur lustig, dass der total hysterisch werdende Frogurt behauptet er seie ein echter Mann. Jedenfalls zieht er den Kürzeren, als er hört, dass Hurley ein Date mit ihr hat. Die bitterböse Ironie, keiner von beiden wird Libby bekommen, da sie im gleichen Moment gerade erschossen wird. Das "it's "Neil time". Now, and forever." sahen dann viele als Hint, dass Frogurt vielleicht Jacob ist. Vielleicht gerade deshalb wurde er dann doch noch offiziell eingeführt, was die Autoren eigentlich vermeiden wollten. Ich bin dankbar, dass sie ihn dann doch noch in die offizielle Serie mit hineingenommen haben.
Im übrigen konnte er Hurley nicht leiden und entschied sich vorallendingen deshalb für Jack, als sich die Losties trennten. Es wäre egal gewesen, denn tot war er ohnehin schon.
Zeitliche Einordnung: Das ist diesmal leicht zu erklären, dürfte etwa der Augenblick gewesen sein, als Libby von Michael erschossen wird.
4. MOBISODE ROOM 23
Analyse: Wir erfahren, dass Walt tatsächlich in Room 23 eingesperrt worden ist. Er löst gerade einen Alarm aus, mit Sicherheit durch seine Fähigkiten. Durch Juliet erfahren wir nun, dass die Others Angst vor Walt haben, weder Mrs. Klugh (deren Vorname Beatrice ist), noch Tom oder irgendjemand anders möchte zu Walt gehen, da sie alle Angst vor ihm haben. Damit stellt die Mobisode einen schönen Gegensatz zu der Situation dar, als wir Walt in Three Minutes sehen.
Ben jedenfalls ist immer noch von Walt überzeugt, da Jacob wollte, dass die Others ihn entführen. Nun hier lügt er wieder, denn ich denke Samuel war es, der diese Entführung in Auftrag gab. Ben braucht ihn für seinen Plan, um Michael auf ihre Seite zu ziehen und ich denke mal vorallendingen deswegen ist er jetzt noch dagegen ihn freizulassen. "He's just a kid Juliet. He's a child." Schön fand ich, dass so ähnliche Sätze über Ben fallen, während die Losties in der Dharma-Zeit sind. Doch genau wie bei Walt trifft da auch für Ben der Satz zu: "He's dangerous."
Dann zeigt ihm Juliet das Resultat von Walts Fähigkeiten und wir sehen eine Menge tote Vögel, die gegen das geschlossene Fenster von Room 23 geflogen sind.
Zeitliche Einordnung: Breit gespannt, auf jeden Fall vor One of them und nach Exodus. Da Juliet behauptet sein Vater suche nach ihm wäre "...and found" wohl am ehesten anzunehmen.
Montag, 2. November 2009
3/22 und 3/23 Through The Looking Glass (Erik)
We have to go back! Was für ein geniales, emotionelles und doch so handlungsänderndes Finale. Rettung schien immer das Ende von Lost zu sein, auf einmal scheint es nur Mittel zum Zweck. Erst ab hier hievt sich Lost auf die nächste höhere Ebene, die die Serie noch genialer macht nach drei Staffeln.
RETTUNG
Es ist das zentrale Thema und die Motivation der Losties in diesem Finale. War es im Finale von Staffel 1 nur die Sache mit dem Floß und im Staffel 2 Finale gar nichts zu diesem Thema, so drehen sich dieses Mal alle Handlungen der Losties nur darum, dass sie womöglich Rettung finden. Geschickt aufgeteilt in drei Handlungsstränge.
Da ist zunächst Jack der Anführer und nie gefiel er mir besser in der Serie als hier. So wirkte es auch keineswegs falsch, dass Staffelfinale auf Jack zu zentrieren. Trotz aller Hindernisse soll er es letztendlich schaffen, seinen Plan zu vollziehen, auch wenn er gar nicht weiß welchen Preis er dafür bezahlt. Dies werden wir sehen, doch zu den Flashforwards komme ich erst im letzten Punkt.
Wir sehen also am Anfang den zweiten Exodus des Strand Camps, dieses Mal aber wirklich mit dem Zweck, sich vor den Others zu verbergen, aber gleichzeitig auch um Rettung zu finden. Dazu wandern sie zu einem ewig angekündigten, aber nie gezeigtem Ort auf der Insel, dem Sendeturm. Dort müssen sie zunächst Rousseaus Signal abschalten, damit sie überhaupt einen Funkspruch senden können, eines der beiden Hindernisse, die eine störungsfreie Übertragung zu Naomis Frachter unmöglich macht. Sehr auffallend, dass Naomi bei ihrer Wanderung Jack Moses nennt, diese Erwähnung werden wir noch einmal haben, nämlich als Ben Locke so nennt. Im übrigen finde ich es auch toll, wie Naomi sofort auffällt, dass sich die Losties untereinander nicht trauen, nur steht das im krassen Gegensatz zu dem was wir sehen. Außer Locke arbeiten alle füreinander nur für das eine Ziel, etwas das sie in 90 Tagen nie zuvor gemacht haben, und Locke ist sowieso längst abtrünnig geworden.
ANGRIFF DER OTHERS AUF DEN STRAND
Während die Losties unter Jacks Führung in Richtung Sendeturm gehen, erwarten Sayid, Bernard und Jin die Others am Strand. Diese hätten womöglich noch vor ihrem sicheren Untergang gewarnt werden können, doch Ryan hat ausgerechnet im falschen Moment sein Walkie ausgeschalten und so passiert das Unvermeidliche: Sie tappen in die Falle, aber nicht alle. Dadurch, dass Jin im falschen Moment daneben schießt, kippt die ganze Situation. Sieben der Others sterben, aber nicht Ryan, Tom und Jason, die jetzt die drei Angreifer als Geißeln halten können. Es ist auffallend nach wie wenig Minuten dieser Angriff bereits vorüber ist, ein weiteres Element von Lost-Finalen. Der eigentliche Angriff zwischen zwei Gruppen wird meist sehr schnell abgehandelt. Doch gerade aus dieser Situation ergeben sich völlig neue Begebenheiten. Die Gruppe um Jack ist besorgt und sie ringen mit sich, ob sie für die drei zurückgehen sollen. Wir erleben einen neuen Jack, der alte wäre mit Sicherheit zurückgegangen, doch wie Sayid es ihm aufgetragen hat, geht er weiter, auch wenn seine drei Freunde womöglich tot sind. Zurecht sind Rose und Sun besorgt, wobei Rose allein für diesen Satz einen Orden verdient hat: "If you say live together die alone to me Jack, I'm gonna punch you in your face." Ich glaube jeder Lost-Fan wollte das Jack irgendwann ins Gesicht sagen, Rose erledigt das für uns, einer der besten Zeilen von ihr. Jedenfalls gehen sie alle weiter. Währenddessen verrät Bernard alles über ihre Pläne und wie sie von dem vorverlegten Angriff wissen konnten. Bereits in der letzten Folge habe ich angedeutet, dass alles was hier passiert, Samuels Plan ist und eine Vermischung von Jack und Bens Plan. Samuel braucht den Frachter und Jack ist auf bestem Wege, diesen zur Insel zu locken, Ben dagegen möchte das mit aller Macht vermeiden. Doch Samuel braucht Ben und Alex in den Reihen der Losties, damit sein Plan mit den Söldnern funktionieren kann. Deshalb ist es unglaublich geschickt taktiert, dass Alex ihren Adoptivvater verraten und ausgerechnet Karl geschickt hat. Nur dadurch hat Ben das Bedürfnis seine Adoptivtochter ihrer richtigen Familie zu übergeben, obwohl er es eigentlich besser wissen müsste und sie gleich mit Richard zum Tempel schicken sollte.
BENS PLAN
Der Angriff ist fehlgeschlagen, seine Station vom Feind entdeckt und seine Leute durchschauen immer mehr seine Lügen. Es steht wirklich nicht gut um Ben, doch da er wenigstens mit Mikhail noch einen loyalen Mann hat, kann er das Chaos in der Looking Glass beseitigen, und auch am Strand haben wenigstens seine Leute die Kontrolle wiedererlangt und halten drei der Losties als Geißeln. Trotz allem muss er mit aller Macht verhindern, dass Jack den Frachter ruft, ansonsten findet sein größter Feind den Weg zur Insel und nimmt ihn gefangen. Die ganze Zeit über erzählt er hier, dass es darum geht die Insel zu schützen, das Jacob das so möchte und die größte Gefahr überhaupt droht. Wir sehen, dass er in Wirklichkeit nur verzweifelt versucht, nicht von Widmore von der Insel geschleppt zu werden. Deshalb ist er sogar bereit, sich alleine den vierzig Losties zu stellen und Jack dazu zu überreden, seinen Plan aufzugeben. Während der Wanderung zu denen erfahren wir noch, warum Alex ihn verraten hat, Karl war also doch der Grund des Ganzen, wodurch ich sofort jede Aktion von Alex nachvollziehen konnte in dieser Staffel. Wir erfahren auch, warum Ben so sehr gegen Karl war: "I didn't want him to get you pregnant. I suppose I overreacted. We better get going." Wie lässig er sich bei dem overreacted die Tasche aufhebt und einfach weitergeht, ist genial gemacht und sorgte bei mir sogar für einen kleinen Lacher. Typisch Ben!
Selbst er kommt aber gegen Jack nicht mehr an, denn dieser hat sich massiv verwandelt, was Ben zu spät bemerkt. So nützen Ben seine Geißeln nichts, auch nicht als er Jack eröffnet, dass die Gruppe um Naomi die Bösen sind und auch, dass er kurz davor steht, alle seine Leute umzubringen. Zumindest mit dem "If you phone her boat, every single living person on this Island will be killed." hatte er aber wohl Recht, wenn man sich Keamy und seine Söldner ansieht. Allerdings war auch ein Großteil des Frachters dagegen, sodass auch diese Aussage nicht ganz stimmt. Noch immer ist also Jack nicht überzeugt, sodass Ben Tom aufträgt, dass alle Geißeln getötet werden sollen. Unfassbarerweise scheitert er auch damit und wird von Jack brutal und blutig zusammengeschlagen. Wieder eine neue Seite von Jack, wobei ich es krass finde, dass er sogar selbst Verletzungen an den Fingern davonträgt. Bens Plan ist hinüber, er befindet sich da, wo er hinsoll, bei den Losties, zusammengeschlagen und gefangen. Nebenbei stellt er noch Alex seiner wahren Mutter Danielle vor und nach all den Jahren haben sich die beiden endlich wieder gefunden. Eine rührende Szene und das "I'll help you tie him up." ein schöner erster Satz über die Person, die sie beide erst getrennt hat.
Es ist verrückt, dass Ben in diesem Finale nicht stirbt. Eigentlich jeder aus der Gruppe hat einen guten Grund ihn zu töten, doch Jack will warten bis sie gerettet werden. Ironischerweise ist an dieser Stelle eigentlich schon Naomis Auftrag erfüllt. Ben ist lebend gefangengenommen, nun muss nur noch der Frachter angerufen und er ausgeliefert werden. Wohl auch deshalb versucht Ben mit aller Macht noch einmal Jack davon abzuhalten, als Naomi kurz davor ist anzurufen. Am Ende versagt er endgültig und zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass Benjamin Linus geschlagen worden ist, ein Mann dessen Tod unausweichlich ist. Meine größte Sorge in Staffel 4 galt nur, ob Ben überleben wird, ich sollte mich mächtig irren und mir wurde erst dann bewusst, wie genial sich Ben aus solchen Extremsituationen befreien kann.
THE LOOKING GLASS
Sie war mit namensgebend für dieses Finale, hängt doch von ihr Erfolg und Misserfolg von Jacks Reise zum Sendeturm ab. Doch nebenbei ist der Titel des Finales auch eine Anspielung auf Alice im Wunderland und da trifft es passend, dass das Logo der Looking Glass ein weißer Hasenkopf ist. In der Tat ist die Looking Glass die letzte Verbindungsstelle, die die magische Insel noch von der Außenwelt trennt.
Hier nimmt alles seinen Ausgang in diesem Finale, denn erst durch Bonnie und Greta erfährt Ben überhaupt, dass etwas mit seinen Plänen nicht stimmt. Nur aufgrund der Tatsache, dass Charlie weiß, dass er sterben wird, aber überhaupt nicht weiß, wie er seine Aufgabe erledigt, erzählt er alles. Geschickt gemacht von Samuel, seine Visionen an Desmond sind also der Auslöser dafür, dass alles so perfekt klappen wird.
Nebenbei erfahren wir, dass die Anomalie keinesfalls jeglichen Kontakt mit der Außenwelt zerstört hat, sondern Ben dies lediglich als Vorwand genutzt hat, um genau dies zu unterbinden. Er wusste also, was passierte, dass Widmore womöglich auf diese Weise die Insel wiederfindet und hoffte durch die Looking Glass seien alle Probleme geklärt. Vielleicht hätte er dieses Geheimnis nicht gerade Juliet anvertrauen sollen.
Jedenfalls schickt er Mikhail dorthin, der ihm trotz allem loyal bleiben wird. Allen Lügen zum trotz gehorcht er dennoch Bens furchtbaren Befehl, die ganze Sache zu vertuschen, Charlie umzubringen, Bonnie und Greta zu töten, sowie den Funkverkehr aufrecht zu erhalten. Doch er hat Desmond nicht mit einberechnet. Der erwacht von dem Paddelschlag wieder, im übrigen schön zu sehen, dass später wieder eine Person von einem Paddel niedergeschlagen wird und wieder wird ein solches von Schüssen durchlöchert. Dieser jedenfalls durchkreuzt Mikhails Plan und bringt ihn scheinbar endgültig um. Doch wer einen Sonarzaun überlebt, wird wohl auch so einen läppischen Pfeil überleben. Genauso ist es und das ist der Untergang von Charlie Pace.
Dieser war mir übrigens nie sympathischer, wie in dieser Folge. Er wird ständig geschlagen, bleibt aber dennoch cool und kann noch geniale Sprüche reißen, wie derjenige mit dem unsichtbaren U-Boot. Auch fand ich es genial, als er anfängt Lieder zu singen, unter anderem sein "You all everybody". In dem Moment ist es wohl das einzige Mal wichtig, dass er dieses Lied singt, um Bonnie und Greta nicht auf Desmond aufmerksam zu machen.
Er weiß auch genau die Situation auszunutzen, nachdem Mikhail Bonnie und Greta töten wollte, denn so kann er der sterbenden Bonnie noch einreden, dass wenn sie ihm den Code für das Abstellen des Signals verrät, Ben doch noch eins auswischen kann. Immerhin wurde sie für ihre Loyalität grausam hingerichtet. Der Hinweis, dass das von einem Musiker programmiert worden ist, hat hoffentlich nichts mit einem zeitreisenden, wiederbelebten Charlie zu tun.
Charlie hätte nicht sterben müssen, denn lange vor Mikhail stellt er das Signal ab. Doch ausgerechnet in dem Moment ruft Penny an und das Finale wendet sich extrem. Sie ist auf keinem Frachter und Naomi nicht Teil ihres Teames. "Who is Naomi?" ist wohl einer der WTF-Sätze, die in diesem genialen Finale fallen. Als er diese unfassbare Wahrheit erfährt, geschehen all die Dinge, die seinen Tod herbeiführen, Mikhail ist dabei eine Granate zu zünden, die das Bullauge zerstört, sodass Charlie ertrinken wird, gleichzeitig aber wird wohl Desmond mit ihm sterben, da dieser unbedingt mit seiner Penny reden möchte. Charlie trifft die einzig richtige Entscheidung, die auch im Sinne von Samuel ist. Er schließt die Tür, um Desmond davor zu bewahren mit ihm zu ertrinken, denn jetzt fetzt sich Mikhail mitsamt dem Bullauge in die Luft.
Trauriger, emotioneller und besser war nie der Abgang eines Maincharakters. Unbeeindruckt von all den Fluten, schreibt Charlie seine letzte Nachricht an Desmond: "Not Penny's Boat" und gibt sich dann seinem Schicksal hin. Wie zielsicher und unaufgeregt er in seinem Tod wirkt, berührt einem wirklich. Dies alles ist der Ausgangspunkt für die Spaltung der Losties zu Beginn von Staffel 4.
Bei der ganzen Emotionalität stört es fast niemand, dass Charlie rein physikalisch gar nicht hätte ertrinken können, da das Wasser nur bis auf Höhe des Bullauges hätte laufen können.
RÜCKKEHR ZUM STRAND
Ben ist geschlagen, noch nicht einmal seine Befehle werden von seinen Leuten befolgt und so entscheidet sich Ryan, trotz der Tatsache, dass Sayid und Co fast seinen ganzen Trupp in die Luft gejagt haben, dafür, die drei nicht zu töten. Ein schwerer Fehler, denn dadurch wird auch das Schicksal der letzten drei Others-Angreifer besiegelt.
Längst aber wollte Sawyer zurückkehren und wir sehen hier wieder eine Wandlung. Es kümmert ihn, was womöglich mit seinen Freunden passiert ist, er möchte das machen, was Jack nicht gemacht hat, sie aus den Fängen der Others retten. Dies erkennt in dem Moment wohl auch Juliet und geht mit ihm mit, obwohl sie keine Waffen haben. Hurley, der natürlich auch helfen möchte, wird kurzerhand wieder zurückgeschickt.
Doch nur dank ihm gewinnen die Losties endgültig die Kontrolle über die Others. Ausgerechnet mit dem Wagen von Bens Vater, zerstört er dessen Plan endgültig und tötet zunächst Ryan. Während dieser Verwirrung kann Sayid Jason mit einem beängstigenden Break-Dance-Genickbruch-Move töten. Dies erst hat mir gezeigt was eigentlich in diesem Iraki steckt.
Dann aber kommt es zu der einzigen Szene an diesem Finale, die mich gestört hat, Sawyer erschießt Tom. Sicher er wollte sich für Walt rächen, aber es ist absolut falsch jemanden zu töten, der sich ergeben hat und aus dem Grund sank Sawyer bei mir auch sehr tief im Ansehen.
Ironischerweise hat genau Hurley für Samuel gearbeitet, denn ohne sein Einschreiten hätten Juliet und Sawyer niemals Sayid, Jin und Bernard befreien können und Desmond wäre unverhofft in diese Situation gestoßen.
LOCKE
Wir sehen hier seine Rettung, ironischerweise ausgelöst durch seinen Vater, denn nur durch seine fehlende Niere konnte er überleben. Dennoch möchte er sich umbringen und es ist schon auffallend, dass sich in dieser Grube eine Pistole befindet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie seit dem Purge dort gelegen hat, entweder Jacob oder Samuel werden sie, während Locke noch ohnmächtig war, hineingeworfen haben, sodass er eine Waffe hat, um Naomi aufzuhalten. Das führt zum nächsten Schritt der Walt-Erscheinung. Ich schätze nicht ohne Grund sehen wir diesen hier, eine lebende und keine tote Person, denn ich glaube diese Erscheinung ist eine Jacob-Erscheinung. Dieser möchte unbedingt, dass Locke Naomi aufhält, was nicht gerade im Sinne von Samuel sein kann. Offenbar hat Jacob gemerkt welchen Plan Samuel hat und benutzt nun Locke, um diesen zu verhindern. Es wäre schon ironisch, wenn ausgerechnet Jacob Samuel daran hindern möchte, dass neue Personen auf die Insel kommen.
Dies gelingt Locke aber nicht, er schafft es zwar Naomi zu verletzen, bringt es aber nicht über sich, Jack zu töten, sodass dieser dennoch den Frachter kontaktieren kann. Doch lange behält Jacob nicht die Kontrolle über Locke, denn bereits die Tatsache, dass dieser die zweite Gruppe anführen wird, dient wieder Samuel.
TEMPEL
Zum ersten Mal wird dieser Ort erwähnt und er scheint eine sehr wichtige Bedeutung zu haben. Offenbar möchte Ben, wie ich stark vermute, dass seine Leute dahingehen, um sich vor den Gefahren der Zeitreisen zu schützen. Was ich erstaunlich fand, offenbar sieht Richard Ben immer noch als Anführer, sonst würde er ihn nicht mit den Problemen konfrontieren, die momentan alle auftreten. Er war sogar besorgt, warum sie die Baracken verlassen haben. Hätte ich nicht gedacht. Richard soll die letzte Gruppe führen und hier merkt man erst, wie schwer ihm das wohl fällt, da er sogar noch versucht, Ben von seiner Selbstmordmission abzuhalten.
Leider wird es lange dauern, bis wir Richard wiedersehen.
JACKS FLASHFORWARDS
Der Gamechanger in Lost schlechthin, Jack scheinbar mit seinem größten Triumph, Rettung und dann diese Abschlussszene, die für mich auch heute noch absolut unglaublich ist.
Schon vorher sehen wir das genaue Gegenteil des Jacks auf der Insel. Er sitzt alkoholisiert mit Bart in einem Flugzeug und wirkt völlig neben sich. Dann erst liest er die Nachricht von Lockes Tod und gerät völlig außer Kontrolle. Es ist schon genial, dass die Autoren bereits in diesem Finale Lockes Tod angedeutet haben, doch wir erst Ende Staffel 5 völlig davon überzeugt sein können, dass Locke wirklich tot ist. Deswegen will Jack sich umbringen, weil er ohne Locke keine Möglichkeit mehr sieht, zur Insel zurückzukehren. Doch wie es so kommt, wird er davon abgehalten und verfällt in seine alten Muster, jemanden retten zu wollen. Der Twist, ohne Jacks Selbsmordversuch hätte er die Mutter und das Kind nie retten müssen.
Auch im übrigen Flashforward sehen wir einen überwiegend verzweifelten Jack und das das nichts mit seiner Ehe zu tun hat, merken wir spätestens dann, als die hochschwangere Sarah ihn besucht und ihn das kaum interessiert. Stattdessen versucht er verzweifelt an Tabletten zu kommen, trinkt immer noch. Außerdem hat sich seine Situation drastisch verändert, er ist nicht mehr der Superarzt von früher, ein anderer soll den Job machen, den er eigentlich machen würde. Noch immer werden wir in dem Glauben gelassen, es handele sich um einen Flashback, denn Jack erwähnt auch seinen Vater, doch die Tatsache, dass ihn jeder schief anschaut, als er diesen erwähnt, deutet daraufhin, dass nichts von alledem stimmt. Offenbar glaubt er, dass sein Vater noch lebt wegen Locke, da er dem mittlerweile alles glaubt, so nimmt er sogar schon an, dass dieser wieder sein Boss ist. Verstärkt wird es wohl noch dadurch, dass Samuel in dieser Gestalt tatsächlich auftaucht.
Mit Hoffs Drawlar kriegen wir einen Riesenhint darauf, dass das alles nur ein Flashforward ist, doch wer hat schon die Zeit und überhaupt die Ahnung diese beiden Namen noch während der Ausstrahlung als Anagramm zu deuten? Wieder eine Szene die zeigt wie drastisch sich Jack gewandelt hat. Hörte er früher noch ruhige Musik, so ist es nun wilde und laute. Noch dazu schert er sich gar nicht mehr um andere Dinge. Krass fand ich die Szene, als er fast von einem Auto angefahren wird, gar nicht darauf achtet und im nächsten Moment ein Polizeiauto vorbeifährt.
Dann geht er zu Lockes Beerdigung, noch ist er aber weder Freund noch Verwandter, etwas, dass sich aber noch ändern wird. Hier kriegen wir den Hinweis, dass es sich bei dem Toten nur um einen Bekannten von der Insel handeln kann und es durfte damals eine Staffel gerätselt werden, wer im Sarg liegt. Anhand von Jacks Hand und der Größe des Sarges wurden da wahrhaft abenteuerliche Vermutungen aufgestellt.
Die letzte Szene ist dann die Enthüllung, als er sich mit Kate am Flughafen trifft. Hier wird schon angedeutet, dass sie Aaron hat und deshalb keinen Grund hat, so verzweifelt wie Jack zu sein. Nun können wir uns das komplette Bild über Jack Shephard nach der Insel zusammenbauen. Er ist alkoholsüchtig, tablettensüchtig, hat riesige Probleme mit seinem Job, klaut, ist kaum noch zurechnungsfähig, schert sich nicht um andere, begeht fast Selbstmord und möchte nur eins, zurück zur Insel. Das war der wahre Grund, warum die letzte Szene so eine gewaltige Wirkung hat, denn wir sehen einen Jack, der das komplette Gegenteil von dem ist, was er auf der Insel ist. Er unternimmt alles um zur Insel zurückzukehren, fliegt ständig hin und her und stellt mittels Atlas Berechnungen auf, wo die Insel sein könnte.
Der Abschluss, als das Flugzeug über Jack hinwegfliegt ist darum der beste Abschluss den dieser Flashforward überhaupt haben kann und ich gehe jede Wette ein, dass dies jenes Ajira Flugzeug ist, mit dem er dann auch zurückkehren kann.
BODYCOUNT
Da haben wir ganz schön viel: 10 Others am Strand, unter ihnen namhafte wie Tom, Ryan, Jason, Isabel. Bonnie und Greta, sowie Mikhail in der Looking Glass. Auch die Losties haben mit Charlie einen Verlust zu beklagen. Naomi scheint tot zu sein, doch sie lebt tatsächlich noch. Also insgesamt 14 Tote.
Summe: ca. 415 (424)
FAZIT:
Ein großartiges Ende für eine großartige Staffel. Die Mischung an Action, Spannung und Dramatik stimmt einfach und reicht schon so aus, um für ein gelungenes Finale zu sorgen. Die Idee aber ausgerechnet in der Folge in der Jack seinen größten Triumph feiert, ihn niedergeschlagen und depressiv in der Zukunft zu sehen, mit dem Wunsch zur Insel zurückzukehren, ist der wohl beste Gamechanger von ganz Lost.
FAZIT STAFFEL 3:
Komisch viele hatten ab hier nicht das gleiche Lost-Gefühl mehr wie in Staffel 2. Meine bescheidene Meinung, erst ab hier fing meine Lostbegeisterung wieder richtig an. Die Staffel fing etwas schwach an, war zwar schon in den ersten neun Folgen deutlich besser als die ganze 2.Staffel, doch es gab immer wieder Hänger wie die schwache Auftaktfolge, "I Do", oder der Tiefpunkt "Stranger In A Strange Land." Als dann aber ein Endpunkt der Serie bekannt gegeben werden konnte, folgte die längste Serie an guten Folgen, die es bisher bei Lost gab. Ab "Tricia Tanaka Is Dead" einer Hurley-Folge, die eher den lustigen Auftakt darstellte, folgte ein unablässiges Hoch an sehr guten Folgen mit genialen Momenten und Wendungen, die schließlich in eine der drei besten Episoden von Lost mündete, "The Man Behind The Curtain." Jene Figur, die in dieser Folge im Mittelpunkt stand, war auch der Grund, warum diese Staffel so überragend war. Ben prägte Lost als Antagonist wie kein anderer Charakter vor ihm und sorgte vorallendingen bei mir immer wieder für überraschende, aber auch emotionelle Momente. Nach dieser Staffel war ein Lost ohne Ben unvorstellbar (zumindest für mich). Auch Juliet überzeugte, genau wie der in den Maincast aufgestiegene Desmond. Diese drei übertünchten etwas den Nikki und Paulo Fehlgriff, der jedoch immer noch besser war, als die Hereinnahme der mittlerweile überflüssigen Tailies in Staffel 2.
Ständige Schauplatzwechsel und getrennte Gruppen sorgten immer wieder für die richtige Abwechslung und für kein so ein langweiliges Festgefahre wie Mitte der 2. Staffel.
Die Others waren zwar das große Thema, doch deren wahre Hintergründe blieben immer noch verborgen und sind es bis heute noch. Doch gerade die Konflikte zwischen ihnen und den Losties gab der Staffel die richtige Würze und Intensität. Am Ende wurde deren Ablösung durch die Freighters angedeutet, eine Gruppe, die in Staffel 4 im Mittelpunkt stehen wird.
Nur ein was gab es zu kritisieren, die Flashbacks. Diese wirkten bei fast jedem aus dem Maincast überflüssig und es kam mir oft vor, als ob man auf Krampf noch versuchte, den Charakteren irgendetwas Interessantes aus deren Vergangenheit abzugewinnen. Dies schlug fehl, doch dank der Flashforwards wurde die neue Erzähltechnik für Staffel 4 bereits angekündigt.
Nachgedanken:
- Ryan hatte womöglich als Other besseren Kontakt zu Jacob als Ben, denn ich denke seine Weigerung mit Sayid und Jin zwei Kandidaten nicht zu erschießen, war im Sinne Jacobs
- eine etwas ausgefallene Theorie zu Walts Erscheinen: es ist eine selbsterfüllende Prophezeiung; Walt wird bekanntlich im Epilog von Hurley und Ben mit zurück auf die Insel genommen, dabei wird er denke ich auch durch die Zeit geschickt und zwar in diesem speziellen Fall auf Bestreben Bens, der seine Auslieferung an die Freighters nur hätte verhindern können, wenn er sich Locke anschloss; gleichzeitig denke ich, war es ein Zeichen von Reue, er wollte damit seinen Schuss auf Locke "wiedergutmachen"
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